Maibaum-Wettbewerb

Wer hat in Memmingen, Mindelheim und dem Unterallgäu den schönsten Maibaum?

Einen Maibaum zu gestalten, auszuschmücken und aufzustellen, bedeutet viel Arbeit – und Gemeinsamkeit.

Einen Maibaum zu gestalten, auszuschmücken und aufzustellen, bedeutet viel Arbeit – und Gemeinsamkeit.

Bild: Mikusch (Archivbild)

Einen Maibaum zu gestalten, auszuschmücken und aufzustellen, bedeutet viel Arbeit – und Gemeinsamkeit.

Bild: Mikusch (Archivbild)

Nach zwei Jahren Corona-Pause rufen die Memminger Zeitung, die Mindelheimer Zeitung und die Memminger Brauerei wieder zur Teilnahme auf. So funktioniert’s.
08.04.2022 | Stand: 09:15 Uhr

Bald ist es wieder soweit: Hölzerne, prächtig verzierte Riesen werden die Orte schmücken und die Dorfgemeinschaft wieder ein Stück mehr zusammenschweißen. Die Maibäume werden aufgestellt. Bevor ein Maibaum steht, gibt es gemeinsam viel zu erledigen. Girlanden werden gebunden, Motivtafeln ausgesägt und in der Regel auch ein Maibaum-Fest organisiert. All das geht nur gemeinsam. Teamleistung ist gefragt. Zu dieser Tradition gehört auch, beim Maibaum-Wettbewerb der Memminger Zeitung, Mindelheimer Zeitung sowie der Memminger Brauerei dabei zu sein. Bei der nun 49. Auflage gibt es wieder flüssige Preise zu gewinnen. Wer mitmachen möchte, kann sich ab sofort anmelden.

Vorfreude bei der Maibaum-Kommission

Die Mitglieder der Maibaum-Kommission sind voller Vorfreude. Sie kamen nun zum Treffen zusammen, um die Planungen festzuzurren. Fest steht: Nach zwei Jahren Corona-Pause ist die Kommission sehr gespannt und hofft auf viele Teilnehmer beim Maibaum-Wettbewerb.

Seit dem Jahr 1972 gibt es den Maibaum-Wettbewerb, seit 1978 wird er von Edmund Mikusch von der Memminger Zeitung organisiert. „Es gab keine Unterbrechungen bis auf die Jahre 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie“, erklärt er. Er habe den Wettbewerb zwei Jahre lang vermisst. „Dass sich Gruppen immer wieder mit Ideen beim Maibaum-Wettbewerb übertreffen und überall zusammenhalten, ist einfach eine Besonderheit“, sagt Mikusch und zeigt sich stolz.

"Das Aufstellen des Maibaums ist eine Tradition, die man beibehalten sollte, weil es in der Region ein Brauchtum ist"

Weitere Kommissions-Mitglieder geben ihm Recht. „Das Aufstellen des Maibaums ist eine Tradition, die man beibehalten sollte, weil es in der Region ein Brauchtum ist. Die Kommission möchte dazu beitragen“, sagt der ehemalige Forstamtsrat Herbert Meyer. Forstdirektor Hermann S. Walteraus Ottobeuren nickt: „Was wir hier haben, ist eine echte Maibaum-Kultur, die gelebt wird. Deswegen macht es auch so großen Spaß.“ Da stimmt auch der ehemalige Staatsminister Josef Miller ein. „Ich bin seit dem Jahr 1986 bei der Maibaum-Kommission dabei und es ist einfach eine gelebte Tradition“, so Miller.

Land und Leute in Memmingen und dem Unterallgäu

„Es ist nicht nur eine Bewertung, sondern die Unterstützung des Brauchtums. Es ist einfach schön, Land und Leute direkt vor Ort kennenzulernen“, erklärt Alt-Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger. Er ist seit 40 Jahren dabei und hat so einige Geschichten aus vergangenen Maibaum-Bewertungen auf Lager. Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause freue er sich, wieder mit dabei sein zu können.

So geht es auch Johannes Högel, Mitglied der Geschäftsleitung der Mindelheimer Zeitung. Seit 2007 ist er in der Maibaum-Kommission vertreten, schätzt sehr, im Verbreitungsgebiet unterwegs zu sein und vor Ort „gute Gespräche“ zu führen. Erstmalig wird Rolf Grummel, der Geschäftsführer des Allgäuer Zeitungsverlages, die Kommission unterstützen. Mit seinen emsländischen Wurzeln kenne er das Maibaum-Aufstellen. „Ich weiß um die Werte der Tradition“, sagt er und wird am Bewertungstag (Montag, 2. Mai) mit auf Tour gehen.

Sieben Gruppen gehen auf Bewertungs-Tour der Maibäume

In insgesamt sieben Gruppen machen sich die Mitglieder der Maibaum-Kommission auf den Weg, haben wie immer einen Bewertungskatalog mit im Gepäck. Da werden Punkte für den Maibaum-Stamm, für den Gesamt-Eindruck, für die Zahl und die Schönheit der Kränze, für die Sinnbilder am Stamm, für die Gesamtlänge des Baumes, den Standort im Ortsbild und für mögliche Maibaum-Veranstaltungen vergeben.

Die Fichte als Maibaum

„Zumeist werden Fichten als Maibäume genutzt, weil diese so hoch sind“, erklärt Forstdirektor Rainer Nützel. Beim Fällen bestehe das Risiko, dass die Krone breche. Deswegen würde zumeist die Krone eines weiteren Baumes am Stamm befestigt. Diese stabile Befestigung ist auch deswegen wichtig, weil der Baum mit schwerem Schmuck versehen wird. Rainer Nützel ist seit dem Jahr 1995 bei der Maibaum-Kommission dabei. Er weiß: „Die Beteiligten haben viel Spaß, den Maibaum zu errichten. Es ist aber auch viel Arbeit.“ Das sei die gelebte Tradition. Der Maibaum-Wettbewerb ist für Rainer Nützel wie die anderen Kommissions-Mitglieder deswegen auch so ein wichtiger Termin im Jahreskalender.

So funktioniert's:

  • Wer beim Maibaum-Wettbewerb der Memminger und Mindelheimer Zeitung sowie der Memminger Brauerei teilnehmen möchte, kann sich bis Sonntag, 24. April, anmelden. Den Coupon dazu finden Sie auf der Seite 30.
  • Außerdem sind Anmeldungen auch per E-Mail möglich an die Adresse: mz-maibaum@gmx.de
  • Teilnehmer sollten angeben, wann und wo der Maibaum aufgestellt wird, ob und wann eine Maibaum-Veranstaltung geplant ist sowie genaue Angaben zum Verein mit Namen, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer machen.

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