Gesundheit

Hilfe bei Heuschnupfen: AOK gibt Tipps, wie man Pollenallergie ausbremst

MM AOK Pollenflug

Schwere Zeiten für Pollenallergiker: In Deutschland leidet fast jeder Vierte unter allergischem Schnupfen.

Bild: AOK-Mediendienst

Schwere Zeiten für Pollenallergiker: In Deutschland leidet fast jeder Vierte unter allergischem Schnupfen.

Bild: AOK-Mediendienst

Der Heuschnupfen macht derzeit wieder vielen Menschen in Memmingen und dem Unterallgäu zu schaffen. Was Betroffene tun können, um Beschwerden vorzubeugen.
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Von Redaktion Allgäuer Zeitung
06.05.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Juckende Augen, ständiges Niesen oder gar Atemnot – Allergiker haben derzeit mit verschiedenen Symptomen zu kämpfen, denn es fliegen wieder allerlei Pollen durch die Luft. „Bei Menschen mit Allergien kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems. Es identifiziert Fremdstoffe, die eigentlich vollkommen harmlos sind, als schädliche Eindringlinge“, erklärt Klaus Schöllhorn von der Krankenkasse AOK Memmingen-Unterallgäu. Das Immunsystem versucht daher, die Allergene aus Pollen abzuwehren.

Erster Schritt: Den Auslöser der Allergie bestimmen

„Betroffene sollten zunächst durch einen Allergietest die Auslöser identifizieren lassen, bevor sie Maßnahmen ergreifen“, so Klaus Schöllhorn. Allgemeinmediziner oder Allergologen führen dafür einen „Pricktest“ durch. Dabei trägt man kleine Tropfen mit Allergenlösungen auf die Innenseite des Unterarms auf und bringt sie durch winzige Nadelstiche unter die Haut. Eine allergische Reaktion zeigt sich nach etwa 20 Minuten, wobei sich an der Einstichstelle kleine rote Pusteln bilden.

Hilfe bei Heuschnupfen: Pollenflugkalender

Sobald die Betroffenen wissen, worauf sie reagieren, sollten sie im ersten Schritt versuchen, den Auslösern aus dem Weg zu gehen. Ein Pollenflugkalender kann dabei helfen. Den Pollenflug kann man im Internet abfragen, etwa unter www.pollenflug.bayern.de, oder sich mit einer App auf dem Laufenden halten. Als Faustregel gilt: Auf dem Land ist die Pollenkonzentration morgens bis mittags am höchsten, in der Stadt eher am Abend. „Der Deutsche Allergie- und Asthmabund empfiehlt, gezielt zur richtigen Tageszeit zu lüften, um Beschwerden zu verringern“, so Schöllhorn.

Vor dem Schlafen die Haare waschen

Grundsätzlich ist es hilfreich, die Wohnung von Allergenen freizuhalten. So sind Parkett, Laminat oder Fliesen besser geeignet als Teppichboden. Auf ihnen können sich Pollen weniger festsetzen, auch weil sie leichter zu reinigen sind. Ein weiterer Tipp: Pollen bleiben an den Haaren haften. Daher hilft es, vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen, damit sich die Allergene nicht auf dem Kopfkissen verteilen.

Wer besonders stark an Heuschnupfen leidet, kann nach Rücksprache mit dem Arzt Medikamente wie etwa Antihistaminika einnehmen. Manchmal helfen auch schon Nasenspray und Augentropfen, um Schleimhäute abschwellen zu lassen oder Juckreiz zu mindern. Allergiker sollten mit ihrem Hausarzt oder Allergologen auch klären, ob in ihrem Falle eine Hyposensibilisierung in Betracht kommt. Dabei bekommt der Patient üblicherweise über einen längeren Zeitraum hinweg den Allergieauslöser in steigender Dosierung verabreicht. Dadurch gewöhnt sich das Immunsystem an den Stoff und die Reaktionen schwächen sich ab oder verschwinden.

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