Versorgung im Notfall muss erhalten bleiben

Kreisklinik Ottobeuren

Kreisklinik Ottobeuren

Bild: Matthias Becker

Kreisklinik Ottobeuren

Bild: Matthias Becker

Den Zusammenschluss der Kreiskliniken in Mindelheim und Ottobeuren mit den Kliniken Oberallgäu-Kempten halten alle vier Landratskandidaten für einen notwendigen und sinnvollen Schritt.

06.03.2020 | Stand: 16:08 Uhr

Alex Eder (Freie Wähler) ist sich sicher, dass es größere Einheiten leichter haben, zu überleben. Dabei sei es aber wichtig, dass den Menschen überall weiterhin im Notfall geholfen werden kann. Gleichzeitig sieht er die Chancen für eine Spezialisierung an den verschieden Standorten. Dies müsse nun ausgearbeitet werden.

Michael Helfert (SPD) bezeichnete die Entscheidung für größere Strukturen als „völlig richtig“, da man ansonsten auf weite Sicht nicht zukunftsfähig gewesen wäre. In Sachen Spezialisierung kann er sich einen weiteren Ausbau der Pneumologie und des orthopädischen Bereichs am Ottobeurer Krankenhaus vorstellen. In Mindelheim sieht er die Tendenz eher in Richtung Innere Medizin.

Daniel Pflügl (Grüne) ist es wichtig, dass bei aller Diskussion um die Fusion die Grundversorgung erhalten bleibt und auch ein Augenmerk auf das Personal gelegt wird. Ähnlich sieht das Rainer Schaal (CSU). Ihm zufolge sollte man „vom Menschen aus denken“. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Patienten, deren Angehörige und die den Krankenhäusern angeschlossenen Einrichtungen. Ebenso brachte er die Ansiedlungen einer medizinischen Fakultät an der Uni Augsburg ins Spiel.

Ein weiteres Thema war die drohende Schließung der Küche aufgrund der Umbauarbeiten am Mindelheimer Krankenhaus. „Wir brauchen keine Catering-Küche“, ist Rainer Schaal überzeugt. Er setzt bei der Versorgung im Krankenhaus auf beste Qualität. Daher will er dort eine eigene Küche neu etablieren. Daniel Pflügl ist der Meinung, dass eine Küche zu einem Krankenhaus dazugehört. Um rein regionale Speisen anbieten zu können, reicht Pflügl zufolge eine Erhöhung des Essenspreises von derzeit drei auf vier Euro. Auch Alex Eder ist eine gute und gesunde Kost „extrem wichtig“. Da eine neue Küche ihm zufolge allerdings acht Millionen Euro kosten würde, kann er sich auch eine Auslagerung vorstellen – etwa im Zusammenspiel mit dem Kreisseniorenheim oder der Küche der Firma Grob.

Michael Helfert (SPD) verwies darauf, dass noch nichts beschlossen sei. Es gebe mehrere Modelle. Aber auch er tendiert zu einer eigenen Küche, die aber künftig auch andere Einrichtungen mitversorgen könnte.

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