Nachwuchstalent

Sabrina Hafner vom TV Erkheim startet erfolgreich aus der Corona-Pause

Sabrina Hafner (Mitte) vom TV Erkheim holte bei Sprint-Wettbewerben in Süddeutschland mehrere erste und zweite Plätze.

Sabrina Hafner (Mitte) vom TV Erkheim holte bei Sprint-Wettbewerben in Süddeutschland mehrere erste und zweite Plätze.

Bild: Hafner

Sabrina Hafner (Mitte) vom TV Erkheim holte bei Sprint-Wettbewerben in Süddeutschland mehrere erste und zweite Plätze.

Bild: Hafner

Die 17-Jährige holt in bei Wettkämpfen in ganz Süddeutschland mehrere erste und zweite Plätze - und rennt neue persönliche Bestzeiten über 100 und 200 Meter.
Sabrina Hafner (Mitte) vom TV Erkheim holte bei Sprint-Wettbewerben in Süddeutschland mehrere erste und zweite Plätze.
Von Karl Michl
12.08.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Eine lang anhaltende Ungewissheit darüber, wann und wie es weitergeht: Wie viele andere Sportler rätselten auch die Leichathleten lange darüber, wann sie sich wieder auf Wettkämpfen miteinander messen können. Eine gezielte Vorbereitung sei deshalb in diesem Jahr nur schwer möglich gewesen, sagt Sabrina Hafner vom TV Erkheim. Davon ließ sich die Nachwuchsläuferin jedoch nicht ausbremsen. Bei den ersten Wettkämpfen nach der Corona-Pause erzielte die 17-Jährige hervorragende Ergebnisse.

In Gräfelfing belegte sie über 100 Meter mit 12,25 Sekunden den zweiten Platz. Eine Woche später nahm sie bei der Telis Challenge in Regensburg teil, wo sie bei den „krummen Strecken“ über 150 und 300 Metern antrat. Den kürzeren Lauf gewann sie. Über 300 Meter erreichte sie Platz 2 – der kam für Hafner „überraschend“, da sie eigentlich nur Kurzstrecken laufe.

Ohne große Erwartungen fuhr sie am Tag darauf zur Munich Challenge II nach München, da sie sich wegen der beiden Läufe in Regensburg doch ziemlich ausgelaugt fühlte. Wider Erwarten gelangen der 17-Jährigen aber zwei neue Bestzeiten: Den 100-Meterlauf schloss sie als Erste in 12,21 Sekunden ab, und nur eine Stunde später verbesserte sie ihre bisherige Zeit über 200 Meter von 25,18 Sekunden auf 24,96 Sekunden – und das bei starkem Gegenwind von 1,9 Metern pro Sekunde.

Mitte Juli belegte sie in Vöhringen über 100 Meter in 12,35 Sekunden bei den Frauen Platz 1. Dieselbe Platzierung gelang ihr bei den U18 auf der 200-Meter-Strecke in der Zeit von 25,12 Sekunden. In den ersten zwei Augustwochen setzte Hafner dann bei sämtlichen Wettkämpfen aus, um für die Deutsche Meisterschaft, die am 5. und 6. September in Heilbronn stattfindet, Kraft zu tanken.

Ziel ist eine Top Ten-Platzierung bei der Deutschen Meisterschaft

Ihr Ziel ist es, sowohl im 100- als auch im 200-Meter-Lauf unter die ersten Zehn zu gelangen. Zuvor bestreitet sie noch zwei Wettkämpfe in Dachau und Gilching, bei denen sie jeweils für beide Kurzstrecken gemeldet ist. Hafner ist seit Herbst 2019 im Bayernkader und nimmt seit Frühjahr zwei Mal in der Woche am Stützpunkttraining in München teil. Erst ab Mai war wegen Corona wieder Training in Kleingruppen mit anderen Sprintern möglich. Zusammen machen sie Tempoläufe und Übungen zur Verbesserung der Sprinttechnik.

Zwei Mal pro Woche führt Hafner im Fitnessstudio beziehungsweise in der Coronazeit zu Hause zur Stärkung der Explosivkraft Übungen mit Langhanteln durch. Hinzu kommen noch wöchentlich zwei Laufeinheiten, sodass die Sprinterin auf ein Trainingspensum von etwa zehn Wochenstunden kommt. In diesem Jahr blieb sie bisher von Verletzungen verschont. Hafner hofft, dass dies so bleibt und sie bei der Deutschen Meisterschaft einen guten Tag erwischt, um ihr gestecktes Ziel zu erreichen.