Austausch

Wo es soziale Arbeit in den Kommunen im Unterallgäu braucht

Damit sich alte Menschen weiter in ihrer gewohnten Umgebung wohlfühlen können, braucht es altersgerechte Qaurtierskonzepte. Dazu gab es jetzt einen Austausch im Unterallgäuer Landratsamt.

Damit sich alte Menschen weiter in ihrer gewohnten Umgebung wohlfühlen können, braucht es altersgerechte Qaurtierskonzepte. Dazu gab es jetzt einen Austausch im Unterallgäuer Landratsamt.

Bild: Matthias Becker

Damit sich alte Menschen weiter in ihrer gewohnten Umgebung wohlfühlen können, braucht es altersgerechte Qaurtierskonzepte. Dazu gab es jetzt einen Austausch im Unterallgäuer Landratsamt.

Bild: Matthias Becker

Verantwortliche tauschen sich über Quartierskonzepte in 17 Unterallgäuer Gemeinden aus. Das steckt dahinter.
##alternative##
Von Maike Scholz
06.11.2021 | Stand: 17:44 Uhr

In 17 Unterallgäuer Gemeinden gibt es inzwischen ein altersgerechtes Quartierskonzept. Die Verantwortlichen aus den Gemeinden haben sich nun zum Austauschtreffen im Landratsamt Unterallgäu getroffen. Unter anderem ging es laut Mitteilung darum, wie Unterstützungsangebote in der Gemeinde noch bekannter gemacht werden können.

Die altersgerechte Quartiersentwicklung sei ein Bestandteil des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts des Landkreises Unterallgäu. „Das Seniorenkonzept ist der Rahmen“, rief Hubert Plepla, Koordinator des Seniorenkonzepts, den Teilnehmenden in Erinnerung. So seien viele Themen in den Bereichen Wohnen, Pflege und Soziales in allen Gemeinden aktuell. „Das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden: Man kann aus bestehenden Projekten im Landkreis profitieren, muss diese aber immer an die Gegebenheiten vor Ort anpassen“, so Plepla. Dabei wiederum helfe ein auf die Gemeinde abgestimmtes Quartierskonzept; bei der Erstellung unterstütze der Landkreis Unterallgäu.

Haupt- und Ehreanamt zusammen

„Soziale Arbeit in einer Gemeinde braucht hauptamtliche Unterstützung. Das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt schafft einen Rahmen für gute Kümmererstrukturen vor Ort“, führte Plepla aus. Für hauptamtliche Quartiersmanager gebe es Fördermöglichkeiten des Freistaats, informierte Anja Preuß von der Koordinationsstelle Wohnen im Alter, die das Treffen begleitete. Sie zeigte nochmals die Aufgaben und Ziele der Quartiersarbeit auf.

Es gehe darum, herauszufinden, was in den Gemeinden fehlt, aber auch, welche Angebote es bereits gibt. Darauf aufbauend sollen Ideen und Lösungen entwickelt, Menschen zusammengebracht und Maßnahmen umgesetzt werden, heißt es. Über die Angebote müsse dann auch informiert werden, damit die Menschen, die Bedarf haben, darauf aufmerksam werden.

Scham wegen Armut und Einsamkeit

Auf diesen Aspekt gingen die Teilnehmenden intensiver ein und richteten den Blick insbesondere auf Personen, die durch das Raster der Hilfsangebote fallen. „Einsamkeit, Altersarmut oder psychische Erkrankungen sind bei den Betroffenen oft mit Scham besetzt. Dies hat zur Folge, dass sich die Menschen zurückziehen. Gerade wenn Familienangehörige nicht mehr in deren Nähe wohnen, bleiben dann Unterstützungsangebote ungenutzt“, weiß Plepla. Es sei wichtig, dass diese Menschen in den Gemeinden nicht aus den Augen verloren werden.

Lesen Sie auch
##alternative##
Wohnen in Buchloe

Wie seniorengerecht ist die Stadt Buchloe?

Bei dem Treffen ging es außerdem um die Möglichkeit, die Arbeit der Quartiersmanager auf andere soziale Bereiche auszuweiten. Anregungen dazu gab Kreisjugendpflegerin Julia Veitenhansl. „Eine integrierte Sozialraumplanung schafft Verständnis füreinander und fördert das Miteinander“, ergänzte Hubert Plepla.