Memmingen/Unterallgäu

Seit 60 Jahren nimmt er Sportabzeichen ab

Rudi Broda (Mitte) lebt in Memmingen. Früher war er als Berufssoldat im Fliegerhorst tätig. Heute spielt der 82-Jährige beim SV Memmingerberg Tennis und ist dort auch Übungsleiter einer Herren-Seniorengymnastikgruppe.

Rudi Broda (Mitte) lebt in Memmingen. Früher war er als Berufssoldat im Fliegerhorst tätig. Heute spielt der 82-Jährige beim SV Memmingerberg Tennis und ist dort auch Übungsleiter einer Herren-Seniorengymnastikgruppe.

Bild: Uli Theophiel

Rudi Broda (Mitte) lebt in Memmingen. Früher war er als Berufssoldat im Fliegerhorst tätig. Heute spielt der 82-Jährige beim SV Memmingerberg Tennis und ist dort auch Übungsleiter einer Herren-Seniorengymnastikgruppe.

Bild: Uli Theophiel

Der 82-jährige Rudi Broda aus Memmingen ist für den Landessportverband eine „unverzichtbare Persönlichkeit".

Rudi Broda (Mitte) lebt in Memmingen. Früher war er als Berufssoldat im Fliegerhorst tätig. Heute spielt der 82-Jährige beim SV Memmingerberg Tennis und ist dort auch Übungsleiter einer Herren-Seniorengymnastikgruppe.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
20.08.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Seit 60 Jahren ist Rudi Broda Sportabzeichenprüfer des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Seit 39 Jahren ist der 82-Jährige Kreisreferent für das Sportabzeichen und seit 2004 Sportabzeichen-Referent für den Bezirk Schwaben. Broda hat sich seit 60 Jahren dem Sportabzeichen mit großer Leidenschaft verschrieben: als Teilnehmer wie als Prüfer und Funktionär.

Und es macht ihm immer noch Spaß, mit sportlich orientierten Menschen zu arbeiten. Durch seine Aktivitäten leistet er laut Uli Theophiel (Stellvertretender Bezirksvorsitzender und Kreisvorsitzender des Landessportverbandes, BLSV) „einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung der Bevölkerung“.

Es begann in Lindau

Alles begann 1960 in der Tischtennis-Abteilung des Sportvereins Lindau: Broda merkte bald, wie ihm der Umgang mit den Menschen Freude machte. Die vielseitigen Anforderungsprofile der Absolventen dokumentierte er in entsprechenden Leistungstabellen. So begleitete Broda rund 4500 Abnahmen mit seinem Prüferwissen – und gibt weiterhin seine Tipps und das Wissen um die technische Umsetzung der Disziplinen weiter.

Besonders viel Freude bereiten ihm die Abnahmen in den Schulen. Könnten doch gerade dort zahlreiche neue Akzente – ergänzend zum Schulsport – gesetzt werden. Viele Schüler ließen sich so zu einem lebenslangen Sporttreiben animieren und entdeckten aus den Disziplinen heraus die eine oder andere Sportart, die sie zum Leistungssport bringe. Ihm sei dabei auch der Kontakt zu den Verantwortlichen in Schulen und Vereinen wichtig, erklärt Broda. Nur durch deren Mitwirken könne sich auch das Sportabzeichen etablieren und entwickeln.

Unermüdlicher Arbeiter

Seit 39 Jahren zeichnet Broda für die Umsetzung des Abzeichens im BLSV-Sportkreis Unterallgäu-Memmingen verantwortlich. Durch seine unermüdliche Arbeit in Zusammenarbeit mit den Sportabzeichenprüfern aus Vereinen und Schulen sowie den Helfern ist der Sportkreis in der Tabelle aller schwäbischen Kreise die Nummer eins.

Und dies seit vielen Jahren. Aber nicht nur für die Prüfer im Sportkreis ist Rudi Broda Ansprechpartner. Zunächst 14 Jahre als Stellvertreter und seit 2004 als Bezirksreferent ist er für Schwaben zuständig, wo es immerhin weit mehr als 1600 Sportvereine gibt.

Für Uli Theophiel ist Broda eine „unverzichtbare Persönlichkeit, die sich in einem hohen Maße für die Gesundheit, das Selbstbewusstsein und die Fähigkeit der Menschen, an ihre Leistungsgrenzen zu gehen, einsetzt – und das seit vielen Jahrzehnten“.