Hilfsaktion

Unterallgäuerin sammelt Schulranzen für Kinder in Malawi

Gebrauchte, gut erhaltene Schulranzen sammelt die Unterallgäuerin Birgit Prim. Sie unterstützt damit die Organisation „Mary’s Meals“, die bedürftige Kinder in Malawi mit Essen und Schulsachen versorgt.

Gebrauchte, gut erhaltene Schulranzen sammelt die Unterallgäuerin Birgit Prim. Sie unterstützt damit die Organisation „Mary’s Meals“, die bedürftige Kinder in Malawi mit Essen und Schulsachen versorgt.

Bild: Organisation Mary’s Meals

Gebrauchte, gut erhaltene Schulranzen sammelt die Unterallgäuerin Birgit Prim. Sie unterstützt damit die Organisation „Mary’s Meals“, die bedürftige Kinder in Malawi mit Essen und Schulsachen versorgt.

Bild: Organisation Mary’s Meals

Eine Markt Rettenbacherin unterstützt die Organisation „Mary’s Meals“, die sich für bedürftige Jungen und Mädchen in Afrika einsetzt. Wie es dazu kam.
19.02.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Für ausgediente Schulranzen muss nicht auf dem Dachboden Endstation sein – für eine sinnvollere Verwendung wirbt Birgit Prim aus Markt Rettenbach. Sie will – zusammen mit möglichst vielen Unterallgäuern – das Ziel der internationalen Organisation „Mary’s Meals“ unterstützen: Kinder im ostafrikanischen Malawi nicht nur durch Schulspeisung mit Essen zu versorgen, sondern sie auch für ihre Grundausbildung mit Schulsachen auszustatten.

„Mary’s Meals Deutschland“, Teil der weltweit agierenden Organisation, ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Mainz und als mildtätige Körperschaft anerkannt. Wie Birgit Prim zum „Rucksack-Projekt“ kam? „Wir sind durch eine befreundete Familie darauf aufmerksam geworden“, erzählt sie: Monika und Hans Berktold sammeln im Ostallgäu seit 2017 mit zahlreichen Helferinnen Schulranzen und versehen sie mit der nötigen Ausrüstung für die Kinder. Zuerst habe sie ihrer Freundin Monika zugearbeitet, ihr nicht mehr benötigte Schultaschen und Kleider der eigenen Kinder gegeben, erzählt die Unterallgäuerin.

Rundbrief an der Schule

Nach und nach zog ihr Engagement dann weitere Kreise: Als kürzlich ihr Jüngster beim Wechsel von der vierten in die fünfte Klasse einen neuen Schulranzen brauchte, sprach sie auch Eltern von Klassenkameraden darauf an, ob sie die alten Ranzen für den guten Zweck spenden wollten. Der nächste Schritt war ein Rundbrief an der Schule – und nun hofft die Markt Rettenbacherin, Menschen im ganzen Landkreis zu erreichen. „Mary’s Meals“ überzeuge sie wegen des durchdachten Konzepts, sagt Prim: Das Wissen, dass die Kinder in der Schule etwas zu essen bekommen, sei für die Eltern ein starker Anreiz, sie dorthin zu schicken. „Gleichzeitig werden die Nahrungsmittel von Kleinbauern vor Ort gekauft – also haben auch sie etwas davon.“ Für die Kinder wiederum bedeute Bildung eine Perspektive, der Armut zu entkommen. Prim ist zuversichtlich, dafür – trotz Corona-Krise – Unterstützung zu erhalten: „Es geht ja um Sachen, die man vielleicht übrig hat“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich denke, bei vielen Menschen ist die Bereitschaft da zu helfen, wenn sie wissen: Es kommt auch wirklich an.“

Und den „hieb- und stichfesten“ Nachweis dafür lieferte laut Prim die befreundete Familie Berktold: Zusammen mit seiner Tochter Lucia war Hans Berktold nämlich im August 2018 in den Flieger gestiegen und hatte sich auf die Reise nach Malawi gemacht, das Hauptbüro der Organisation besucht. Einen Abstecher machten Vater und Tochter auch ins Lager, in dem die Schulranzen bis zur Verteilung aufbewahrt und auf Vollständigkeit kontrolliert werden. Zurück in Deutschland berichtete Berktold seiner Bekannten, er habe „Schulranzen wiedererkannt, die sie hier verpackt haben“.

Die Packliste - was in den Ranzen soll:

Gesammelt werden gebrauchte Schulranzen, Rucksäcke, Kindergarten- und Sporttaschen. Sie sollen mit Folgendem befüllt sein:

  • Stifte: Benötigt werden zum Beispiel Kugelschreiber, Tintenroller, Bleistifte, Filz- und Buntstifte.
  • Schulzubehör: Dazu gehören Anspitzer, Radiergummi, Lineal und Mäppchen. Außerdem bitten die Organisatoren darum, für die Kinder neue Schulhefte und Blöcke in den Größen Din A4/A5 einzupacken.
  • Kleidung: Benötigt werden Schuhe (zum Beispiel Sandalen, Halb- oder Turnschuhe) sowie Kleidung für Mädchen und Jungen in den Größen 110 bis 164.
  • Hygieneartikel: Hierzu zählen zum Beispiel unter anderem Zahnbürste, Zahnpasta, ein Seifenstück und ein Handtuch.
  • Sonstiges: Unterstützer werden gebeten, wenn möglich einen kleinen Ball und einen Esslöffel (kein Plastik) beizulegen.

Kontakt: Wer gebrauchte, gut erhaltene Schulranzen abgeben oder sich über Geldspenden informieren möchte, kann dies tun bei Birgit Prim, Lannenberg 14 in Markt Rettenbach. Auskünfte – auf Anfrage auch zu einer Abgabestelle in Memmingen – gibt es unter der Telefonnummer 08392/ 560 oder per E-Mail an reinhold.prim@t-online.de. Infos zur Arbeit und der Geschichte der Organisation Mary's Meals finden sich hier.