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Stadtgeschichte

Pandemie im Mittelalter: Als der Tod in Memmingen regierte

Kreuzgang Elsbethenkloster

Dieses Deckengemälde im ehemaligen Elsbethenkloster zeigt die sogenannte Schutzmantelmadonna. Ganz oben in der Mitte ist Gott zu sehen. Darunter steht Maria mit Kind. Ihren Mantel, der von vier Engeln gehalten wird, breitet sie über einer Gruppe von Menschen aus. Sie schützt die Menschen vor den schwarzen Pest-Pfeilen, die herabregnen. Die Wandmalerei entstand wohl zwischen 1475 und 1483 und wurde von der Strigel-Werkstatt gefertigt.

Bild: Foto: Sabine Streck, stv. Heimatpflegerin

Dieses Deckengemälde im ehemaligen Elsbethenkloster zeigt die sogenannte Schutzmantelmadonna. Ganz oben in der Mitte ist Gott zu sehen. Darunter steht Maria mit Kind. Ihren Mantel, der von vier Engeln gehalten wird, breitet sie über einer Gruppe von Menschen aus. Sie schützt die Menschen vor den schwarzen Pest-Pfeilen, die herabregnen. Die Wandmalerei entstand wohl zwischen 1475 und 1483 und wurde von der Strigel-Werkstatt gefertigt.

Bild: Foto: Sabine Streck, stv. Heimatpflegerin

Seuchen wie die Pest gehörten früher zum Leben der Menschen in Memmingen dazu – genauso wie einige abenteuerliche Heilmittel, die dagegen helfen sollten.

14.06.2020 | Stand: 16:48 Uhr

In einem Arzneibuch von 1677 steht folgende Empfehlung: „Tinctur aus Menschenfleisch bewahrt den Leib vor allen giftigen und pestilenzischen Krankheiten“. Heutzutage unvorstellbar, galt Leichenfett – das sogenannte Armsünderfett – noch bis zum 19. Jahrhundert als Heilmittel.

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