Polizisten widersetzt

Polizei will aggressiven 16-Jährigen in Memmingen festnehmen - Kumpel (18) versucht ihn zu befreien

Zwei junge Männer widersetzten sich am Freitagabend in Memmingen gewaltsam der Polizei. Wie es dazu kam.

Zwei junge Männer widersetzten sich am Freitagabend in Memmingen gewaltsam der Polizei. Wie es dazu kam.

Bild: Boris Roessler/dpa (Symbolbild)

Zwei junge Männer widersetzten sich am Freitagabend in Memmingen gewaltsam der Polizei. Wie es dazu kam.

Bild: Boris Roessler/dpa (Symbolbild)

Mit zwei äußerst aggressiven jungen Männern hatte es die Polizei in Memmingen zu tun. Sie griffen die Beamten an und versuchten, eine Festnahme zu verhindern.

Zwei junge Männer widersetzten sich am Freitagabend in Memmingen gewaltsam der Polizei. Wie es dazu kam.
Von Allgäuer Zeitung
18.09.2020 | Stand: 14:45 Uhr

In der Grünanlage Grimmelschanze in Memmingen wird die Polizei immer mal wieder von feiernden Jugendlichen und Lärm auf den Plan gerufen. So auch am späten Freitagabend, als die Memminger Beamten mehere Personen wegen Ruhestörung und Alkoholkonsums kontrollierten.

Ein 16-Jähriger reagierte laut Polizei dabei aggressiv und absolut uneinsichtig. Deshalb wollten ihn die Beamten festnehmen und fesseln. Der Jugendliche leistete laut Mitteilung jedoch Widerstand und musste von den Polizisten mit Zwang gefesselt werden.

Sein 18-jähriger Kumpel schritt ein, griff laut Polizei an die Handfesseln der Beamten und versuchte "gewaltsam", die Festnahme seines Freundes zu verhindern.

Widerstand gegen Polizeibeamte und versuchte Gefangenenbefreiung

Die Polizisten konnten beide schließlich überwältigen und brachten die agressiven jungen Männer zur Polizeiinspektion Memmingen. Widerstand gegen Polizeibeamte und versuchte Gefangenenbefreiung lautet laut Polizei der Tatbestand, weshalb der 18-Jährige die Nacht in der Zelle verbringen musste. Der 16-Jährige wurde an seinen Vater übergeben.

Anzeigen werden gegen beide erstellt.

Angriffe auf Polizisten: Diese Tat sorgte für Entsetzen

Auch in der Region gibt es immer wieder Fälle von aggressivem Verhalten oder gar Gewalt gegen Polizisten. 

Besonders brutal war die Tat eines 18-Jährigen im Unterallgäuer Lautrach Anfang Juli 2020. Der Mann hatte bei einer Kontrolle einem jungen Polizisten unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

>> Die Originalmeldung dazu lesen Sie hier. << 

Der Polizeibeamte verlor das Bewusstsein und musste in die Notaufnahme des Klinikum in Memmingen gebracht werden. Der Angreifer trug bei seinem Faustschlag einen Siegelring, der laut Polizei die Wirkung des Schlages noch verstärkte.

Lautrach: Polizist drei Tage lang nicht im Dienst

Der junge Polizist erlitt mehrere Prellungen im Gesicht und musste im Krankenhaus behandelt werden. Laut Mitteilung wurde er krankgeschrieben und konnte drei Tage lang seinen Dienst nicht verrichten.

Insgesamt war laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West in Kempten die Anzahl der Angriffe auf Polizisten in der Region im vergangenen Jahr zwar leicht rückläufig, die Schwere der Taten nehme aber zu. Alles dazu und die Statistik zu Angriffen auf die Polizei in der Region finden Sie hier.