Gerichtsurteil

Morddrohungen und Nazi-Parolen: 32-Jähriger rastet in Kaufbeuren aus

Wegen einer Morddrohung und "Heil Hitler"-Rufen muss ein 32-jähriger Kaufbeurer wohl knapp zwei Jahre ins Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Wegen einer Morddrohung und "Heil Hitler"-Rufen muss ein 32-jähriger Kaufbeurer wohl knapp zwei Jahre ins Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bild: Alexander Kaya (Sybmol)

Wegen einer Morddrohung und "Heil Hitler"-Rufen muss ein 32-jähriger Kaufbeurer wohl knapp zwei Jahre ins Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bild: Alexander Kaya (Sybmol)

„Ich stech’ Dich ab, ich schlitz’ Dich auf !“ und "Heil Hitler": Deswegen stand ein 32-Jähriger nun in Kaufbeuren vor Gericht - und bekommt eine hohe Strafe.
20.10.2020 | Stand: 18:30 Uhr

Es war ein Auftritt der es in sich hatte: Ein 32-jähriger Kaufbeurer war im März in einer Diskothek ausgerastet und hatte gegen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und Polizisten randaliert. Unter anderem soll er dabei Morddrohungen ausgestoßen und Nazi-Parolen gegrölt haben. Er musste sich jetzt wegen Bedrohung und Beleidigung, Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und versuchter Körperverletzung vor dem Kaufbeurer Amtsgericht verantworten. Hier verurteilte ihn der Richter zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Mit Faust auf Motorhaube eingeschlagen

Laut Anklageschrift war der Mann nach einer körperlichen Auseinandersetzung der Diskothek verwiesen worden. Gegenüber einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes soll er dann die Sätze wie „Ich stech’ Dich ab, ich schlitz’ Dich auf !“ geäußert und vor mehreren Anwesenden „Sieg Heil!“ und „Heil Hitler!“ gerufen haben. Nach Eintreffen der Polizei baute er sich offenbar vor einem Beamten auf und hob die Hand zum Hitlergruß, wobei er wiederum „Heil Hitler!“ schrie. Kurz darauf soll er mehrfach mit der Faust auf die Motorhaube eines Einsatzfahrzeuges geschlagen haben. Als ein Polizist versuchte, dies zu unterbinden, schlug der Mann wiederholt mit dem Ellbogen nach dem Beamten, ohne diesen jedoch zu treffen.

Polizisten beleidigt

Der Richter hatte in seinem Urteilsspruch keine Zweifel daran, dass der Angeklagte bei seinem Ausraster die Einsatzkräfte zudem auch noch mit Beleidigungen überzogen hatte.

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