Wolfertschwenden

Rücktritt vom Rücktritt sorgt für Verwunderung bei Bürgermeisterin

Die frühere Wolfertschwender Bürgermeisterkandidatin Mariana Braunmiller (links) will nun doch weiter Gemeinderätin bleiben, was Rathauschefin Beate Ullrich (rechts) verwundert. Unser Bild zeigt die beiden mit dem früheren Gemeindeoberhaupt Karl Fleschhut am Abend der Kommunalwahl im März.

Die frühere Wolfertschwender Bürgermeisterkandidatin Mariana Braunmiller (links) will nun doch weiter Gemeinderätin bleiben, was Rathauschefin Beate Ullrich (rechts) verwundert. Unser Bild zeigt die beiden mit dem früheren Gemeindeoberhaupt Karl Fleschhut am Abend der Kommunalwahl im März.

Bild: Verena Kaulfersch

Die frühere Wolfertschwender Bürgermeisterkandidatin Mariana Braunmiller (links) will nun doch weiter Gemeinderätin bleiben, was Rathauschefin Beate Ullrich (rechts) verwundert. Unser Bild zeigt die beiden mit dem früheren Gemeindeoberhaupt Karl Fleschhut am Abend der Kommunalwahl im März.

Bild: Verena Kaulfersch

Die ehemalige Bürgermeisterkandidatin Mariana Braunmiller bleibt Mitglied im Wolfertschwender Gemeinderat. Bürgermeisterin Beate Ullrich ist verwundert.
04.08.2020 | Stand: 18:59 Uhr

Mariana Braunmiller (Parteilose Wählergruppe) wird auch weiterhin Mitglied des Wolfertschwender Gemeinderats bleiben. Dies erläuterte Bürgermeisterin Beate Ullrich (CSU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung unter dem Tagesordnungspunkt „Rücktritt vom Rücktritt“.

Noch in der vorangegangenen Sitzung hatte die Rathauschefin mitgeteilt, dass Braunmiller aus dem Ratsgremium ausscheiden will. Im Nachgang der Sitzung dementierte die frühere Bürgermeisterkandidatin allerdings diese Rücktrittsankündigung der Rathauschefin.

Während der jüngsten Sitzung erklärte Beate Ullrich nun, dass Braunmiller Anfang Juli ihren Austritt aus dem Gemeinderat ohne Angabe von Gründen erklärt habe. Nach Aussage von Gemeinderäten der Parteilosen Wählergruppe habe sie allen Mitgliedern ihrer Fraktion am gleichen Tag ebenfalls ihren Rückzug mitgeteilt. Zudem habe sie auch ihren potenziellen Nachfolger Immo Tammena über diesen Schritt informiert.

Die Bekanntgabe des Austritts aus dem Gemeinderat am 9. Juli während der Sitzung sei daher nicht voreilig erfolgt, da bis zu diesem Zeitpunkt keine weitere, gegenteilige Erklärung vorlag, erklärte Bürgermeisterin Ullrich. Deshalb habe sie mit Erstaunen aus einem betreffendenMZ-Artikel entnommen, dass Mariana Braunmiller sich lediglich mit Rücktrittsgedanken befasst habe und nun doch nicht zurücktreten wolle. Mitte Juli habe Braunmiller dann mitgeteilt, sie werde kein Rücktrittsgesuch einreichen und dem Gemeinderat weiter angehören.

Verwundert hat Ullrich auch, dass Braunmiller den Eindruck hat, nicht zielführend genug eingesetzt zu werden, wie die Gemeinderätin gegenüber unserer Zeitung erklärt hatte. Braunmiller könne sich, wie jeder andere Gemeinderat auch, gerne im Gremium einbringen, erklärte die Rathauschefin in der jüngsten Sitzung. „Das setzt allerdings voraus, dass sie an den Gemeinderatssitzungen teilnimmt.“ Doch sei Braunmiller bislang erst zu drei Sitzungen erschienen.

Bei Sitzung nicht anwesend

Auch bei der jüngsten Sitzung war die frühere Bürgermeisterkandidatin nicht anwesend. Sie hatte sich schriftlich entschuldigt. Zu dem angekündigten gemeinsamen Treffen mit einem klärenden Gespräch zwischen der ehemaligen Bürgermeisterkandidatin und Beate Ullrich sei es nicht gekommen. Braunmiller habe bislang keinen Termin vereinbart. Beate Ullrich forderte die Gemeinderätin nun auf, sich einer sachorientierten Zusammenarbeit im Gemeinderatsgremium zuzuwenden.

Mariana Braunmiller teilte auf Anfrage mit, dass es ihr aus Zeitgründen noch nicht möglich gewesen sei, einen klärenden Termin mit Bürgermeisterin Ullrich zu vereinbaren. Sie signalisierte aber Bereitschaft zu einer konstruktiven Mitarbeit im Gemeinderat. Man müsse abwarten, wie sich die Zusammenarbeit im Ratsgremium weiter entwickelt.