Gastronomie

Wirt will Kultur-Café auf Fliegerhorstgelände in Memmingerberg eröffnen

Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes in Memmingerberg könnte ein Kultur-Café entstehen.

Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes in Memmingerberg könnte ein Kultur-Café entstehen.

Bild: Armin Schmid

Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes in Memmingerberg könnte ein Kultur-Café entstehen.

Bild: Armin Schmid

Memmingerberger Gemeinderäte sehen Ansinnen kritisch. Bebauungsplan sieht dort keine Lokale vor. Wie die nächsten Schritte aussehen.
18.01.2021 | Stand: 14:40 Uhr

Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes in Memmingerberg könnte ein Kultur-Café entstehen. Da der Standort mitten im Gewerbegebiet „Hauptwache“ liegt, waren die Meinungen in der jüngsten Sitzung des Memmingerberger Bauausschuss geteilt.

Bürgermeister Alwin Lichtensteiger berichtete den Gemeinderäten, dass der Betreiber der Gaststätte „Burgermeister“ an der Ecke Allgäustraße/Schwabenstraße das Kultur-Café eröffnen möchte. Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Staffelgebäude des einstigen Fliegerhorstes. Die Öffnungszeiten sollen zwischen 8 und 18 Uhr liegen. In kultureller Hinsicht sollen in dem Café zum Beispiel Ausstellungen gezeigt werden.

Lokal sollte war zuerst in Memmingen geplant

Ursprünglich hätte das Konzept laut Lichtensteiger in Memmingen umgesetzt werden sollen. Jetzt stehe aber ein Standort im Bereich der Hauptwache im Fokus des Gaststättenbetreibers. Lichtensteiger meinte, dass er sich ein Kultur-Café an dieser Stelle gut vorstellen kann. Zumal es in diesem Bereich für Belebung sorgen könnte. Ein Knackpunkt sei allerdings, dass man im betreffenden Bebauungsplan kulturelle und gastronomische Nutzungen ausgeschlossen habe. Wegen der Immissionen sei auch die gewerbliche Nutzung in unmittelbarer Nachbarschaft kritisch. Hinsichtlich des Bebauungsplans sei eine Befreiung möglich oder eben eine Satzungsänderung erforderlich.

„Vom Grundgedanken her, passt ein Café da nicht rein“

Zweiter Bürgermeister Hermann Metzger betonte, dass er in rechtlicher Hinsicht, beziehungsweise mit Blick auf eine mögliche Befreiung große Bedenken habe. Letztlich handle es sich bei der „Hauptwache“ um ein klassisches Gewerbegebiet. Gemeinderat Jürgen Tzschorn fügte an, dass man ähnliche Anfragen und Projekte bislang abgelehnt habe. „Vom Grundgedanken her, passt ein Café da nicht rein.“ Metzger fügte an, dass man früher auch ein Boardinghaus oder eine Seniorenpflegeeinrichtung abgelehnt habe. Ratsmitglied Markus Nägele sagte, dass man zunächst die rechtliche Situation hinsichtlich des Bebauungsplans abklären sollte. Mehrere Stimmen plädierten für einen Standort im Dorf. Der Bürgermeister merkte hierzu an, dass eine ehemalige Hofstelle für ein Kultur-Café gut vorstellbar wäre. Von Nachteil sei hierbei aber, dass die Umbaukosten relativ hoch wären. Zunächst soll nun die rechtliche Situation geklärt werden.

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