Memminger Firma

Umsatzeinbrüche wegen Corona: Goldhofer verlagert Produktion

Die Goldhofer AG aus Memmingen, die beispielsweise Zugmaschinen für Flugzeuge herstellt, schließt die Produktion in Ostfildern bei Stuttgart.

Die Goldhofer AG aus Memmingen, die beispielsweise Zugmaschinen für Flugzeuge herstellt, schließt die Produktion in Ostfildern bei Stuttgart.

Bild: Goldhofer AG

Die Goldhofer AG aus Memmingen, die beispielsweise Zugmaschinen für Flugzeuge herstellt, schließt die Produktion in Ostfildern bei Stuttgart.

Bild: Goldhofer AG

Die Corona-Krise sorgt für negative Folgen bei der Memminger Goldhofer AG. Was der Hersteller von Schwerlast- und Spezialtransport-Lösungen jetzt plant.

14.08.2020 | Stand: 11:07 Uhr

Die Corona-Krise sorgt für negative Folgen bei der Memminger Goldhofer AG. Der Hersteller von Schwerlast- und Spezialtransport-Lösungen beendet die Montage im Bereich Airport-Technology am Standort in Ostfildern bei Stuttgart.

Dort sind 125 Mitarbeiter beschäftigt. Ob ein Teil von ihnen entlassen oder versetzt wird, ist noch unklar.

Goldhofer: Bündelung am Standort Memmingen

Die Produktion der Airport-Technology soll nun am Hauptstandort Memmingen gebündelt werden, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. In Ostfildern sollen jedoch Entwicklung, Vertrieb und Service bleiben. Details will die Geschäftsführung in den nächsten Wochen mit dem Betriebsrat besprechen. Letztlich gehe es darum, Kosten zu reduzieren und Synergien besser zu nutzen.

Der Grund für diesen Schritt seien vor allem „herbe Umsatzeinbrüche“ durch die coronabedingte Wirtschaftskrise in der Luftfahrtbranche, die auch den Markt für Flugzeug- sowie Fracht- und Gepäckschlepper betreffen, sagt Lothar Holder, Sprecher des Vorstands der Goldhofer AG. Dieser Bereich mache bis zu einem Drittel des Firmen-Umsatzes aus.

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Auch der Bereich Petrochemie leide unter der Krise. Gut liefen dagegen die Firmensegmente „Windkraft“ und „Bau“. „Wir sind zum Glück breit aufgestellt, das hilft uns jetzt“, heißt es bei der Firma Goldhofer. Noch bis Jahresende habe man Kurzarbeit für alle Bereiche und alle etwa 600 Mitarbeiter in Memmingen angemeldet – „aber in sehr unterschiedlichen Ausprägungen“. Weitere Umstrukturierungen seien nicht geplant.