Tourismus im Unterallgäu

Tourismus: Ernüchternde Zahlen in Bad Grönenbach

Die Corona-Krise hat sich deutlich auf die Tourismusentwicklung in der Marktgemeinde Bad Grönenbach ausgewirkt. So hat sich die Zahl der Gäste zwischen Januar und August im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert.

Die Corona-Krise hat sich deutlich auf die Tourismusentwicklung in der Marktgemeinde Bad Grönenbach ausgewirkt. So hat sich die Zahl der Gäste zwischen Januar und August im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert.

Bild: Ralf Lienert

Die Corona-Krise hat sich deutlich auf die Tourismusentwicklung in der Marktgemeinde Bad Grönenbach ausgewirkt. So hat sich die Zahl der Gäste zwischen Januar und August im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert.

Bild: Ralf Lienert

Bürgermeister und Kuramtsleiterin informieren in Bad Grönenbach über die Tourismus-Entwicklung. Doch es gibt auch ein paar Lichtblicke.
12.10.2020 | Stand: 12:49 Uhr

Ein durchwachsenes Bild bietet die Kur- und Tourismusentwicklung in Bad Grönenbach für die zurückliegenden Monate dieses Jahres. Einerseits ist es erfolgreich gelungen, den Veranstaltungsbetrieb nach Monaten des Corona-Stillstands wieder in Gang zu bringen. Andererseits müssen im Bereich der Übernachtungen und Gästezahlen starke Einbußen verkraftet werden.

Bürgermeister Bernhard Kerler meinte bei einer Präsentation vor dem Kur- und Tourismusausschuss, dass man tief durchatmen müsse. Dies bestätigte Kulturamtsleiterin Monika Link. Von Januar bis August hat es in Bad Grönenbach demnach lediglich knapp 76. 000 Übernachtungen gegeben. Im Vorjahreszeitraum waren es noch rund 127.000 Übernachtungen. Dies entspricht einem Minus im Bereich von mehr als 40 Prozent. Die Gästezahlen haben sich im selben Zeitraum von mehr als 24.000 auf rund 11.000 mehr als halbiert.

Wegen Corona? Mehr Tagesgäste in Bad Grönenbach

Monika Link betonte, dass man sich im Hinblick auf die aktuellen Tourismuszahlen im Bereich der allgemeinen Entwicklung bewege. Auffällig sei gewesen, dass sich wesentlich mehr Tagesgäste in Bad Grönenbach aufgehalten hätten. Gefragt seien auch Ferienwohnungen. Link bekräftigte, dass es wünschenswert wäre, wenn es mehr Ferienwohnräume im Ort geben würde. Der Trend gehe eindeutig in diese Richtung. „Die Zahlen sind ernüchternd und es wird sich bis Ende des Jahres nicht mehr viel gut machen lassen“, fügte Bürgermeister Kerler hinzu. Andererseits zeige die Tendenz auch wieder aufwärts. Er habe mit drei großen Betreibern gesprochen und positive Rückmeldungen erhalten. Die aktuellen Buchungszahlen geben demnach wieder Grund zur Hoffnung. Auch das Hochfahren des Veranstaltungsbetriebs ist dem Bürgermeister zufolge erfolgreich verlaufen.

Die zurückliegende Ausstellung im Hohen Schloss haben an vier Wochenenden mehr als 2.000 Besucher aufgesucht und auch der Verkauf von Bildern und Ausstellungsexponaten sei sehr gut gelaufen. Auch der Postsaal sei bei Veranstaltungen gut besucht gewesen, wobei derzeit nur maximal 100 Personen teilnehmen können.

Tourismus in Bad Grönenbach: Kneipp-Jubiläum im Fokus

Die Vorbereitungen für das 200-jährige Kneipp-Jubiläum im nächsten Jahr laufen planmäßig. Ein Jubiläumsauftritt auf der Webseite im Internet soll bereits im Herbst starten. Ziel ist es, im Jubiläumsjahr vor allem auch junge Menschen für das Thema „Kneipp“ zu interessieren. Kulturamtsleiterin Monika Link erläuterte, dass es einen Veranstaltungsrahmen für Kinder geben werde, ebenso ein Konzept für Erwachsene, das die klassische kneippsche Lehre mit den fünf Elementen Wasser, Ernährung, Bewegung, Kräuter und innere Ordnung in den Vordergrund stellt. Über fünf Monate hinweg sollen fünf Stationen im Bereich des Kurorts aufgestellt werden, als Symbole für die fünf Elemente. Als Standorte stehen der Kurpark, Bad Clevers, der Marktplatz und der Kreislehrgarten sowie der Bereich rund um das Hohe Schloss fest. Verschiedene Mitmach-Aktionen sollen die große „Kneipp-Olympiade“ im Ort erlebbar machen.