Corona-Pandemie

Dieses neue Desinfektionsmittel soll Fahrgäste im Unterallgäu schützen

Christian Keller, BBS-Bereichsleiter Technik, zeigt den Mitarbeitern bei einer Schulung, wie das neue Desinfektionsmittel im Bus eingesetzt wird.

Christian Keller, BBS-Bereichsleiter Technik, zeigt den Mitarbeitern bei einer Schulung, wie das neue Desinfektionsmittel im Bus eingesetzt wird.

Bild: BBS-Brandner

Christian Keller, BBS-Bereichsleiter Technik, zeigt den Mitarbeitern bei einer Schulung, wie das neue Desinfektionsmittel im Bus eingesetzt wird.

Bild: BBS-Brandner

Das Unterallgäuer Busunternehmen Brandner will für mehr Sicherheit und für Vertrauen sorgen. So wird das neue Mittel in 45 Fahrzeugen eingesetzt.
10.02.2021 | Stand: 13:23 Uhr

Weitere Maßnahmen gegen das Corona-Virus ergreift das Busunternehmen BBS-Brandner: Ergänzend zur regelmäßigen Reinigung und Desinfektion der Kontaktflächen hat die Firma in den vergangenen Wochen eine neue Desinfektionsmethode getestet, die nunmehr in allen 45 Bussen im Unterallgäu und Memmingen zum Einsatz kommt. Dazu wird mittels eines elektrischen Diffusors ein Flächendesinfektionsmittel aufbracht, das zuverlässig innerhalb von Sekunden wirke und dauerhaft die Hülle von Viren (auch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2/ Covid-19) sowie Bakterien und Pilze zerstört.

Busunternehmen spürt Kundenrückgang

„Damit wird das Fahren mit Linienbus, Flexibus oder Kleinbus noch sicherer“, betont Firmenchef Josef Brandner und wirbt für Vertrauen bei den Fahrgästen. Denn das Omnibusunternehmen spürt einen deutlichen Rückgang der Kunden – auch wegen der geltenden Corona-Beschränkungen. „Wegen der Schulschließungen sind Schüler nur noch rudimentär unterwegs“, sagt Brandner. Bei den so genannten Barzahlern in den Linienbussen verbuchte er im Januar einen Rückgang von fast 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, beim Flexibus um rund 35 Prozent.

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„Wir hoffen nun auf einen Rettungsschirm auch für 2021“, sagt Brandner. „Denn ohne die staatliche Unterstützung würde es uns schlecht gehen.“ Wenn es keine weitere Hilfe gäbe, werde bald das ein oder andere Busunternehmen auf der Strecke bleiben und pleite gehen – mit negativen Folgen für die Aufrechterhaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Im vergangenen Jahr habe der Freistaat den überwiegenden Teil der Ausfälle übernommen.

"Wir machen alles, damit sich unsere Fahrgäste wohl fühlen"

„Wir machen alles, damit der Transport sicher ist und sich unsere Kunden wohlfühlen“, betont der Busunternehmer. Damit das reibungslos klappt, hat Christian Keller, BBS-Bereichsleiter Technik, die Mitarbeiter im Umgang mit dem neuen Desinfektionsmittel geschult. Unabhängig von den Hygiene-Maßnahmen des Busunternehmens gilt in allen Bussen aber nach wie vor die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

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