Hilfe in Memmingen und dem Unterallgäu

Vielfältige Hilfe für Mädchen und Buben

Der Verein Kinderbrücke Allgäu finanziert seit vielen Jahren verschiedene Betreuungsangebote und weitere Hilfen für Kinder und Jugendliche.

Der Verein Kinderbrücke Allgäu finanziert seit vielen Jahren verschiedene Betreuungsangebote und weitere Hilfen für Kinder und Jugendliche.

Bild: Uwe Anspach/dpa (Symbolbild)

Der Verein Kinderbrücke Allgäu finanziert seit vielen Jahren verschiedene Betreuungsangebote und weitere Hilfen für Kinder und Jugendliche.

Bild: Uwe Anspach/dpa (Symbolbild)

Die „Kinderbrücke Allgäu“ unterstützt seit vielen Jahren auch Projekte in Memmingen und dem Unterallgäu. Der Verein gibt jährlich Spenden in Höhe von etwa 250.000 Euro aus.
23.07.2022 | Stand: 18:00 Uhr

Der Verein „Kinderbrücke Allgäu“ unterstützt seit über 20 Jahren in Not geratene Kinder und deren Familien, wenn Schicksalsschläge, Krankheit oder Überforderung geordnete Lebensbahnen durcheinander bringen. Im Rahmen eines Pressetermins hat der Verein jetzt sich und verschiedene Projekte vorgestellt, die die Kinderbrücke in Memmingen und dem Unterallgäu finanziert.

So entstand der Verein

Die Vereinsgründung geht auf eine private Initiative von Ludwig Rapp zurück. Seit 2010 ist Simone Burk-Seitz Erste Vorsitzende. Insgesamt besteht der Verein aus zehn Mitgliedern, dem Komitee. Neben der Einzelfallhilfe unterstützt die Kinderbrücke Vereine und Organisationen, die im Allgäu Kinderhilfe leisten. Darüber hinaus werden Präventivprojekte finanziert oder auch mitfinanziert, durch die Kinder in ihren Möglichkeiten gefördert werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Förderung der Bildung gelegt. Die Kinderbrücke finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Dabei fließt jeder Cent in die Projekte – es werden keine Verwaltungskosten aus Spendengeldern finanziert. Die jährliche Spendenausgaben belaufen sich auf etwa 250.000 Euro. Seitz 2001 wurden für etwa 2000 Projekte insgesamt rund 3,5 Millionen Euro ausgegeben.

In Memmingen und im Landkreis Unterallgäu finanziert die Kinderbrücke Allgäu unter anderem folgende Projekte:

Kids Point: Seit Oktober 2006 findet beim Kinderschutzbund Memmingen in Zusammenarbeit mit der Kinderbrücke das Projekt Kids-Point statt. Kinder mit einem besonderen Förderbedarf werden hier während der Grundschulzeit in einer kleinen, familienähnlichen Gruppe nach dem Unterricht versorgt, betreut und gefördert. Bis die Kinder von der Schule kommen hat Hauswirtschafterin Rosemarie Weiß das Mittagessen zubereitet. Nach dem Mittagessen sorgt Erzieherin Sabine Faden dafür, dass die Kinder in Zweier- oder Dreiergruppen auf verschieden Räume der Geschäftsstelle verteilt, in Ruhe ihre Hausaufgaben machen können. Dabei stehen den Kindern teilweise ehrenamtliche Helfer zur Seite. Die verbleibende Freizeit wird zum Spielen oder Lesen genutzt. Gemeinsame Unternehmungen stehen ebenso auf dem Programm wie kleine Feiern zu Geburtstagen, Weihnachten oder ähnlichen Anlässen. Die Kinderbrücke trägt die Personalkosten und die Kosten für die Lebensmittel. Dafür werden Etwa 50.000 Euro pro Jahr zur Verfügung gestellt. Es werden maximal acht Kinder betreut.

Kiwi – Kinder sind uns wichtig: Hierbei handelt es sich um ein Projekt zur Unterstützung von Kindern psychisch kranker Eltern. Bei Kiwi finden Eltern und Kinder Hilfestellungen, um die Belastungen in der Familie zu reduzieren und die Kinder vor der Entwicklung eigener Auffälligkeiten zu schützen. Die Kinderbrücke trägt mit den Personalkosten den wesentlichen Teil der Kosten dieses Projekts. Der jährlicher Zuschuss beträgt 20.000 Euro.

Ökumenische Hausaufgabenbetreuung an der Theodor-Heuss-Schule: Seit 2013 organisiert die katholische Pfarreigemeinschaft mit einem Helferkreis die Hausaufgabenbetreuung. Seit November 2021 treffen sich Schüler und Helfer zweimal wöchentlich zur ökumenischen Hausaufgabenbetreuung in den Räumlichkeiten der Versöhnungskirche. Die meisten Kinder, die das Angebot in Anspruch nehmen, kommen aus dem Memminger Westen. Dort leben Familien aus 40 Nationen und diese sprechen über 60 unterschiedliche Sprachen. Die betreuung erfolgt in enger Zusdammenarbeit mit der Schulleitung und Lehrkräften. Die Kinderbrücke unterstützt das Projekt mit einem jährlichen Zuschuss von 3000 Euro.

Körperpflege-Sets für die Tafelläden: Die Pakete sind aufgeteilt in die Alterskategorien 0 bis 5 Jahre, 6 bis 11 Jahre und 7 bis 18 Jahre sowie in männlich und weiblich. Ein Set besteht aus Zahnbürsten, Zahnpasten, Duschgel und Shampoo und für Kinder ab zwölf Jahren zusätzlich aus einem Deo. Heuer werden im September an 15 Tafelläden 1.865 Pakete ausgeliefert. Die Kosten belaufen sich auf 5000 bis 8000 Euro pro Lieferung. Ein Paket kostet im Durchschnitt 3,70 Euro. Die beteiligten Firmen sind: Logistikzentrum Drogeriemarkt Müller in Ulm, Firma Töpfer in Dietmannsried, Allgäuer Werkstätten in Kempten, Hans Kolb Wellpappe in Memmingen

Aufstockung Bildung- und Teilhabe-Zuschuss: Im Unterallgäu hat die Kinderbrücke in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter ein Projekt gestartet, bei dem die staatlichen Leistungen für Bildung und Teilhabe (BuT) bei bezugsberechtigten Kindern um bis zu 50 Euro im Monat aufgestockt werden. Dadurch wird den Kindern die Teilnahme an außerschulischen Aktivitäten ihrer Wahl und somit dem sozialen Leben ermöglicht.

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