Corona im Allgäu

Newsblog:  Bayern erweitert Corona-Testpflicht - Russland lässt Impfstoff gegen Coronavirus zu

10.08.2020, Bayern, Nürnberg: Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gibt eine Pressekonferenz im Anschluss an die außerplanmäßige Videokonferenz des bayerischen Kabinetts im Staatsministerium für Finanzen und Heimat in Nürnberg. Im Zentrum der Konferenz standen die Corona-Krise mit bundesweit steigenden Infektionszahlen, die neuen Testzentren, eine mögliche Ausweitung von Risikogebieten und den Schulbetrieb nach den Ferien. Foto: Nicolas Armer/dpa/Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU): "Damit wollen wir lokalen Hotspots vorbeugen und die Betriebe vor einer möglichen Schließung schützen."

Bild: Nicolas Armer/dpa

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU): "Damit wollen wir lokalen Hotspots vorbeugen und die Betriebe vor einer möglichen Schließung schützen."

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Das Coronavirus bestimmt das Leben im Allgäu und der Welt. Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung über die aktuelle Situation.

11.08.2020 | Stand: 18:33 Uhr

Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt. 

 

Dienstag, 11. August 18.32 Uhr: Paul-Ehrlich-Institut warnt bei Impfstoffzulassung vor Eile

 Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat angesichts der ersten Zulassung eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus erneut vor zu großer Eile bei Zulassungsverfahren gewarnt. "Aus Sicht des Paul-Ehrlich-Institutes ist es auch in der aktuellen Pandemiesituation zwingend erforderlich, dass alle Prüfungen und Bewertungen mit der gleichen Sorgfalt erfolgen wie bei anderen Impfstoffen", sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek am Dienstag in einem Statement auf Youtube. Das Institut mit Sitz im hessischen Langen ist in Deutschland für die Zulassung von Impfstoffen zuständig.

Bei der Zulassung des Corona-Impfstoffes in Russland seien geringe Transparenz und nach bisherigen Informationen auch fehlende Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten aus klinischen Prüfungen an mehreren Tausend Probanden zu bemängeln. "Die Zulassung ist daher mit Vorsicht zu betrachten", sagte Cichutek. Zugelassen werden sollte ein Impfstoff demnach nur dann, wenn der gezeigte Nutzen mögliche Risiken deutlich überwiegt.

 

Dienstag, 11. August, 16.51 Uhr: Corona-Testpflicht für Erntehelfer und Saisonarbeiter in Bayern

Nach der Testpflicht für Reiserückkehrern aus Risikogebieten hat Bayern auch eine Corona-Testpflicht für Erntehelfer und Saisonarbeiter eingeführt. "In landwirtschaftlichen Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten dürfen ab sofort nur noch Personen beschäftigt werden, die zu Beginn ihrer Tätigkeit einen negativen Corona-Test vorlegen können", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag. "Damit wollen wir lokalen Hotspots vorbeugen und die Betriebe vor einer möglichen Schließung schützen." Das Kabinett hatte die Testpflicht am Montag bei einer außerplanmäßigen Sitzung beschlossen. "Ziel ist, dass es gar nicht erst zu Ausbrüchen in Betrieben kommt", erklärte die Ministerin.

Betriebe müssen Erntehelfer und Saisonarbeiter 14 Tage vor Beschäftigungsbeginn mit Name, Unterbringungsort, Art und Dauer der Beschäftigung sowie Kontaktdaten den Kreisverwaltungsbehörden melden. Können Arbeitskräfte keine höchstens 48 Stunden alte Bescheinigung in deutscher oder englischer Sprache mitbringen, müssen sie sich vor Ort testen lassen. Bis das geschehen ist, müssen die Betriebe sie von Kolleginnen und Kollegen trennen. Bei Verstößen drohen bis zu 25.000 Euro Strafe.

 

Dienstag, 11. August, 16.10 Uhr: Brandenburg verlängert Corona-Regeln - Maskenpflicht für Schulen

Die Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel gilt in Brandenburg nun auch in Schulen und Horten. Das Kabinett habe beschlossen, den Mund-Nasen-Schutz für Schulen und Horte in der Corona-Verordnung festzuschreiben, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am Dienstag. Die Maskenpflicht gilt nicht für Klassenräume und Pausenhöfe. Die Landesregierung hatte die Maskenpflicht bereits angekündigt, seit dem Schulstart am Montag galt sie zunächst freiwillig.

Für öffentliche Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen wurde die Pflicht zur Bedeckung um mindestens rund drei Wochen verlängert. Auch der Mindestabstand von 1,5 Metern und die Hygieneregeln werden beibehalten. Die aktualisierte Corona-Verordnung gilt zunächst bis zum 4. September. 

 

 Dienstag, 11. August 14.56 Uhr: Virologe zu Corona-Impfstoff: Daten für Beurteilung fehlen

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat sich angesichts der Zulassung eines ersten Impfstoffes gegen das Corona-Virus in Russland skeptisch gezeigt. "Ich sehe die Zulassung sehr, sehr zurückhaltend. Es gibt bislang keine publizierten Daten zu dem Impfstoff - das ist schon mal eine ganz große Schwierigkeit", sagte Schmidt-Chanasit am Dienstag. Bislang habe noch kein Wissenschaftler den Impfstoff unabhängig beurteilen können. Die Zulassung erfolgte vor dem Vorliegen der Ergebnisse großer klinischer Studien - ein Vorgehen, dass dem international üblichen Ablauf widerspricht. Erst wenige Menschen haben den Impfstoff im Rahmen einer Studie erhalten.

Weltweit geltende Standards für Studien und Testungen von Impfstoffen nach Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssten unbedingt eingehalten werden, mahnte Schmidt-Chansit. Etwa werden in der sogenannten Phase III größere Tests zur Wirkung am Menschen mit mehreren Tausend Probanden gemacht. "Es ist ganz wichtig, dass man auf jeden Fall einen sicheren Impfstoff einsetzt und auch weiß, wo möglicherweise Nebenwirkungen liegen", sagte der Virologe vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

 

 Dienstag, 11. August, 13.55 Uhr: Russland nennt ersten Corona-Impfstoff "Sputnik V"

Russland hat den weltweit ersten für die breite Verwendung zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus in Erinnerung an sein Vordringen in den Weltraum 1957 auf den Namen "Sputnik V" getauft. Das berichtete das russische Staatsfernsehen am Dienstag in Moskau. Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin bekanntgegeben, dass Russland als erstes Land der Welt einen Impfstoff zugelassen habe. Russland hatte im Frühjahr eine klinische Studie mit dem Impfstoff "Gam-Covid-Vac Lyo" in einer internationalen Datenbank registriert.

Der Chef des russischen Investmentfonds Kirill Dmitrijew sprach kürzlich von einem "Sputnik-Moment". "Die Amerikaner waren überrascht, als sie Sputniks Piepen hörten. Mit diesem Impfstoff ist es genauso", sagte er dem US-Sender CNN. Seine vom Kreml gegründete Stiftung finanziert die Impfstoff-Produktion. In Russland wird die Entwicklung des neuen Impfstoffs verglichen damit, dass die Sowjetunion einst als erste Nation in den Weltraum vorgedrungen war. Russland sieht sich als Rechtsnachfolger des vor rund 30 Jahren aufgelösten kommunistischen Imperiums. Die stolze Weltraumnation hatte 1957 den ersten Satelliten - den Sputnik - ins All gebracht und damit das Zeitalter der Raumfahrt begründet.

Sorgte damals für einen Schock in den USA: Der erste Satellit namens "Sputnik" (hier im Modell).
Sorgte damals für einen Schock in den USA: Der erste Satellit namens "Sputnik" (hier im Modell).
Bild: Matthew_Cavanaugh/dpa

 

Dienstag, 11. August, 11.10 Uhr: Putin: Russland lässt Impfstoff gegen Coronavirus zu - Tochter schon geimpft

Als erstes Land der Welt lässt Russland einen Impfstoff gegen das Coronavirus für die breite Verwendung zu. Das gab Präsident Wladimir Putin am Dienstag im Staatsfernsehen bekannt. "Das russische Vakzin gegen das Coronavirus ist effektiv und bildet eine beständige Immunität", sagte er der Agentur Interfax zufolge. Die Registrierung sei am Dienstagmorgen erfolgt, hieß es. Eine seiner beiden Töchter habe sich schon impfen lassen, sagte Putin. 

Der Impfstoff wurde allerdings bisher nur an wenigen Menschen getestet, ihn in einem so frühen Stadium zuzulassen, widerspricht internationalen Kriterien. Mehr dazu erfahren Sie hier.  

 

Dienstag, 11. August, 10.30 Uhr: Zalando kommt gestärkt aus der Corona-Krise

Nach einer Delle zu Beginn der Corona-Krise läuft das Geschäft für den Online-Modehändler Zalando inzwischen wieder prächtig. Das liegt neben mehr Kunden und Bestellungen auch daran, dass immer mehr Marken und Einzelhändler die Plattform für den eigenen Vertrieb nutzen - und dafür eine Provision zahlen. "Wir sind aus der ersten Welle der Pandemie deutlich stärker herausgekommen, als wir hineingegangen sind", sagte Finanzchef David Schröder am Dienstag bei der Präsentation der Zahlen für das zweite Quartal.

Der Nettogewinn stieg zwischen Mai und Juni von 45,5 Millionen im selben Zeitraum des Vorjahres auf 122,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) wurde mit 211,9 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz stieg um 27,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro. Die Prognose für 2020 bekräftigte das Unternehmen.

Dabei hatte die Corona-Krise zunächst auch Zalando getroffen. Verbraucher konsumierten generell weniger. Nach wie vor macht Zalando einen Großteil des Umsatzes mit den Kundenbestellungen. 

 

Dienstag, 11. August, 9.45 Uhr: Curevac plant Tests von Corona-Impfstoff in Brasilien

Auch das deutsche Biotech-Unternehmen Curevac hat vor, in Brasilien einen Corona-Impfstoff zu testen, an dem es forscht. Wie die Infektiologin Sue Ann Clemens, Mitglied des Komitees von Curevac, der Deutschen Presse-Agentur sagte, plant das Unternehmen mit Sitz in Tübingen, im September oder Oktober mit der Studie in dem südamerikanischen Land zu beginnen. Bisher laufe es bei der ersten, kleineren Testreihe in Deutschland sehr gut, hatte Studienleiter Professor Peter Kremsner vom Institut für Tropenmedizin am Montag gesagt. Derzeit gebe es etwa 180 Probanden.

Brasilien ist zum Testlabor der Welt geworden. Auch Testreihen der Unternehmen AstraZeneca, Sinovac und Biontech/Pfizer laufen dort bereits. Neben den USA ist Brasilien derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Mehr als drei Millionen Menschen haben sich nach offiziellen Angaben mit dem Coronavirus infiziert, die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, auch weil in dem Land sehr wenig getestet wird.

 

Dienstag, 11. August, 8.40 Uhr: Corona lässt auch Bruttolöhne sinken

Beunruhigende Zeiten und Zahlen: Die Corona-Krise hat sich im zweiten Quartal auf die Bruttoverdienste der Beschäftigten in Deutschland ausgewirkt. Vor allem der verbreitete Einsatz von Kurzarbeit und die damit verbundenen geringeren Arbeitszeiten (-4,7 Prozent) drückten auf die Bruttoeinkommen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Die Einkommen sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,2 Prozent.

Allerdings glich das Kurzarbeitergeld für die Betroffenen einen Großteil der Einkommensverluste netto wieder aus. Auf die Arbeitsstunde gerechnet waren die Bruttoverdienste im zweiten Quartal sogar 2,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Besonders stark betroffen von den Einkommensrückgängen waren die Wirtschaftszweige Beherbergung (-18 Prozent), Herstellung von Kraftwagen (-17 Prozent) und Reisebüros (-15 Prozent). Hier gingen die Arbeitszeiten weit überdurchschnittlich zurück. Weitere betroffene Branchen sind laut Statistikamt die Luftfahrt, die Gastronomie und der Einzelhandel.

 

Dienstag, 11. August, 8.20 Uhr: Trotz Corona: Bayerische Städte bereiten sich auf Weihnachtsmarktsaison vor

Trotz großer Unsicherheiten wegen der Corona-Pandemie bereiten sich Städte in Bayern auf die Weihnachtsmarktsaison vor. In Nürnberg soll der weltberühmte Christkindlesmarkt nach aktuellem Stand auch in diesem Jahr stattfinden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. "Aber natürlich wissen wir noch nicht, wie er am Ende aussehen wird", sagte Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) versprach den Veranstaltern und Händlern Unterstützung. "Weihnachts- und Christkindlmärkte gehören in Bayern traditionell zur Vorweihnachtszeit. Sie sind ein beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen", sagte Aiwanger. "Gerade für den innerstädtischen Handel und die Gastronomie haben die Märkte aber auch eine wichtige Magnetwirkung und bringen Laufkundschaft."

Kleinere Märkte dürfen in Bayern seit dem 15. Juli wieder stattfinden. Das gilt laut Aiwanger auch für Christkindlmärkte. Was als kleiner Markt gilt, ist laut einem Ministeriumssprecher nicht genau definiert.

Auch in München laufen die Planungen für den Christkindlmarkt auf dem Marienplatz. Ob und wie der Markt heuer stattfinden kann, sei aber noch unklar, sagte eine Sprecherin aus dem Wirtschaftsreferat.

Die Stadt Augsburg entwickelt nach eigenen Angaben verschiedene Szenarien, um den Christkindlesmarkt sicher zu gestalten. Alle Ideen würden demnach darauf hinauslaufen, "dass die Stände auf möglichst viele Plätze in der Innenstadt verteilt werden", teilte ein Sprecher der Stadt mit. Da bei den Glühweinständen auf dem Augsburger Rathausplatz die größten Menschenansammlungen erwartet werden, sei noch unklar, ob und wie viele Glühweinstände dort aufgebaut werden können. "Gegebenenfalls muss kurzfristig reagiert werden", so der Sprecher.

 

Dienstag, 11. August, 8 Uhr: Corona-Krise: Kaufbeurer Freibäder verzeichnen weniger Gäste

Mundschutze, Abstandsregeln, Kontaktdatenaufnahme, gesperrte Bereiche: Auch beim Besuch in einer der beiden Kaufbeurer Freibäder kommt der Gast derzeit nicht an Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie vorbei. Hin und wieder gebe es deshalb Unstimmigkeiten, sagt Klaus Schaller von der städtischen Immobilienabteilung. „Die Stimmung ist im Großen und Ganzen aber gut.“ Aber: Es kommen deutlich weniger Besucher ins Freibad. Die Betreiber vermuten dahinter nicht nur die Angst vor einer Corona-Infektion.

 

Dienstag, 11. August, 7.25 Uhr: Kemptener Einzelhandel leidet: Die Festwochen-Besucher fehlen

Eigentlich wäre jetzt Festwochen-Zeit in Kempten. Viele Menschen, Einheimische und Auswärtige, würden sich auf den Weg Richtung Festgelände machen und dabei an den Läden in der Innenstadt vorbeikommen. Davon profitiert der Einzelhandel, sagt Elke Roßmanith vom City Management – unabhängig davon, ob die Leute direkt etwas kaufen oder nicht. Heuer fehlt diese Frequenz wegen der Corona-Pandemie. Wie das City-Management gegensteuern will, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 11. August, 6.45 Uhr: US-Forscher: Schon mehr als 20 Millionen Corona-Infektionen weltweit 

 Die Zahl der weltweit bekannten Corona-Infektionen ist innerhalb von weniger als drei Wochen von 15 Millionen auf über 20 Millionen gestiegen. Das ging am Montag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Etwa die Hälfte der bestätigten Infektionen entfielen demnach auf nur drei Länder: die USA mit mehr als fünf Millionen Infektionen, Brasilien mit über drei Millionen und gut zwei Millionen in Indien.

 

Die Zahl der weltweit bestätigten Infektionen stand Ende Juni noch bei zehn Millionen und hat sich damit innerhalb von rund sechs Wochen verdoppelt. Neben den am meisten betroffenen Staaten breitete sich die Coronavirus-Pandemie auch in Russland, Südafrika, Mexiko und mehreren Ländern Südamerikas weiter rasch aus.

Weltweit sind laut Johns Hopkins bislang mehr als 730.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Opfer stieg zuletzt unter anderem infolge besserer Behandlungsmöglichkeiten deutlich langsamer an als die Zahl der Neuinfektionen. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Lungenerkrankung Covid-19 auslösen, die vor allem für ältere und immungeschwächte Menschen lebensgefährlich sein kann.

 

Dienstag, 11. August, 6.15 Uhr: 966 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland  

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 966 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit nähert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen. Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag über der Schwelle von 1000 gelegen - erstmals seit Anfang Mai wieder. Am Sonntag- und Montagmorgen liegen die Meldezahlen oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte nach dem Anstieg der Corona-Neuinfektionen aber klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht: "Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann", hatte der CDU-Politiker gesagt. "Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen."

Anders als Mitte Juni, als es beispielsweise beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen einen großen Corona-Ausbruch gab, ist der jetzige Anstieg nicht hauptsächlich auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen. Auf Landkreisebene sind die Zahlen oft nur leicht gestiegen. Doch über alle Kreise hinweg summiert sich dieser Effekt. Experten fürchten eine solche Entwicklung, weil sie sich nicht mit einigen wenigen harten Maßnahmen eindämmen lässt. Als Ursache für den Anstieg hatte RKI-Präsident Lothar Wieler Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln genannt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 217.293 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete. Seit dem Vortag wurden vier neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9.201. Bisher haben 198 .000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

 

Dienstag, 11. August, 6 Uhr: Trump: Pandemie beendete "wahrscheinlich" den Zweiten Weltkrieg 

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung

Mit Humor lässt sich wohl selbst die Corona-Krise leichter ertragen. Für unfreiwillige Lacher hat nun freilich US-Präsident Donald Trump gesorgt. 

Eine gleich mehrfach falsche Behauptung über den vermeintlichen Einfluss einer Pandemie auf den Zweiten Weltkrieg brachte ihm jede Menge  Spott ein. Trump versprach sich vermutlich, als er am Montag bei einer Pressekonferenz sagte: "1917, so heißt es, war die große Pandemie sicherlich eine schreckliche Sache, bei der sie zwischen 50 und 100 Millionen Menschen verloren haben - sie beendete wahrscheinlich den Zweiten Weltkrieg, alle Soldaten waren krank."

Die Aussage Trumps ist nicht nur deswegen falsch, weil er sich auf den Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 zu beziehen scheint, sondern auch, weil die Spanische Grippe erst im Jahr 1918 ausbrach, wie viele User in den Sozialen Netzwerken anmerkten. Tatsächlich befiel die Seuche aber zahlreiche Soldaten auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges. Der Zweite Weltkrieg folgte erst mehr als 20 Jahre später - die Pandemie war da schon lange vorbei.

  

Montag, 10. August, 20.13 Uhr: Positiver Corona-Test beim 1. FC Magdeburg

Beim Trainingsauftakt von Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg ist am Montag ein positiver Corona-Test aufgetreten. Das gab der Verein bekannt. Als Vorsichtsmaßnahme hat das zuständige Gesundheitsamt der Stadt für die gesamte Mannschaft, den Trainerstab und einige Mitarbeiter bis auf Weiteres eine häusliche Quarantäne angeordnet. Die getestete Person zeige keine Symptome. Weitere Abstimmungen mit dem Gesundheitsamt sollen am Dienstag erfolgen.

Der FCM hatte am Montag seinen offiziellen Trainingsstart. Die nach Vereinsangaben zusätzliche Testreihe, aus der die positive Meldung resultierte, war erst am Montagmorgen vorgenommen worden. Welche Person betroffen ist, gab der Club nicht bekannt.

 

Montag, 10. August, 19.45 Uhr: Allgäuer Virologe: "Impfung wird wohl nicht ein Leben lang halten"

Im Gespräch mit unserer Autorin positionieren sich zwei Allgäuer Mediziner zu Pflicht-Tests, Maskenpflicht und Corona-Demos.

 

Montag, 10. August, 18.44 Uhr: Polizist nach Corona-Demo in der Kritik

Ein bayerischer Polizist soll auf einer Demo in Augsburg über die "Lückenpresse" und Ähnliches gesprochen haben. Nun darf er nur noch eingeschränkt arbeiten. Alle Informationen dazu.

 

Montag, 10. August, 16.12 Uhr: Corona-Wirbel bei Atlético - Leipzigs Gegner verspätet nach Lissabon

Zwei Coronavirus-Fälle haben RB Leipzigs Gegner Atlético Madrid kalt erwischt. Man fürchtet weitere positive Tests und eine Absage des Königsklassen-Duells.

 

Montag, 10. August, 16.05: Antonio Banderas positiv auf Corona getestet

Der spanische Filmstar Antonio Banderas ist nach eigenen Worten positiv auf das Coronavirus getestet worden und musste seinen 60. Geburtstag am Montag in häuslicher Quarantäne feiern. "Ich möchte hinzufügen, dass ich mich relativ gut fühle und nur etwas abgespannter als normal bin", schrieb er auf Twitter. Er sei zuversichtlich, dass es ihm bald wider besser gehe. "Ich werde die Isolation nutzen, um zu lesen, zu schreiben und Pläne zu machen", fügte Banderas hinzu. Nach jüngsten Informationen pendelt der Schauspieler zurzeit zwischen seinen Wohnsitzen in Málaga und Marbeilla im tiefen Süden Spaniens.

 

Montag, 10. August, 15.50 Uhr: Positiver Corona-Test beim VfB Lübeck

Fußball-Drittligist VfB Lübeck beklagt einen positiven Corona-Test. Bei einer Testung außerhalb der üblichen Testreihen von Mannschaft und Funktionsteam sei "am Wochenende eine Person aus dem Drittliga-Team positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden", teilten die Schleswig-Holsteiner am Montag mit. Die Person befinde sich in Quarantäne und werde vom Verein versorgt. Zu weiteren Details bezüglich der Identität und des Gesundheitszustands nehme der Club aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Stellung, hieß es.

Alle Spieler und Trainer, die am Montag das Training wieder aufnahmen, hätten keinen Kontakt zur positiv getesteten Person gehabt, teilten die Lübecker weiter mit. Der Verein habe "alle notwendigen Maßnahmen im Einklang mit den Vorschriften getroffen" und stimme das weitere Vorgehen mit den zuständigen Gesundheitsämtern ab.

 

Montag, 10. August, 15.40 Uhr: 17 Migranten auf Lesbos positiv auf das Coronavirus getestet

 Siebzehn Migranten, die in den vergangenen Tagen aus der Türkei zu der griechischen Insel Lesbos übersetzten, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte ein Sprecher des griechischen Corona-Krisenstabes am Montag mit. Die infizierten Menschen leben demnach aber nicht in dem überfüllten Lager von Moria auf Lesbos. Sie müssen in den nächsten 14 Tagen in einer Isolierstation im kleineren Lager von Kara Tepe in Quarantäne bleiben. Im und um das Lager von Moria wird scharf kontrolliert. Die griechischen Behörden haben bereits Isolierstationen aufgebaut, falls das Coronavirus auch in Moria ausbrechen sollte.

 

Montag, 10. August, 14.42 Uhr: Unverheiratete Paare aus Nicht-Eu-Ländern dürfen sich wieder sehen

 Seit heute dürfen sich auch Paare, die nicht verheiratet sind, wieder sehen. An der Regelung gibt es auch Kritik

 

Montag, 10. August, 12.45 Uhr: Zwei weitere Covid-19-Fälle in Memmingen

In Memmingen sind zwei weitere Fälle von bestätigten Covid-19-Infektionen aufgetreten. Stand Montag gibt es in der Stadt damit 63 bestätigte Corona-Infizierte, 57 davon sind seit dem 27. Juli wieder genesen. Im Memminger Klinikum werden derzeit keine Fälle mit einer Covid-19-Infektion behandelt.

 

Montag, 10. August, 12.20 Uhr: Söder-Pressekonferenz im Livestream 

Reiserückkehrer, Maskenpflicht an Schulen und Corona-Ausbrüche: Ministerpräsident Markus Söder hat am Vormittag eine außerplanmäßige Kabinettssitzung einberufen. Die Beschlüsse der Sitzung gibt er gerade in einer Pressekonferenz bekannt - alle Infos hier im Überblick.

 

Montag, 10. August, 12 Uhr: Aiwanger: Bars und Clubs sollen mit Speise-Angebot wieder öffnen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will den 5000 Bars, Clubs, Discotheken und Kneipen in Bayern in der Corona-Krise eine Perspektive geben. Das Partyvolk weiche zunehmend in den öffentlichen Raum aus, Konflikte mit Anwohnern seien die Folge. "Wir müssen deshalb eine Abgrenzung finden, um eine Öffnung zu ermöglichen: Natürlich wird kein Disco- und Party-Betrieb möglich sein, aber es gibt Grenzbereiche, wo sich die eine oder andere Bar gut aufstellen kann, indem sie Speisen anbietet", sagte Aiwanger dem "Münchner Merkur" (Montag). Salzstangen und Erdnüsse als Speisen zu deklarieren, reiche eher nicht aus. Die Untergrenze zog Aiwanger bei Wurstsemmeln und Baguettes. "Es gibt Kneipen, die haben umdisponiert", sagte er.

Aiwanger befürchtet vor allem im der bevorstehenden kälteren Jahreszeit einen Rückzug der Partyleute in private Räumlichkeiten. Dort könne der Staat Infektionsschutz nicht mehr durchsetzen. "Dann wird die Garage oder die leere Wohnung der Oma zum Partykeller umfunktioniert", sagte Aiwanger. "Wir müssen wirklich aufpassen, dass sich hier im Privaten kein ganz großes Infektionsrisiko ergibt", betonte der Minister.

 

Montag 10. August, 11.15 Uhr: Nach coronabedingtem Einbruch steigt Zahl der Minijobs wieder

Nach einem coronabedingten Einbruch im Frühjahr steigt die Zahl der Minijobber in Deutschland wieder. Ende Juni seien im gewerblichen Bereich bundesweit 5,9 Millionen Minijobber mit 450-Euro-Jobs oder kurzfristigen Beschäftigungen gemeldet gewesen. Das seien rund 200.000 mehr als Ende Mai, teilte die Minijob-Zentrale am Montag in Bochum mit. Insgesamt liege die Zahl der Minijobber damit allerdings immer noch um 837.000 unter dem Vorjahresniveau.

"Minijobs sollen Arbeitsspitzen und Arbeitsflauten ausgleichen. Wir sehen anhand der aktuellen Zahlen, dass dieses Prinzip funktioniert", sagte Heinz-Günter Held, Mitglied der Geschäftsführung der Knappschaft-Bahn-See, der für die Minijob-Zentrale zuständig ist. Einbrüche bei den Beschäftigtenzahlen gab es in den vergangenen drei Monaten vor allem im Gastgewerbe sowie in den Bereichen Kunst, Unterhaltung und Erholung. Stark steigende Minijobberzahlen verzeichnete dagegen wegen des Bedarfs an Erntehelfern die Land- und Forstwirtschaft, und auch die Bauindustrie suchte verstärkt Hilfskräfte.

 

Montag, 10. August, 9.40 Uhr: Lehrerpräsident: Schulen ohne Maskenpflicht sei "aberwitzig"

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält eine Maskenpflicht in Klassenzimmern für unabdingbar, wenn der Unterricht in üblicher Weise vonstattengehen soll. "Wer vollen Unterrichtsbetrieb will, kommt an der Maskenpflicht nicht vorbei", sagte Meidinger. Warum er sich einen Unterricht ohne Masken derzeit nicht vorstellen kann, lesen Sie hier.

 

Montag, 10. August, 9 Uhr: Weniger Gästeübernachtungen - Inlandstourismus weiter im Minus

Die Geschäfte von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben in Deutschland laufen nach den Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen nur zögerlich an. Die Zahl der Übernachtungen in Hotels, Pensionen, Ferienunterkünften und auf Campingplätzen lag im Juni bei 29,5 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das war ein Rückgang von 41,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Mai hatte es aufgrund zeitweiliger Schließungen ein Minus von 74,9 Prozent gegeben.

Seit Mitte März galt wegen der Pandemie ein Übernachtungsverbot für privatreisende Gäste. Das Verbot wurde je nach Bundesland ab Mai aufgehoben. Bei den Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland gab es im Juni ein Minus von 79,0 Prozent auf 1,7 Millionen. Besser sah es bei Reisenden aus dem Inland aus. Mit 27,8 Millionen Übernachtungen lagen die Zahlen um 34,4 Prozent niedriger als im Juni 2019.

Im ersten Halbjahr 2020 verbuchten die Beherbergungsbetriebe insgesamt einen Rückgang um 47,1 Prozent auf 117,5 Millionen Übernachtungen. Die Zahlen beziehen sich auf Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten.

 

Montag, 10. August, 8.40 Uhr: Autozulieferer und Industrieunternehmen bereiten in der Corona-Krise Sorgen

In der Corona-Krise macht Niedersachsens Ministerpräsident und Volkswagen-Aufsichtsrat Stephan Weil sich mehr Sorgen um Zulieferer als um den Autobauer selber. "Meiner Einschätzung nach könnte Volkswagen zu denjenigen Unternehmen gehören, die aus dieser Corona-Krise stärker herausgehen werden, als sie hereingegangen sind - nicht zuletzt auch deshalb, weil zahlreiche Konkurrenten noch deutlich größere Probleme haben", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

"Um Volkswagen mache ich mir trotz der großen Probleme durch die Corona-Krise vergleichsweise weniger Sorgen", sagte Weil. "Erstens, weil Volkswagen insgesamt wirtschaftlich sehr stark ist. Zweitens, weil der Konzern international aufgestellt ist und dadurch Umsatzeinbußen auf einem Kontinent durch bessere Zahlen auf einem anderen Kontinent zumindest teilweise ausgleichen kann, Stichwort Europa und China. Und drittens ist es ein Unternehmen, das sehr, sehr gute Perspektiven hat."

 

Montag, 10. August, 8.15 Uhr: Schuljahr beginnt in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin

Unter Corona-Schutzmaßnahmen geht am Montag in drei weiteren Bundesländern das neue Schuljahr los. Nachdem in der vergangenen Woche bereits in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg die Schüler an die Schulen zurückgekommen waren, starten jetzt Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin. In Bayern beginnt eine weitere Ferienwoche.

 

Montag, 10. August, 7.40 Uhr: Gesundheitsminister beraten über Fans in Bundesliga-Stadien

Inmitten der Debatte um das Für und Wider einer baldigen Rückkehr der Fans in die Bundesliga-Stadien beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über das Thema. Bei der Schaltkonferenz am Montag wollten sich die Ressortchefs über das Konzept der Deutschen Fußball Liga austauschen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Entscheidungen seien nicht zu erwarten. Der Ärzteverband Marburger Bund warnt vor der Zuschauer-Rückkehr: vor der Zuschauer-Rückkehr: Die Gefahr eines Infektionsherdes im Stadion sei nicht nur wegen Superspreadern groß.

 

Montag, 10. August, 7.05 Uhr: Söder leitet außerplanmäßige Videokonferenz des Kabinetts

Angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen ruft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag (10.00 Uhr) außerplanmäßig sein Kabinett zu einer Videokonferenz zusammen. Er wird die Schalte vom Heimatministerium in Nürnberg aus leiten.

Söder und seine Minister wollen über die aktuelle Corona-Situation beraten, insbesondere über die bundesweit wieder gestiegenen Zahlen auch durch Reiserückkehrer. Zudem dürfte der Corona-Ausbruch im niederbayerischen Mamming die Ministerrunde weiter beschäftigen. Außerdem geht es auch darum, wie es an den bayerischen Schulen nach den Sommerferien weitergeht.

 

Montag, 10. August, 6.25 Uhr: Deutschland lässt Partner ohne Trauschein wieder einreisen

Deutschland lässt von Montag an auch unverheiratete Partner aus Staaten außerhalb der Europäischen Union wieder einreisen. Die Reisebeschränkungen für Paare ohne Trauschein infolge der Corona-Pandemie werden aufgehoben. Betroffene Paare hatten bereits seit Wochen eine Aufhebung gefordert. Voraussetzung ist nach Angaben des Bundesinnenministeriums eine auf Dauer angelegte Partnerschaft.

 

Montag, 10. August, 6 Uhr: 436 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 436 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 216.327 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen im Internet meldete (Datenstand 10.8., 0.00 Uhr). Seit dem Vortag wurde ein neuer Todesfall gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9197. Bis Sonntagmorgen hatten 197.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit nur halb so hoch wie die Werte in der vergangenen Woche. Am Samstag waren 1122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch am Freitag und Donnerstag lagen die Zahlen erstmals seit Anfang Mai wieder über der Schwelle von 1000 Fällen. Die am Montag bekannt gegebenen Zahlen der Neuinfektionen sind aber meist vergleichsweise niedrig, weil am Sonntag nicht alle Gesundheitsämter ihre Werte übermitteln.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 9.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,17 (Vortag: 1,32). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

 

 Sonntag, 9. August, 21.50 Uhr: Zwei Corona-Fälle bei Leipzig-Gegner Atlético Madrid

Bei Atlético Madrid, RB Leipzigs Viertelfinalgegner in der Champions League, gibt es zwei positive Corona-Fälle. Wie der spanische Fußball-Erstligist am Sonntagabend mitteilte, sei das Team gemäß des UEFA-Protokolls am Samstag getestet worden. Am Sonntag seien dann zwei positive Tests bestätigt worden. Die namentlich nicht genannten Personen hätten sich sofort in häusliche Quarantäne begeben. Zudem sei das entsprechende Aktionsprotokoll für diese Fälle aktiviert worden, das die Durchführung neuer Tests für das erste Team und der Delegationsmitglieder erfordert.

 

Sonntag, 9. August, 19.12 Uhr: 555 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1000 Fällen gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 555 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 215 891 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen im Internet meldete (Datenstand 9.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit im Vergleich zu den Werten der Vortage etwa nur halb so hoch. Ein Grund dafür kann sein, dass an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln. Am Samstag waren 1122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch am Freitag und Donnerstag lagen die Zahlen erstmals seit Anfang Mai wieder über der Schwelle von 1000 Fällen.

 

 Sonntag, 9. April, 17.22 Uhr: Knapp 2800 Teilnehmer bei Corona-Demo in Dortmund

Knapp 2800 Menschen haben nach Polizeiangaben am Sonntagnachmittag in der Dortmunder Innenstadt gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Die Kundgebung verlief zunächst friedlich. Nach Appellen der Polizei wurden auch die Abstandsregeln eingehalten, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Die meisten Teilnehmer der Demo trugen keine Mund-Nasen-Schutzmaske. Die Organisation "Querdenken-231" hatte die Veranstaltung angemeldet. Am Samstag hatten sich in Stuttgart einige Hundert Menschen zu einer "Querdenken"-Demo gegen die Corona-Einschränkungen versammelt.

 

 Sonntag, 9. August , 16.10 Uhr: EU-Gesundheitskommissarin: Hinweise auf Corona-Impstoff für Ende 2020

Nach Einschätzung von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides könnte ein erster Impfstoff gegen Covid-19 bereits zum Jahresende zur Verfügung stehen. "Auch wenn Vorhersagen zum jetzigen Zeitpunkt noch riskant sind, haben wir doch gute Hinweise, dass der erste Impfstoff gegen Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres verfügbar sein wird", sagte Kyriakides dem Handelsblatt. Der Impfstoff könne zwar nicht auf Anhieb alle Probleme lösen, sagte die EU-Kommissarin. Aber er werde es "schrittweise erlauben, zur Normalität zurückzukehren", wenn eine "kritische Masse von Bürgern insbesondere in den Risikogruppen" geimpft worden sei.

Unter Wissenschaftlern ist unklar, wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte. Theoretisch könnte eine Entwicklung auch noch Jahre dauern oder sogar ganz scheitern.

 

Sonntag, 9. August, 13.11 Uhr: Deshalb sieht sich Ex-Fußballer Thomas Berthold als "Querdenker"

Der frühere Fußball-Weltmeister Thomas Berthold hat einen Auftritt als Redner bei einer Demonstration in Stuttgart mit seiner kritischen Haltung zu den Corona-Schutzmaßnahmen begründet. Die Maßnahmen seien "völlig überzogen", sagte der 55-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Weshalb sich Berthold für die Gründung einer neuen Partei ausspricht und welche Reaktionen sein Auftritt in den sozialen Netzwerken hervorrief, erfahren Sie hier.

 

Sonntag, 9. August, 12.45 Uhr: Bericht: 48 Klagen von Schutzmaskenlieferanten gegen Bundesregierung

Bei der Beschaffung von knapp sechs Milliarden Schutzmasken in der Corona-Pandemie drohen der Bundesregierung einem Bericht zufolge Rückzahlungsforderungen in dreistelliger Millionenhöhe. 48 Lieferanten, die vom Bundesgesundheitsministerium nicht oder nur teilweise für gelieferte Ware bezahlt worden seien, hätten bisher Zivilklagen am zuständigen Bonner Landgericht eingereicht, berichtete die "Welt am Sonntag".

Rund 100 weitere Lieferanten bereiten nach Informationen der "WamS" mit Hilfe von Anwälten ein abgestimmtes juristisches Vorgehen vor. Insgesamt wollen die betroffenen Unternehmen demnach ausstehende Zahlungen in Höhe von etwa 400 Millionen Euro einfordern. Das hätten beteiligte Anwaltskanzleien hochgerechnet.

Ein Sprecher des Landgerichts bestätigte am Sonntag den Eingang von bisher 48 Klagen bis vergangenen Freitag. Es gehe um Forderungen von 300.000 Euro bis zu fünf Millionen Euro, sagte er. Etliche Klagen lägen im Millionenbereich. Ein erster Verhandlungstermin sei im September angesetzt. Die Verfahren würden einzeln behandelt. Schon im Mai seien erste Klagen bei Gericht eingegangen. Vor zwei Wochen seien es noch 30 gewesen.

Dem Bundesgesundheitsministerium seien bislang 21 Klagen bekannt, bei denen es um Forderungen in Höhe von 59 Millionen Euro gehe, schrieb die Zeitung. Grund für die "Verzögerungen beim Zahlungsziel" seien Qualitätsmängel und falsch gestellte Rechnungen gewesen.

 

Sonntag, 9. August, 12.05 Uhr: Zehn Tote bei Brand in einem indischem Covid-19-Zentrum

Bei einem Feuer in einer Einrichtung zur Behandlung von Covid-19-Patienten sind am Sonntag in Indien zehn Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Gebäude in Vijayawada (Bundesstaat Andhra Pradesh) handelte es sich um ein Hotel, das ein privates Krankenhaus zur Behandlung von Corona-Infizierten mit milden Symptomen gemietet hatte. 20 Menschen wurden gerettet, wie Polizeiinspektor MVS Nagaraju sagte. Wahrscheinliche Brandursache sei ein Kurzschluss. Gegen die Leitung des Zentrums wird wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung ermittelt.

Indien leidet schwer unter der Corona-Pandemie. Mit gut 2,15 Millionen Infizierten steht das Land weltweit an dritter Stelle hinter den USA und Brasilien.

 

 Sonntag, 9. August, 11.50 Uhr: Beschwerdeflut wegen Flugtickets reißt nicht ab

Unzählige Kunden warten in der Corona-Krise wegen annullierter Flüge noch immer auf ihr Geld. Das lässt die Zahl der Beschwerden weiter in die Höhe schnellen. Allein bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) sind im Juli insgesamt mehr als 6.800 Beschwerden eingegangen, davon betraf mit 86 Prozent die große Mehrheit Flüge. Hinzu kamen Beschwerden wegen Bahntickets. Im Juni hatte die Gesamtzahl noch bei gut 5.500 gelegen, im Juli 2019 - also ohne Corona-Effekt - noch bei rund 2.200. Die SÖP-Zahlen liegen der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" darüber berichtet.

Nach den massenhaften Flugausfällen in der Corona-Krise warten zahlreiche Verbraucher auch Wochen und Monate später noch auf die rechtlich eigentlich verbindliche Erstattung ihrer Tickets. Grundsätzlich müssen die Gesellschaften den Ticketpreis innerhalb von sieben Tagen erstatten.

"Auch wenn nach unserer Erfahrung die Verbraucher Verständnis haben, dass angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie die Frist von sieben Tagen nicht zu halten ist, werden sie doch sehr ärgerlich, wenn sie keine Informationen erhalten oder sich der angekündigte Zeitraum für die Kostenerstattung von einem auf den nächsten Monat verschiebt", sagt SÖP-Geschäftsführer Heinz Klewe.

In diesem Jahr ist die Zahl der Beschwerden bei der SÖP zu Flügen bis Ende Juli auf mehr als 18.000 gestiegen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um rund 50 Prozent. Zu Bahntickets gingen bis Ende Juli 2020 knapp 3.200 Beschwerden ein. Hier war der prozentuale Anstieg etwas geringer. 

 

Sonntag, 9. August, 9.47 Uhr: Kabarettist Florian Schroeder provoziert bei "Querdenken"-Demo

Ein provokativer Auftritt des Kabarettisten Florian Schroeder auf der "Querdenken"-Demo in Stuttgart hat im Netz viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Schroeder (40) kam nach eigenen Angaben am Samstag auf die Bühne, um "die Grenzen ihrer Meinungsfreiheit" auszutesten. Am Ende seines Auftritts gab es Buhrufe der Demo-Teilnehmer. Wie es dazu kam, erfahren Sie hier.

 

Sonntag, 9. August, 9 Uhr: Mehr als 100.000 Corona-Tote und 3 Millionen Infektionen in Brasilien

Die Zahl der Todesopfer des Coronavirus ist in Brasilien auf mehr als 100.000 gestiegen. Das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas überschritt diese Marke in der offiziellen Statistik des Gesundheitsministeriums am Samstag. Im Vergleich zum Vortag waren demnach 905 Todesfälle hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 100.477 stieg. Es kamen zudem 49.970 Neuinfektionen hinzu - seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar steckten sich demnach 3.012.412 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 an.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro steht wegen seines laxen Umgangs mit der Pandemie seit langem in der Kritik. Er bezeichnete die Lungenkrankheit Covid-19 immer wieder als "leichte Grippe" und stemmte sich gegen Schutzmaßnahmen. "Bolsonaro weiß, dass die Wirtschaftskrise extrem werden wird, vor allem in Lateinamerika, dass viele Regierungen das nicht überleben werden", sagt der deutsch-brasilianische Politikwissenschaftler Oliver Stuenkel von der Fundação Getulio Vargas in São Paulo der Deutschen Presse-Agentur. "Er brauchte einen Schuldigen." Das sind die Gouverneure, an die das oberste Gericht die Kompetenzen übertrug.

Bolsonaro zeigte sich häufig ohne Mundschutz in der Öffentlichkeit und löste Menschenansammlungen aus - auch nach seiner Genesung, nachdem er vor wenigen Wochen positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

 

Sonntag, 9. August, 08.25 Uhr: 555 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1.000 Fällen gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 555 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 215.891 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen im Internet meldete (Datenstand 9.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit im Vergleich zu den Werten der Vortage etwa nur halb so hoch. Ein Grund dafür kann sein, dass an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln. Am Samstag waren 1.122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch am Freitag und Donnerstag lagen die Zahlen erstmals seit Anfang Mai wieder über der Schwelle von 1.000 Fällen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.196. Bis Sonntagmorgen hatten 196.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 8.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,32 (Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 8.8., 0.00 Uhr, bei 1,23 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Sonntag, 9. August, 07.10 Uhr: Ärzteverband: Masken im Unterricht machen "überhaupt keinen Sinn"

Einen schönen Sonntagmorgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. An dieser Stelle versorgen wir Sie auch heute wieder laufend mit den aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Allgäu, in Deutschland und der Welt.

Der Ärzteverband Marburger Bund hat eine Maskenpflicht im Schulunterricht - wie von Nordrhein-Westfalen vorgesehen - als sinnlos kritisiert. "Wenn alle auf ihren Plätzen sitzen und Abstand sichergestellt ist, macht das Tragen von Masken während der Unterrichtsstunden überhaupt keinen Sinn und wäre eine überflüssige Behinderung", sagte die Bundesvorsitzende Susanne Johna im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Sinnvoll ist die Maske dann, wenn es eng wird, etwa beim Verlassen der Klasse, vor dem Schulkiosk oder auf dem Pausenhof, wenn mehrere Klassen gleichzeitig Pause haben." Allerdings hatten die Kultusminister der Länder beschlossen, dass alle Schüler nach den Sommerferien wieder wie gewohnt in die Schule gehen sollen und dass dabei auf die Abstandsregel verzichtet werden soll.

Mehrere Länder haben eine Maskenpflicht an Schulen angekündigt - mit einer zumindest vorübergehenden Tragepflicht für weiterführende und berufsbildende Schulen steht NRW aber bislang alleine da. Der Vorstoß hatte eine bundesweite Debatte ausgelöst.

 

Samstag, 8. August, 21.45 Uhr: Fußballweltmeister Thomas Berthold tritt bei "Querdenken"-Demo auf

Fußballweltmeister Thomas Berthold ist am Samstag bei einer Demonstration von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen in Stuttgart als Redner aufgetreten. Der "Bild am Sonntag" sagte der frühere Nationalspieler: "Ich mache mich weder mit Verschwörungstheoretikern noch mit Rechtspopulisten gemein, habe nur meine Meinung über die Maßnahmen der Regierung gesagt."

Die Teilnehmer der Kundgebung forderten ein Ende der vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen, mit denen die Gefahr einer Übertragung des Coronavirus reduziert werden sollen. Die Veranstalter von "Queerdenken 711" sprachen von 5.000 Teilnehmern, die Polizei zählte mehrere Hundert.

Der 55 Jahre alte Berthold spielte in seiner aktiven Karriere unter anderem für Eintracht Frankfurt, den FC Bayern München und den VfB Stuttgart. Als Verteidiger absolvierte er 62 Länderspiele, 1990 wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister in Italien. Nach seiner Laufbahn war Berthold unter anderem für mehrere Fernsehsender und Zeitschriften als Experte tätig.

Wir wünschen eine gute Nacht aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. An dieser Stelle sind wir ab Sonntagmorgen wieder für Sie da.

 

Samstag, 8. August, 20.36 Uhr: Paris führt Maskenpflicht im Freien ein

Im Kampf gegen das Coronavirus führt nun auch die Millionenmetropole Paris eine Maskenpflicht im Freien ein. Betroffen seien besonders stark frequentierte Bereiche wie die Seineufer oder Einkaufsstraßen in mehreren Stadtbezirken, teilte das Polizeipräsidium am Samstagabend mit. Die Vorschrift gilt von diesem Montag (08.00 Uhr) an.

Experten warnen schon seit vergangenem Monat vor einer zweiten Welle der Corona-Pandemie in Frankreich. Das Land ist mit rund 30.000 Toten stark von der Epidemie betroffen. In mehreren Städten des Landes müssen in bestimmten Bereichen bereits Masken getragen werden, beispielsweise in Nizza oder in Lille.

Eigentlich sind in Frankreich Masken nur in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr Pflicht. Das sind zum Beispiel Geschäfte, Restaurants und Behörden. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen die Menschen eine Corona-Schutzmaske tragen.

 

Samstag, 8. August, 20.15 Uhr: Corona: US-Experten fordern erneut strikte Ausgangsbeschränkungen

Ein renommierter Epidemiologe und ein führender Vertreter der US-Notenbank fordern im Kampf gegen die Corona-Pandemie die erneute Verhängung strikter Ausgangsbeschränkungen. Bis es eine Impfung gebe, werde es ohne einen neuen Lockdown Millionen weitere Coronavirus-Infektionen und zahlreiche Todesfälle geben, aber keine nachhaltige Erholung der Wirtschaft, warnten der Epidemiologe Michael Osterholm und der Chef des Büros der Notenbank in Minneapolis, Neel Kashkari, in einem Gastbeitrag in der "New York Times".

"Es gibt keinen Zielkonflikt zwischen der Gesundheit und der Wirtschaft", schrieben sie. "Beide verlangen es, das Virus aggressiv unter Kontrolle zu bringen." Die Geschichte werde hart über Amerika urteilen, wenn die aktuelle Chance, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, nicht ergriffen werde, schrieben sie in dem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Gastbeitrag. Sie schlagen die Verhängung von Ausgangsbeschränkungen in den Bundesstaaten für jeweils sechs Wochen vor, um die Zahl der Neuinfektionen von derzeit 50 000 bis 60 000 pro Tag mindestens auf wenige Tausend pro Tag zu reduzieren.

US-Präsident Donald Trump und viele Gouverneure lehnen erneute einschneidende Beschränkungen des öffentlichen Lebens entschieden ab, weil diese der Wirtschaft schaden. Nach Ansicht vieler Gesundheitsexperten wurden die ursprünglichen Beschränkungen, die ab Ende März verhängt worden waren, zu schnell wieder aufgehoben. Anders als in europäischen und asiatischen Staaten wurde die Pandemie in den USA nie weitgehend unter Kontrolle gebracht. Die USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern hatten im Schnitt nie weniger als 20.000 Neuinfektionen am Tag. Inzwischen sind im es Schnitt rund 60.000.

Mit Blick auf die bevorstehende kalte Jahreszeit und die Wiedereröffnung von Schulen und Universitäten warnten Osterholm und Kashkari vor einer weiteren Zuspitzung. "In den nächsten sechs Monaten könnte das, was wir bisher erlebt haben, nur wie das Aufwärmen für eine größere Katastrophe erscheinen", schrieben sie.

In den USA gibt es bislang Daten der Universität Johns Hopkins zufolge fast fünf Millionen bekannte Corona-Infektionen und rund 161.000 damit zusammenhängende Todesfälle.

 

Samstag, 8. August, 19.45 Uhr: Popstar Sarah Connor versteht Bedenken zu Großkonzert in Düsseldorf - aber Plan bleibt

Das für 4. September geplante Großkonzert in Düsseldorf mit Stars wie Bryan Adams und Sarah Connor schlägt weiter hohe Wellen. Die Veranstalter halten daran fest - wenn sich die Corona-Infektionszahlen nicht dramatisch negativ verändern. Wieso das Konzert unbedingt stattfinden sollte, erklärt hier Sängerin Sarah Connor.

 

Samstag, 8. August, 19.30 Uhr: Neue Panne: Britische Behörde ruft 740.000 Coronavirus-Tests zurück

Die britische Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte hat den Rückruf Hunderttausender Coronavirus-Test-Sets veranlasst. Wie die Regierung in London am Samstag bestätigte, handelt es sich um bis zu 741.000 Tests der Firma Randox. Diese seien möglicherweise nicht sicher für den Gebrauch, hieß es zur Begründung.

Randox hatte im März einen Auftrag in Höhe von 133 Millionen Pfund von der britischen Regierung erhalten, unter anderem für die Bereitstellung von Coronavirus-Tests. Dem "Guardian" zufolge erfolgte die Vergabe ohne Ausschreibung. Gerechtfertigt wurde das durch die hohe Dringlichkeit, die Testkapazitäten des Landes rasch zu erhöhen. Pikant ist jedoch, dass ein führender Abgeordneter der regierenden Konservativen, Owen Paterson, als Berater für die Firma tätig ist. Paterson erhält dem Register für Nebeneinkünfte des britischen Parlaments zufolge dafür jährlich 100.000 Pfund (umgerechnet rund 110.000 Euro).

Der Vorgang reiht sich in eine ganze Kette von Pannen und zweifelhaften Deals beim Umgang mit der Coronavirus-Pandemie ein. Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass 50 Millionen Schutzmasken, die vom Gesundheitsministerium in London gekauft wurden, für den Gebrauch im Nationalen Gesundheitsdienst ungeeignet sind. Auch hier soll es der Nichtregierungsorganisation Good Law Project zufolge keine Ausschreibung gegeben haben. Eingefädelt worden sein soll der Deal durch einen Regierungsberater, der auch für die beauftragte Firma tätig ist. Nach Schätzung des Good Law Project wurden für die Masken zwischen 156 und 177 Millionen Pfund (umgerechnet rund 173 bis 196 Millionen Euro) ausgegeben.

 

Samstag, 8. August, 18.15 Uhr: Karliczek: Masken in Schule tragen, wo Abstand nicht möglich

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat dazu aufgefordert, "dass in der Schule Mund- und Nasenbedeckungen getragen werden sollten, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können". Das sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Angesichts der Corona-Pandemie sieht sie die Schulen vor Herausforderungen, wie es sie "vielleicht noch nie" gab. "Jetzt wünschen sich verständlicherweise viele die Rückkehr zum Präsenzunterricht. Die persönliche Begegnung ist für den Lernerfolg unstreitig von besonderer Bedeutung." Gerade benachteiligte Schülerinnen und Schüler hätten unter den Schulschließungen besonders gelitten. "Denn sie erreichen wir mit digitalen Lernformaten noch nicht gut genug."

Beim digitalen Lehren und Lernen sei es vorangegangen, auch wenn noch nicht alle Ziele erreicht seien: "Die Krise hat uns aber auch die Chancen digitaler Lernformate gezeigt", so Karliczek.

 

Samstag, 8. August, 17.55 Uhr: Corona-Testpflicht an Flughäfen weitgehend reibungslos angelaufen

Die seit heute geltende Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten hat an den deutschen Flughäfen zunächst keine Probleme verursacht. Am größten deutschen Airport in Frankfurt ließen zahlreiche Rückkehrer am ersten Tag der Testpflicht Abstriche machen. Probleme sehen die Betreiber der Testzentren nicht. Auch an den Flughäfen in der Hauptstadt Berlin verliefen die Pflichttests glatt. Ein Überblick auch zu den Flughäfen in Süddeutschland lesen Sie hier.

Und unsere reportage vom Corona-Testzentrum am Flughafen Memmingen "Allgäu Airport" bekommen Sie hier.

 

Samstag, 8. August, 14.35 Uhr: Berliner Eltern fordern zum Schulstart Maske auch im Unterricht

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres am Montag haben Berliner Elternvertretungen Nachbesserungen an den Schutz- und Hygienekonzepten in der Corona-Pandemie gefordert. Ihrer Ansicht nach sollten Schüler und Lehrer in der ersten Schulwoche auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen - bisher ist das in Schulgebäuden lediglich auf Fluren, auf der Toilette, in Aufenthalts- und Begegnungsräumen vorgesehen.

Der Berliner Landeselternausschuss und die zwölf Bezirksausschüsse forderten am Samstag zudem, den Schulen freizustellen, in den ersten ein oder zwei Schulwochen auf einen Plan B umzuschwenken, also mit reduzierter Klassengröße zu unterrichten. Nötig seien zudem mehr Corona-Tests für Schüler und Lehrkräfte.

Anlass für die Forderungen seien die Reiserückkehrer und die Sorge vor einer höheren Infektionsgefahr, sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise. Seine Hoffnung ist, dass Sonderregeln für die ersten ein oder zwei Wochen vor dem Hintergrund der Inkubationszeit helfen könnten, eine Verbreitung der Infektion zu vermeiden.

 

Samstag, 8. August, 13.05 Uhr: Piazolo: Schulschließung nach einem Corona-Fall möglich

Auch in Bayern könnten Schulen schon nach einem einzigen Corona-Fall geschlossen werden: "Wenn dieser Schüler viele Begegnungen hatte, dann kann es passieren", sagte Kultusminister Michael Piazolo (FW) am Samstag dem Bayerischen Rundfunk. Das sei aber nur das letzte Mittel. Die Schulen versuchten, feste Gruppen zu haben und auch in den Pausen zu schichten, "und insofern kann es auch sein, dass nur eine Klasse nach Hause geschickt wird oder manchmal auch ein Teil einer Schule". In Mecklenburg-Vorpommern wurden zuletzt zwei Schulen geschlossen, weil sich eine Gymnasiallehrerin und ein Grundschüler mit dem Virus angesteckt hatten.

Piazolo sagte, Bayern wolle nach den Sommerferien an den Schulen in den Regelbetrieb zurück, unter strengen Hygienebedingungen. Wenn die Zahl von 20 Infektionen pro 100.000 Einwohner "überschritten wird, dann würden wir auch Maskenpflicht im Unterricht anordnen".

 

Samstag, 8. August, 12.45 Uhr: Teil-Reisewarnung für Bulgarien und Rumänien - Goldstrand betroffen

Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem auch bei deutschen Urlaubern beliebten Urlaubsort Goldstrand. In Warna liegt auch einer der beiden wichtigsten Flughäfen an der bulgarischen Schwarzmeerküste.

Daneben sind in Bulgarien nach den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts im Internet Blagoewgrad und Dobritsch betroffen, in Rumänien die Kreise Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timiş. Die wichtigsten rumänischen Urlaubsregionen in Siebenbürgen und am Schwarzen Meer sind von der Warnung ausgenommen.

Die Regionen in Bulgarien und Rumänien wurden gleichzeitig vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen. Urlauber, die aus solchen Gebieten zurückkehren, müssen sich seit Samstag auf Corona testen lassen.

 

Samstag, 8. August, 12.15 Uhr: Umfrage: Klare Mehrheit lehnt Demos gegen Corona-Maßnahmen ab

Die Demonstrationen gegen die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus werden nach einer Umfrage von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. In einer am Samstag veröffentlichten Befragung des Forsa-Instituts im Auftrag der Mediengruppe RTL gaben 91 Prozent an, kein Verständnis für die Proteste zu haben. Nur 9 Prozent äußerten sich dem "RTL/ntv-Trendbarometer" zufolge zustimmend. Eine klare Mehrheit (87%) war auch der Meinung, dass die Menschen, die gegen die Maßnahmen auf die Straße gehen, nur eine Minderheit der Bevölkerung repräsentieren. 

 

Samstag, 8. August, 11 Uhr: Deutlich weniger Teilnehmer für neue Corona-Demo erwartet

Tausende zogen vor einer Woche durch Berlin im Protest gegen die Corona-Auflagen. Es hagelte Kritik, weil sich die Demonstranten nicht an die Maskenpflicht hielten. Die Initiative. Dort werden heute allerdings deutlich weniger Demonstranten erwartet. Wie viele angemeldet sind, lesen Sie hier. 

 

Samstag, 8. August, 10.05 Uhr:  Corona-Krise: Füssens Bürgermeister muss bei einigen Projekten Abstriche machen

Wer als neuer Bürgermeister in Füssen antritt, weiß, dass ihn besonders große Herausforderungen erwarten – allein schon angesichts der Aufgaben, die auf die Kommune zukommen wie etwa die Schulsanierung. Dass es zum Start allerdings gleich so zur Sache geht, hatte Maximilian Eichstetter (CSU) nun wahrlich nicht erwartet - Corona-Krise, der Verdacht auf Keime im städtischen Trinkwasser-Netz. Die Corona-Krise zwingt Eichstetter außerdem dazu, eine strenge Prioritätenliste aufzustellen. Wie diese grob aussieht, lesen Sie exklusiv mit AZPlus.

 

Samstag, 8. August, 8.55 Uhr: Ärzteverband: Masken im Unterricht machen "überhaupt keinen Sinn"

Der Ärzteverband Marburger Bund hat eine Maskenpflicht im Schulunterricht - wie von Nordrhein-Westfalen vorgesehen - als sinnlos kritisiert. "Wenn alle auf ihren Plätzen sitzen und Abstand sichergestellt ist, macht das Tragen von Masken während der Unterrichtsstunden überhaupt keinen Sinn und wäre eine überflüssige Behinderung", sagte die Bundesvorsitzende Susanne Johna im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Sinnvoll ist die Maske dann, wenn es eng wird, etwa beim Verlassen der Klasse, vor dem Schulkiosk oder auf dem Pausenhof, wenn mehrere Klassen gleichzeitig Pause haben."

Mehrere Länder haben eine Maskenpflicht an Schulen angekündigt - mit einer zumindest vorübergehenden Tragepflicht für weiterführende und berufsbildende Schulen steht NRW aber bislang alleine da. Der Vorstoß hatte eine bundesweite Debatte ausgelöst.

 

Samstag, 8. August, 7.40 Uhr: Corona-Infektionen: Erneut mehr als 1000 Fälle in Deutschland

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland liegt den dritten Tag in Folge über der Schwelle von 1000 neuen Fällen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1122 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 215.336 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 8.8., 0.00 Uhr).

Im Vergleich zum Freitag, an dem 1147 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet wurden, ging die Zahl am Samstag etwas zurück. Seit Ende Juli steigen die Werte wieder.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9195. Bis Samstagmorgen hatten 196.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 7.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,16 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

 

Samstag, 8. August, 7 Uhr: Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten startet

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Für Urlauber aus internationalen Risikogebieten greift am Samstag eine Testpflicht auf das Coronavirus bei der Heimkehr nach Deutschland. Wer nicht schon ein negatives Test-Ergebnis von kurz vor der Abreise dabei hat, muss sich nach der Einreise testen lassen. Dies ist bis zu drei Tage nach der Ankunft kostenlos möglich, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht. Die Tests sollen direkt an Flughäfen zu machen sein, aber auch in Testzentren oder Arztpraxen in Städten. Freiwillig können sich schon seit vergangenem Samstag alle Einreisenden kostenlos testen lassen. 

 

 Freitag, 7. August, 20.35 Uhr: Allgäuer (ohne) Festwoche: Jetzt wäre es losgegangen

Festwochen-Chefin Martina Dufner-Wucher sitzt im neu gestalteten Stadtpark in Kempten. Ihr Blick schweift über die saftig-grünen Wiesen bis hin zum Königsplatz. An diesem sonnigen Tag stehen viele Autos auf dem Parkplatz. Eigentlich sollten dort Handwerker, Elektriker und viele Helfer Messehallen und ein Bierzelt aufbauen.

„Wir würden uns bereits mitten im Aufbau befinden“, sagt die Leiterin des Kemptener Messe- und Veranstaltungsbetriebes wenige Tage vor dem ursprünglich geplanten Eröffnungstermin. Und der Festwochenbeauftragte der Stadt, Hans-Peter Hartmann, ergänzt: „Das ist eigentlich der Start in die fünfte Jahreszeit.“ Eigentlich. Denn in diesem Coronajahr ist alles anders. Doch die Festwoche musste schon einmal ausfallen. Warum? Das lesen Sie hier.

 

Freitag, 7. August, 19.10 Uhr: Rund 50.000 Reisende nehmen freiwillige Corona-Tests in Bayern in Anspruch

In Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnraststätten in Bayern haben sich bisher rund 50.000 Menschen freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Allein am Münchner Flughafen seien 13.771 Abstriche genommen worden, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bei einem Besuch des dortigen Testzentrums am Freitag. Auch an den Raststätten sei die Nachfrage groß. Demnach ließen sich allein am Testzentrum an der Autobahn 3 zuletzt täglich rund 2.000 Menschen testen. Die ganze Übersicht für Bayern finden Sie hier.

 

Freitag, 7. August, 18.30 Uhr: Mediziner befürchten schwere Spätschäden durch Corona

Während Deutschland noch darüber diskutiert, ob eine "zweite Welle" von Coronainfektionen unmittelbar bevorsteht, gibt es erste, durch wissenschaftliche Studien belegte Erkenntnisse auf dauerhafte Schäden, die eine solche Infektion bei Patienten hinterlassen kann. "Es existieren zahlreiche Hinweise, die nach schweren Verläufen mit Beatmungen auf Intensivstationen Schlimmes befürchten lassen", betont Uwe Janssens, der Präsident der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Warum in Großbritannien so viele junge Menschen sterben, lesen Sie hier.

 

Freitag, 7. August, 17.35 Uhr: Stehbier-Verbot wegen Corona: Bamberger Gastronom klagt erfolgreich im Eilverfahren

Ein Gastronom hat gegen das Stehbier-Verbot in der Bamberger Altstadt geklagt. Zumindest im Eilverfahren mit Erfolg. Doch das letzte Wort steht noch aus. Bis aber über die Klage entschieden wird, darf er in seinen drei Lokalen an Wochenenden abends wieder Alkohol zum Mitnehmen verkaufen. "Die Stadtverwaltung hält die Entscheidung für falsch", heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Sie habe schon Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt. Den ganzen Fall lesen Sie hier.

 

Freitag, 7. August, 17.15 Uhr: Nach Corona-Ausbruch in Mamming bleiben Teststationen geöffnet

Nach dem Corona-Ausbruch in Niederbayern haben die vier eigens errichteten Teststationen auch am Wochenende geöffnet. Dort können sich Bürger auf eine Infektion hin testen lassen. Diese Möglichkeit haben nach Angaben des Landratsamtes Dingolfing-Landau vom Freitag bislang mehr als 6.000 Menschen genutzt. Dabei gab es zwei positive Befunde - einer der beiden war demnach nach ein Reiserückkehrer.

In den vergangenen zwei Wochen sind in einem Gemüsehof und in einer Konservenfabrik in Mamming insgesamt mehr als 400 Mitarbeiter positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden.

 

Freitag, 7. August, 17 Uhr: Corona-Infektionen in Schlachtbetrieb in Niedersachsen - Acht neue Fälle nach Trauerfeier in Mecklenburg-Vorpommern

Nach weiteren Infektionen mit dem Coronavirus in einem Schlachtbetrieb in Großenkneten in Niedersachsen haben die Gesundheitsbehörden eine komplette Spätschicht von 270 Mitarbeitern in eine 14-tägige Quarantäne geschickt. Wie der Landkreis Oldenburg am Freitag mitteilte, wurden in den vergangenen beiden Tagen bei 2.300 Tests acht Personen positiv getestet. Die betroffenen Mitarbeiter gehörten alle der Spätschicht an. Es deute alles darauf hin, dass die Ursache der Ansteckung im privaten Bereich liege und in den Betrieb getragen worden sei, sagte der Erste Kreisrat Christian Wolf. 

Auch die Zahl der Infizierten nach einer Trauerfeier am vergangenen Wochenende im mecklenburg-vorpommerschen Parchim ist gestiegen. Mittlerweile sind elf Teilnehmer und Kontaktpersonen nachweislich positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Freitag wurden acht positive Testergebnisse bekannt, wie der Landkreis Ludwigslust-Parchim nach Tests bei 300 Personen mitteilte.

 

Freitag, 7. August, 16.05 Uhr: Zirkusfamilie berichtet von Corona-Pause: "Wären die Bürger nicht gewesen, wären wir verhungert"

Nach vier Monaten Corona-Zwangspause gastiert der "Circus Mulan" bis Sonntag, 23. August, in Durach (Oberallgäu). Am Samstag findet die erste Vorstellung statt. Hinter der Zirkusfamilie liegt eine schwere Zeit. Wie sie es durch die Krise geschafft haben, lesen Sie hier.

 

Freitag, 7. August, 15.10 Uhr: So profitieren Allgäuer Hoteliers und Wirte vom "Urlaub in Deutschland"

Urlaub in Deutschland ist heuer pandemiebedingt „in“, sagen Meinungsforscher – und Hoteliers und Gastwirte in Marktoberdorf bestätigen diesen Trend. Von „90-prozentiger Zimmerauslastung“ ist ebenso die Rede wie von einer „tollen Biergartensaison“ und davon, dass man damit die großen Verluste aus der Zeit des Corona-Lockdown nun teilweise kompensieren könne. Einen Überblick zur derzeitigen Lage finden Sie hier.

 

Freitag, 7. August, 13.15 Uhr: Erste Schulen in Deutschland wegen neuer Corona-Infektionen kurz nach Schuljahresbeginn wieder geschlossen

Mehrere namhafte Virologen haben zum Beginn des Schuljahres in mehreren Bundesländern vor dem Risiko von Corona-Infektionen unter Schülern gewarnt und Vorschläge für Vorsichtsmaßnahmen gemacht. "Fehlende Präventions- und Kontrollmaßnahmen könnten in kurzer Zeit zu Ausbrüchen führen, die dann erneute Schulschließungen erzwingen", heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie, die am Freitag verschickt wurde.

Wegen neuer Infektionen haben kurz nach Schuljahresbeginn die ersten Schulen in Mecklenburg-Vorpommern auch schon wieder zugemacht. Alles dazu lesen Sie hier.

 

Freitag, 7. August, 12.50 Uhr: Saarland lockert Corona-Regeln für Veranstaltungen

Das Saarland erlaubt von diesem Montag (10.8.) an wieder größere Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen drinnen und draußen. Unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln dürfen sich dann bis zu 450 Menschen in geschlossenen Räumen versammeln, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Bislang liegt die Obergrenze bei 350 Personen. Für Veranstaltungen unter freiem Himmel wird die erlaubte Höchstzahl von 700 auf 900 erhöht. Die Begrenzungen waren verhängt worden, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Das Stufenkonzept sieht weitere Lockerungen für Veranstaltungen vor. So sollen vom 24. August an Höchstgrenzen von 1.000 Teilnehmern unter freiem Himmel und 500 in geschlossenen Räumen gelten. Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Saarland war zuletzt von Mittwoch auf Donnerstag um 13 auf 2.881 gestiegen.

 

Freitag, 7. August, 11.28 Uhr: Weitere Covid-19-Fälle in Memmingen registriert

In Memmingen sind zwei weitere Fälle von bestätigten Covid-19-Infektionen aufgetreten. Das berichtet die Stadt Memmingen. Stand heute hat Memmingen demnach 61 bestätigte Covid-19-Infektionen, 57 davon sind seit 27. Juli genesen. Im Memminger Klinikum werden derzeit keine Fälle mit Covid-19-Infektionen behandelt. 

 

Freitag, 7. August, 10.05 Uhr: Konzert mit 13.000 Zuschauern im September in Düsseldorf geplant

Ein Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und "The Boss Hoss" soll am 4. September vor 13.000 Zuschauern in Düsseldorf stattfinden. "Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben", sagte Veranstalter Marek Lieberberg laut einer Mitteilung vom Freitag. Es wäre das erste Großkonzert seit Mitte März in Deutschland.

Das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion ("Merkur Spielarena") werde in enger Abstimmung mit den Behörden geplant. Dem Infektionsschutz werde "in vollem Umfang Rechnung getragen", so die Veranstalter. Die Fans würden verpflichtet, Schutzmasken zu tragen. Zwischen den Sitzplätzen werde der Sicherheitsabstand gewahrt.

 

Freitag, 7. August, 7.50 Uhr: Oberallgäuer Händler berichten: Kunden reagieren gereizter auf die Maskenpflicht

Im Landratsamt Oberallgäu gehen derzeit täglich Anzeigen von Polizei und den Ordnungsämtern der Gemeinden über Verstöße gegen die Maskenpflicht ein, berichtet Pressesprecherin Brigitte Klöpf. Besonders beim Einkaufen in Supermärkten und Läden lasse die Disziplin der Leute nach - manche würden sogar ganz bewusst ohne Maske in ein Geschäft gehen. Händler betonen: Das sind Ausnahmen - doch warum auch sie glauben, dass die Stimmung gereizter wird, lesen Sie hier.

 

Bilderstrecke

Corona im Allgäu: Die Entwicklung der Krise in Bildern

Freitag, 7. August, 06.15 Uhr: Erneut mehr als 1.000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1.147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 214.214 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 7.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1.045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Sie war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6.000 erreicht.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.183. Bis Freitagmorgen hatten 195.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 6.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,99 (Vortag: 0,9). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 6.8., 0.00 Uhr, bei 1,06 (Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Donnerstag, 6. August, 20.20 Uhr: Positiver Corona-Test - Saint Etienne sagt Testspiel gegen Hertha ab

Der von Hertha BSC geplante Testspielauftakt beim französischen Erstligisten AS Saint-Etienne fällt aus. Wie der Verein am Donnerstagabend per Twitter mitteilte, wurde ein Spieler von Saint-Etienne positiv auf Covid-19 getestet, weshalb das für Freitag angesetzte Spiel aus Sicherheitsgründen abgesagt wurde. Nächster Testspieltermin für Hertha ist nun der 14. August. Dann sind die Berliner Gastgeber für den Drittligisten Viktoria Köln (16 Uhr).

 

Donnerstag, 6. August, 20.11 Uhr: Niederländischer Premier warnt vor zweitem Lockdown

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat vor einem zweiten Lockdown gewarnt und Bürger dringend ermahnt, die Corona-Regeln einzuhalten. Touristen warnte er, belebte Plätze in Amsterdam zu meiden. Die Gefahr der Verbreitung des Corona-Virus sei groß, warnte Rutte am Donnerstagabend in Den Haag. In den Niederlanden sind die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen sehr schnell angestiegen.

Die Niederlande verschärfen die Auflagen für Restaurants und Cafés. Ab sofort gilt erneut die Reservierungspflicht für Gäste. Sie müssen außerdem ihre Kontaktdaten hinterlassen. Reisende aus Risikogebieten sollen künftig schärfer auf Einhaltung der Quarantäne-Pflicht kontrolliert werden.

"Wir müssen einen zweiten Lockdown verhindern, das geht nur gemeinsam", mahnte der Premier. Gezielt richtete sich der Premier an junge Leute. Haltet euch an die Regeln, sonst sitzen wir alle bald wieder zu Hause fest." Viele junge Leute verhielten sich verantwortungslos. Rutte hatte wegen der schnell steigenden Corona-Infektionen seinen Urlaub vorzeitig abgebrochen.

 

Donnerstag, 6. August, 19.43 Uhr: Britische Regierung kauft 50 Millionen ungeeigneter Schutzmasken

Die Pannenserie der britischen Regierung im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie reißt nicht ab. Wie am Donnerstag bekannt wurde, hat das Gesundheitsministerium in London 50 Millionen Stück Schutzmasken gekauft, die nicht für den Gebrauch in Krankenhäusern tauglich sind. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Die Nichtregierungsorganisation Good Law Project wirft der Regierung in dem Verfahren vor, beim Kauf von Schutzausrüstung in der Pandemie gegen Wettbewerbsregeln verstoßen zu haben. In einem Schreiben gestehen die Anwälte der Regierung ein, dass 50 Millionen Schutzmasken nicht für den Gebrauch im Nationalen Gesundheitsdienst NHS geeignet sind, weil sie mit Gummibändern an den Ohren anstatt hinter dem Kopf befestigt werden. Damit sei nicht gewährleistet, dass die Masken eng genug anliegen, so die Begründung.

Nach Schätzung des Good Law Project wurden für die Masken zwischen 156 und 177 Millionen Pfund (umgerechnet rund 173 bis 196 Millionen Euro ausgegeben). Was mit den Masken nun geschehen soll, war zunächst unklar. Hinzu kommt, dass der Kauf von einem Regierungsberater eingefädelt wurde, der laut BBC gleichzeitig für die beauftragte Firma tätig war.

Premierminister Boris Johnson sagte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, er sei "sehr enttäuscht" dass sich Lieferungen von Schutzmaterial als nicht geeignet herausstellten. Er verwies jedoch darauf, dass Großbritannien Milliarden von Schutzmaterialien beschafft habe und nun vermehrt auch im eigenen Land herstelle.

 

Donnerstag, 6. August, 19.38 Uhr: Corona trifft Allgäuer Kino-Betreiber schwer

Auch im Kaufbeurer Kino mit dem passenden Namen Corona bleiben die Säle leer. Kann "James Bond" helfen?

 

Donnerstag, 6. August, 18.45 Uhr: Söder ruft bayerisches Kabinett zu Sonder-Sitzung zusammen

Söder und sein Kabinett wollen über die aktuelle Corona-Situation beraten, insbesondere über die bundesweit wieder gestiegenen Zahlen auch durch Reiserückkehrer. Zudem dürfte der Corona-Ausbruch im niederbayerischen Mamming die Ministerrunde weiter beschäftigen. Die Situation in den neuen Testzentren soll ebenso diskutiert werden wie die Frage nach einer möglichen Ausweitung von Corona-Risikogebieten. Die Details zur Sonder-Sitzung lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 6. August, 18.30 Uhr: Stuttgart erhöht Bußgelder für Maskenverweigerer 

Maskenverweigerer müssen in Stuttgart künftig ein deutlich höheres Bußgeld zahlen als bisher. "Wird eine Privatperson ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt, wo sie eine tragen müsste, beträgt die Mindeststrafe jetzt 75 Euro", teilte die Landeshauptstadt am Donnerstag mit. Bislang lag das Bußgeld bei 25 Euro. Für Menschen im gewerblichen Bereich - beispielsweise für Kellner - liege die Mindeststrafe nun bei 150 Euro.

Für Wiederholungstäter könne es sogar noch teurer werden, sagte Stuttgarts Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Martin Schairer (CDU). "Der Bußgeldkatalog sieht eine Strafe von bis zu 250 Euro für Personen vor, die sich beharrlich weigern. Wir sind bereit, diesen Rahmen auszuschöpfen, und können im Ausnahmefall sogar darüber hinaus gehen."

 

Donnerstag, 6. August, 18.20 Uhr: 41 weitere Corona-Fälle in dänischem Schlachtbetrieb bestätigt

n einem Schlachtbetrieb in Dänemark sind 41 weitere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in dem Betrieb im dänischen Ringsted in den vergangenen drei Tagen von 79 auf 120 gestiegen, wie der Fleischverarbeiter Danish Crown am Donnerstag auf seiner Webseite mitteilte. Als Reaktion darauf werde man nun noch intensiver testen als bisher geplant, hieß es. Alle Mitarbeiter sollten nun zweimal wöchentlich auf das Virus getestet werden. Wie Allgäuer Bauern die Fleischindustrie anlässlich der Corona-Krise kritisieren, lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 6. August, 18 Uhr: Trump rechnet mit Impfstoff bis zur Wahl im November

US-Präsident Donald Trump rechnet noch in diesem Jahr mit einem wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus. "Noch vor Ende des Jahres, es könnte deutlich früher sein", sagte Trump am Donnerstag in einem Interview des Radiosenders WTAM. In "manchen Fällen" könnte ein Impfstoff sogar schon zur Zeit der Präsidentenwahl am 3. November verfügbar sein, sagte Trump weiter. Experten halten diesen Zeitplan allerdings für übermäßig optimistisch.

Normalerweise dauert die Entwicklung eines neuen Impfstoffs mehrere Jahre. Trump hofft jedoch angesichts der derzeit enormen Anstrengungen und Finanzmittel für die Impfstoffforschung auf einen wesentlichen rascheren Durchbruch. Gesundheitsexperten der Regierung wie der renommierte Immunologe Anthony Fauci haben sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass es zum Jahresende oder im ersten Halbjahr 2021 einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus geben könne.

Weltweit gibt es derzeit zahlreiche Impfstoff-Kandidaten in verschiedenen Entwicklungsstadien. Für erste experimentelle Impfstoffe beginnen bereits große klinische Tests mit bis zu 30 000 Probanden zur Prüfung ihrer Wirksamkeit. Nach Abschluss solcher Tests müssen die Ergebnisse ausgewertet, veröffentlicht und unabhängig geprüft werden. Die zuständigen Arzneimittelbehörden müssen den Impfstoff dann noch zulassen, bevor er eingesetzt werden kann.

 

Donnerstag, 6. August, 15.55 Uhr: Wegen Corona weniger Unfälle, Tote und Verletzte auf Bayerns Straßen

Wegen der wochenlangen Corona-Beschränkungen sind auf Bayerns Straßen von Januar bis Juni deutlich weniger Menschen ums Leben gekommen oder verletzt worden als im ersten Halbjahr 2019. Doch in manchen Bereichen gibt es leider auch steigende Todeszahlen. Den ganzen Überblick finden Sie hier.

 

Donnerstag, 6. August, 15 Uhr: So rüsten sich die Allgäuer Kliniken für die zweite Welle

 Politiker und Experten fürchten die zweite Welle. Unsere Reporterin hat nachgefragt, wie sich die Allgäuer Kliniken darauf vorbereiten.

 

Donnerstag, 6. August, 14.55 Uhr: Aus diesen Ländern schleppen Reiserückkehrer das Coronavirus ein

Bringen Reiserückkehrer die zweite Welle mit? Die Sorge in der Politik wächst besonders angesichts der Bilder und Videos aus Mallorca und Bulgarien. Am Ballermann und am Goldstrand feierten in den vergangenen Wochen deutsche Urlauber ihre Flucht aus dem Corona-Alltag - ohne Abstand, ohne Maske, ohne Hygienemaßnahmen. Darum rücken Urlauber nun immer stärker in den Fokus, wenn es darum geht, eine zweite Welle in Deutschland zu verhindern. Unsere Grafiken zeigen, wo sich Deutsche besonders häufig anstecken.

 

Donnerstag, 6. August, 14.22 Uhr: Große Krankenhäuser in Beirut stoppen Corona-Tests

Coronavirus-Tests und -behandlungen sind in mehreren großen Krankenhäusern der libanesischen Hauptstadt Beirut nach der verheerenden Explosion im Hafen eingestellt worden. Einige Einrichtungen, die Coronavirus-Patienten behandelten, seien durch die Explosion so schwer beschädigt worden, dass sie die Tests eingestellt hätten, sagte Mahmud Hassun, Arzt im Rafik-Hariri-Krankenhaus in Beirut, am Donnerstag. Sein Krankenhaus mache aber weiter Tests.

Bei der gewaltigen Explosion im Hafen Beiruts waren am Dienstag mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen, rund 5000 weitere wurden verletzt. Viele Krankenhäuser sind völlig überlastet.

Auch der Leiter des Verbands der Privatkliniken, Sulaiman Harun, bestätigte einen Stop der Tests in einigen Krankenhäusern. "Die Explosion hat die Coronavirus-Tests unterbrochen, da die meisten Krankenhäuser mit der Katastrophe und der hohen Zahl der Verletzten beschäftigt sind", sagte Harun. Die Versorgung der Verletzten habe aktuell absolute Priorität.

Trotz Stopps vieler Tests gab das Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt, dass in den vergangenen 48 Stunden 355 neue Fälle registriert worden seien. Erst am 30. Juli hatte der Libanon strengere Auflagen verhängt, weil die offiziellen Zahlen der Corona-Infektionen gestiegen waren.

 

Donnerstag, 6. August, 13.45 Uhr: Ärztevereinigung zweifelt offizielle Corona-Fallzahlen der Türkei an

Kurz nach Aufhebung der Reisewarnung für beliebte Urlaubsgebiete hat der Chef der türkischen Ärztevereinigung die offiziellen Corona-Fallzahlen der Regierung in Ankara angezweifelt. "Sie spiegeln nicht die Wirklichkeit wieder", sagte Sinan Adiyaman der Deutschen Presse-Agentur. Die Türkei befinde sich anders als offiziell vermittelt auf einem neuen Höhepunkt der Infektionszahlen. Woran der Arzt das festmacht, erfahren Sie hier.

 

Donnerstag, 6. August, 12.30 Uhr: Uli Hoeneß hofft: Im September oder Oktober wieder vor 20.000 Zuschauern

Uli Hoeneß hofft bei einer günstigen Entwicklung der Corona-Infektionszahlen auf eine Rückkehr von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga im Oktober oder gar schon im September. "Vor zwei Wochen hätte ich gesagt, ich bin ganz sicher, dass wir schon im September Zuschauer, in welcher Form auch immer, im Stadion haben werden. Jetzt wird es meiner Meinung nach ganz besonders darauf ankommen, wie die nächsten vier Wochen laufen, was die Infektionssituation in Deutschland anbelangt", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München in einem DAZN-Interview.

Nachdem der Trend klar nach unten gegangen sei, habe sich die Situation nun wieder geändert. "Jetzt ist die Urlaubszeit dazugekommen, jetzt ist eine gewisse Nachlässigkeit dazugekommen, jetzt ändert sich das gerade und wenn sich das dramatisch ändern sollte, dann wird es schwierig mit den Zuschauern", führte der 68-Jährige aus. "Wenn sich das wieder einfangen lässt, dann wäre ich ziemlich sicher, dass man irgendwann im September, Oktober in München mit circa 20.000, 25.000 Zuschauern spielen könnte."

Die 36 Profi-Vereine der Deutschen Fußball Liga hatten ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr einiger Fans in die Stadien beschlossen. Dieses umfasst ein Alkoholverbot, die vorübergehende Streichung der Kartenkontingente für Auswärtsfans und Stehplätze sowie die Einführung personalisierter Tickets zur Nachverfolgung von Infektionsketten.

In der Bundesliga und 2. Liga soll am dritten September-Wochenende wieder gespielt werden, im DFB-Pokal bereits vom 11. bis zum 13. September. Dass schon dann wieder Zuschauer zugelassen sind, scheint sehr fraglich.

 

Donnerstag, 6. August, 11.10 Uhr: Ab Samstag Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten

Ab Samstag (8.8.) gilt bundesweit verbindlich eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten im Ausland. Das hat Gesundheitsminister Jens Spahn eben in einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Welche Länder als Risikogebiete gelten, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) - aus der EU sind derzeit Luxemburg und die die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Spahn sagte, mit der Testpflicht für Rückkehrer aus Gebieten mit hohen Fallzahlen wolle man "auf Nummer sicher" gehen. "Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist." Es sei aber ein zumutbarer Eingriff. Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich bisher schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.

 

Donnerstag, 6. August, 10 Uhr: Kein Corona-Test nach Griechenland-Reise: SPD kritisiert Laschet

Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach dessen Griechenland-Reise kritisiert, weil der laut Regierung keinen Corona-Test hat machen lassen. Die Landesregierung hatte einem Facebook-Nutzer, der von Laschet eine Quarantäne von zwei Wochen gefordert hatte, in dem sozialen Netzwerk geantwortet, es bestehe "kein Grund, dass der Ministerpräsident und seine Delegation nach Rückkehr einen Pflichttest machen müssen oder sich in Quarantäne begeben, da weder Lesbos und das Flüchtlingslager noch weitere Teile Griechenlands Risikogebiete sind".

SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty sagte der "Neuen Westfälischen", er hätte "von einem Ministerpräsidenten mit Vorbildfunktion erwartet, dass er sich nach seiner Rückkehr sofort testen lässt. Er hätte damit ein wichtiges Zeichen setzen können". Kutschaty ergänzte: "Wie soll man Armin Laschet seine Appelle noch abnehmen können, wenn er sich selbst nicht daran hält?"

Laschets Reise nach Lesbos war aus Sicht von Kutschaty durchaus sinnvoll. "Es war wichtig, auf die Situation der Flüchtlinge aufmerksam zu machen." Durch die Corona-Krise sei ihre Lage zuletzt etwas in Vergessenheit geraten. Laschet hatte am Dienstag mehrere Flüchtlingscamps auf der griechischen Insel Lesbos besucht und danach von einem "Aufschrei der Verzweifelten" gesprochen. Sein Besuch im überfüllten Camp Moria war aus Sicherheitsgründen abgebrochen worden, nachdem sich Gruppen von Flüchtlingen versammelten und in Sprechchören "Free Moria" riefen.

 

Donnerstag, 6. August, 08.05 Uhr: Gesundheitspolitiker Lauterbach kritisiert DFL-Rückkehrkonzept

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat das Rückkehrkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für Fans in Stadien nach Monaten des Einlassverbots wegen der Corona-Pandemie kritisiert. Der Vorstoß der DFL sei "überhaupt nicht angemessen", sagte der Politiker in der Sendung "Maischberger - Die Woche". Das Konzept sei nicht sicher, weil niemand eine sichere An- und Abreise der Fans garantieren könne.

Lauterbach mahnte, dass sich Deutschland am Anfang einer zweiten Welle befinde. "Die Kinder müssen mit Masken unterrichtet werden und da macht man sich Gedanken, vor 25.000 Leuten Fußball zu spielen", erklärte er weiter. Es gebe zudem keinen Anlass, zusätzliche Fälle durch Fußballfans zu riskieren, schrieb er im Vorfeld der Sendung am Mittwochabend auf Twitter. "Wir können uns nur begrenzt Hotspots leisten".

Die DFL-Mitgliederversammlung hatte am Dienstag mehrheitlich, aber nicht einstimmig für den Fall der Fan-Rückkehr ein Alkoholverbot sowie die Streichung der Stehplätze bis zum 31. Oktober beschlossen. Bis zum Jahresende sollen zudem keine Gästetickets verteilt werden und Maßnahmen getroffen werden, die eine Nachverfolgung von Infektionsketten möglich macht.

 

Donnerstag, 6. August, 06.55 Uhr: Studie: Vor allem größere Firmen wollen an Homeoffice festhalten

Viele Unternehmen in Deutschland wollen einer Studie zufolge nach der Corona-Krise am Homeoffice festhalten - auch in der Industrie. Im verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem der Maschinenbau, die Chemie- und die Autoindustrie zählen, haben vor Ausbruch der Pandemie nur in jeder vierten Firma Beschäftigte regelmäßig von zuhause gearbeitet, wie aus einer Auswertung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht. Nun seien es fast 50 Prozent. Für die Zeit nach der Krise planen demnach etwa 37 Prozent der Unternehmen, Homeoffice einzusetzen. Das ZEW befragte 1765 Firmen, 775 aus dem verarbeitenden Gewerbe, 990 aus der Informationswirtschaft.

"Aufgrund der neuen Erfahrungen und Erkenntnisse planen viele Unternehmen, Homeoffice auch nach der Krise intensiver zu nutzen als vor dem Beginn der Corona-Pandemie", sagte ZEW-Experte Daniel Erdsiek. Noch stärker als in der Industrie sind die Veränderungen in der Informationswirtschaft, die die IKT-Branche, Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister umfasst. "Schon vor der Krise setzte etwa jedes zweite Unternehmen in der Informationswirtschaft Homeoffice ein, da sich hier deutlich mehr Tätigkeiten für das ortsflexible Arbeiten eignen", erläuterte Erdsiek. Fast zwei Drittel der Firmen planten nun, auch nach der Krise Homeoffice zu nutzen.

Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch in der Informationswirtschaft sind es vor allem größere Unternehmen ab 100 Beschäftigten, die mit einer dauerhaften Ausweitung der Heimarbeit rechnen (56 und 75 Prozent). Insgesamt gab etwa jedes dritte Unternehmen an, kurzfristig in neue Technologie investiert zu haben, um Homeoffice in der Krise zu nutzen.

 

Donnerstag, 6. August, 06.40 Uhr: Facebook löscht Video von Donald Trum wegen Corona-Fehlinformationen

Facebook hat ein von US-Präsident Donald Trump auf der Plattform veröffentlichtes Video gelöscht. Es habe Falschinformationen zum Thema Coronavirus enthalten. Was Trump genau behauptet hatte, lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 6. August, 06.10 Uhr: 1.045 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1.045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213.067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 6.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.175. Bis Donnerstagmorgen hatten 195.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,9 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, bei 0,97 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Mittwoch, 5. August, 21.45 Uhr: U19-Mannschaft der "Sechzger" in Quarantäne 

Nach einem Corona-Fall befindet sich die U19-Mannschaft des TSV 1860 München in häuslicher Quarantäne. Das "komplette Nachwuchsteam" sofort aus dem Trainingsbetrieb genommen worden, so der Geschäftsführer des Fußball-Drittligisten, Günther Gorenzel. Die Profis der "Löwen" bereiten sich dem Verein zufolge auf dem Trainingsgelände "konsequent von den anderen Teams und der Öffentlichkeit abgeschottet" vor. Der Corona-Fall der U19 habe demnach keine weiteren Auswirkungen.

 

Mittwoch, 5. August, 20.35 Uhr: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in die belgische Provinz Antwerpen

Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Region Antwerpen. "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen wird aufgrund erneut hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt", teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch auf seiner Internetseite mit.

Zuvor hatte die Provinzregierung von Antwerpen bereits selbst von Reisen in die Region abgeraten. Dort übersteigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen derzeit die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Solche Regionen hat das Robert Koch-Institut zu Risikogebieten erklärt.

In der Provinz, die nicht direkt an Deutschland angrenzt, gibt es in Belgien die meisten bestätigten Corona-Fälle. Dort gelten eine besonders strenge Maskenpflicht, eine nächtliche Ausgangssperre und ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol. An der Nordseeküste müssen sich Urlauber und Einheimische für Strandbesuche teils vorher anmelden.

Touristen aus Deutschland können derzeit grundsätzlich problemlos in andere Regionen Belgiens einreisen. Am Flughafen Brüssel wird allerdings mit Wärmekameras die Temperatur aller Passagiere gemessen. Bei mehr als 38 Grad könnte die Einreise verweigert werden. Wegen steigender Corona-Fallzahlen - zuletzt waren es durchschnittlich mehr als 300 pro Tag - sind die Beschränkungen wieder verschärft worden. So gilt eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen mit viel Publikum sowie in Bussen und Bahnen, Museen und Geschäften. Gäste in Kneipen und Restaurants müssen Kontaktdaten hinterlassen. Einkaufen gehen darf man nur noch alleine und für maximal 30 Minuten.

Für Reisende wird es inzwischen immer schwerer, zu überblicken, für welche Regionen in Europa Reisewarnungen gelten. Nach wochenlangem Zögern hatte die Bundesregierung erst am Dienstag die Reisewarnung für die wichtigsten türkischen Urlaubsgebiete aufgehoben. Ende Juli wurde eine Reisewarnung für bestimmte Regionen Spaniens ausgesprochen.

 

Mittwoch, 5. August, 19.05 Uhr: Alpiner Ski-Weltcup geht wegen der Corona-Pandemie eine Woche früher los

Die Saison im alpinen Ski-Weltcup auf dem Gletscher in Sölden beginnt bereits am 17. und 18. Oktober - und damit eine Woche früher als geplant. Damit haben die Veranstalter auf die weiter angespannte Corona-Situation Rücksicht genommen, teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Mittwoch mit. Am dritten Oktober-Wochenende sollen in Sölden die beiden Konkurrenzen im Riesenslalom gestartet werden - mit nur wenigen Zuschauern. Um wie viel Uhr die Rennen jeweils losgehen, lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 5. August, 18.20 Uhr: Keine Maske, keinen Mindestabstand: Bambergs OB wegen Verstoß gegen Corona-Auflagen in der Kritik

Der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) hat Ärger wegen der Nichteinhaltung der Corona-Bestimmungen bekommen. Starke und der Bamberger SPD-Fraktionschef Klaus Stieringer hätten bei der Eröffnung eines Salons in Bamberg gegen die Auflagen verstoßen, lautet der Vorwurf eines Gastronomen. Stieringer hatte auf Facebook ein Selfie zusammen mit Starke, dem Inhaber des Salons und einer weiteren Person gepostet. Darauf tragen alle vier keine Maske und halten keinen Abstand.

Einer Sprecherin der Stadt zufolge habe es sich um eine nicht-öffentliche Veranstaltung gehandelt, bei der das Hygieneschutzkonzept eingehalten worden war. Ein Video der Veranstaltung von vergangener Woche soll jedoch zeigen, wie Bambergs Oberbürgermeister ein hochrangiges Mitglied des türkischen Generalkonsulats mit einem Handschlag begrüßt.

Laut Starke sei die Begegnung "spontan und emotional" gewesen. "Mittlerweile ist klar, dass das kritisch gesehen wird. Ich entschuldige mich, bitte aber um Verständnis für die sehr persönliche Situation", sagte Starke am Mittwoch. Die Stadt hatte kürzlich wegen der Corona-Situation verboten, Alkohol zum Mitnehmen in der Innenstadt zu verkaufen. Auf sozialen Netzwerken wurde nun der Vorwurf laut, der Oberbürgermeister nehme es mit den Corona-Maßnahmen selbst nicht so genau.

 

Mittwoch, 5. August, 16.30 Uhr: Gericht: Arbeitsverbot auch für corona-freie Erntehelfer in Mamming

Nach zahlreichen Corona-Fällen auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming ist der Landwirt vor Gericht mit einem Antrag gescheitert, dass negativ auf Corona getestete Erntehelfer wieder für ihn arbeiten können. Das Verwaltungsgericht Regensburg bestätigte laut Mitteilung vom Mittwoch eine Entscheidung des Landratsamts Dingolfing-Landau, die eine vollständige häusliche Quarantäne aller Beschäftigten auf dem Hof als Schutzmaßnahme gegen eine weitere Verbreitung von Sars-CoV-2 angeordnet hatte. Den Antrag des Gemüsebauern auf Erlass einer einstweiligen Anordnung lehnten die Richter ab. Die Einzelheiten zum Corona-Ausbruch in Mamming lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 5. August, 13.10 Uhr: Umfrage: Corona-Krise hat Lernzeit von Kindern halbiert

Die Zeit, in der sich Kinder täglich mit Schule und Lernen beschäftigen, hat sich einer Umfrage zufolge während der coronabedingten Schulschließungen in etwa halbiert: Statt 7,4 Stunden waren es auf dem Höhepunkt der Krise nur noch 3,6 Stunden. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten bundesweiten Befragung des Ifo-Instituts von mehr als 1.000 Eltern hervor.

Die fehlende Schule wurde durch das Lernen zu Hause also nicht annähernd kompensiert. Dagegen verbrachten Kinder und Jugendliche im Schnitt 5,2 Stunden mit Fernsehen, Computer- oder Handyspielen und sozialen Medien. Zuvor waren es 4 Stunden.

Auffällig ist: Bei Leistungsschwächeren ging die Zeit für Schule und Lernen stärker zurück - von 7,4 auf 3,4 Stunden. Bei Leistungsstärkeren waren es 7,5 und dann 3,9 Stunden. Dagegen stieg die Zeit, in der Leistungsschwächere mit Fernsehen, Computer- oder Handyspielen und sozialen Medien verbrachten, von 4,6 auf 6,3 Stunden. Bei Leistungsstärkeren war es ein Anstieg von 3,8 auf 4,8.

Unter dem Strich kamen die Familien in Deutschland der Befragung zufolge aber mehrheitlich gut mit den Schließungen zurecht, nämlich 86 Prozent. Allerdings gaben 38 Prozent der Befragten auch an, die Zeit sei für Kinder und Eltern psychisch belastend gewesen.

"Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, dass wir unter Beachtung der Schutzmaßnahmen wieder zum normalen Schulunterricht zurückkehren. Wo Schließungen unvermeidlich sind, sollten die Schulen direkt auf Online-Unterricht umstellen", sagte der Leiter des Ifo-Zentrums für Bildungsökonomik, Ludger Wößmann, bei der Vorstellung der Studie.

  

Mittwoch, 5. August, 12.15 Uhr: Auch Niedersachsen plant 150 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer

Niedersachsen möchte wie auch Nordrhein-Westfalen künftig bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein Bußgeld von 150 Euro kassieren. Eine Neufassung des Bußgeldkataloges, der für Maskenverstöße deutlich höhere Sanktionen vorsieht, werde in Kürze vorgelegt, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover am Mittwoch. Bislang sah der Bußgeldkatalog für Maskenverweigerer in Niedersachsen 20 Euro Strafe vor, die konkrete Höhe liegt aber im Ermessen der örtlichen Behörden.

Die härtere Gangart gegenüber Menschen, die in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Maske tragen, wird in Niedersachsen vor dem Hintergrund wieder steigender Corona-Infektionszahlen gewählt. "Wir haben ein leicht erhöhtes Aufkommen im Vergleich zu den vorherigen Wochen", sagte Ministeriumssprecherin Stefanie Geisler. Bei im Durchschnitt etwa 50 Menschen pro Tag werde in Niedersachsen derzeit eine Corona-Infektion festgestellt, am Mittwoch gab es 46 nachgewiesene Neuinfektionen.

 

Mittwoch, 5. August, 10.30 Uhr: Schulen: Leopoldina empfiehlt Masken im Klassenraum

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, dass an Deutschlands Schulen von der fünften Klasse an auch im Unterricht Maske getragen wird. Ältere Schülerinnen und Schüler sollten auch in den Klassenräumen einen Mund-Nase-Schutz aufsetzen, wenn nicht ausreichend Abstand möglich sei, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme. Darüber hinaus sprachen sich die Wissenschaftler dafür aus, "überall, wo dies umsetzbar ist", kleine feste Kontaktgruppen einzurichten.

Mehrere Bundesländer haben angesichts des bevorstehenden Schulstarts bereits eine Maskenpflicht beschlossen. Diese gilt aber nicht immer im Unterricht. An der Stellungnahme der Leopoldina wirkten 24 Professorinnen und Professoren mit, darunter der Charité-Virologe Christian Drosten und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. In dem Papier wird auch prominent auf ethische Aspekte eingegangen. "Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht", heißt es gleich im ersten Satz.

Dass Schulen oder Kitas ganz geschlossen werden, müsse möglichst verhindert werden. Abstands- und Hygieneregeln seien ebenso wie häufiges Lüften wesentlich. Auch eine "systematische Teststrategie" wird empfohlen. Sobald jemand Symptome zeige, sollte getestet werden. Zudem müssten Präsenz- und Distanzunterricht stärker verzahnt werden. Zuhause könnten Eltern die Ausbildung lediglich unterstützen. Dafür seien mehr digitale Möglichkeiten und eine gute kommunikative Begleitung wesentlich. Als Beispiele werden Sprechstunden und Coachings für Eltern genannt.

 

Mittwoch, 5. August, 10 Uhr: Spahn optimistisch bei Impfstoffentwicklung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist optimistisch, dass es bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff schnelle Erfolge geben könnte. Er sei zuversichtlich, dass es so schnell wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte einen Impfstoff geben könne, sagte der CDU-Politiker im "Morning Briefing"-Podcast (Mittwoch) des Journalisten Gabor Steingart. "Wir haben sehr vielversprechende Kandidaten, sehr vielversprechende Daten. Wenn das gelänge in den nächsten Monaten, wäre das tatsächlich die schnellste Impfstoffentwicklung der Menschheitsgeschichte."

Abgeschlossene klinische Phasen werde es sicherlich in den nächsten sechs Monaten geben. Spahn zufolge finden zur Zeit bereits Studien in "Phase drei" statt, in denen am Menschen und "im Alltagsinfektionsgeschehen" getestet werde. Das geschieht seinen Angaben zufolge vor allem in anderen Ländern mit größerem Ausbruchsgeschehen, nicht in Deutschland. "Dass wir da Ergebnisse, Erkenntnisse, abgeschlossene klinische Studien haben, da bin ich sehr sicher. Wie die dann am Ende aussehen, das kann ich ihnen nicht sagen. Aber ich sag nochmal, Stand heute, 4.8., besteht Anlass für viel Optimismus."

 

Mittwoch, 5. August, 9.05 Uhr: Spahn verteidigt Maskenpflicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Bereichen in der Öffentlichkeit verteidigt. "Mich nervt das Maske-Tragen auch manchmal, aber es ist doch im Vergleich zu allen anderen Dingen, die wir erlebt haben im März, April ein echt milderes Mittel", sagte der CDU-Politiker im "Morning Briefing"-Podcast von Gabor Steingart. Es sei besser, mit Maske in bestimmten Situationen Dinge möglich zu machen, als sie irgendwann gar nicht mehr möglich machen zu können, sagte er mit Blick auf Restaurantbesuche oder Einkäufe.

Zum Freiheitsargument von Masken-Gegnern sagte Spahn: "Freiheit kommt nie unendlich und ohne die Freiheit der anderen. Und hier geht es ja darum, die anderen im Geschäft, in der U-Bahn, in der Gastronomie, deren Freiheit zu schützen, nämlich deren körperliche Unversehrtheit."

Die Frage, ob jemand krank werde, habe auch etwas mit Freiheit und Nicht-Freiheit zu tun. Es gehe um eine Abwägung. "Und hier war die Entscheidung: Um die Freiheit der anderen zu schützen, gibt es an bestimmten Stellen Masken." Das Virus sei noch da, und da, wo man es ihm leicht mache, gehe es auf einmal wieder ganz schnell, sagte Spahn unter Verweis auf andere Länder mit hohen Infektionszahlen. 

 

Mittwoch, 5. August, 08.15 Uhr: NRW plant 150 Euro Bußgeld für "Masken-Muffel"

Nordrhein-Westfalen will bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen künftig sofort ein Bußgeld von 150 Euro abkassieren. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) sagte der "Rheinischen Post": "Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen. Wir wollen eine Verschärfung, so dass unmittelbar beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 150 Euro fällig ist." Bisher werden Bußgelder nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigerten, die Maske aufzusetzen. Wüst sagte, man wolle "keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln". Alles dazu lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 5. August, 07.30 Uhr: Corona-Ausbruch in St. Wolfgang unter Kontrolle

Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilte. Die Zahl der betroffenen Betriebe in der Gemeinde blieb unverändert bei 18.

Die meisten Infizierten arbeiten in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Ergebnisse neuer Tests von etwa 400 Beschäftigten sollen am Donnerstag vorliegen. Als Ausgangspunkt der zahlreichen Infektionen seit Ende Juli gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter in zwei Lokalen, die daraufhin freiwillig geschlossen hatten.

Die Behörden hatten die Infizierten über Kontaktpersonen gefunden und Schutzmaßnahmen verhängt. Bis 9. August gilt eine Sperrstunde von 23 Uhr an. Im Rest des Landes muss um 1.00 Uhr nachts geschlossen werden. Abreisende Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Bei der Zahl von Tagesbesuchern und Übernachtungen habe es einen spürbaren Einbruch gegeben, sagte der Geschäftsführer der örtlichen Tourismusgesellschaft, Hans Wieser. "Tatsache ist, dass uns die Situation schon stark getroffen hat." An diesem Mittwoch will er mit Landesregierung und Stadtverwaltung einen "Comeback-Plan für den Tourismus" vorstellen.

Aktuell gibt es in Österreich nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwas über 1.400 aktive Erkrankungen mit Covid-19. 23 Patienten werden nach Angaben von Dienstag auf der Intensivstation behandelt.

 

Mittwoch, 5. August, 06.30 Uhr: 741 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Guten Morgen aus der Digitaredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 741 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 212.022 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen im Internet meldete (Datenstand 5.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.168. Bis Mittwochmorgen hatten 194.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 4.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,02 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 4.8., 0.00 Uhr, bei 0,99 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Dienstag, 4. August, 21.30 Uhr: Konzerte in Frankreich ab Mitte August wieder möglich

In Frankreich können unter bestimmten Bedingungen ab Mitte August wieder kulturelle Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern stattfinden. Ab dem 15. August dürften die zuständigen Präfekturen Veranstaltungen wie Konzerte und Festivals unter Einhaltung von Corona-Sicherheitsvorkehrungen wieder genehmigen, teilte das französische Kulturministerium am Dienstag mit.

Demnach müssten zwischen Sitzplätzen genügend Abstand gehalten werden und das Tragen einer Schutzmaske verpflichtend sein. Das Ministerium hatte bereits Ende Juli ein entsprechendes Dekret erlassen.

Ab dem 1. September können demnach Festivals, Konzerte und Shows mit mehr als 5000 Besuchern ohne spezielle Genehmigung der Präfektur stattfinden. Das Ministerium kündigte mehr Informationen dazu für die Woche des 24. August an. Ab September dürfen in Frankreich auch wieder Messen veranstaltet werden.

Der Kultur-Sektor war von der Corona-Pandemie hart getroffen worden. Seit Mitte März waren keine Veranstaltungen mehr erlaubt. Kulturschaffende hatten mehrfach öffentlich kritisiert, dass es keinen Fahrplan zur Wiedereröffnung ihrer Branche gibt.

 

Dienstag, 4. August, 20.15 Uhr: Allgäuer Künstler haben es in der Corona-Zeit besonders schwer

Gitarrist Jeff Aug sind durch die Corona-Pandemie fast alle Einnahmen weggebrochen. Damit ist er nicht der einzige Künstler, dem es so geht. Jetzt spielt er in Immenstadt und prangert die schwierige Situation von Künstlern an. Wann das Konzert stattfindet, lesen Sie hier.

 

 Dienstag, 4. August, 19 Uhr:  Maskenpflicht in Amsterdam und Rotterdam: Infektionen verdoppelt

 Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht ein. An belebten Straßen, auf Plätzen und Märkten muss ab Mittwoch eine Gesichtsmaske getragen werden, teilten die Städte mit. Am Dienstag wurden in der Innenstadt von Amsterdam darunter auch im Rotlichtviertel gelbe Warnschilder aufgestellt. Wer sich nicht an die Auflage hält, dem droht eine Geldbuße von 95 Euro. Auch in überdachten Einkaufszentren und in Geschäften mit viel Kunden muss jeder ab 13 Jahre eine Maske tragen.

Die Städte reagieren damit auf die schnell steigenden Infektionszahlen. Vor allem in der Innenstadt von Amsterdam wird wegen der großen Zahl von Touristen der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern oft nicht eingehalten. Landesweit sind Masken bisher nur im öffentlichen Nahverkehr Pflicht.

In der vergangenen Woche waren in den Niederlanden fast 2600 Neu-Infektionen gemeldet worden, das ist fast doppelt soviel wie in der Vorwoche. Das nationale Institut für Gesundheit und Umwelt sprach von einer "besorgniserregenden Entwicklung." Das Corona-Virus verbreitet sich den Angaben zufolge vor allem in Amsterdam und Rotterdam schnell. Ein Viertel der Neuinfizierten ist zwischen 20 und 29 Jahre alt.

 

Dienstag, 4. August, 18.45 Uhr: Allgäuer Festwoche: Festbierprobe in diesem Jahr nur privat

Festbierproben gehören zur Allgäuer Festwoche wie der Rundgang von Landespolitikern über das Festgelände. Weil die 71. Auflage des größten Volksfestes in der Region coronabedingt ausfällt, gibt es in diesem Jahr auch keine Bierprobe. Wie die Alternative heuer aussieht, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 4. August, 17.10 Uhr: Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf 

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in ihren Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt. Eine Übersicht, welche Länder zu den Corona-Risikogebieten zählen, finden Sie hier.

 

Dienstag, 4. August, 17.05 Uhr: Fast 500.000 weniger offene Stellen in Deutschland 

Schwere Zeiten für Berufsanfänger und Arbeitslose: Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist im zweiten Quartal um eine halbe Million gesunken. Wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag mitteilte, fiel sie um 36 Prozent auf 893.000. Weil zugleich die Arbeitslosigkeit zunahmen, kam auf drei Arbeitslose nur noch eine offene Stelle.

Die Corona-Pandemie verstärkte den Rückgang, der schon in der Konjunkturflaute vorher eingesetzt hatte. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 ging die Zahl der offenen Stellen im zweiten Quartal um 191.000 zurück.

 

Corona-Virus: Neuinfektionen nach Landkreisen

 

 

Dienstag, 4. August, 16.10 Uhr: Neuer Corona-Fall in Memmingen

 Die Stadt Memmingen hat einen weiteren Infektionsfall mit Covid-19 bestätigt. Damit gibt es in Memmingen derzeit 58 bestätigte Infektionen, 57 davon sind seit 27. Juli 2020 wieder genesen. 

Memmingen hat laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Vergleich aller bayerischen Kommunen die zweitwenigsten Infektionsfälle im Verhältnis zur Einwohnerzahl, nämlich 132,31. Nur der Kreis Main-Spessart hat mit 127,41 durchschnittlich noch weniger Fälle. 

 

 

Dienstag, 4. August, 14.35 Uhr: Zwei positive Corona-Tests vor den Formel-E-Finalrennen in Berlin

Zwei Personen aus dem Formel-E-Tross sind vor den finalen sechs Rennen in Berlin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilten die Rennserie und der Internationale Automobilverband am Dienstag mit. Die 1421 Tests waren tags zuvor durchgeführt worden. Um wen es sich bei den Betroffenen handelt, gaben die Formel E und die FIA nicht bekannt. Beide hätten sich in Selbst-Quarantäne begeben, hieß es. Um die Saison zu Ende zu bringen, tritt auch die erste vollelektrische Rennserie unter strengen Sicherheits- und Hygienevorgaben an. Auch der Allgäuer Daniel Abt ist für Team Nio beim Saisonfinale in Berlin dabei.

 

Dienstag, 4. August, 12.45 Uhr: Heuer kein Radlertag im Unterallgäu

Der Unterallgäuer Radlertag wird heuer aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Das teilt das Landratsamt Unterallgäu mit. Traditionell hatte die Sternfahrt in den vergangenen Jahren an Maria Himmelfahrt, 15. August, stattgefunden. Teilweise hatten bis zu 1.000 Radfahrer teilgenommen. „Eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist derzeit nicht durchführbar“, sagt Tobias Klöck vom Landratsamt Unterallgäu. „Wir hoffen natürlich, dass wir 2021 unseren Radlertag wieder veranstalten können.“

 

Dienstag, 4. August, 10.10 Uhr: 166 Infizierte in Konservenfabrik Mamming

Nach dem massiven Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming in Niederbayern sind in einem weiteren Betrieb der Gemeinde Corona-Infizierte ermittelt worden. In einer Konservenfabrik wurden 166 von 600 Mitarbeitern positiv auf Covid-19 getestet. Das gab der Landrat am Dienstagvormittag bekannt. Bereits im Juli wurden rund 230 Erntehelfer in einem Mamminger Erntebetrieb positiv auf das Coronavirus getestet. Der Landrat spricht nun von einem neuerlichen Rückschlag - alles dazu hier.

 

Dienstag, 4. August, 9.40 Uhr: Große Mehrheit der Deutschen für Strafen bei Missachtung der Corona-Regeln bei Demos

Nach der umstrittenen Corona-Demo in Berlin ist einer Umfrage zufolge die große Mehrheit der Deutschen dafür, bei Missachtung der Hygiene-Regeln Strafen zu verhängen. Welche Partei-Anhänger sich besonders dafür aussprechen und welche dagegen, das lesen Sie hier.

 

Dienstag, 4. August, 7.25 Uhr: Corona-Warn-App kommt in fünf weiteren Sprachen

Die deutsche Corona-Warn-App soll in Kürze in weiteren fünf Sprachen zur Verfügung stehen. "Die Versionen Arabisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch sind derzeit in der Entwicklung", sagte Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) der "Rheinischen Post". Bisher gibt es die am 16. Juni in Deutschland gestartete App in Deutsch, Englisch und Türkisch. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden.

Deutschland habe mit bisher mehr als 16,4 Millionen Nutzern mehr Downloads als ganz Europa mit seinen verschiedenen Apps zusammen, sagte Bär. Die Corona-Warn-App sei inzwischen in den App-Stores aller EU-Länder sowie der Türkei, der Schweiz und von Norwegen und Großbritannien freigegeben.

Zu den bisherigen technischen Problemen sagte die CSU-Politikerin, bei so großen IT-Projekten werde es immer Nachbesserungen geben müssen. Es habe Beeinträchtigungen bei der Hintergrundaktualisierung der App gegeben. "Deshalb empfehlen wir, die App einmal täglich zu öffnen." Dadurch werde sichergestellt, dass alle Warnmeldungen angezeigt würden.

Nach technischen Problemen auf verschiedenen Smartphones hatte die Corona-Warn-App Ende Juli ein Update bekommen. Mit der neuesten Version sollten technische Schwierigkeiten auf dem iPhone von Apple beseitigt werden.

Die App soll helfen, Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Wenn es eine Begegnung mit jemanden gab, der später positiv auf das Coronavirus getestet wurde, soll das Handy den Besitzer informieren. Außerdem kann die App dazu beitragen, dass Menschen nach einem Test schneller ihr Ergebnis erhalten.

 

Dienstag, 4. August, 7 Uhr: Studie: Zahl der Corona-Infizierten in Italien wohl deutlich höher

Das Coronavirus könnte in Italien einer Studie zufolge sechs Mal stärker verbreitet sein als bekannt. Das Gesundheitsministerium und das Statistikamt Istat veröffentlichten am Montag eine Auswertung, nach der knapp 1,5 Millionen Menschen im Land Antikörper gegen das Virus entwickelt haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Das entspreche rund 2,5 Prozent der Bevölkerung. In Italien leben rund 60 Millionen Menschen.

Das Ergebnis der Studie basiert auf Tests bei 64.660 repräsentativ ausgewählten Menschen vom 15. Mai bis 15. Juli - die Ergebnisse seien bis 27. Juli eingegangen. Laut den Daten der US-Universität Johns Hopkins haben sich in Italien bislang gut 248.000 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 35.000 Infizierte starben.

Der Studie zufolge gibt es jedoch große regionale Unterschiede, wie Ansa weiter berichtete. In der Lombardei wurde bei 7,5 Prozent der Menschen Antikörper festgestellt, in Süditalien bei weniger als einem Prozent.

 

Dienstag, 4. August, 06.20 Uhr: Ärzteverband: Zweite Corona-Welle schon da - Kliniken vorbereitet

Die von vielen befürchtete zweite Corona-Welle hat Deutschland nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund bereits erfasst. "Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle", sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna unserer Zeitung. Sie sei aber nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April. Dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen. "Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen", warnte Johna.

Die Krankenhäuser seien auf eine zweite Welle vorbereitet, erläuterte die Verbandschefin. Anders als bei der ersten Welle sollen Krankenhausbetten diesmal nicht pauschal, sondern am Bedarf orientiert freigehalten werden. "Weil sich das Pandemiegeschehen langsam aufbaut, müssen wir für Covid-19-Patienten gestuft Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, also eine zeitliche Staffelung der Vorhaltung einführen", sagte Johna.

In der Praxis wird nach Angaben des Marburger Bundes in Stufe eins eine geringere Anzahl an Intensivbetten freigehalten. Sind diese belegt, tritt 24 Stunden später Stufe zwei in Kraft und die Kapazitäten in den Intensivstationen werden erweitert. "So geht das Schritt für Schritt weiter, bis man dann in der höchsten Alarm- und Ausbaustufe alle für Covid-19-Patienten verfügbaren Intensivkapazitäten ausschöpft", sagte Johna.

Johna mahnte eindringlich, die Hygieneregeln einzuhalten und Masken zu tragen. Sie verglich die Maske mit der Einführung des Sicherheitsgurtes im Auto, wogegen es damals auch heftigen Widerstand gegeben habe. Heute fühlten sich viele Menschen von einer Mundschutzpflicht bevormundet. Aber das Gegenteil sei der Fall: So wie der Gurt Leben rette, "so rettet auch der Mundschutz Leben", betonte die Verbandschefin.

 

Dienstag, 4. August, 06.10 Uhr: 879 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 879 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 211.281 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 4.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.156. Bis Dienstagmorgen hatten 194.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 3.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,09 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 3.8., 0.00 Uhr, bei 1,00 (Vortag: 1,09). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Montag, 3. August, 21.45 Uhr: Steinmeier: "Verantwortungslosigkeit Weniger ist Risiko für uns alle"

 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Verstöße gegen Corona-Auflagen bei Kundgebungen in Berlin kritisiert und an den Gemeinschaftssinn appelliert. "Die Verantwortungslosigkeit einiger Weniger ist ein Risiko für uns alle", sagte Steinmeier am Montag in einer Videobotschaft. "Wenn wir jetzt nicht besonders vorsichtig sind, dann gefährden wir die Gesundheit vieler. Und wir gefährden darüber hinaus die Erholung unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft, unseres Kulturlebens. Jede und jeder von uns steht jetzt in der Verantwortung, einen zweiten Lockdown zu verhindern.

 Die stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, Ulrike Demmer, sprach mit Blick auf die Missachtung von Hygieneregeln wie dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz und Abstandhalten von inakzeptablen Bildern. "Das Verhalten von vielen Demonstrierenden ist in keinster Weise gerechtfertigt und nutzt das hohe Gut der Demonstrationsfreiheit aus." Demonstrierende hätten "Gesundheit und Leben" anderer riskiert. Friedliche Kundgebungen seien aber wichtig. "Kritik muss in der Demokratie immer möglich sein."

 

Montag, 3. August, 20 Uhr: Anstieg der Corona-Fälle: Grillverbot und Kontrollen in Offenbach

Nach einem starken Anstieg der Corona-Fälle in Offenbach hat die Stadt mit stärkeren Einschränkungen reagiert. Auf der Sitzung des Krisenstabes sei ein Grill- und Picknickverbot auf öffentlichen Flächen beschlossen worden, teilte die Stadt am Montag mit. Gemeinsamer Sport ist nur kontaktlos für maximal zehn Menschen oder Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes und mit anderthalb Metern Abstand erlaubt. Es solle mehr Kontrollen geben, um "Maskenverweigerer" zu erreichen, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß nach der Sitzung des Krisenstabes.

Die gestiegenen Fallzahlen in Offenbach werden vor allem auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten sowie auf ein Einzelereignis, nämlich eine Busfahrt zu einer niederländischen Käsefabrik, zurückgeführt.

Verpflichtende Testungen für Rückkehrer aus Risikogebieten, die bundesweit in dieser Woche erwartet werden, sollen in Offenbach schon jetzt gelten. Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) sagte, bei den 46 Krankheitsfällen, die die hessische Großstadt über den Schwellenwert gebracht hätten, seien nur in sechs Fällen die Ansteckungswege nicht bekannt. Offenbach hat am Wochenende den Schwellenwert von 35 Erkrankten pro 100 000 Einwohnern überschritten.

 

Montag, 3. August, 19.15 Uhr: Weiteres Mitglied der Regierung Bolsonaro mit Corona infiziert

In Brasilien hat sich nach Präsident Jair Bolsonaro und verschiedenen Ministern auch General Walter Braga Netto, als "Chefe da Casa Civil" vergleichbar mit dem Kanzleramtschef, mit dem Coronavirus infiziert. Braga Netto habe die Bestätigung bekommen, dass ein Test auf Covid-19 positiv ausgefallen sei, berichtete die Nachrichtenagentur "Agência Brasil" am Montag unter Berufung auf seine Pressestelle. Er werde bis zu weiteren Tests in Isolation bleiben und seine Termine aus der Quarantäne wahrnehmen.

In den vergangenen Wochen hatten sich nach eigenen Angaben unter anderem Sozialminister Onyx Lorenzoni, Bildungsminister Milton Ribeiro und Wissenschaftsminister Marcos Pontes infiziert.

Auch Staatschef Bolsonaro war nach eigener Aussage positiv getestet worden - ebenso wie Präsidentengattin Michelle. Der rechtspopulistische Staatschef hatte das Coronavirus mehrfach als "leichte Grippe" abgetan. Aus seiner eigenen Corona-Infektion hat er offensichtlich nichts gelernt. Nach seiner Genesung reiste Bolsonaro durch das Land, schüttelte Hände und löste Menschenansammlungen aus.

 

Montag, 3. August, 18.30 Uhr: Chefarzt über Krankheitsverläufe von Covid-19-Todesfällen in Mindelheimer Klinik

Seit Beginn der Pandemie wurden im Mindelheimer Krankenhaus 24 schwer an Covid-19 erkrankte Patienten stationär behandelt. Sieben von ihnen sind gestorben. Dr. Manfred Nuscheler ist Chefarzt und Spezialist der Intensivmedizin und erklärt, welche Krankheitsverläufe die Patienten hatten, welche Erfahrungen er mit Corona-Folgeschäden bereits gemacht hat und wie sich die Klinik in Mindelheim auf eine mögliche zweite Infektionswelle vorbereitet.

 

Montag, 3. August, 18.10 Uhr: Abwasseruntersuchungen in Augsburg sollen frühzeitig vor Corona warnen

Die Technische Universität München sucht im Abwasser von insgesamt sechs bayerischen Städten nach Spuren des Coronavirus. Auf diese Weise will das Team um Professor Jörg Drewes vom Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft eine Art Frühwarnsystem etablieren. Wie das funktionieren soll, lesen Sie hier.

 

Montag, 3. August, 17.35 Uhr: Rund 100 Corona-Fälle nach Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd

Die Zahl der Corona-Infizierten nach einer Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg ist auf rund 100 gestiegen. Mehrere Betroffene seien mittlerweile genesen aus der häuslichen Isolation entlassen worden, teilte das Landratsamt Ostalbkreis am Montag mit. 

 

Montag, 3. August, 16.55 Uhr: Nach zweitem Corona-Ausbruch in Mamming dauern Kontrolltests länger

Nach einem weiteren Corona-Ausbruch in einem Betrieb im niederbayerischen Mamming wartet das Gesundheitsamt noch auf die Ergebnisse von Kontrolluntersuchungen. Ursprünglich sollten die Testergebnisse am Montagnachmittag vorliegen, erklärte ein Sprecher des Landratsamtes in Dingolfing. Die Untersuchungen hätten sich aber verzögert.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass sich 43 Beschäftigte eines Konservenherstellers in Mamming mit dem Coronavirus angesteckt haben. Der verarbeitende Betrieb liegt in der Nähe eines Gemüsehofes, wo zuvor bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet wurden. Die Behörden gehen daher davon aus, dass es zu einer Übertragung von Mitarbeitern des Agrarbetriebes zu Beschäftigten der Konservenfabrik gekommen ist. Um sicher zu gehen, dass nicht noch mehr Arbeiter betroffen sind, wurde eine erneute Testung des gesamten weiterverarbeitenden Betriebs angeordnet.

 

Montag, 3. August, 15.05 Uhr: Klangkunstwerkstatt Durach versorgt Kinder in Corona-Zeiten mit Liedern aus "Fritzis Welt TV"

Wer singt, hat keine Angst! Unter diesem Motto hat die Klangkunstwerkstatt Durach (Oberallgäu) eine Reihe von Videos geschaffen, die nicht nur Mut bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie machen soll, sondern vor allem Kinder während der Quarantänezeit mit Musik versorgen will. Was die Serie "Fritzis Welt TV" alles für die kleinen Allgäuer zu bieten hat sowie zwei Folgen finden Sie hier.

 

Montag, 3. August, 11.50 Uhr: Verbraucherstimmung erholt sich, bleibt aber zurückhaltend

Nach dem starken Einbruch zu Beginn der Corona-Krise erholt sich die Verbraucherstimmung im August langsam. Bis der Konsum wieder auf das Vorkrisenniveau gelange, werde jedoch mehr Zeit vergehen als zunächst erwartet, teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag mit. Das HDE-Konsumbarometer erreicht demnach derzeit einen Wert von 98,14 Punkten. Im Vergleich zum Vormonat ist das ein Anstieg von 1,8 Punkten. Jedoch verlangsamte sich das Tempo des Anstiegs: Von Juni auf Juli hatte sich der Wert um 2,83 Punkte erhöht. Der Indexstand 100 wurde im Januar 2017 festgelegt.

In den vergangenen zwei Monaten haben sich die Verbraucher dem HDE zufolge wenig von dem angespannten Arbeitsmarkt beeindrucken lassen. "Das könnte sich aktuell ändern, so dass mit der Sorge um den eigenen Arbeitsplatz auch die Sorge um das eigene Einkommen zunimmt", teilte der Verband mit.

 

Montag, 3. August, 10.30 Uhr: Kampf gegen Corona: Großbritannien nutzt weitere Schnelltest-Systeme

Zur Eindämmung des Coronavirus will Großbritannien zwei neue Schnelltest-Systeme nutzen. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte laut einer Mitteilung seines Ministeriums vom Montagmorgen: "Millionen neuer Coronavirus-Schnelltests werden vor Ort in weniger als 90 Minuten Ergebnisse liefern und uns helfen, Übertragungsketten schnell zu unterbrechen." Von kommender Woche an würden Krankenhäusern, Pflegeheimen und Laboren nach und nach die neuen Testsysteme zur Verfügung gestellt, hieß es weiter. Damit seien in den kommenden Monaten mehr als sechs Millionen zusätzliche Tests möglich.

Genaue Angaben zur Zuverlässigkeit der Tests wurden zunächst nicht gemacht. Damit bleibt unklar, wie häufig sie falsch positive oder falsch negative Ergebnisse liefern. Beide Tests könnten neben Sars-CoV-2 auch andere vor allem im Winter kursierende Viren wie Influenza-Viren nachweisen, hieß es. Für die Durchführung sei kein geschultes medizinisches Fachpersonal erforderlich, was bedeute, dass sie auch in eher nicht-klinischen Umgebungen durchgeführt werden könnten. Großbritannien hatte zu Beginn der Pandemie große Schwierigkeiten, ausreichend Tests durchzuführen, baute seine Kapazitäten dann aber stark aus. 

 

Montag, 3. August, 8.45 Uhr: Spahn: Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten diese Woche

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat bekräftigt, dass die Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten im Laufe dieser Woche in Kraft treten soll. Einen genauen Termin nannte er am Montag im ARD-"Morgenmagazin" aber noch nicht: "Wir haben erste Entwürfe", sagte der CDU-Politiker. "Wir wollen das gut abstimmen auch mit den Ländern, da das ja auch vor Ort dann an den Flughäfen zum Beispiel oder an den Bahnhöfen gelebt werden können muss. Und deswegen finde ich es wichtig, es gut zu machen." Er betonte, bis dahin gelte für alle Einreisenden aus Risikogebieten die Pflicht zu zwei Wochen Quarantäne. Er verwies zudem darauf, dass sich seit Samstag alle Einreisenden innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen können.

Auf die Frage, warum solche Testmöglichkeiten für Reiserückkehrer nicht schon früher geschaffen wurden, verwies Spahn darauf, dass man erst einmal Testkapazitäten habe aufbauen müssen. "Wir haben jetzt 1,2 Millionen Tests, die wir pro Woche schaffen können. Es wird im Moment etwa die Hälfte abgerufen." Spahn rechnet mit einer Zunahme der Tests, neben Reiserückkehrern auch etwa von Lehrern und Erziehern: "Wir werden sehen - da bin ich sehr sicher - in den nächsten Wochen, dass deutlich mehr getestet werden wird."

 

Montag, 3. August, 7.50 Uhr:  Studie bestätigt: Menschen können Hunde und Katzen anstecken

Mit dem Coronavirus infizierte Menschen können ihre Haustiere anstecken. Müssen sich Tierhalter jetzt Sorgen um ihre Lieblinge machen? Alle Infos hier

 

Montag, 3. August, 7 Uhr: Debatte über Demo-Rechte nach Corona-Demo in Berlin

Keine Maske, kein Abstand: Die massenhaften Verstöße gegen die Corona-Auflagen bei den Demonstrationen in Berlin haben eine Debatte über die Grenzen der Versammlungsfreiheit entfacht. Die Demonstrationsfreiheit sei "ein besonders wichtiges Rechtsgut", sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). Jedoch müssten die Auflagen zur Eindämmung der Pandemie eingehalten werden, um andere nicht zu gefährden. "Mir fehlt jedes Verständnis für Demonstranten, die sich hierüber selbstherrlich hinwegsetzen."

Parteiübergreifend wurde der Ruf nach einem harten Durchgreifen laut. CDU-Innenexperte Armin Schuster stellte Demonstrationen dieser Art generell infrage. Aus seiner Sicht wäre es verhältnismäßig, solche Versammlungen "nur noch unter sehr viel strengeren Auflagen oder gar nicht mehr zu genehmigen", sagte er der "Rheinischen Post". Unionsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) unterstrich, Demonstrationen dürften nur in absoluten Ausnahmefällen eingeschränkt werden. "Aber wenn die Demonstranten selbst zum Hochrisiko werden, darf der Staat nicht tatenlos zusehen", erklärte er der "Welt". Weitere Stimmen lesen Sie hier. 

 

Montag, 3. August, 6.30 Uhr: 509 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 509 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 210.402 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen im Internet meldete (Datenstand 3.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.148. Bis Montagmorgen hatten 193.500 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 2.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,11 (Vortag: 1,13). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

 

Montag, 3. August, 6 Uhr: Im ersten Bundesland geht die Schule wieder los

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. In Bayern beginnt heute die zweite Ferienwoche, als erstes Bundesland startet Mecklenburg-Vorpommern heute wieder ins neue Schuljahr. Für die 152.700 Schülerinnen und Schüler soll es erstmals seit den coronabedingten Schulschließungen Mitte März wieder täglichen Unterricht geben. Weil rund 400 der 13.000 Lehrer aufgrund ihres hohen Corona-Risikos weiter im Homeoffice arbeiten, soll der Präsenzunterricht teilweise durch Fernunterricht ergänzt werden. Garantiert sind jedem Grundschüler laut Bildungsministerium täglich vier Stunden Unterricht in der Schule.

 

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