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Wald-Wild-Konflikt

Stadt Memmingen nimmt bei der Jagd das Heft in die Hand

BS Rehe

Das Grün jünger Bäumchen steht weit oben auf dem Speisezettel heimischer Waldtiere. Um dem Wald eine natürliche Verjüngung ohne Verbissschutzmaßnahmen zu ermöglichen, setzt das Memminger Forstamt jetzt auf eine verstärkte Bejagung in Eigenregie.

Bild: Tom Engel

Das Grün jünger Bäumchen steht weit oben auf dem Speisezettel heimischer Waldtiere. Um dem Wald eine natürliche Verjüngung ohne Verbissschutzmaßnahmen zu ermöglichen, setzt das Memminger Forstamt jetzt auf eine verstärkte Bejagung in Eigenregie.

Bild: Tom Engel

Stadtrat stimmt für Änderung des Jagdmanagements in städtischen Wäldern. Pachtverträge mit Jägern werden nicht verlängert. Ziel ist eine natürliche Waldverjüngung.
26.11.2021 | Stand: 05:45 Uhr

Der Klimawandel setzt den heimischen Wäldern immer mehr zu. Vor allem die Fichte ist den veränderten Bedingungen immer weniger gewachsen – und diese Art macht laut dem Memminger Forstamt immerhin 65 Prozent aller Bäume in den Wäldern der Stadt und deren Stiftungen aus. Um diese Waldgebiete klimafester zu machen, sollen sie in Mischwälder umgewandelt werden – und zwar in erster Linie durch eine natürliche Waldverjüngung ohne Verbissschutzmaßnahmen. Hierfür ist laut Stadtförster Stefan Honold eine entsprechend intensive Bejagung notwendig. Diese möchte die Stadt künftig in Eigenregie betreiben und die bisherigen Jagdpachtverträge auslaufen lassen. Diesem Vorschlag stimmten die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung mit 28 zu fünf Stimmen zu. Vorausgegangen war eine zum Teil emotional geführte Debatte.

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