Sportschützen

Schützen wollen „bald wieder durchstarten“

Schuss Gau-Finale

Die Schützen im Gau Ottobeuren, wie Maria Lutz (Foto) hoffen darauf, bald wieder durchstarten zu können.

Bild: August Sonntag (Archiv)

Die Schützen im Gau Ottobeuren, wie Maria Lutz (Foto) hoffen darauf, bald wieder durchstarten zu können.

Bild: August Sonntag (Archiv)

Nach langer Corona-Zwangspause: Wie sich die Lage im Sportschützengau Ottobeuren darstellt.
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Von August Sonntag
01.07.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Im Sportschützengau Ottobeuren kehrt nach Aussage von Gauschützenmeister Richard Heinz langsam wieder Normalität ein. Wenngleich sich noch einige der 17 im Gau tätigen Schützenvereine in der Sommerpause befänden, hätten andere, wie zum Beispiel der Schützenverein „Immergrün“ Wolferts, schon mit dem Sportbetrieb begonnen. Hier sind es die Senioren, die sich nun einmal wöchentlich zum Training treffen.

Anfang Juli trifft sich der Vorstand des Schützengaus

Für die meisten Vereine rechnet Heinz mit der Wiederaufnahme des Schießbetriebes nach den Sommerferien. Anfang Juli treffe sich der Gau-Vorstand, um Punkte wie Gauversammlung, Sportprogramm mit Rundenwettkampf und Meisterschaften festzulegen.

Das ursprünglich für 2020 festgelegte Gauschießen in Attenhausen, wurde – wie berichtet – auf 2022 verschoben. Die geplante Beteiligung am Oktoberfest-Landesschießen 2021 falle im Zuge der Streichung des Oktoberfestes aus, so Heinz. Der Fünf-Gaue-Vergleichskampf hingegen finde am 13. November in Kirchdorf (Bad Wörishofen) statt. Gastgeber sei der Gau Türkheim. Heinz rechnet damit, die 2020 ausgefallene Jahresversammlung mit den fälligen Neuwahlen im September 2021 in Attenhausen durchführen zu können.

Als beim Schützenverein Attenhausen „Schicht im Schacht“ war

Schützenmeister Philipp Schmidt aus Attenhausen sagt: „Nachdem der Sportbetrieb am 29. November 2020 abrupt unterbrochen worden war, war erst mal Schicht im Schacht. Nichts, kein Schießen, kein Treffen des Vorstands, keine Versammlung.“ Um die Jugend etwas zu unterhalten und einen Rest an Zusammengehörigkeit aufrecht zu erhalten, wurden online einige Wettbewerbe durchgeführt.

Die Jungschützen waren aufgefordert, aus Luftpistolen-Munitionskugeln, die ihnen zuvor in den Briefkasten gelegt worden waren, Figuren wie Türme, Wände und andere Formen zu bauen. Das Zeitfenster für die Umsetzung war jeweils von Montag bis Sonntag, 24 Uhr. Der Nachweis erfolgte per Video oder WhatsApp. Laut Schmidt stieß der Schützenverein Attenhausen damit auf eine „tolle Resonanz. Unglaublich, wie viel Zeit und Energie hier investiert worden waren.“

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Endlich wieder Training an den Schießständen

An Ostern sandte der Verein ein Lebenszeichen an alle Jungschützen und Senioren: mit kleinen Osternestern. Insgesamt 49 wurden verteilt.

Am 16. Juli wollen die Schützen ein Grillfest feiern

Am 16. Juni wurde entschieden, nicht sofort zu starten, sondern die Sommerpause durchzuziehen. Mit den Jungschützen soll dagegen ein wöchentliches Trainingsschießen bis zu den Sommerferien stattfinden. Ein Probelauf dazu fand bereits statt. Für den 16. Juli ist ein Grillfest geplant. Das Hygienekonzept, das zusammen mit der Gemeinde erstellt werde, so Schmidt, sei in Arbeit. Als sehr erfreulich bewertet der Schützenmeister, bis dato keine Kündigungen erhalten zu haben. Er hofft nun, „bald wieder durchstarten zu können“.