Corona-Impfung

Mobile Impfteams in Memmingen und dem Unterallgäu starten

Johanna Bondroit war eine der ersten Personen im Landkreis Unterallgäu, die von Ärztin Helena Frankota geimpft wurde.

Johanna Bondroit war eine der ersten Personen im Landkreis Unterallgäu, die von Ärztin Helena Frankota geimpft wurde.

Bild: Eva Büchele, Landratsamt Unterallgäu

Johanna Bondroit war eine der ersten Personen im Landkreis Unterallgäu, die von Ärztin Helena Frankota geimpft wurde.

Bild: Eva Büchele, Landratsamt Unterallgäu

Auch die Impfteams in Memmingen und dem Unterallgäu waren am Sonntag zum ersten Mal im Einsatz. In den ersten acht Tagen sollen 1500 Dosen vergeben werden.
27.12.2020 | Stand: 15:56 Uhr

Seit Sonntag sind im Unterallgäu und in Memmingen zwei mobile Impfteams unterwegs. Geimpft werden zunächst Bewohner und Mitarbeiter von Senioreneinrichtungen. So hat es die Bundesregierung vorgegeben. In den nächsten Tagen sollen weitere Impfstoff-Lieferungen eintreffen, sodass innerhalb von acht Tagen voraussichtlich insgesamt 1500 Personen im Landkreis und in der Stadt Memmingen geimpft werden können.

So wirkt die Corona-Impfung

Der Impfstoff wird zentral von der Bundesregierung beschafft und die ersten Dosen kamen am Samstagabend beim Impfzentrum Unterallgäu-Memmingen an. Die Impfteams machten sich dann am Sonntagmorgen auf den Weg. Ein Impfteam besteht aus einem Fahrer des Malteser Hilfsdienstes, einem Impfarzt und einer Medizinischen Fachangestellten, wobei zunächst die Heimärzte mit Unterstützung der Pflegekräfte der Heime die Impfungen durchführen. Eine der ersten Einrichtungen, die bedient wurden, war das Kreis-Seniorenwohnheim St. Martin in Türkheim.

Dr. Max Kaplan, ärztlicher Koordinator im Landkreis Unterallgäu, erklärt, wie die Impfung wirkt: „Der Impfstoff regt den Organismus an, einen kleinen Teil der Eiweißhülle des Virus nachzubilden. Darauf wiederum wird das Immunsystem aktiviert und der Körper stellt den Schutz quasi selbst her.“ Unter anderem, weil diese Wirkungsweise ursprünglich zur Krebsbehandlung erforscht wurde, konnte der Impfstoff laut Kaplan ohne Abstrich an Sicherheit und Qualität so schnell entwickelt werden.

70 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegekräfte des Altenheims St. Ulrich in Memmingen wurden gegen das Virus geimpft. Ärztlicher Koordinator Dr. Jan Henrik Sperling und Dr. Hardy Götzfried, ärztlicher Leiter des Impfzentrums Memmingen, haben mit ihren mobilen Teams die Impfungen in der Senioreneinrichtung vorgenommen. „Wir freuen uns sehr, dass alle Planungen und Vorbereitungen sich bewährt haben und alles sehr gut klappt“, betont Dr. Sperling.

Impfzentren Memmingen und Bad Wörishofen starten im Januar

Anfang Januar beginnt voraussichtlich auch der Betrieb im Impfzentrum Unterallgäu-Memmingen an den beiden Standorten in Memmingen und in Bad Wörishofen. Beide Einrichtungen betreibt der Malteser Hilfsdienst. Impfungen erfolgen zunächst nur bei den priorisierten Gruppen und nur nach Voranmeldung. Die zu impfenden Personen werden zentral vom Gesundheitsministerium angeschrieben. Wann man sich im Impfzentrum anmelden kann, will das Landratsam über die Presse und im Internet bekanntgeben.

Auch in Kaufbeuren und Marktoberdorf wurden am Sonntag die ersten Menschen geimpft.