Kronburg/Illerbeuren

„Wir können uns das leisten und wir wollen uns das leisten“

Adler-Areal1

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Bild: Franz Kustermann

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Bild: Franz Kustermann

Bürgerversammlung Rathauschef Hermann Gromer nimmt zur geplanten Schulsporthalle und weiteren Projekten auf dem Adler-Areal in Illerbeuren Stellung
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Von Franz Kustermann
08.05.2019 | Stand: 15:31 Uhr

Einen fast zweistündigen „Rundgang durch die Angelegenheiten im Gemeindegebiet“ hat Rathauschef Hermann Gromer (parteilos) bei der Bürgerversammlung in Illerbeuren mit rund 140 Besuchern unternommen. Dieser erstreckte sich von Kardorf über das Adler-Areal in Illerbeuren und die Ortsdurchfahrt Kronburg bis nach Oberbinnwang.

Zu der geplanten Schulsporthalle auf dem Adler-Areal stellte Gromer klar: „Wir können uns das leisten und wir wollen uns das leisten.“ Allerdings nur, weil die Kommune wegen der Bürgerbefragung im Vorfeld und der Dorferneuerung so hohe Zuschüsse bekommt. „Es ist nicht auf unserem Mist gewachsen, das Ergebnis der Bürgerbefragung ist eure Meinung“, sagte Zweiter Bürgermeister Roland Kramer (CSU/Freie Wählergemeinschaft) zu den Anwesenden.

Laut Gromer ist im Gemeinderat endlich die Entscheidung für verschiedene Wohnformen mit verschiedenen Dienstleistungs- und Betreuungsangeboten sowie ein Gebäude in Kombination von Begegnungsstätte und Schulsporthalle gefallen. Das Projekt werde zu 80 Prozent bezuschusst. Dabei gehe es um „gutes Leben und Wohnen in der Gemeinde Kronburg“. Dazu soll nun eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung eines Bürgervereines gegründet werden.

Beschwerden wegen der seit über 30 Jahren anhängigen Sanierung der Hurrenstraße sollten die Bürger direkt an die Stadt Memmingen richten, riet Gromer: „Memmingen hat einen Riesen-Etat und könnte das mit Links richten.“ Bei der geplanten Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Kronburg müssen ihm zufolge auch einige desolate Bäume entfernt werden, die durch junge ersetzt werden sollen. Der Schul- und Linien-Bus müsse in Kronburg umkehren können. Dazu wird laut Gromer die Straße beim „Wölfle-Hof“ um die Kirche herum umgestaltet und eventuell die dort stehende junge Linde entfernt. Wahrscheinlich werde der Baum weiter unten am sogenannten „Stachus“ wieder eingepflanzt. Dort soll ein schmucker Platz entstehen.

Noch nicht geklärt ist, ob die Mauer am Kriegerdenkmal und Friedhof entfernt werden soll. Um die Besucher in Illerbeuren zu geeigneten Parkplätzen zu führen, beteiligt sich die Kommune zur Hälfte an dem neuen Parkleitsystem des Bauernhofmuseums. Der Bürgermeister erklärte zudem, dass der Breitbandausbau zügig vorankomme und bald abgeschlossen werden soll: Von den Kosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro hat die Gemeinde rund 300 000 Euro zu tragen. Das meiste könnte bereits in zwei Monaten erledigt sein.

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In Kardorf will die Gemeinde ein Gebäude erwerben, um eine Freifläche entsprechend gestalten und ein kleines Feuerwehrhaus mit einem Aufenthaltsraum für 50 Besucher bauen zu können. Laut Gromer wäre das eine wichtige Aufwertung und Belebung im Ortskern.

Er wies auch auf viele Beschwerden über frei laufende Hunde hin. Dem Problem solle mit entsprechenden Schildern und einer Leinenpflicht begegnet werden: „Damit sich die Menschen mit ihren Tieren an die Regeln halten und den Hundekot mit nach Hause nehmen.“ In Oberbinnwang laufen die Leute mit ihren Hunden querfeldein, sodass sich bereits neue Wege bilden. Auch hier wolle man mit Schildern die Situation in den Griff bekommen.

Gromer gab auch bekannt, dass Ende des Monats ein großes Fest zur Eröffnung der neu renovierten Historischen Eisenbahnbrücke veranstaltet werden soll. Der Landkreis stelle ein Zelt auf, die Gemeinde sorge für die Bewirtung. Allerdings sei diesmal für „Kost und Logis“ ein Obolus zu leisten.