Mittelschule

Schadstoff-Quelle in Erkheim erfolgreich identifiziert

In einem Klassenzimmer der Erkheimer Mittelschule war bei einer Messung im Frühjahr ein erhöhter Schadstoffwert festgestellt worden. Auslöser waren wohl alte Spanplattendecken, die im Zuge der Sanierung in der Zwischenzeit entfernt wurden. Unser Symbolfoto entstand nicht in Erkheim.

In einem Klassenzimmer der Erkheimer Mittelschule war bei einer Messung im Frühjahr ein erhöhter Schadstoffwert festgestellt worden. Auslöser waren wohl alte Spanplattendecken, die im Zuge der Sanierung in der Zwischenzeit entfernt wurden. Unser Symbolfoto entstand nicht in Erkheim.

Bild: Sina Schuldt, dpa

In einem Klassenzimmer der Erkheimer Mittelschule war bei einer Messung im Frühjahr ein erhöhter Schadstoffwert festgestellt worden. Auslöser waren wohl alte Spanplattendecken, die im Zuge der Sanierung in der Zwischenzeit entfernt wurden. Unser Symbolfoto entstand nicht in Erkheim.

Bild: Sina Schuldt, dpa

Die Messergebnisse sind da: Alte Spanplattendecken waren die Ursache für einen erhöhten Schadstoffwert in Klassenzimmer in Erkheim. Was die Fachbehörde nun rät.
07.12.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Die Sanierung der Klassenzimmer an der Erkheimer Mittelschule ist weitgehend abgeschlossen. Um sicher zu gehen, dass die Schüler in den frisch renovierten Räumen keiner erhöhten Schadstoffbelastung ausgesetzt sind, fanden bereits im Sommer entsprechende Messungen statt. Die Ergebnisse liegen mittlerweile vor. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) kommt in einer Stellungnahme zu dem Schluss, dass aus „toxologischer Sicht nichts gegen eine Weiternutzung der Klassenräume“ spricht. Die Behörde empfiehlt in diesem Zusammenhang, die Räume regelmäßig und vernünftig zu lüften.

Es war nicht die erste Schadstoffmessung an der Schule in diesem Jahr. Bei einer Messung der Raumluft im März wurde in einem Klassenzimmer ein erhöhter Formaldehydwert festgestellt. Formaldehyd wird eine krebsauslösende Wirkung zugeschrieben. Die Messung vorangetrieben hatte der Vater eines ehemaligen Schülers, der in der Schule immer wieder mit Übelkeit und Schwindel zu kämpfen hatte. Daher wurde dem heute 13-Jährigen laut Schulleiterin Sabine Hummel einspezieller Hausunterrichtvon Frühjahr bis Schuljahresende ermöglicht. Dieser ist für Schüler gedacht, die krankheitsbedingt über eine längere Zeit den regulären Unterricht nicht besuchen können.

Grenzwert unterschritten

Laut LGL wurde nun durch die Sanierung der Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter unterschritten, indem ältere Spanplattendecken abgehängt wurden. „Damit konnte die Quelle erfolgreich identifiziert und entfernt werden, das Sanierungsziel wurde erreicht“, teilt ein LGL-Sprecher schriftlich mit. Ein weiterer Unterrichtsraum hatte ebenfalls einen erhöhten Formaldehydwert aufgewiesen. Zum Messzeitpunkt war das Zimmer aber noch nicht saniert, was laut Schulleiterin Hummel mittlerweile erfolgt sei.

Zudem ergaben die Messungen in einem bereitsanierten Raum eine erhöhte Konzentration des chemischen Stoffs Acetaldehyd, was laut LGL allerdings mit der Renovierung der Räume zusammenhängen könnte – womöglich ausgelöst durch den Wandanstrich oder Reinigungsarbeiten. Insgesamt sei bei einer vorübergehenden Überschreitung des Richtwerts allerdings nicht von einer gesundheitlich bedenklichen Belastung der Personen auszugehen, die sich in den Klassenzimmern aufhalten, heißt es vonseiten des LGL. Durch regelmäßiges Lüften sollten die Konzentrationen langsam abklingen. Laut Schulleiterin Hummel wird wegen der Corona-Pandemie ohnehin auf ein ausreichendes Lüften der Klassenräume geachtet.

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In einem Klassenzimmer der Erkheimer Grund- und Mittelschule wurde bei einer Messung ein erhöhter Schadstoffwert festgestellt. Mittlerweile wurden die Klassenzimmer saniert. Das Ergebnis einer erneuten Messung wird derzeit vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit analysiert.
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Diskussionen um erhöhten Schadstoffwert an Mittelschule Erkheim

Weitere Messung empfohlen

Des Weiteren rät das LGL zur Sicherheit zu weiteren Kontrollmessungen während der Unterrichtszeit, um den Erfolg der Maßnahmen zu überprüfen. Der Vorsitzende des Schulverbands, Christian Seeberger, erklärt auf Nachfrage, dass er sich „in jedem Fall“ eine weitere Messung vorstellen kann. „Zunächst sollten aber die Malerarbeiten komplett abgeschlossen sein.“ Danach werde er in dieser Sache das Gespräch mit dem Unterallgäuer Gesundheitsamt suchen.