Geplantes Kombibad in Memmingen

Online-Umfrage zu Bad-Plänen: Vielen fehlen Sauna und Spaßfaktor

Eine große Mehrheit der Teilnehmenden sah es bei unserer Online-Umfrage als richtige Entscheidung an, dass die Stadt das Vorhaben Kombibad trotz einer schwieriger werdenden Haushaltslage weiter vorantreibt.

Eine große Mehrheit der Teilnehmenden sah es bei unserer Online-Umfrage als richtige Entscheidung an, dass die Stadt das Vorhaben Kombibad trotz einer schwieriger werdenden Haushaltslage weiter vorantreibt.

Bild: Eva Maria Häfele (Archiv)

Eine große Mehrheit der Teilnehmenden sah es bei unserer Online-Umfrage als richtige Entscheidung an, dass die Stadt das Vorhaben Kombibad trotz einer schwieriger werdenden Haushaltslage weiter vorantreibt.

Bild: Eva Maria Häfele (Archiv)

Die Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer sieht das Festhalten an dem Vorhaben als richtig an. Ganz anders ist das bei der geplanten Ausstattung.
12.02.2021 | Stand: 18:00 Uhr

An den Bad-Plänen festzuhalten war richtig – auch wenn Corona den städtischen Finanzen zusetzt: Davon zeigt sich der Großteil der 219 Teilnehmenden unserer nun abgeschlossenen Online-Umfrage überzeugt. Weniger Zustimmung gibt es aber für die Ausstattung, die der Stadtrat festgelegt hat. Fast 70 Prozent der Befragten sehen sie als nicht ausreichend für ein zukunftsfähiges Bad an. (Zweifel am Konzept melden einige Leser auch in Zuschriften an unsere Zeitung an.)

Bei den Anmerkungen, in denen die Teilnehmenden der Online-Umfrage Kritikpunkte äußerten, sticht eins ins Auge: Mit Abstand am häufigsten wird – auch mit Hinweis auf ein mangelndes Angebot in der näheren Umgebung – die fehlende Sauna moniert, die der Stadtrat aus Kostengründen verworfen hatte. „Wer will heutzutage in ein 08/15-Bad gehen“, lautet ein Kommentar: „Ganz klar fehlen Attraktionen, wenn man schon so eine Investition plant.“

Besonders oft wird in den kritischen Rückmeldungen zum Konzept auch der Spaß- und Erlebnisfaktor für Familien, Kinder und Jugendliche vermisst. Genannt werden hier Rutschen, besonders im Hallenbad, aber zum Beispiel auch Wellenbad, Sprudelbecken oder warmes Außenbecken. Deutlich zum Ausdruck kommt vielfach auch der Wunsch nach einem separaten Springerbecken und mehr Wasserfläche, um beispielsweise ausreichend Platz für Badegäste und Sportschwimmer zu schaffen: also beispielsweise 50- statt 25-Meter-Bahnen im Inneren oder acht statt sechs Bahnen im Freien. Außerdem, heißt es in vielen Kommentaren, gehörten eine Gastronomie oder ein Café zu einem modernen Bad. „Hier wird ein Bad geplant, das den Erwartungen von 1950 entspricht“, schreibt jemand, der unter anderem diesen Aspekt vermisst.

Unterschiedlich fallen die Erfahrungen mit den bestehenden Bädern aus. Beide werden überwiegend als veraltet, teils auch als ungepflegt wahrgenommen – mehrfach äußerten sich Teilnehmer aber auch zufrieden. Tendenziell schneidet das Freibad etwas besser ab als das Hallenbad. Vor allem Letzteres wird als zweckmäßig und ausreichend für Schwimmer, nicht aber für Familien oder Wellness-Suchende beschrieben. Minuspunkte kassiert besonders das Hallenbad für fehlende Aufenthaltsqualität und beengte Verhältnisse. Viele Besucher stoßen sich generell an für sie unzureichenden Öffnungszeiten. Als klarer Trumpf der Bäder erweist sich der „unschlagbar günstige“ Eintrittspreis.