Tödliches Unglück

Nach tragischem Fehler: Kranführer stirbt bei Sturz aus 36 Metern Höhe

Jede Hilfe zu spät kam für einen 37-jährigen Kranführer, der in Vorarlberg verunglückte.

Jede Hilfe zu spät kam für einen 37-jährigen Kranführer, der in Vorarlberg verunglückte.

Bild: Bert Spangemacher/DRF Luftrettung/obs (Symbolfoto)

Jede Hilfe zu spät kam für einen 37-jährigen Kranführer, der in Vorarlberg verunglückte.

Bild: Bert Spangemacher/DRF Luftrettung/obs (Symbolfoto)

Ein Kranfahrer (37) ist auf einer Baustelle in Vorarlberg tödlich verunglückt. Der Mann stürzte 36 Meter in die Tiefe. Er beging einen tödlichen Fehler.
09.10.2020 | Stand: 05:54 Uhr

Horror-Unfall auf einer Baustelle in Bregenz (Vorarlberg): Ein 37 Jahre alter Kranführer ist am Donnerstag (8. Oktober) gegen 16.20 Uhr tödlich verunglückt. Das teilt die Landespolizeidirektion Vorarlberg (Österreich) mit.

Der Mann war demnach auf der Baustelle eines Hochregallagers beschäftigt. Als Hochregallager werden Lager mit Regalen ab einer Höhe von zwölf Metern bezeichnet.

Polizei: Mann begibt sich unerlaubt auf Hochregallager

Im Zuge dieser Tätigkeit unterlief ihm ein tödlicher Fehler: Ohne dazu berechtigt zu sein, begab sich der Kranführer laut Polizei auf das noch nicht fertiggestellte Dach des Hochregallagers.

Als er einen Schritt rückwärts machte, übersah der Bauarbeiter eine Ausnehmung im Blechdach, die kurz zuvor von zwei Dachdeckern aus dem Blech geschnitten worden war.

Der Mann stürzte aus etwa 36 Metern in die Tiefe und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Jede Hilfe kam für ihn zu spät.

Über die Herkunft des Mannes gab die österreichische Polizei in einer ersten Mitteilung keine weitere Details bekannt. Auch die Frage, weshalb der Mann auf das Dach des Hochregallagers gestiegen war, blieb zunächst offen.

Erinnerungen an schreckliches Unglück in Doren werden wach

Erst vor wenigen Wochen hatte sich ebenfalls in Vorarlberg ein schrecklicher Unfall auf einer Baustelle ereignet. Damals war in Doren ein 13 Jahre alter Junge aus Kissing (Landkreis Aichach-Friedbger) ums Leben gekommen.

Der Sohn eines Lkw-Fahrers wurde bei Verladearbeiten von einem Stahlträger am Kopf getroffen. Das U-förmige Bauteil mit einem Gewicht von 719 Kilogramm sollte dabei laut Polizei auf einen Hänger verladen werden. Als die Ketten gespannt werden sollte, wurde der Stahlträger instabil und kippte zur Seite.

Der 13-jährige Junge versuchte mit seinen Händen den Stahlträger aufzuhalten, was aufgrund des Gewichtes des Stahlträgers unmöglich war. Als der Junge dies merkte, machte er einen Schritt zurück und wurde vom fallenden Stahlträger am Kopf getroffen.