Rechtslage

Ein Unfall ist passiert - und jetzt? Die Polizei gibt Tipps zum richtigen Verhalten

Unfall

Was tun, wenn es zu einem Unfall kommt? Die Polizei gibt Tipps zum Verhalten und möglichen ersten Maßnahmen.

Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Was tun, wenn es zu einem Unfall kommt? Die Polizei gibt Tipps zum Verhalten und möglichen ersten Maßnahmen.

Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Wie muss verhält man sich nach einem Unfall richtig? Die Polizei gibt Tipps zum Verhalten am Unfallort und möglichen ersten Maßnahmen.
13.01.2022 | Stand: 22:19 Uhr

Parkrempler, Spiegelklatscher bis hin zum schweren Verkehrsunfall: Was ist zu tun? Die Polizeiinspektion Memmingen gibt Tipps und Hinweise zu Verhaltensweisen in den unterschiedlichsten Situationen.

Folgende Erstmaßnahmen können, je nach Ort, Art und Schwere des Unfalls laut Polizei sinnvoll sein:

  • Absichern und warnen: Es sei wichtig, das Warnblinklicht beim Auto anzuschalten, eine Warnweste anzuziehen und ein Warndreieck aufzustellen.
  • Retten von Personen aus dem Gefahrenbereich: Wenn es der Zustand der Personen zulässt, dann sollten diese weg von der Straße gebracht werden – zum Beispiel kann Schutz hinter der Leitplanke gesucht werden.
  • Unfall melden: Es gibt den Notruf 112, bei welchem Rettungsdienst und Feuerwehr alarmiert werden. Wählt man den Notruf 110, so erreicht man die Polizei – bei Unfall, Gefahrensituationen. Die Polizei merkt aber auch an: Nutzer sollten keine Angst haben, wenn sie in einem Fall die dafür „falsche“ Nummer gewählt haben. Es werde entsprechend an die zuständige und richtige Stelle weitergeleitet. Wichtig seien die so genannten fünf „W“. Damit sind gemeint: Wo? Wer? Was? Wie viele? Warten auf Rückfragen.
  • Erste Hilfe leisten – als Zeuge zur Verfügung stellen
  • Rettungsgasse freihalten
  • Beweise sichern: Es können bei einer Unfallsituation, am Fahrzeug, bei Spuren, Schäden und Verkehrsregelungen beispielsweise Fotos gemacht werden, um Sachverhalte zu dokumentieren.
  • Personalien austauschen und Versicherung informieren
  • Aufgepasst: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort zieht Konsequenzen nach sich. Ein Unfallbeteiligter, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, bevor er zugunsten der anderen Unfallbeteiligten/Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs und der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit und durch die Angabe, dass er an dem Unfall beteiligt ist, ermöglicht hat oder eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne dass jemand bereit war, die Feststellungen zu treffen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Wichtig nach einem Unfall, insbesondere, wenn der Geschädigte nicht vor Ort ist: warten, den Geschädigten oder die Polizei verständigen. Die Polizei weist daraufhin: Ein Zettel am anderen Fahrzeug reicht nicht aus.

Sie wollen immer über die neuesten Nachrichten aus Memmingen informiert sein? Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen, täglichen Newsletter "Der Tag in Memmingen".

Für nur 0,99 € einen Monat alle exklusiven AZ Plus-Artikel auf allgaeuer-zeitung.de lesen
Jetzt testen
Ausblenden | Ich habe bereits ein Abo.