ÖPNV im Unterallgäu

Regio-S-Bahn: Wie die Haltestelle in Heimertingen aussehen wird

HM Regio-S

Täglich rund 180 Fahrgäste werden erwartet, wenn der Bahnhof Heimertingen ab Dezember 2025 als Haltepunkt der Regio-S-Bahn in Betrieb geht.

Bild: Franz Kustermann

Täglich rund 180 Fahrgäste werden erwartet, wenn der Bahnhof Heimertingen ab Dezember 2025 als Haltepunkt der Regio-S-Bahn in Betrieb geht.

Bild: Franz Kustermann

Die Pläne für die Regio-S-Bahn Donau-Iller nehmen Fahrt auf. In Heimertingen sollen dafür unter anderem zwei Bahnsteige und eine Unterführung gebaut werden.
09.10.2021 | Stand: 09:13 Uhr

Die „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ kommt nun langsam in Fahrt: So sollen die Fahrgäste mit Beginn des Winterfahrplans 2025 rund um Memmingen „voraussichtlich“ in sechs Haltestellen zu- und aussteigen können. Mitfahren können die Gäste dann ab den neuen Haltepunkten in Buxheim, am Memminger Berufsbildungszentrum (BBZ) sowie in Amendingen, Fellheim, Pless und Heimertingen. Dort widmete sich der Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung der Vorplanung für die Station vor Ort.

Regio-S-Bahn: Insgesamt werden 15 Millionen Euro investiert

Die Grundlage für das gesamte Nahverkehrsprojekt mit einem Investitionsvolumen von 15 Millionen Euro bildet eine Kooperation der Regio-S-Bahn, des Freistaats Bayern, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und der betreffenden Kommunen. In Heimertingen hatte der Gemeinderat für die ersten drei Planungsphasen des Vorhabens Ort die Firma Sweco beauftragt. In der Sitzung stellten nun Abteilungsleiter Ralf Gummersbach und Projektleiter Paul Schiele von den Stadtwerken Ulm (SWU Verkehr GmbH) sowie der Projektleiter der „Memminger Halte“, Philip Kutschera (Sweco AB, Sitz Stockholm), die Vorplanung für das Heimertinger Projekt vor.

Schätzung: 180 Fahrgäste täglich

Kutschera rechnet im Ort mit täglich 180 Fahrgästen auf der im Stundentakt zwischen Buxheim, Memmingen und Ulm verkehrenden Regionalbahn. Der Bahnübergang Reuteweg bleibt erhalten, neu entstehen zwei barrierefrei erreichbare Bahnsteige mit einer Nutzlänge von 170 Metern und einer Höhe von 55 Zentimetern. Zudem werden sie mit Überdachung sowie Lautsprechern und Monitoren für die Information der Fahrgäste ausgestattet.

Haltestelle der Regio-S-Bahn in Heimertingen wird barrierefrei erschlossen

Damit die Bahnsteige ungehindert zu erreichen sind, sieht die Planung den Bau einer Unterführung vor, die unter die bestehenden Gleise eingeschoben wird: Zwischen „Galgenbergweg“, „Am Bahnhof“ und „Reuteweg“ platziert, kann diese von Fußgängern ebenso wie von Radfahrerinnen genutzt werden. Auf der Ostseite wird hierfür der bestehende, vier Meter breite Wirtschaftsweg bis auf den Bereich der Unterführung abgesenkt. Die gesamte Anlage wird bis zum öffentlichen Wegenetz barrierefrei (Rampe und Treppe) erschlossen.

In Heimertingen sind 15 Stellplätze für Park & Ride geplant

Für die Verknüpfung von Bus und Bahn sorgt künftig eine barrierefreie Bushaltestelle samt überdachter Wartehalle. Um für den Bus ausreichend Raum zum Wenden zur Verfügung zu stellen, muss die Straße aber „etwas angepasst“ werden. Zudem beinhaltet die Vorplanung 15 Park & Ride-Stellplätze, wobei einer mit einer E-Ladestation versehen wird. Für Fahrräder gibt es eine Überdachung.

Lesen Sie auch
##alternative##
Barrierefreie Bahnhöfe

Bahnhof-Umbau Sonthofen: "Komplett indiskutabel für unser Anliegen"

Derzeit laufen den Projektleitern zufolge Stationsplanung und Kostenschätzung sowie weitere Optimierungen. Die Baugrunduntersuchung soll im kommenden Winter erfolgen. Wie lange das Planfeststellungsverfahren bis zum endgültigen Beschluss dauert, konnte Kutschera nicht voraussagen: Dies hänge entscheidend von Einwänden, Bedenken und Anregungen ab. In puncto Unterführung müsse mit den Zuwendungsgebern – dem Landkreis und dem Staatsministerium – eine Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen werden. Im kommenden Jahr würde dann die Entwurfsplanung beginnen, sodass zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 der Betrieb starten kann.

Bürgermeister Josef Wechsel will nun noch offene Fragen der Gemeinderäte sammeln, die dann von den Experten in einer weiteren Gemeinderatssitzung geklärt werden. Auch wenn sich alle erforderlichen Grundstücke im Besitz der Gemeinde befinden, will Wechsel mit den Eigentümern umliegender Grundstücke reden, die während der Baumaßnahme eventuell auch tangiert werden könnten.

Lesen Sie auch:

Endlich fährt die Regio-S-Bahn los - und macht auch Station in Memmingen