Versorgung

Wolfertschwenden will mehr Trinkwasser fördern

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Um künftig mehr Trinkwasser fördern zu können, will die Gemeinde Wolfertschwenden die Quelle Weißenbrunn sanieren lassen.

Bild: Leitenstorfer

Um künftig mehr Trinkwasser fördern zu können, will die Gemeinde Wolfertschwenden die Quelle Weißenbrunn sanieren lassen.

Bild: Leitenstorfer

Planer stellt im Gemeinderat die geplante Sanierung der Quelle Weißenbrunn vor. Auch eine erneute Verunreinigung des Wassers soll dadurch vermieden werden.
18.06.2021 | Stand: 16:00 Uhr

In der Gemeinde Wolfertschwenden steht eine Sanierung im Bereich der Quelle Weißenbrunn an. Planer Matthias Scharpf präsentierte dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Ergebnisse einer entsprechenden Voruntersuchung. Neben der Sanierung steht auch das Ziel im Mittelpunkt, mehr Trinkwasser zu fördern. Zudem sollen damit auch Probleme durch bakterielle Verunreinigung des Wolfertschwender Trinkwassers, wie sie im vergangenen Jahr aufgetreten sind, künftig vermieden werden.

Durch die Trockenheit in den Jahren 2018 und 2019 sei der Grundwasserspiegel damals stark gefallen, ebenso die Fördermenge der Quellfassung Weißenbrunn. Daher sei es notwendig, mehr Wasser zu fördern, so Scharpf. Entsprechend der vorgenommenen Probebohrungen auf dem Flächenareal der bestehenden Quellfassung sei dies wahrscheinlich möglich. Man könne aber noch nicht sagen, in welcher Menge.

Wurzelwerk in Quellstrang eingedrungen

Der nördliche und südliche Quellstrang, die beide im Waldgebiet im Bereich der Ehwiesmühlstraße liegen, haben einen Abstand von rund 80 Metern zueinander. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wäre es möglich, in die Mitte eine weitere Quellfassung zu setzen. Zwischen zehn und 30 Prozent mehr Wasserförderung wären laut Planer dadurch wahrscheinlich. Da bereits Wurzelwerk in die beiden Quellstränge eingedrungen sei, bestehe Sanierungsbedarf. Dies habe eine Kamerabefahrung gezeigt. Vernässungen und das Absacken des Geländes würden dafür sorgen, dass Oberflächenwasser nicht abfließen und daher direkt und schnell in den Grundwasserbereich eindringen kann. Sammelbecken und Einbauteile im Quellfassungsbereich mit direktem Kontakt zum Trinkwasser seien bereits stark korrodiert. Zudem seien Schmutzablagerungen, poröse Dichtungen, Risse im Beton und Insekten im Schachtbauwerk nachweisbar.

Die Quellsanierung wird Bauarbeiten in einem Zeitraum von rund vier Monaten erforderlich machen. Zuerst sollen ein Quellsammelschacht errichtet und die Quelle Süd saniert werden. Dann könnte ein Pumpversuch an der neuen Quelle stattfinden und bei Erfolg die Neufassung dieser Quelle. Zuletzt würde dann die nördliche Quelle saniert. Anschließend soll eine Modellierung beziehungsweise Begradigung der Geländeoberfläche erfolgen.

Wolfertschwender Bürgermeisterin: UV-Fiilter richtig gute Lösung

Bürgermeisterin Beate Ullrich betonte, dass man die bakteriologischen Probleme des vergangenen Jahres mittels einer ausgeklügelten Prozesssteuerung und UV-Filtration richtig gut gelöst habe. Gemeinderätin Hedwig Göser erkundigte sich, ob die Sanierung des Hochbehälters auch in dem Projekt inbegriffen ist. Rathauschefin Ullrich antwortete, dass man im ersten Schritt zunächst die Sanierung der Quellfassung angehen wird. Falls sich, wie erhofft, mehr Trinkwasser fördern lässt, müsse man zudem sehen, ob das Fassungsvermögen im Bereich des Hochbehälters noch ausreicht. Den Hochbehälter werde man dann im zweiten Schritt angehen.

Die Sanierung des Quellgebiets Weißenbrunn soll zeitnah in Angriff genommen werden.

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