Marktkaufleute

„Weihnachtlicher Budenzauber war besser als gar nichts“

Bereits zum zweiten mal gab es coronabedingt statt des Memminger Christkindlesmarktes einen „Weihnachtlichen Budenzauber“ auf vier Plätze verteilt (im Bild ein Stand auf dem Theaterplatz).

Bereits zum zweiten mal gab es coronabedingt statt des Memminger Christkindlesmarktes einen „Weihnachtlichen Budenzauber“ auf vier Plätze verteilt (im Bild ein Stand auf dem Theaterplatz).

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Bereits zum zweiten mal gab es coronabedingt statt des Memminger Christkindlesmarktes einen „Weihnachtlichen Budenzauber“ auf vier Plätze verteilt (im Bild ein Stand auf dem Theaterplatz).

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Die Alternative zum abgesagten Memminger Christkindlesmarkt lief nicht so gut wie im Jahr davor. Warum die Standbetreiber trotzdem zufrieden sind.
13.01.2022 | Stand: 18:00 Uhr

Der „Weihnachtliche Budenzauber“ in der Altstadt ist vorbei. Was bleibt, sind gemischte Gefühle. „Den Umständen entsprechend war die Resonanz in Ordnung“, bilanziert Franz Vetter, Bezirksvorsitzender im Bayerischen Landesverband der Marktkaufleute und Schausteller. Schon zum zweiten mal musste er wegen Corona den traditionellen Memminger Christkindlesmarkt auf dem Marktplatz absagen und den Budenzauber als dezentrale, kleine Alternative auf mehreren Plätzen der Innenstadt organisieren.

Vom 26. November bis 30. Dezember standen neun Stände verteilt auf den Schrannenplatz, den Theaterplatz, den Weinmarkt und den Manghausplatz. Darunter auch Vetters „Mandelparadies“. „Das war besser als nichts“, betont er. „Sonst hätten wir ja gar nichts machen können.“ Diesmal sei der Weihnachtliche Budenzauber allerdings nicht ganz so gut angenommen worden wie 2020. Und Vetter hat auch eine Erklärung dafür: „Es waren insgesamt zu wenig Leute in der Stadt unterwegs.“ Die immer wieder neuen Corona-Verordnungen hätten die Menschen verunsichert und ihnen Angst gemacht, sagt Vetter. Das hätte auch der Einzelhandel gespürt, die Geschäfte seien vor Weihnachten viel zu leer gewesen. Auch ein kleiner Markt wie der Budenzauber funktioniere nur gut, wenn viele Menschen an den Ständen vorbeikommen.

"Stundenlohn darf man nicht rechnen"

Trotzdem seien die Marktkollegen einigermaßen zufrieden gewesen. „Den Stundenlohn dürfen wir sowieso nicht rechnen“, betont Vetter. „Aber wenig Einnahmen sind immer noch besser als gar keine.“ Die Corona-Krise hat die Schausteller in Deutschland nämlich besonders hart getroffen, da die meisten seit den Weihnachtsmärkten 2019 ohne jegliches Einkommen sind. In Memmingen gab es neben den beiden Budenzaubern wenigstens noch einen abgespeckten Jahrmarkt im Herbst 2021.

Noch keine konkreten Aussagen zu Volksfesten

Eine Prognose, ob es im inzwischen dritten Corona-Jahr wieder aufwärts gehen wird mit den Marktkaufleuten mag Vetter zum jetzigen Zeitpunkt nicht wagen. „Man kann momentan überhaupt nicht planen“, sagt er. Das habe man ja zuletzt mit dem Christkindlesmarkt gesehen – alles sei schon organisiert gewesen und dann habe man doch wieder absagen müssen. Die nächste Großveranstaltung in Memmingen sei im Frühjahr „Memmingen blüht“. Da gebe es aber noch gar keine Informationen, ob etwas stattfinden soll. Auch zu den Volksfesten habe er noch nichts Konkretes gehört. „Es gibt weder Zu- noch Absagen“, sagt Vetter. Obwohl jede Veranstaltung ja einen längeren Vorlauf brauche. „Wir hängen total in der Luft“, bedauert er.

Dennoch bleibt er im Gespräch einigermaßen gelassen. „Ich will mich da nicht reinsteigern“, meint Vetter. Schlechte Laune zu verbreiten, nutze ja auch nichts.

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