Bad Grönenbach

Pläne für Wohnanlage stoßen auf Wohlwollen

BG Wohnanlage

Am nördlichen Ortsausgang von Bad Grönenbach in Richtung Zell könnte eine große Mehrfamilienwohnanlage entstehen. Mit einer entsprechenden Bauvoranfrage hat sich der Marktgemeinderat befasst.

Bild: Armin Schmid

Am nördlichen Ortsausgang von Bad Grönenbach in Richtung Zell könnte eine große Mehrfamilienwohnanlage entstehen. Mit einer entsprechenden Bauvoranfrage hat sich der Marktgemeinderat befasst.

Bild: Armin Schmid

Bad Grönenbacher Räte befürworten Bauvoranfrage für 15 Wohnungen. Laut Planer ist auch ein generationsübergreifendes Wohnen möglich.
22.12.2021 | Stand: 15:22 Uhr

Am nördlichen Ortsrand von Bad Grönenbach in Richtung Zell könnte eine Wohnanlage mit 15 Wohnungen entstehen. Einer entsprechenden Bauvoranfrage für das Vorhaben an der Memminger Straße hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Anfang des Jahres hatte sich das Gremium erstmals mit dem Projekt beschäftigt. Im zweiten Anlauf stellte der Architekt Roland Moll von der Firma Kuhn+Handwerker Pläne vor, die nunmehr zwei Wohngebäude umfassen.

Das kleinere Gebäude soll sechs Wohnungen bekommen und der nebenstehende, größere Block wird mit neun Wohnungen ausgestattet. Das betreffende Grundstück ist im Flächennutzungsplan bereits als Wohnbaufläche ausgewiesen. Derzeit ist es mit einem Einfamilienhaus bebaut, das abgerissen würde, falls die neue Wohnanlage verwirklicht wird. Die Einfahrt soll über den Raupolzer Weg erfolgen. Eine Tiefgarage, die beide Mehrfamilienhäuser miteinander verbindet, ist ebenfalls vorgesehen. Die Grundstücksgröße liegt bei mehr als 2200 Quadratmetern.

Diskussion über Zufahrt zur geplanten Wohnanlage in Bad Grönenbach

Das CSU-Ratsmitglied Markus Schwarz sprach von einer gelungenen Planung, die sich gut in das Gelände einpasse. Die vier Meter breite Zufahrt könnte nach seiner Ansicht allerdings breiter sein. Der Architekt antwortete, dass 3,50 Meter für die Erschließung ausreichend seien. Begegnungsverkehr sei allerdings nicht möglich. Mit Blick auf die Parkraumsituation seien 17 Stellplätze in der Tiefgarage und 16 oberirdische Parkplätze eingeplant.

Grünen-Marktrat Konrad Lichtenauer erkundigte sich nach Fahrradstellplätzen, die laut Planer in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Grünen-Markträtin Dr. Elisabeth Bischofberger fragte nach, ob auch generationenübergreifendes Wohnen für Jung und Alt möglich sein wird, wie es im Ort schon an anderer Stelle praktiziert werde. Hierzu gäbe es eine hohe Nachfrage. Der Planer antwortete, dass dies in Teilbereichen möglich sei: Die Wohnungen seien barrierefrei und eigneten sich somit auch für ältere Mitbürger oder Menschen mit Handicap. Der Wunsch von Bürgermeister Bernhard Kerler war es, dass ältere Menschen, die ihren bisherigen Haushalt aufgeben wollen, so weiter in Bad Grönenbach wohnen können.

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Angebot für heimische Bürger angeregt

Roland Moll betonte, dass man zu Beginn der Vermarktung für einige Monate ein Angebot für einheimische Bürger erstellen und erst später in die breitere Vermarktung gehen könnte. Kerler fügte an, dass ihm die Planung gut gefalle – es handle sich aber erst um eine Bauvoranfrage und man müsse die Stellungnahme des Landratsamts zum Einfügegebot abwarten. Zweite Bürgermeisterin Ilse Dorn beurteilte die zweite Planung als besser gelungen. Ob es an dieser Stelle so viele Wohnungen sein müssten, sei trotzdem fraglich. Zudem hält sie die Verkehrssicherheit für ältere Menschen und Kinder im Bereich der schmalen Zufahrt für nicht optimal.

FW-Ratsmitglied Jürgen Höret konnte sich die Zufahrt nur von der Memminger Straße aus vorstellen: „Eine Zufahrt über den Raupolzer Weg halte ich schlichtweg für nicht machbar.“ Laut Bürgermeister Kerler wäre für eine Lösung über die Memminger Straße eine Absprache mit dem Landratsamt nötig. Zudem würde dies die Nutzbarkeit des Grundstücks erheblich einschränken. CSU-Rat Hubert Endres sprach von einem gelungenen Projekt: Man solle Wohnungen für Familien mit zwei Kindern schaffen. „Der Bedarf ist definitiv da.“ Die Räte befürworteten die Bauvoranfrage mehrheitlich.

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