Brände im Allgäu

Nach Großbrand in Buxheim: Wohntrakt muss teilweise abgerissen werden

Nach dem Brand eines Bauernhofs mitten in Buxheim muss der Giebel des Wohntrakts abgerissen werden.

Nach dem Brand eines Bauernhofs mitten in Buxheim muss der Giebel des Wohntrakts abgerissen werden.

Bild: Uwe Hirt

Nach dem Brand eines Bauernhofs mitten in Buxheim muss der Giebel des Wohntrakts abgerissen werden.

Bild: Uwe Hirt

Nach dem Brand in Buxheim sucht die Polizei weiter nach der Ursache. Der Hausbesitzer liegt währenddessen immer noch im Krankenhaus.
18.02.2021 | Stand: 05:44 Uhr

Auch eine Woche nach dem Brand eines Bauernhofs mitten in Buxheim ist noch unklar, was die Ursache für den Ausbruch des Feuers gewesen sein könnte. „Es gibt derzeit aber keine Hinweise auf ein Fremdverschulden“, erklärt Dominic Geißler vom Polizeipräsidium Schwaben/Südwest auf Anfrage. Der 59-jährige Eigentümer des landwirtschaftlichen Anwesens, der bei dem Brand eine schwere Rauchgasvergiftung erlitten hat, werde immer noch in einer Unfallklinik behandelt. „Sein Zustand ist aber stabil und er ist ansprechbar“, sagt Geißler. Unterdessen hat das Unterallgäuer Landratsamt angeordnet, dass der Westgiebel des Wohntrakts, in dem das Feuer ausgebrochen war, abgerissen werden muss.

Wie berichtet, hatte der Eigentümer selbst am vergangenen Donnerstag eine starke Rauchentwicklung in seinem Bauernhaus bemerkt und zunächst einen Arbeitskollegen verständigt, der schließlich die Feuerwehr alarmierte. Dank einer Brandmauer griffen die Flammen nicht auf den angrenzenden Wirtschaftstrakt über. Da aber jederzeit damit gerechnet werden musste, dass das Gebäude einstürzt, wurden die benachbarten Häuser evakuiert. Fachberater des Technischen Hilfswerks waren vor Ort, um die Statik des Gebäudes zu beurteilen.

Abrissarbeiten nach Brand in Buxheim: Giebel nicht mehr sicher

Nach Angaben von Sylvia Rustler, Pressesprecherin am Unterallgäuer Landratsamt, stellten die Experten fest, das der Giebel des Bauernhauses nicht mehr standsicher ist und Teile des Gebäudes auf das Nachbargrundstück fallen könnten. „Da in diesem Fall Gefahr im Verzug war, haben wir den Abriss des Giebels sofort angeordnet“, sagt Rustler. Die Abbrucharbeiten sind derzeit in vollem Gange. Die beauftragte Firma arbeitet sich laut Buxheims Bürgermeister Wolfgang Schmidt seit einigen Tagen vorsichtig Schritt für Schritt nach unten bis zur Brandmauer. So wurden bereits der Dachstuhl, das Mauerwerk und auch der Kamin größtenteils abgetragen. „Alles läuft bisher sehr gut“, sagt der Rathauschef, der sich regelmäßig selbst vor Ort ein Bild macht. Er geht davon aus, dass die Abrissarbeiten bis Ende der Woche abgeschlossen sein könnten. (Auch in Kaufbeuren gab es Mitte Februar einen verheerenden Brand.)

Besitzer geht es wieder besser

Zwar muss nur der oberere Bereich des Wohntrakts abgerissen werden, dennoch ist laut Schmidt das komplette Gebäude nicht mehr bewohnbar. Denn auch die Brandschäden im Erdgeschoss seien enorm. Die Polizei schätzt die Schadenshöhe auf rund 500.000 Euro.

„Zunächst einmal ist es nun wichtig, dass es dem Besitzer wieder besser geht“, sagt Bürgermeister Schmidt. Die Gemeinde Buxheim werde ihm in jedem Fall ihre Unterstützung anbieten. „Ich stehe immer zur Verfügung und bin gesprächsbereit“, betont Schmidt. Er sei auch mit den Angehörigen des 59-Jährigen, der alleine auf dem landwirtschaftlichen Anwesen gewohnt hat, in Kontakt.

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