Aitrach

Neubau von Sporthalle steht nichts mehr im Weg

Auf dem Sportplatzareal bei der Mehrzweckhalle in Aitrach soll eine Sport- und Begegnungshalle entstehen. Im Zuge dessen wird das Schulungs- und Ballraumgebäude an der Halle (vorne) abgebrochen.

Auf dem Sportplatzareal bei der Mehrzweckhalle in Aitrach soll eine Sport- und Begegnungshalle entstehen. Im Zuge dessen wird das Schulungs- und Ballraumgebäude an der Halle (vorne) abgebrochen.

Bild: Schulze

Auf dem Sportplatzareal bei der Mehrzweckhalle in Aitrach soll eine Sport- und Begegnungshalle entstehen. Im Zuge dessen wird das Schulungs- und Ballraumgebäude an der Halle (vorne) abgebrochen.

Bild: Schulze

Aitracher Räte geben grünes Licht. Schulungs- und Ballraum des Sportvereins wird dafür abgerissen.

Auf dem Sportplatzareal bei der Mehrzweckhalle in Aitrach soll eine Sport- und Begegnungshalle entstehen. Im Zuge dessen wird das Schulungs- und Ballraumgebäude an der Halle (vorne) abgebrochen.
Von Olaf Schulze
31.08.2020 | Stand: 13:31 Uhr

Der Bau einer neuen Sport- und Bewegungshalle in Aitrach ist in trockenen Tüchern. Einstimmig hat der Aitracher Gemeinderat grünes Licht für das Projekt und den künftigen Pachtvertrag sowie den Abbruch des bestehenden Schul- und Ballraumes des heimischen Sportvereins gegeben. Zudem genehmigte das Gremium die Gestaltung des Umfeldes auf dem Areal an der Mehrzweckhalle und dem Sportgelände der Illertalgemeinde.

Das Konzept zum Neubau einer Fitnesshalle wurde in der jüngsten Jahresversammlung des Aitracher Sportvereins vorgestellt und von den Mitgliedern genehmigt. Dabei geht es um die Verwirklichung eines 300 000 Euro teuren Bauvorhabens, das als Ersatz für den im Jahr 2000 errichteten Schulungs- und Ballraum künftig für den Sportverein, aber auch für andere Nutzungen verfügbar ist. Der etwa 100 Quadratmeter große Hallenraum soll multifunktional von den Sportgruppen des Vereins überwiegend ab 17 Uhr genutzt werden. Tagsüber, von 7 bis 17 Uhr, stellt der TSV Aitrach die Halle der Gemeinde zur Verfügung.

Platz auch für Kindertreff

Dabei sollen in der Anfangsphase die bereits laufenden Angebote der Schulsozialarbeit mit Kindertreff, Treff für behinderte Kinder und auch die neu aufgestellte Schülerbetreuung dort Platz finden. Vorstellen könne man sich auch eine künftige Zusammenarbeit mit überregionalen Institutionen, unter anderem der Volkshochschule.

Bürgermeister Thomas Kellenberger betonte, dass der Gemeinde für die Raumnutzung keine Kosten entstünden und bei der Siegfried-Gebhart-Stiftung ein Investitionszuschuss beantragt sei, womit der Bau der Räumlichkeiten finanziert werde. Der Gemeindechef lobte die Hartnäckigkeit des TSV-Vereinsvorsitzenden Manfred Saitner zur Verwirklichung des Projektes. Dieser erläuterte dem Gremium das „ehrgeizige“ Bauvorhaben und unterstrich: „Wir wollen, dass es gut wird.“ Sein Fazit: „Ohne die Unterstützung der Gemeinde, der örtlichen Firmen Birk und Lemmer und ohne den Stiftungsbeitrag von deren Gründer Siegfried Gebhart wäre das Vorhaben nicht möglich.“

Den Gesamtzuschuss der Gemeinde bezifferte Kellenberger mit maximal 65 392 Euro, und auch die geschätzten Kosten (9000 Euro) für den Abbruch des bestehenden Schulungs- und Ballraums trägt die Kommune. Ebenfalls wird die Restwertentschädigung von rund 35 000 Euro an den TSV übernommen. Hinzu kommt die Wiederherstellung der Außenanlagen. Die Kostenschätzungen für die Freianlagen belaufen sich auf 45 000 Euro, sodass der Gesamtaufwand für die Gemeinde 120 000 Euro betragen würde.

Der bestehende Pachtvertrag zwischen der Gemeinde und dem Pächter wird laut Beschluss auf das neue Gebäude angepasst und läuft vorerst bis zum Jahr 2048. Festgeschrieben ist unter anderem, dass kein Pachtzins erhoben wird und der Verpächter die Grundsteuer sowie die Nebenkosten trägt. Der Betrieb einer öffentlichen Gaststätte auf dem Pachtgelände ist nicht gestattet. Aus den Reihen der Gemeinderatsmitglieder erfolgte grundsätzliche Zustimmung zur Baumaßnahme, dabei wurde auf die Notwendigkeit und den Bedarf des geplanten Neubaus hingewiesen.