Bauprojekt

Radweg nach Günz: Jetzt soll's ganz schnell gehen

Östlich der Kreisstraße Westerheim-Günz soll bis zum Sommer ein neuer Geh- und Radweg gebaut werden. Aus einem neuen Bundesprogramm sollen hierfür bis zu 80 Prozent Zuschuss fließen.

Östlich der Kreisstraße Westerheim-Günz soll bis zum Sommer ein neuer Geh- und Radweg gebaut werden. Aus einem neuen Bundesprogramm sollen hierfür bis zu 80 Prozent Zuschuss fließen.

Bild: Franz Kustermann

Östlich der Kreisstraße Westerheim-Günz soll bis zum Sommer ein neuer Geh- und Radweg gebaut werden. Aus einem neuen Bundesprogramm sollen hierfür bis zu 80 Prozent Zuschuss fließen.

Bild: Franz Kustermann

Schon im Frühjahr sollen die Bauarbeiten für den Weg zwischen Westerheim und dem Ortsteil starten. Wie zudem die Verbindung nach Erkheim verbessert wird.
04.02.2021 | Stand: 14:00 Uhr

Nach langen Vorbereitungen und monatelangen Verhandlungen geht nun alles ganz schnell: Im zeitigen Frühjahr soll mit dem Bau eines begleitenden Geh- und Radweges zwischen Westerheim und Günz begonnen werden. Nach drei bis vier Monaten Bauzeit soll der 1150 Meter lange Weg bereits im Sommer fertiggestellt sein.

Überdies soll ein vorhandener, vier Meter breiter gekiester Wirtschaftsweg – einst gebaut in Verbindung mit der A 96 nach Erkheim – ebenfalls asphaltiert werden und damit den Lückenschluss zum östlich gelegenen Erkheim sicherstellen. Dies hätten sich viele Bürger gewünscht. Besonders wichtig sei dieser Weg für Leute, die täglich mit dem Rad zur Arbeit nach Mindelheim fahren. Deshalb werde man auch das 700 Meter lange Teilstück staubfrei gestalten.

Behördenleiter erwartet bis zu 80 Prozent Zuschuss

Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner berichtete dem Westerheimer Gemeinderat, dass für das Projekt bis zu 75 oder 80 Prozent Zuschuss erwartet werden – „aus dem neuen Topf eines Zusatzprogrammes des Bundes“. Wie er weiter ausführte, ist der Förderantrag bereits eingereicht. Insgesamt werde das Projekt rund 650 000 Euro kosten. Die Gemeinde Westerheim muss von den übrigen Kosten ein Fünftel übernehmen. Den anderen Teil der Summe stemmt der Landkreis.

Anders als etwa beim Straßenbau Markt Rettenbach-Gottenau, wo Straße und Gehweg ein vom Landkreis organisiertes „Paket“ gewesen seien, werde man den neuen Weg zwischen Westerheim und Günz in Sonderbaulast der Gemeinde erstellen lassen. Denn dann ginge alles schneller, sagte Pleiner. „Die Sonderbaulastist mehr nur eine Finanzierungsreihenfolge, die damit verändert wird“, erklärte er.

Mit dem Projekt werde eine wichtige Lücke nicht nur Richtung Süden und Norden, sondern auch zwischen Ost und West geschlossen. Das Vorhaben östlich der Kreisstraße zu verwirklichen sei allerdings nicht einfach gewesen, weil dazu Grunderwerb nötig gewesen sei: Zweieinhalb Meter breit wird der Geh- und Radweg, mit einem drei Meter breiten Grünstreifen zwischen Weg und Fahrbahn. Rund 0,7 Hektar Grunderwerb sind somit für den Wegebau insgesamt notwendig. Ohne das Entgegenkommen der betreffenden Landwirte könnte man das Projekt nicht realisieren.

Landkreis übernimmt die Bauleitung

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Nach den zähen Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern vertraut nun Westerheims Bürgermeisterin Christa Bail „auf das Wort des Landkreises, dass das mit Hochdruck verfolgt wird“. Pleiner versprach mit Blick auf das Projekt: „Gemeinsam lassen wir das so laufen und gemeinsam werden wir das so hinbringen.“ Der neue Weg werde aber im Eigentum des Landkreises verbleiben. Bei der Ansaat im Frühling müssten die Bauern abgepflockte Streifen von fünf Metern Breite freilassen, damit neben dem neuen Weg auch während der Bauarbeiten der abgetragene Humus gelagert werden könne. Das Ingenieurbüro Fastnacht wurde zwar von der Gemeinde mit der Planung beauftragt. Die Ausschreibung und Bauleitung übernimmt jedoch der Landkreis selbst, da er Kapazitäten frei habe.