Handball-Verband hat entschieden

Noch im Januar soll der Spielbetrieb weitergehen

OB Handall Landesliga Männer Staffel Süd-West TSV Ottobeuren - TSV Herrsching 25:25 (16:12)

Schon bald können die Handballer in der Region im Wettkampf wieder zum Sprungwurf ansetzen, wie auf unserem Bild Lukas Haug vom TSV Ottobeuren. Nach coronabedingter Pause soll der Spielbetrieb Ende Januar wieder aufgenommen werden.

Bild: Fotos: Siegfried Rebhan (Archivbild)

Schon bald können die Handballer in der Region im Wettkampf wieder zum Sprungwurf ansetzen, wie auf unserem Bild Lukas Haug vom TSV Ottobeuren. Nach coronabedingter Pause soll der Spielbetrieb Ende Januar wieder aufgenommen werden.

Bild: Fotos: Siegfried Rebhan (Archivbild)

Handballer des TSV Ottobeuren und des TV Memmingen freuen sich über die Entscheidung, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Doch es sind noch Fragen offen.
15.01.2022 | Stand: 05:45 Uhr

Als es Ende November 2021 hieß, die Handballsaison in Bayern müsse aufgrund der Corona-Pandemie bis Anfang Januar 2022 pausieren, hatte wohl kaum jemand mit einer tatsächlichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs gerechnet. Vielmehr wurde gemunkelt, dass die Saison, wie bereits im Vorjahr, ein frühzeitiges Ende finden würde. Umso mehr freuen sich nun die Spieler und Vorstandsmitglieder des TSV Ottobeuren und des TV Memmingen über den Bescheid des Bayerischen Handballverbandes (BHV), dass der reguläre Spielbetrieb ab 27. Januar in allen Altersklassen wieder aufgenommen werden soll.

Wie begründet der Handballverband seine Entscheidung?

Der Beschluss sei vom Verband kontrovers und intensiv diskutiert worden. In den Bezirken gelten nun ähnliche Pandemiebedingungen und die Impfquote sei gestiegen, zudem haben sich über 70 Prozent der Vereine für eine Wiederaufnahme ausgesprochen, begründet der BHV seine Entscheidung: „Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung einer ständigen Überprüfung unterliegen muss und sich streng nach den derzeit geltenden gesetzlichen Verordnungen der Politik zu richten hat.“

Die Vorstandschaft des TSV Ottobeuren freut sich gerade aus sozialer und sportlicher Sicht über die Fortsetzung der Saison. Organisation und Ablauf seien derzeit aber noch nicht wirklich planbar und mit hohem Aufwand verbunden. Einige Vorgaben – wie die Kontrolle der aktuellen Corona-Regelung oder das Nachholen der verschobenen Spiele – müssen zunächst noch vom BHV geklärt werden.

Landesliga-Team des TSV Ottobeuren für den Wiedereinstieg gewappnet

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Sport und Corona

Spiele unter Vorbehalt

Gunther Kotschmar und das Landesligateam des TSV Ottobeuren sind jedenfalls für den Wiedereinstieg gewappnet. „Wir haben keine Pause gemacht und mit einer hohen Spielerbeteiligung weiter trainiert“, so der Coach der Ersten Herrenmannschaft. Wenn alles planmäßig läuft, starten er und seine Truppe am 29. Januar in eigener Halle mit einem Derby gegen den TV Immenstadt das Comeback. Auch die Damenmannschaft des TSV Ottobeuren hat die Spielpause aktiv genutzt und regelmäßige Trainingseinheiten absolviert. Für den Trainer der Ottobeurer Handballerinnen, Roman Polyfka, kommt der Beschluss des BHV dennoch unerwartet und „ist schwer einzuschätzen“. Für sein Bezirksoberliga-Team geht es wohl ebenso am 29. Januar zuhause weiter – gegen die Damen vom TV Waltenhofen.

Nächstes Spiel des TV Memmingen wohl am 5. Februar

Das nächste Spiel der Bezirksliga-Handballer des TV Memmingen könnte das Heimspiel gegen den TSV Mindelheim II am 5. Februar sein. „Grundsätzlich sieht es danach aus, ja“, bestätigt Handball-Abteilungsleiter Björn Walter. Allerdings fehlten dem TVM momentan noch verbindliche Vorgaben des BHV, in welchem Zeitraum die ausgefallenen Spiele nachgeholt werden sollen. Walter zitiert das jüngste Rundschreiben des BHV an die Vereine: „Darin heißt es, dass Datum und Zeitkorridor für die Nachholspiele zeitnah bekannt gegeben werden.“ Genaueres würden die spielleitenden Stellen derzeit ausarbeiten. Da das Schreiben laut Walter viele Fragen offen lässt, hofft man beim TVM auf „zeitnah folgende Antworten“.

Gleichzeitig weist der Abteilungschef darauf hin, dass „ab einer Inzidenz von 1000 die Hotspot-Regelung gelte. Dann müssten sämtliche Sportanlagen schließen. Er wolle keinen übergroßen Pessimismus verbreiten, betont er. „Aber dass diese Werte wieder erreicht werden, ist nicht abwegig.“

Seit dieser Woche in Memmingen wieder regulärer Trainingsbetrieb

Seit dieser Woche findet bei den Erwachsenen und bei der Jugend wieder ein regulärer Trainingsbetrieb statt, berichtet Walter. Die Sportler müssten sich dabei an die geltende 2Gplus-Regelung halten, gewisse Ausnahmen gebe es diesbezüglich im Jugendbereich. „Uns bleiben jetzt ungefähr vier Wochen Zeit, um uns auf den Spielbetrieb vorzubereiten.“ Probleme gebe es immer dann, wenn sich gesetzliche Vorgaben relativ kurzfristig ändern. Dann dauere es einige Tage, bis die Vereinsverantwortlichen Klarheit darüber hätten, wie die Gesetzestexte auszulegen seien In der Praxis habe dies zu großer Verwirrung bei Trainern, Spielern und Spieler-Eltern geführt, erklärt Walter.