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Gerichtsprozess in Kempten

Nach brutalem Angriff: Hat er sein Opfer auch vergewaltigt?

Ein 46-jähriger Angeklagter, der auf sein am Boden liegendes Opfer mit den Füßen eingetreten haben soll, wurde vom Kemptener Landgericht zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Ein 46-jähriger Angeklagter, der auf sein am Boden liegendes Opfer mit den Füßen eingetreten haben soll, wurde vom Kemptener Landgericht zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Bild: Britta Pedersen/dpa (Symbolbild)

Ein 46-jähriger Angeklagter, der auf sein am Boden liegendes Opfer mit den Füßen eingetreten haben soll, wurde vom Kemptener Landgericht zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Bild: Britta Pedersen/dpa (Symbolbild)

Zeugen belasten einen 46-jährigen Angeklagten schwer. Auch der Vorwurf der Vergewaltigung steht im Raum. Wie das Gericht urteilte.

06.08.2020 | Stand: 14:12 Uhr

„Ich dachte, er bringt sie um“, haben Zeugen vor dem Kemptener Landgericht ausgesagt. „Im Grundsatz ist das nicht denkbar“, sagte die Staatsanwältin – kurz bevor sie dann doch den Antrag stellte, den Vorwurf der Vergewaltigung gegen den Angeklagten vorläufig fallen zu lassen. Die Begründung von Richter und Staatsanwaltschaft: Das mutmaßliche Opfer konnte nicht selbst vor Gericht aussagen, zudem habe es sich um keinen besonders schweren Fall gehandelt und die Frau habe sich zeitweise mit dem Angeklagten in einer Beziehung befunden. Außerdem habe sie vor und nach dem Vorfall einvernehmlich mit ihm geschlafen und die Vergewaltigung erst ein halbes Jahr nach der Tat angezeigt.

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