Memmingen

Memminger Maul für zwei Österreicher

BlöZinger

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Bild: Harald Holstein

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Bild: Harald Holstein

Kabarett-Tage Duo „BlöZinger“ erhält den Preis für sein Programm übers Älterwerden
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Von Brigitte Hefele-Beitlich
12.04.2019 | Stand: 16:35 Uhr

Mit insgesamt 2200 Zuschauern in den größtenteils ausverkauften 13 Vorstellungen sind die 11. Memminger Kabarett-Tage erfolgreich zu Ende gegangen. Dabei haben fünf Kabarett-Experten alles gesehen: die Jury, die den mit 1000 Euro und einer Skulptur von Josef Bichlmair dotierten Preis „Memminger Maul 2019“ zu vergeben hatte. Er geht heuer erstmals nach Österreich – an das Duo BlöZinger, das sind Robert Blöchl und Roland Penzinger, für ihr Programm „bis morgen“.

Die beiden bringen in ihrem Programm das Thema Altwerden und Sterben als clowneskes Kabarett-Theater auf die Bühne, in dem der Sensenmann auf einen betagten Griesgram trifft, der schon auf den Tod wartet. Doch er hat noch keine Lust, ihn zu holen. Daraus entwickelt sich eine „dramaturgisch bestens durchdeklinierte Groteske“, lobt die Jury in ihrer Laudatio. Dem schweren Thema verleihen die beiden dabei „mit geschliffener Schauspielkunst, originellen Dialogen und musikalischen Elementen eine grandiose Leichtigkeit“, heißt es darin unter anderem. „Zum Totlachen komisch, aber nie niveaulos und oft berührend“, fanden das die Juroren.

Organisiert wurden die Kabarett-Tage, die vor über 20 Jahren von einer Handvoll Männer ehrenamtlich aus der Taufe gehoben wurden, heuer erstmals von einem erheblich verjüngten und weiblicheren Team – ein letztes Mal mit Unterstützung der Gründungsväter. Ein Marathon seien die drei Veranstaltungswochen gewesen, blickt Maxi Weiss, eine der neuen Organisatorinnen, jetzt zurück. Mit den erfahrenen Leuten im Übergangsteam sei man aber ganz ohne Pannen ins Ziel gekommen. „Der Generationswechsel ist gelungen“, freut sich nun Peter Javurek, einer der Gründungsväter, der mit den anderen nach diesem Übergangsjahr aussteigen wird.

„Es war schön, zu sehen, dass es ein Publikum gibt, für das die Kabarett-Tage feste Größe sind“, sagt Weiss. Und der Anspruch sei da, das Festival, das im Zwei-Jahresrhythmus stattfindet, weiterzuführen und künftig vielleicht sogar ein bisschen anders auf den Weg zu bringen, betont sie. Doch dazu brauche man noch „ein paar verlässliche Schultern mehr, die es mittragen“.