Ortsentwicklung

Wolfertschwenden vergrößert Gewerbegebiet

Die Firma Pester will vom bestehenden Firmenstandort aus in Richtung Westen ein neues Verwaltungsgebäude mit Montagehalle und einen neuen Parkplatzbereich errichten.

Die Firma Pester will vom bestehenden Firmenstandort aus in Richtung Westen ein neues Verwaltungsgebäude mit Montagehalle und einen neuen Parkplatzbereich errichten.

Bild: Armin Schmid

Die Firma Pester will vom bestehenden Firmenstandort aus in Richtung Westen ein neues Verwaltungsgebäude mit Montagehalle und einen neuen Parkplatzbereich errichten.

Bild: Armin Schmid

Am nordwestlichen Ortsrand möchte die Firma Pester einen neues Firmengebäude errichten. Warum das auch Vorteile für einen neuen Radweg mit sich bringt.
22.11.2020 | Stand: 07:00 Uhr

Die Gemeinde Wolfertschwenden vergrößert ihr Gewerbegebiet. Konkret geht es um eine 3,4 Hektar große Fläche am nordwestlichen Ortsrand. Das Gewerbegebiet trägt den Namen „Am Brühl II“ und wurde nun vom Gemeinderat auf den Weg gebracht.

Im Wesentlichen ist darin ein Erweiterungsvorhaben des Verpackungsherstellers Pester enthalten. Profitieren sollen aber auch die Wolfertschwender Bürger, die künftig einen Radweg vom Ort bis zum Wertstoffhof erhalten.

Grünfläche zugekauft

Die Firma Pester hat im direkten Anschluss an den bestehenden Firmenstandort am westlichen Ortsausgang etwa 21 000 Quadratmeter Grünfläche zugekauft. Laut der Planerin Simone Knupfer vom Planungsbüro Lars Consult ist das Vorhaben des Unternehmens zweigeteilt. An der Stelle, an der sich aktuell der Parkplatz befindet, soll ein Verwaltungsgebäude mit Montagehalle entstehen.

Der Verwaltungstrakt soll 90 Meter lang, 17,5 Meter breit und 13,5 Meter hoch werden. Die Montagehalle hat Außenmaße von etwa 157 auf 50 Meter.

Der Parkplatzbereich wird weiter westlich neu angelegt und etwa 200 Außenstellplätze umfassen. Zudem werden 155 Tiefgaragenstellplätze entstehen. Dazu soll laut Knupfer ein Teil der neuen Halle ausgebaut werden.

14000 Quadratmeter Ausgleichsfläche

Als Ausgleichsfläche sind 14 000 Quadratmeter vorgesehen, die zum Teil im Geltungsbereich des Bebauungsplans liegen. Erschließung und Hallenbau sollen im Sommer 2021 beginnen. Simone Knupfer erläuterte, dass die Firma Pester im zweiten Schritt die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und auch eine Radweganbindung forcieren will.

Der neue Radweg soll in Richtung Westen bis zum Wolfertschwender Wertstoffhof reichen. Im Hinblick auf die ÖPNV-Anbindung ist eine Bushaltestelle gegenüber des neuen Verwaltungsgebäudes geplant. Zweiter Bürgermeister Gerhard Kathan merkte an, dass in diesem Bereich sehr schnell gefahren wird. Simone Knupfer antwortete, dass deshalb das Ortschild weiter ortsauswärts verschoben wird.

"Es sieht gut aus"

Bürgermeisterin Beate Ullrich betonte, dass es auf der geplanten Radwegstrecke auch andere Grundstücksbesitzer gibt und dass die Gemeinde von diesen noch Grund ankaufen müsse. „Es sieht jedoch gut aus und man kann daher von einer durchgehenden Radwegtrasse bis zum Wertstoffhof ausgehen.“

Gemeinderätin Hedwig Göser meinte, dass man einen Radweg über die Bahnlinie hinweg mit Anbindung an den Bahnhof schaffen sollte. Die Bürgermeisterin antwortete, dass dies schwierig ist, da dann auch die Bahn mit ins Boot holen müsse.

Für Diskussionsbedarf sorgte der Umstand, dass sich zu Stoßzeiten des Wertstoffhofs die PKWs bis zurück in den Ort und über die Bahngleise hinweg aufstauen. Simone Knupfer erläuterte, dass diese Thematik wohl so bleibt beziehungsweise durch die Bauleitplanung des Gewerbegebiets nicht verbessert wird. Die Bürgermeisterin betonte, dass man sich noch im Entwurfsstadium befindet. Einen Rückstau, der zur Folge hat, dass Autos auf den Gleisen stehen, müsse man unbedingt vermeiden.

Das Ratsgremium hat dem Vorentwurf des Bebauungsplans „Am Brühl II“ und der Beteiligung der Behörden und der Träger öffentlicher Belange samt öffentlicher Auslegung einstimmig zugestimmt.