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Verbissschäden in Memmingen zu hoch

Stadt Memmingen setzt auf höhere Abschusszahlen

Jagd

Die Stadt Memmingen will ihr bisheriges Jagdmanagement ändern. Die Pachtverträge für die städtischen Jagdgebiete sollen auslaufen. Doch nicht jeder Stadtrat ist mit diesem Plan einverstanden. Eine Entscheidung wurde in der jüngsten Sitzung des Plenums vertagt.

Bild: Ulrich Weigel

Die Stadt Memmingen will ihr bisheriges Jagdmanagement ändern. Die Pachtverträge für die städtischen Jagdgebiete sollen auslaufen. Doch nicht jeder Stadtrat ist mit diesem Plan einverstanden. Eine Entscheidung wurde in der jüngsten Sitzung des Plenums vertagt.

Bild: Ulrich Weigel

Um die städtischen Wälder besser für den Klimawandel zu rüsten, sollen die bisherigen Jagdpachtverträge auslaufen. Doch dagegen regt sich Widerstand.
24.09.2021 | Stand: 05:45 Uhr

„Der Klimawandel ist im Wald voll und ganz angekommen“: Das betonte Stadtförster Stefan Honold in der jüngsten Sitzung des Memminger Stadtrats. Und der Verlierer sei die Fichte, die in den Wäldern der Stadt und deren Stiftungen rund 65 Prozent aller Bäume ausmache. Als Grund nannte Honold ihre flachen Wurzeln. Sie hält daher einem Sturm nicht so gut stand. Außerdem sei die Fichte beim Borkenkäfer sehr beliebt. Ein weiterer Punkt seien die hohen Verbissschäden, die vor allem von Rehwild verursacht werden. Die Folge sind massive Waldschäden. „Die Situation ist unbefriedigend.“ Um sie in den Griff zu bekommen, forderte er ein klares Bekenntnis zum Waldumbau. Und der sei möglich, wenn die Stadt ihr Jagdmanagement ändert – ein Thema, das bei den Stadträten für reichlich Gesprächsstoff sorgte.

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