Wasserverbrauch

Niederrieden sagt Wasserknappheit den Kampf an

sar Wasserversorgung Niederrieden

Damit die Bürger genügend Wasser haben, ensteht direkt neben dem Niederrieder Hochbehälter an der Otterwaldstraße ein neues, noch größeres Wasserreservoir.

Bild: Armin Schmid

Damit die Bürger genügend Wasser haben, ensteht direkt neben dem Niederrieder Hochbehälter an der Otterwaldstraße ein neues, noch größeres Wasserreservoir.

Bild: Armin Schmid

Der Bau eines neuen Hochbehälters in Niederrieden hat begonnen. Was sich Bürgermeister Michael Büchler davon verspricht .
12.07.2021 | Stand: 12:18 Uhr

Der Startschuss für die Verbesserung der Niederrieder Trinkwasserversorgung ist gefallen. Rund 1,6 Millionen Euro wird die Gemeinde in den Bau eines neuen Hochbehälters an der Otterwaldstraße investieren. Insgesamt sollen damit nach Angaben von Bürgermeister Michael Büchler gleich mehrere Probleme gelöst werden. Zuallererst soll der aus dem Jahr 1940 stammende, nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechende Hochbehälter durch einen Neubau in unmittelbarer Nähe ersetzt werden. Zudem soll auch die Versorgungssicherheit und der Schutz vor Keimen verbessert werden.

Der Bürgermeister erläuterte, dass die Wasserreserve durch trockene Sommer sowie Gartenbewässerung oder Pool-Befüllungen vor allem im vergangenen Jahr immer wieder zur Neige gegangen ist. Im Herbst 2019 war das Wasser zudem mit coliformen Keimen belastet. Dies soll nun der Vergangenheit angehören.

Wasserversorgung in Niederrieden für diese Jahrhundert fit machen

Planer Burkhard Bittner vom Büro PFK betonte, dass man die Wasserversorgung für dieses Jahrhundert fit machen werde. Der bisherige Hochbehälter mit 250 Kubikmetern Fassungsvermögen stamme noch aus dem vergangenen Jahrhundert. Daher sei er beispielsweise vor allem für den Wasserverbrauch in Spitzenzeiten zu klein geworden. In trockenen Sommern und bei sinkendem Grundwasserspiegel drohte sogar der Leerstand.

Hochbehälter in Niederrieden umfasst 800 Kubikmeter

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Einer Wasserbedarfsberechnung entsprechend werden die Kapazitäten des neuen, aus zwei Kammern bestehenden Hochbehälters auf 800 Kubikmeter Füllvolumen aufgestockt. Dadurch könne man auch Verbräuche mit hohen Tagesspitzen auffangen. Zudem wird es eine Druckerhöhungsanlage für die Hochzonen von Niederrieden geben. Geplant ist auch eine Entkeimungsanlage, die ohne chemische Zusätze auskommt beziehungsweise auf einer UV-Technologie basiert. „Auf diese Weise schaffen wir die Voraussetzungen für eine Wasserversorgung in Niederrieden, die 50 Jahre und mehr Bestand haben wird.“ Laut Bürgermeister Michael Büchler geht aus der Ortschronik hervor, dass der Niederrieder Wasserverbrauch im Jahr 1965 bei 120 000 Kubikmeter gelegen hat. Im Jahr 2020 seien es demnach 105 000 Kubikmeter gewesen. Der Verbrauch sei somit über die Jahre sogar gesunken.

Eine Verbundleitung zwischen Bergbrunnen und dem Hochbehälter, die vor Kurzem bereits verlegt wurde, wird zur weiteren Stabilisierung der Wasserversorgung beitragen. Die Fördermittel für das Bauprojekt umfassen rund 320 000 Euro.