Corona-Impfung

So sieht der Impfplan für Memmingen und das Unterallgäu aus

Für das gemeinsame Impfzentrum von Stdat und Landratsamt werden wohl zunächst 1000 Impfdosen zur Verfügung.

Für das gemeinsame Impfzentrum von Stdat und Landratsamt werden wohl zunächst 1000 Impfdosen zur Verfügung.

Bild: dpa/Danny Lawson

Für das gemeinsame Impfzentrum von Stdat und Landratsamt werden wohl zunächst 1000 Impfdosen zur Verfügung.

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Impfstoff soll am Wochenende an die Impfzentren geliefert werden. Zunächst sind dann die Seniorenheime an der Reihe.
Für das gemeinsame Impfzentrum von Stdat und Landratsamt werden wohl zunächst 1000 Impfdosen zur Verfügung.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
23.12.2020 | Stand: 11:31 Uhr

Sobald der Impfstoff da ist, wird im Unterallgäu und in Memmingen geimpft: Das war die Kernaussage bei einem Pressegespräch im Corona-Impfzentrum in Bad Wörishofen. Voraussichtlich wird der Impfstoff am kommenden Wochenende ans Impfzentrum Unterallgäu-Memmingen geliefert. Dann kann – wie bundesweit vorgesehen – ab Sonntag, 27. Dezember, auch in der Region mit den Impfungen begonnen werden.

Über mobile Impfteams soll zuerst in den Seniorenheimen in Memmingen und dem Unterallgäu geimpft werden. Ab Anfang Januar könnte es dann auch an den Standorten des Impfzentrums in Memmingen (Buxacher Straße 8) und in Bad Wörishofen (Gottlieb-Daimler-Straße 26) losgehen.

Das Impfzentrum in Bad Wörishofen ist sowohl für Bürger aus dem östlichen als auch aus Teilen des westlichen Landkreises gedacht. Darunter fallen die Gemeinden Ottobeuren, Hawangen, Böhen, Westerheim, Lauben, Erkheim, Sontheim und Markt Rettenbach. Laut Pressesprecherin Sylvia Rustler wurden die Impfzentren nach den Einwohnerzahlen aufgeteilt, damit diese gleichmäßig ausgelastet sind. Sie geht aber davon aus, dass es in Ausnahmefällen möglich sein wird, dass sich Landkreis-Bürger aus oben genannten Gemeinden auch in Memmingen impfen lassen können.

Zunächst rund 1000 Impfdosen

Dr. Max Kaplan, ärztlicher Koordinator im Unterallgäu, rechnet damit, dass für das gemeinsame Impfzentrum von Stadt und Landratsamt zunächst rund 1000 Impfdosen zur Verfügung stehen werden. Damit wolle man zunächst die besonders zu schützenden Menschen in den Seniorenheimen impfen – sowohl die Bewohner als auch die Mitarbeiter. Mobile Teams sollen den Impfstoff im Impfzentrum abholen und zu den Heimen bringen, wo dieser in enger Kooperation mit Heimleitern und Hausärzten verabreicht werde. Im Unterallgäu und in Memmingen leben Kaplan zufolge 2600 Menschen in Seniorenheimen. Deshalb werde man wahrscheinlich die ersten beiden Impfstoff-Lieferungen für die Heime benötigen. „Wenn wir weiteren Impfstoff bekommen, werden wir auch in den Impfzentren beginnen.“ Voraussetzung hierfür sei auch, dass dann die für die Registrierung erforderliche, bayernweite Software zur Verfügung steht.

Von Maltesern betrieben

Das Impfzentrum Unterallgäu-Memmingen wird vom Malteser Hilfsdienst Memmingen betrieben. Man habe sich für eine Zusammenarbeit mit Memmingen entschieden, um Ressourcen wie den Impfstoff oder die impfenden Ärzte möglichst effizient einzusetzen, informierte Doris Back, Abteilungsleiterin im Landratsamt.

Außerdem müssten viele Bürger aus dem westlichen Landkreis so nicht bis nach Bad Wörishofen fahren, sondern könnten sich in Memmingen impfen lassen.

Wenn das Impfzentrum Unterallgäu-Memmingen in Betrieb geht, werde an beiden Standorten an sieben Tage die Woche von 8 bis 22 Uhr geimpft, erklärte Dr. Heinz Leuchtgens, ärztlicher Leiter des Bad Wörishofer Impfzentrums. Vorher müsse man sich telefonisch oder über das Internet anmelden. Nach drei Wochen müsse eine zweite Impfung erfolgen. Geplant ist, dass die Ärzte drei Schichten mit je drei Stunden arbeiten und pro Stunde und Standort 25 Personen impfen. Sobald eine Anmeldung im Impfzentrum möglich ist, werde dies bekannt gegeben. (mz/johs)