Gesundheit

Wenn bei Kindern die Nieren versagen

Der Vorstand des Förderkreises für chronisch nierenkranke Kinder und Jugendliche Memmingen e.V. : Prof. Dr. Rainer Burghard, Patricia Vogler und Stefan Eger.

Der Vorstand des Förderkreises für chronisch nierenkranke Kinder und Jugendliche Memmingen e.V. : Prof. Dr. Rainer Burghard, Patricia Vogler und Stefan Eger.

Bild: Förderkreis

Der Vorstand des Förderkreises für chronisch nierenkranke Kinder und Jugendliche Memmingen e.V. : Prof. Dr. Rainer Burghard, Patricia Vogler und Stefan Eger.

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Memminger Förderkreis unterstützt Familien und appelliert zur Organspende.
10.08.2021 | Stand: 10:05 Uhr

Der Förderkreis für chronisch nierenkranke Kinder und Jugendliche Memmingen hat zum Vereinsziel, Familien zu unterstützen, deren Kind an einer chronischen Nierenerkrankung leidet. Bei der Jahresversammlung wurde die bestehende Vorstandschaft einstimmig wiedergewählt: Stefan Eger als erster Vorsitzender, Prof. Dr. Rainer Burghard als zweiter Vorsitzender, Patricia Vogler als Schatzmeisterin und Andrea Schorn als Schriftführerin. Als Beisitzer stellten sich Linda Fremuth, Gregor Grabowski und Martin Ottinger zur Verfügung.

Trotz Corona stehe der Förderkreis auf solidem Fundament mit einer Mitgliederzahl von mehr als 100, sagte Stefan Eger. Im KfH-Nierenzentrum Memmingen werden unter der Leitung von Oberarzt Dr. Henry Fehrenbach in Kooperation mit der Kinderklinik Kinder und Jugendliche mit Nierenkrankheiten behandelt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Betreuung von Kindern mit chronischer Niereninsuffizienz.

Jahre voller Sorgen

Dialyse und Transplantation sind für die betroffenen Eltern und Kinder Jahre voller Sorgen, zahlreicher wochenlanger Krankenhausaufenthalte und wiederkehrender Krisensituationen. Die Diagnose „Chronische Nierenerkrankung“ ist für die Familien ein Schock. Die Kinder müssen nicht selten jahrelang auf ein neues Organ warten. Diese Zeit belastet sie und es ist oftmals bewundernswert, wie sie den normalen Alltag und das Schulpensum neben der Erkrankung gut meistern, so Eger. Trotzdem bleibt nicht selten die Erfahrung, dass wenig so bleibt, wie es vorher war. Der Förderkreis möchte Familien in dieser Situation zur Seite stehen. Zahlreiche Krankenhausaufenthalte und Kontrolltermine stehen an, körperliche Beeinträchtigungen durch Medikamentierung, Dialyse und Transplantation müssen bewältigt werden. Auch die Geschwisterkinder sind von den Veränderungen betroffen, die Eltern haben weniger Zeit für einander.

Förderkreis kümmert sich auch um Freizeit

Der Förderkreis möchte vor dem Hintergrund der vielfältigen Belastungen die betroffenen Kinder und Jugendlichen und deren Familien stärken. Betroffene haben Gelegenheit sich kennenzulernen und auszutauschen. Hilfe beim Umgang mit Behörden und allen sozialrechtlichen Fragen wird von sozialpädagogischer Seite von Ulrike Titze angeboten. Nachdem im vergangenen Jahr infolge der Coronapandemie die beliebten gemeinsamen Unternehmungen ausfallen mussten, hoffen die betroffenen Familien, dass in diesem Jahr das Freizeitwochenende im Oberallgäu und die vorweihnachtliche Nikolausfeier wieder stattfinden kann. Kinder wie Erwachsene hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder einmal nach Rust gehen kann. Ein wichtiges Anliegen ist es dem Förderverein, die Bereitschaft für Organspende in der Bevölkerung zu erhöhen. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen hoffen besonders sehnsüchtig auf ein wieder halbwegs normales Leben.