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Schach-Jugend bei „Südschwäbischer“ erfolgreich

Schach deutsche Schnellschaftmeisterschaft Frauen

Die Schach-Jugend hat jetzt in Bad Grönenbach ihre Südschwäbischen Meister ermittelt.

Bild: Karl Aumiller

Die Schach-Jugend hat jetzt in Bad Grönenbach ihre Südschwäbischen Meister ermittelt.

Bild: Karl Aumiller

In Bad Grönenbach wurden jetzt die Südschwäbischen Meister der Jugend ermittelt. Welche Spieler aus der Region sich ganz vorne platziert haben.
10.11.2021 | Stand: 11:42 Uhr

Die jungen Denksportler scheinen total weggetreten zu sein, förmlich der Welt entrückt. Sie konzentrieren sich einzig und allein auf die kleinen, filigranen Holzfiguren. Etwa darauf, wie sich der Bauer, das Pferd, der Läufer oder der Turm in den folgenden Zügen auf den hellen Ahorn- und dunklen Nussbaum-Intarsien-Feldern eventuell bewegen könnten, um den gegnerischen König möglichst schnell schachmatt setzen zu können.

31 Jugendliche – die Besten der Besten aus ganz Südschwaben – trafen sich nun zwei Tage lang an der Grünen Ach, wo die 54 Mitglieder zählenden Schachfreunde Bad Grönenbach 1977 die Südschwäbische Jugend-Einzelmeisterschaft ausrichteten. Es galt die 3 G-Regel, alle Teilnehmer waren mit Mund-und-Nasen-Schutz ausgestattet.

Die Schachfreunde Bad Grönenbach stellen elf Teilnehmer

Julian Wagner war als Jugendlicher vor Kurzem Südschwäbischer Einzelmeister bei den Herren geworden. Nun holte er auch in Bad Grönenbach unangefochten den Sieg bei der U 18. Der Ausrichter stellte in der Sebastian-Kneipp-Volksschule Bad Grönenbach mit elf Jugendlichen die meisten Teilnehmer des Turniers. Die hohe Teilnehmerzahl ist insbesondere auf die neu gegründete Schulschachgruppe und die erfolgreiche Jugendarbeit des Vereines zurückzuführen.

Der SC Kempten brachte neun Teilnehmer ans Brett, der Postsportverein Memmingen sechs, der SC Füssen zwei und der SC Dietmannsried, die SF Buchenberg und der SK Marktoberdorf jeweils einen Spieler.

Weil sich die Teilnehmer bei ihren Denkübungen außerordentlich beeilt hatten, konnte das ursprünglich auf drei Tage angesetzte Turnier in zwei Tagen komplett durchgezogen werden. Ab der Altersklasse U 14 standen den Spielern 90 Minuten Zeit (auf der Uhr) plus 30 Sekunden pro Zug zur Verfügung. Den Jüngeren in der U 10 und U 12 reichten 30 Minuten (plus jeweils 30 Sekunden) aus. Jeder Verein stellte einen eigenen Betreuer. Peter Przybylski leitete bei der U 10 und U 12 das Turnier, bei den Älteren Andreas Wilhelm.

Spielleiter Peter Schiegg organisierte die gesamte Meisterschaft, loste die Runden aus, erstellte die Urkunden, überreichte die Pokale (jeweils drei Trophäen je Altersgruppe). Jeder Teilnehmer durfte sich einen Preis aussuchen. Bei der U 10 und der U 12 wurde im Modus „Jeder gegen jeden“ gespielt. Bei den älteren Jahrgängen wurden die Begegnungen nach dem sogenannten Schweizer System, also vom Computer, ausgelost.

In Violau findet die Schwäbische Schach-Meisterschaft statt

Jeweils die ersten Drei qualifizierten sich für die Schwäbische Einzelmeisterschaft in Violau. Diese findet in den Faschingsferien fünf Tage lang in der dortigen Jugendherberge statt.

Stefan Wibel sorgte nun für die Verpflegung der Teilnehmer.

Der Gewinner in der U 10 war unangefochten Jonathan Weiland vom Post SV Memmingen (fünf von fünf möglichen Punkten). Aber auch die Bad Grönenbacher, angeführt von Daniel Simlacher (zweiter Platz, 4/5), Vincent Bürk (dritter Platz, 3/5), zeigten gute Leistungen.

In der U 12 spielten drei Bad Grönenbacher mit. Hier wurde Daniel Kirchmann seiner Favoritenrolle gerecht. Er gewann die Altersgruppe mit vier von vier möglichen Punkten. Der zweite Platz hingegen war hart umkämpft.

Drei Spieler waren sowohl punktgleich als auch nach der Sonneborn-Berger-Wertung gleichauf. Die Entscheidung musste also in einem Blitzturnier fallen. Hier setzte sich Manuel Simlacher (SF Bad Grönenbach) gegen seine Kontrahenten durch und sicherte sich den zweiten Platz (2/4). Platz drei belegte Moritz Doster vom SC Kempten (2/4).

Andreas Mildenberger vom Post SV Memmingen landet auf Platz zwei

In der U 14 setzte sich der Favorit vom SK Marktoberdorf, Simon Brunauer (5/5), gegen die Konkurrenz durch. Auf dem zweiten Platz folgte Matteo Viandt (4/5), auf dem dritten Platz Julius Krähmer (3/5). Beide gehören den Schachfreunden Bad Grönenbach an.

In der U 16 siegte souverän Favorit Tobias Schöll von den Schachfreunden Buchenberg (5/5 Punkte), gefolgt von Andreas Mildenberger vom Post SV Memmingen (4/4). Beim dritten Platz musste die sogenannte Buchholz-Wertung herangezogen werden. Hier hatte Felix Doster vom SC Kempten die Nase vorn (3/5).

Bei der U 18 setzte sich der haushohe Favorit und Südschwäbische Meister der Herren, Julian Wagner, vom SC Kempten mit drei von drei möglichen Punkten durch. Zweiter wurde Tobias Albrecht vom Post SV Memmingen (2/3), Dritter Lukas Wagner vom SC Kempten (1/3).

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