Skaten in Memmingen

Skaten in Memmingen: „Jetzt wird der Platz endlich befahrbar“

Im Alter von 13 Jahren hat Richard Weiler den Skatesport für sich entdeckt - und seitdem ist er mit Herzblut dabei. Etwa alle zwei Monate benötigt er ein neues Deck, weil das alte durch den Gebrauch kaputt geht.

Im Alter von 13 Jahren hat Richard Weiler den Skatesport für sich entdeckt - und seitdem ist er mit Herzblut dabei. Etwa alle zwei Monate benötigt er ein neues Deck, weil das alte durch den Gebrauch kaputt geht.

Bild: Theresa Osterried

Im Alter von 13 Jahren hat Richard Weiler den Skatesport für sich entdeckt - und seitdem ist er mit Herzblut dabei. Etwa alle zwei Monate benötigt er ein neues Deck, weil das alte durch den Gebrauch kaputt geht.

Bild: Theresa Osterried

Der Skatepark in der Neuen Welt wird gerade überarbeitet. Zeit, einen Blick in die lokale Szene zu werfen: Wer sich dort engagiert.

13.09.2022 | Stand: 05:45 Uhr

Es sieht so einfach aus, wenn Armin Gayer und Richard Weiler mit ihren Skateboards donnernd die Rampen hinuntersausen und über ihr Trainingsgelände in Buxheim brettern. „Das Schöne am Skateboarden ist, dass man den Sport komplett selbstständig machen kann“, sagt Armin Gayer. Der 48-Jährige ist Geschäftsführer des Skateshops A-man in Memmingen und engagiert sich seit Jahrzehnten in der Szene. Man brauche dafür nur das Board, flache Schuhe - und natürlich einen Skateplatz, auf dem man sich austoben kann.

Skateplatz in Memmingen wird saniert

Der fehlt gerade noch in Memmingen, denn der Skateplatz im Stadtpark Neue Welt wird momentan überarbeitet und saniert. „Danach wird er endlich befahrbar sein“, sagt Gayer. Der Ort sei bisher in einem schlechten Zustand und sei bei den Sportlern nicht sehr beliebt gewesen. „Dort waren Löcher im Belag, das ist grob fahrlässig gewesen“, urteilt Gayer. Zudem seien die Rampen aufgrund ihrer Bauweise nicht befahrbar gewesen.

Die Stadt Memmingen hat ihn im Jahr 2000, im Zuge der Landesgartenschau, errichtet. Doch der entstandene Park hat laut Gayer nie den Wünschen der Skater entsprochen. „Vor dem Bau gab es einen Demo-Park, den wir nach unseren Vorstellungen gestaltet haben.“ Aber das Konzept sei so von der Stadt nicht übernommen worden.

Auf dem Platz im ehemaligen LGS-Gelände mit rund 300 Quadratmetern können etwa drei bis vier Skater gleichzeitig fahren. Jährlich veranstalten die Skater einen Wettkampf, einen sogenannten Contest, der auf verschiedenen Parks im Landkreis ausgetragen wird. „In Memmingen waren wir das letzte Mal im Jahr 2016. Danach war es uns dort zu unsicher.“

Der 48–Jährige ist dem Jugendpfleger Andreas Nordstern sehr dankbar, dass er sich für die Platz-Sanierung ausgesprochen hat. „Das ist das Beste, was man daraus machen kann.“

Skate-Wettkämpfe sollen in Memmingen wieder stattfinden

Auf dem neuen Gelände sollen laut der Stadt dann wieder jährliche Wettkämpfe stattfinden. Der Platz sei für Skateboard, Scooter und BMX-Räder gedacht. Die bereits vorhandene Halfpipe bleibt bestehen und wird in den neuen Skateplatz integriert. Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Soziale Stadt Ost ist ein weiterer Bike- und Skatepark geplant - auf dem Grünstreifen zwischen Tiroler Ring und Haienbach und der Kreuzung Bergermühlstraße/Augsburger Straße. Bis zum Ende dieses Jahres wird dazu eine europaweite Ausschreibung durchgeführt, die Bauarbeiten sollen frühestens im Jahr 2024 beginnen, so die Pressesprecherin. Allerdings nur, wenn die Haushaltsmittel stimmten.

Skaten: Sport erlebte Aufschwung während der Corona-Pandemie

Eine Skateschule gibt es in der Maustadt nicht, „aber wir geben zwischen den Ferien häufig Workshops“, sagt Richard Weiler. Der 22-Jährige hat im Alter von 13 Jahren mit dem Skateboarden begonnen und leitet nun selbst des Öfteren Kurse. „Der Sport hat während der Pandemie einen großen Aufschwung erlebt“, sagt Weiler. Man sei draußen gewesen und habe dort selbstständig üben können, im Gegensatz zu den Mannschaftssportarten. Gerade bei Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren ist das Interesse laut Weiler besonders groß. Anmelden könne man sich im Skateshop.

Armin Geyer
Armin Geyer
Bild: Theresa Osterried

Seinen Anfang hat die Skateszene in Memmingen in den 90er-Jahren auf dem Schulhof des Marianum Buxheim genommen. „Viele, mittlerweile sehr bekannte Gesichter der deutschen Skater, wie Eddy Rittinger und Oli Galm haben hier in Memmingen begonnen“, sagt Armin Geyer. Er wünscht sich, dass die Stadt ihnen bei der Skatehalle unter die Arme greifen würde, die Gayer ebenfalls betreibt.

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