Unterallgäu

Wächst das Landratsamt in die Höhe?

Kreistag, Landratsamt, Abstimmung, Kreisräte, Landkreis

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Bild: Sandra Baumberger

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Bild: Sandra Baumberger

Das Unterallgäuer Landratsamt in Mindelheim könnte um ein Stockwerk in die Höhe wachsen: Diese Möglichkeit kam in einer gemeinsamen Sitzung von Kreis- und Bauausschuss zur Sprache. Laut dem Leiter des Hochbauamtes, Anton Bartenschlager, herrscht im Gebäude Raumnot und mit Blick auf zukünftige Entwicklungen wird beispielsweise auch der Sitzungssaal zusätzlichen Platz benötigen. Während zu diesem Thema zunächst Planungen folgen sollen, steht bei anderen Maßnahmen in diesem Jahr die Umsetzung an: Mehr als fünf Millionen Euro hat Bartenschlager in diesem Jahr für Investitionen in Gebäude des Landkreises vorgesehen. Diesen Vorhaben stimmten der Kreis- und Bauausschuss geschlossen zu.

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Von Sandra Baumberger
27.01.2020 | Stand: 15:58 Uhr

Auch für das Landratsamt selbst stehen schon einige Ausgaben an. So soll für 130 000 Euro die Zulassungsstelle in Mindelheim modernisiert werden. Wie Bartenschlager erläuterte, seien die Möbel inzwischen 35 Jahre alt sowie die Arbeitsbereiche zu klein und es fehle an Ablageflächen. Im Zuge des Umbaus sollten außerdem der Schallschutz und die Beleuchtung verbessert werden. Während des Umbaus wird die Zulassungsstelle übergangsweise im vierten Stock untergebracht. Für die Erneuerung des Elektrohausverteilers und die Kabelzuführungen sind 95 000 Euro eingeplant und weitere 90 000 Euro für die dritte Etappe des Brandschutzes, bei der unter anderem Flurtüren ausgetauscht werden.

Mit Blick auf die etwaige Aufstockung des Landratsamtes hat Bartenschlager im Finanzplan für das kommende Jahr 50 000 Euro notiert, mit denen geplant werden könnte. Den Altbau mit einem zusätzlichen Stockwerk zu versehen, wäre laut dem Hochbauamtsleiter eine Möglichkeit, der Raumnot entgegenzuwirken, die bereits jetzt spürbar sei. Bartenschlager geht zudem davon aus, dass der Sitzungssaal bald zu klein werden könnte: Mit den 144 872 Einwohnern vom Juni vergangenen Jahres stehen dem Landkreis bei der Kommunalwahl in wenigen Wochen demnach zwar weiterhin 60 Kreisräte zu. Doch überspringt er die 150 000-Einwohner-Grenze, dann sind es zehn mehr, die im bisherigen Saal keinen Platz mehr fänden.

Unter den vom Kreis schon heuer vorgesehenen Investitionen stellt indes ein anderes Projekt den größten Posten dar: Für die geplante Erweiterung des Kreisseniorenheims Am Anger in Bad Wörishofen fallen voraussichtlich Kosten in Höhe von 3,9 Millionen Euro an. Dort sollen durch einen Querbau im Süden und eine Erweiterung nach Osten 18 zusätzliche Zimmer für Senioren entstehen. Überdies ist vorgesehen, einen Teil dieses neuen Bereichs auch zu unterkellern. Insgesamt verfügt das Heim dann über 69 Plätze. Beteiligt sich die Stadt Bad Wörishofen wie vorgesehen mit 612 000 Euro an den Kosten, verbleibt dem Landkreis nach Abzug einer Förderung ein Eigenanteil von rund 2,45 Millionen Euro. Verläuft alles reibungslos, könnte bereits Mitte Oktober mit dem Bau begonnen werden.

298 000 Euro wird es voraussichtlich kosten, ein Gebäude an der Bad Wörishofer Straße in Mindelheim abzureißen, sodass dort künftig 77 Parkplätze für Mitarbeiter des Landratsamtes, der Klinik und der Landwirtschaftsschule zur Verfügung stehen. Auch in die kreiseigenen Schulen investiert der Landkreis in diesem Jahr: Unter anderem bekommt die Sporthalle der Berufsschule in Memmingen für 35 000 Euro einen neuen Bodenbelag und für die Planung einer neuen Hackschnitzelheizung und einer Generalsanierung an der Landwirtschaftsschule Memmingen sind 25 000 Euro vorgesehen.