Betreuungsangebot

Ziel: Mehr Platz im Plesser Kindergarten

Die Plesser Kindertagesstätte hat mit Raumnot zu kämpfen und muss erweitert werden. Der Gemeinderat hat mit der Vergabe von Planung die ersten Schritte in die Wege geleitet, so dass Buben und Mädchen künftig weiterhin genug Platz zum Spielen haben. Unser Symbolfoto entstand vor der Corona-Pandemie und nicht im Plesser Kindergarten.

Die Plesser Kindertagesstätte hat mit Raumnot zu kämpfen und muss erweitert werden. Der Gemeinderat hat mit der Vergabe von Planung die ersten Schritte in die Wege geleitet, so dass Buben und Mädchen künftig weiterhin genug Platz zum Spielen haben. Unser Symbolfoto entstand vor der Corona-Pandemie und nicht im Plesser Kindergarten.

Bild: Alexander Kaya (Archiv)

Die Plesser Kindertagesstätte hat mit Raumnot zu kämpfen und muss erweitert werden. Der Gemeinderat hat mit der Vergabe von Planung die ersten Schritte in die Wege geleitet, so dass Buben und Mädchen künftig weiterhin genug Platz zum Spielen haben. Unser Symbolfoto entstand vor der Corona-Pandemie und nicht im Plesser Kindergarten.

Bild: Alexander Kaya (Archiv)

Angesichts des steigenden Bedarfs fasst der Gemeinderat eine Erweiterung ins Auge. Warum davon auch der örtliche Turnverein profitieren könnte.
02.12.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Dem Plesser Kindergarten geht der Platz aus: Die Einrichtung „Im Alten Pfarrhof“ stößt an ihre Kapazitätsgrenzen. Den nun festgelegten Bedarfszahlen zufolge werden ab 2021 knapp 16 Plätze mehr benötigt. Laut Bürgermeister Anton Keller wird die Situation durch die Ausweisung des neuen Baugebiets „Hinterm Jäger“ verschärft – ebenso durch Zuzüge in die Gemeinde und durch starke Geburtenzahlen. Kurzzeitig gab es Keller zufolge daher die Überlegung, einen Waldkindergarten zu installieren. Weil diese Lösung jedoch verschiedene Probleme mit sich bringen würde, fasst die Kommune nun eine Erweiterung des Kindergartens ins Auge.

Ziel wäre es gewesen, mit dem Waldkindergarten das Raumproblem schnell zu lösen. Denn auch die Kindergärten in den umliegenden Gemeinden sind ziemlich voll. Um einen Waldkindergarten einzurichten, wären allerdings ein neuer Träger und entsprechendes Personal nötig gewesen. Hinzu kommt laut Keller, dass dort nur Kinder ab drei Jahren untergebracht werden können. Überdies gehört auch eine Unterbringungsmöglichkeit für Schlechtwetter-Tage zu den notwendigen Voraussetzungen. Eine weitere Schwierigkeit besteht nach den Worten des Bürgermeisters darin, dass noch kein geeignetes Grundstück vorhanden ist. Aus diesem Grund habe man von der Idee wieder Abstand genommen. Um die aktuelle Lage zu überbrücken, käme laut Keller eine übergangsweise Raumnutzung im Gemeindehaus oder im Zehentstadel infrage.

Gemeinde hofft auf staatliche Förderung

Mit Blick auf einen Um- oder Anbau des bestehenden Kindergartens als dauerhafte Lösung weist der Bürgermeister darauf hin, dass man noch im November einen Förderantrag stellen müsse: „Dann sind wir mit im Boot.“ Keller hält eine Förderung mit bis zu 90 Prozent für möglich. Zudem ist er der Ansicht, dass man die Erweiterung so gestalten müsse, dass die Turnhalle wieder frei wird und dem TV Pleß für den Übungsbetrieb zur Verfügung steht.

Kindertagesstätte Pless muss erweitert werden
Die Kindertagesstätte in Pleß soll erweitert werden.
Bild: Armin Schmid

Hintergrund ist ein Nutzungskonflikt, der dazu geführt hatte, dass die Betriebserlaubnis des Kindergartens auf Betreiben des Kreisjugendamts zeitweise erloschen war (wir berichteten). Denn gemäß der bis dahin gültigen Betriebserlaubnis wäre die Turnhalle vormittags für den Kindergarten reserviert gewesen. Weil der sie jedoch nicht jeden Tag benötigte, hatte jahrelang auch der TV Pleß die Halle partiell vormittags genutzt. Im März wurde die Betriebserlaubnis verlängert beziehungsweise rückwirkend neu erteilt – mit der Auflage, dass die Turnhalle an allen Vormittagen während der pädagogischen Kernzeit dem Kindergarten zur Verfügung steht. Der Turnverein Pleß müsste darum mit verschiedenen Angeboten in andere Räume ausweichen, was jedoch mit Problemen verbunden ist. Auch dies ist ein Aspekt bei den Überlegungen, den Kindergarten zu erweitern.

Räte mahnen zur Eile

Möglich wäre ein Anbau in nördlicher Richtung. Gemeinderätin Petra Walser fügte an, dass man die Turnhalle und den Kindergarten entkoppeln und danach beides sanieren oder erweitern müsse. Walser plädierte dafür, die Planung so bald wie möglich mit der Regierung von Schwaben durchzusprechen. Zweiter Bürgermeister Josef Lessmann betonte, dass sich die Bedarfszahlen beim Kindergarten schnell nach oben entwickeln und dass umgehender Handlungsbedarf gegeben sei. Hinsichtlich der Erweiterungspläne sollte man laut Lessmann zeitnah mit den Grundstücksbesitzern reden und vom Architekten eine Kostenschätzung erstellen lassen.

Gemäß den Bedarfszahlen, die der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung festlegte, werden ab kommendem Jahr insgesamt 15,5 zusätzliche Kindergartenplätze benötigt. Das Gremium beschloss zudem, eine Vorentwurfsplanung samt Baukostenkalkulation in Auftrag zu geben. Zudem soll zeitnah ein Förderantrag gestellt werden. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.