Direkthilfe für Ukrainer

5000 Euro für Flüchtlinge: Kartei der Not unterstützt Tafel in Memmingen

Die Memminger Tafel erhält Unterstützung von der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung.

Die Memminger Tafel erhält Unterstützung von der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung.

Bild: Matthias Becker (Archivbild)

Die Memminger Tafel erhält Unterstützung von der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung.

Bild: Matthias Becker (Archivbild)

Die Tafel in Memmingen benötigt Hilfe. Das Leserhilfswerk der AZ fördert daher ein Projekt für Flüchtlinge. Was dahinter steckt und warum es so wichtig ist.
03.06.2022 | Stand: 12:00 Uhr

Die Tafel in Memmingen steht vor besonderen Herausforderungen. Herausforderungen, die sie nicht mehr allein bewältigen kann. Deswegen hat Helmut Gunderlach, der Geschäftsführer des Katholischen Vereins für soziale Dienste Memmingen und Unterallgäu (SKM), der die Memminger Tafel betreibt, unser Leserhilfswerk „Kartei der Not“ um Unterstützung gebeten.

Tafel in Memmingen: "Kartei der Not" unterstützt mit Geld

Es geht um eine Direkthilfe für ukrainische Flüchtlinge.

  • Der Hintergrund: „Die Tafel Memmingen kann keine weiteren Berechtigungskarten mehr ausstellen. Wir hatten 45 Haushalte aus der Ukraine neu als Berechtigte für die Tafel aufgenommen. Damit waren unsere Grenzen erreicht“, berichtet Gunderlach und erklärt weiter: „Seitdem haben wir weitere 91 ukrainische Haushalte mit 250 Personen erfasst.“ Insgesamt zähle die Tafel Memmingen derzeit 900 Kundinnen und Kunden.

Zunächst seien Lebensmittelpakete zusammengestellt und ausgehändigt worden. „Doch das sprengt organisatorisch alle Grenzen.“ Deswegen kam eine neue Idee auf. „Meine Vorstellung ist es, den bisherigen und möglicherweise neu dazu Kommenden alternativ zu den sehr aufwendigen Lebensmittelpaketen eine Geld-Geschenkkarte zukommen zu lassen, mit der sie dann beim örtlichen Lebensmittelhandel einkaufen können“, erzählt Gunderlach.

"Kartei der Not": Leserhilfswerk der Allgäuer Zeitung hilft ukrainischen Flüchtlingen

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Geschenkkarten seien gang und gäbe – und eine Möglichkeit, jetzt schnell Hilfe zu leisten. „Die Nachfrage hört einfach nicht auf. Es tut weh, Leute vertrösten zu müssen“, sagt Helmut Gunderlach im Gespräch mit unserer Redaktion. Deswegen hatte er für diese Aktion eine Spende in Höhe von 5000 Euro von der Kartei der Not erbeten.

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  • Die Hilfe: Die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, sagte eine Förderung für den Kauf und die Ausgabe der Lebensmittelgutscheine zu. Arnd Hansen, Geschäftsführer der Stiftung Kartei der Not, erläutert, dass „unser Leserhilfswerk sich um Menschen in Not vor unserer Haustür in vielfältiger Weise kümmert. Für akute und zielgerichtete Hilfe ist ein breites Netzwerk mit zahlreichen sozialen Einrichtungen, wie zum Beispiel den Tafeln, entstanden, mit denen während Corona und jetzt in der Ukraine-Krise gemeinsam der Not schnell begegnet werden kann.“ Dabei betonen Ellinor Scherer und Alexandra Holland als Vorsitzende des Stiftungskuratoriums: „Wir wissen, wie wichtig die Tafeln vor Ort für viele bedürftige Menschen sind.“
  • Das Leserhilfswerk: Seit dem Jahr 1965 hilft die Kartei der Not unverschuldet in Not geratenen Menschen in der Region. Unverschuldet in Not – das kann schnell passieren. Krankheit, Unfall oder der Verlust der Arbeit sind einige Beispiele dafür.

    Die Kartei der Not steht als Hilfswerk der Mediengruppe Pressedruck und des Allgäuer Zeitungsverlages den Menschen in der Region in ausweglosen Situationen zur Seite und leistet Hilfe – rasch, unbürokratisch und nachhaltig. Denn durch die Zusammenarbeit mit sozialen Beratungsstellen vor Ort ist gewährleistet, dass Unterstützung auch tatsächlich bei den Bedürftigen ankommt und für den benötigten Zweck verwendet wird. Dabei kommt jede Spende zu 100 Prozent bei den Betroffenen an, weil alle Verwaltungskosten von der Mediengruppe Pressedruck getragen werden.

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