Corona-Newsblog, Teil 85

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 12. bis 17. November 2021

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Bund und Länder diskutieren, wie es im Kampf gegen Corona weitergeht.

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Bund und Länder diskutieren, wie es im Kampf gegen Corona weitergeht.

Bild: Christian Charisius

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Bund und Länder diskutieren, wie es im Kampf gegen Corona weitergeht.

Bild: Christian Charisius

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 12. bis 17. November.
18.11.2021 | Stand: 16:13 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Mittwoch, 17. November, 22 Uhr: Corona-Krise beschäftigt Bundestag und Ministerpräsidenten

Der Bundestag und die Ministerpräsidenten befassen sich an diesem Donnerstag mit der eskalierenden Corona-Situation. Am Morgen (9.00 Uhr) will der Bundestag über die von den mutmaßlichen künftigen Regierungsfraktionen SPD, Grüne und FDP ausgearbeiteten neuen Corona-Maßnahmen abstimmen. Ab 13.00 Uhr beraten dann die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen. Über welche Maßnahmen dabei diskutiert wird, erfahren Sie in unserem Überblick.

Mittwoch, 17. November, 21.47 Uhr: Belgien verschärft Corona-Regeln wieder

Mit verschärften Corona-Maßnahmen will Belgien einen neuen Lockdown verhindern. Angesichts drastisch steigender Fallzahlen gilt von Samstag an wieder eine Homeoffice-Pflicht für vier Tage die Woche, wie die Regierung am Mittwoch ankündigte. Auch die Impfkampagne soll noch einmal an Fahrt aufnehmen: Wer bereits geimpft ist, soll künftig eine dritte Dosis erhalten können. "Der Konzertierungsausschuss hat sich für maximale Vorsicht entschieden", sagte Premierminister Alexander De Croo. Zudem wird die Maskenpflicht ausgeweitet.

Die Corona-Lage in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohner hatte sich zuletzt erheblich zugespitzt. Nach jüngsten Daten wurden innerhalb von 14 Tagen 1116 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gezählt - ein Zuwachs um 38 Prozent. Die Zahl der Patienten, die täglich mit einer Covid-Erkrankung ins Krankenhaus kommen, stieg zuletzt um 59 Prozent. Auch die Intensivstationen werden immer voller. 75 Prozent der Gesamtbevölkerung sind vollständig geimpft.

Mittwoch, 17. November, 21.17 Uhr: Klinikverbund Allgäu: Zutritt nur mit Test

Besucher und Begleitpersonen müssen in den Häusern des Klinikverbunds Allgäu ab sofort einen negativen Test vorweisen – auch geimpfte und genesene. Ein Antigen-Schnelltest darf dabei nicht älter als 24 Stunden, ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden sein. Ausgenommen sind Patienten, die zur ambulanten Versorgung in Sprechstunden, die Notaufnahme oder Notfallambulanzen kommen. Zusätzlich sind aufschiebbare stationäre Behandlungen in ganz Schwaben bereits seit dem vergangenen Wochenende untersagt.

Mittwoch, 17. November, 21.05 Uhr: Hausärzte empört über Laumanns Spruch Impfen statt Golfen

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich mit einem frechen Spruch über die Ärzteschaft den Zorn der Hausärzte zugezogen. Laumann hatte laut "Ärztezeitung" bei einer Veranstaltung am Montag in Düsseldorf mit Blick auf das Impftempo bei Hausärzten gesagt: "Statt Golfplatz am Samstag Impfen am Samstag." Dafür entschuldigte er sich am Mittwoch - doch die so Gescholtenen sind trotzdem noch sauer.

"Es reicht!", erklärte der Hausärzteverband Nordrhein am Abend. Solche Stammtischparolen seien destruktiv und respektlos gegenüber den niedergelassenen Ärztinnen, Ärzten und ihren Praxisteams, die seit Monaten in hohem Tempo impften. Auch samstags werde in Hausarztpraxen geimpft. Der verbale Ausrutscher des Ministers zeige einmal mehr, wie chaotisch die NRW-Regierung mit der Pandemie umgehe.

Laumann hatte zuvor via Twitter erklärt, dass es ihm fernliege, diejenigen zu verärgern, ohne deren Einsatz die Pandemie nicht zu bewältigen sei.

Mittwoch, 17. November, 20.45 Uhr: Länder: 3G-Regel für Bus und Bahn nur mit Stichproben-Kontrollen

Die Verkehrsminister der Länder sehen die geplante Einführung einer 3G-Regel für Busse und Bahnen mit Blick auf die praktische Umsetzung kritisch: Welches Problem es bei den Kontrollen gibt, lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 20.15 Uhr: 3G stößt bei Arbeitgeber, Verkehrsbetrieben, Gewerkschaften und der Polizei auf Kritik

Arbeitgeber befürchten weitere Belastungen - wegen der geplanten 3G-Regeln am Arbeitsplatz. Ihr Sprecher hätte für das Problem aber einen Lösungsvorschlag - lesen Sie hier. Außerdem soll 3G bald auch in Bus und Bahn gelten. Aber wer soll das kontrollieren? Gewerkschaften geben den schwarzen Peter an die Polizei weiter - und die an die Betriebe. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 19.40 Uhr: Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte laut Söder "absolut sinnvoll"

Zum Brechen der vierten Corona-Welle braucht es aus der Sicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder strengere Regeln für Ungeimpfte. Angesichts der Lage seien Kontaktbeschränkungen absolut sinnvoll. Söders Forderungen lesen Sie hier.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte für sinnvoll.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte für sinnvoll.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Mittwoch, 17. November, 19.30 Uhr: Gegner der Corona-Politik demonstrieren vor Thüringer Landtag

Vor dem Landtag in Erfurt hat eine größere Gruppe von Menschen am Mittwoch gegen die Corona-Politik in Thüringen demonstriert. Mit Plakaten und Schildern äußerten die Demonstranten ihren Unmut gegen 2G- und 3G-Regelungen. Auf einigen Schildern war von einer "Corona-Diktatur" die Rede.

In Thüringen hatte das Kabinett am Dienstag beschlossen, in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens eine 2G-Pflicht einzuführen. 2G bedeutet, dass dort nur noch geimpfte oder von einer Covid-19-Erkrankung genesene Menschen Zutritt haben.

Im Thüringer Landtag selbst galt am Mittwoch erstmals eine Testpflicht für Abgeordnete und Mitarbeiter. Parlamentarier ohne negativen Corona-Test mussten auf der Tribüne Platz nehmen. Das betraf ausschließlich AfD-Abgeordnete. Die AfD-Fraktion lehnt die neuen Infektionsschutzmaßnahmen im Land und im Landtag ab.

Thüringen zählt mit Sachsen und Bayern zu den Bundesländern, die am stärksten von der vierten Corona-Welle betroffen sind. Laut Robert Koch-Institut lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 569,0.

Mittwoch, 17. November, 19.13 Uhr: RKI-Chef Wieler fordert Corona-Impfungen in Apotheken

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, will das Impf-Tempo durch Corona-Impfungen in Apotheken erhöhen. "Wir sind in einer Notlage, und in einer Notlage muss man bestimmte Dinge großzügig gestalten", sagte Wieler am Mittwochabend bei einer Online-Diskussionsveranstaltung mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU). Deshalb sei er ganz klar dafür, dass unter anderem Apotheker impfen sollten.

Die Booster-Impfungen seien umfänglich. "Je schneller geimpft wird, desto besser." Es brauche jedes niedrigschwellige Angebot. "Sonst kriegen wir diese Krise nicht in den Griff."

Zugleich plädierte Wieler für die 2G-Regeln (geimpft und genesen). "Wir dürfen denen, die sich nicht impfen lassen, wirklich nicht die Chance geben, der Impfung zu umgehen, zum Beispiel, indem sie sich freitesten lassen." Momentan laufe Deutschland auf eine "ernste Notlage" zu. "Wir werden wirklich ein sehr schlimmes Weihnachtsfest haben, wenn wir jetzt nicht handeln."

Mittwoch, 17. November, 19.05 Uhr: Corona: Kliniken in fünf bayrischen Bezirken müssen OPs verschieben

Wegen der schnell steigenden Zahl der Corona-Intensivpatienten müssen Krankenhäuser in fünf der sieben bayerischen Regierungsbezirke alle nicht medizinisch notwendigen Operationen verschieben. In Oberbayern erließ die Regierung am Mittwoch eine entsprechende Anweisung. In Niederbayern, Schwaben sowie Mittel- und Oberfranken haben dies die örtlichen Krankenhauskoordinatoren übernommen. Ausgenommen sind bislang Unterfranken und die Oberpfalz, auch dort beobachten die Regierungen die Lage jedoch genau.

Damit soll verhindert werden, dass die Krankenhäuser der Behandlung der Patienten nicht mehr Herr werden. In ganz Bayern ist die Zahl der Covid-Intensivpatienten in den vergangenen Wochen sehr schnell gestiegen: Am 1. September waren es laut Intensivregister 169, am 1. Oktober 262, am 1. November 437 - und nun innerhalb von zwei Wochen noch einmal nahezu eine Verdopplung. In Oberbayern gilt die Anweisung bis 10. Januar für die so genannten Corona-Schwerpunktkliniken. Viele Krankenhäuser können mangels Behandlungsmöglichkeiten oder wegen anderer medizinischer Schwerpunkte ohnehin keine Corona-Intensivpatienten aufnehmen.

Mittwoch, 17. November, 18.50 Uhr: Adventsmarkt in Waal fällt wegen Corona aus

Der Marktausschuss der Gemeinde Waal hat einstimmig entschieden, den für das dritte Adventswochenende geplanten Waaler Advent auch in diesem Jahr abzusagen - warum, lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 18.35 Uhr: Kreise: Union will Corona-Pläne der Ampel im Bundestag ablehnen

Die Unionsfraktion will die Pläne der Ampel-Fraktionen von SPD, Grünen und FDP an diesem Donnerstag im Bundestag mehrheitlich ablehnen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen der Beratungen der CDU/CSU-Abgeordneten in Berlin. Da die Ampel-Fraktionen aber über 40 Stimmen mehr als die notwendige Mehrheit im Bundestag haben, dürfte der Antrag von SPD, Grünen und FDP dennoch vom Parlament beschlossen werden. An diesem Freitag soll dann der Bundesrat in einer Sondersitzung über die geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz beraten.

Die Union wolle außerdem einen Entschließungsantrag zur Verlängerung des Sonderstatus der epidemischen Lage über den 25. November hinaus einbringen, hieß es aus Teilnehmerkreisen weiter. Dafür habe es eine überwältigende Mehrheit gegeben. Über die Pläne der Ampel-Fraktionen habe es eine lange Diskussion gegeben.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hatte in der Sitzung der Unionsfraktion nach Informationen der dpa aus Teilnehmerkreisen vorgeschlagen, die Ampel-Pläne zum Kampf gegen die vierte Welle der Corona-Pandemie an diesem Donnerstag im Bundestag abzulehnen. Der Vorschlag sei von den Abgeordneten von CDU und CSU mit zustimmendem Geklopfe auf den Tischen aufgenommen worden, erfuhr die dpa.

Zuvor hatte sich Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) bereits öffentlich skeptisch zu einer Zustimmung der Unionsfraktion zu den Plänen der Ampel-Fraktionen geäußert. Die Union sei der Meinung, dass die Fortschreibung der am 25. November auslaufenden epidemischen Lage von nationaler Tragweite das bessere Mittel im Kampf gegen die dramatische aktuelle Lage sei.

Mittwoch, 17. November, 18.15 Uhr: Corona-Lage verschärft sich: Krankenhaus in Lindau verschiebt Operationen

Im Landkreis Lindau gibt es einen weiteren Corona-Toten. Auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steigt. Die meisten davon sind nach Angaben der Klinik nicht geimpft. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 18.10 Uhr: Allgäuer Gastronom stirbt an Corona

Gastronom Giuseppe Bellanova aus Kempten ist im Alter von 40 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Wie seine Familie mit dem Verlust umgeht, lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 18 Uhr: Überblick: Über diese Maßnahmen diskutieren Bund und Länder am Donnerstag

Deutschland muss sich auf neue Auflagen im Alltag einstellen. Bund und Länder diskutieren beim Treffen am Donnerstag über mehrere Maßnahmen. Welche das sind, erfahren Sie in unserem Überblick.

Mittwoch, 17. November, 17.45 Uhr: Österreich diskutiert über Abendlockdown für alle

Ein Abendlockdown für alle gleich nach dem Lockdown für Ungeimpfte? Darüber wird in Österreich gerade gestritten. Mehr zum aktuellen Stand lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 17.38 Uhr: Neue Corona-Höchstwerte in Niederlanden: 21.000 Neuinfektionen

Die Niederlande haben rund 21.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert. Das sei ein neuer Höchstwert, teilte das Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Mittwoch mit. Am Vortag waren es etwa 20.000 gewesen. Die Inzidenz liegt damit deutlich über 700. In den vergangenen sieben Tagen hatte das RIVM etwa 48 Prozent mehr Neuinfektionen festgestellt als in der Vorwoche. Am stärksten betroffen sind den Angaben zufolge Rotterdam und Amsterdam.

Die Regierung hatte am vergangenen Wochenende einen Teil-Lockdown verhängt. Es gelten Kontaktbeschränkungen und kürzere Öffnungszeiten für Gaststätten und Geschäfte. Auch wurden die Maskenpflicht und die 1,5-Meter-Regel wieder eingeführt.

Auch die Patientenzahlen und die Todesfälle nehmen zu. In den vergangenen 24 Stunden waren 44 Todesfälle gemeldet worden, die höchste Zahl seit Mai. Insgesamt starben gesichert etwa 19.000 Menschen an der Folge einer Corona-Infektion. Die Behörden rechnen aber mit einer weitaus höheren Opferzahl. In den Krankenhäusern werden nun rund 2100 Patienten wegen Covid-19 behandelt. 265 Patienten waren in den vergangen 24 Stunden eingewiesen worden

Mittwoch, 17. November, 17.35 Uhr: Falsche Corona-Atteste ausgestellt? Ermittlungen gegen Arzt

Ein Arzt aus Ingolstadt soll eine Vielzahl an falschen Attesten zur Maskenpflicht wie auch zur Masern-Impfpflicht ausgestellt haben. Nach Polizeiangaben von Mittwoch laufen Ermittlungen gegen den Mann. Am Nachmittag fanden Durchsuchungen in den Räumen des Arztes statt. Mögliche Beweismittel sollen in den kommenden Monaten ausgewertet werden, teilte die Polizei mit.

Mittwoch, 17. November, 17.30 Uhr: Lindner offen für Impfpflicht in Pflegeheimen

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner schließt eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und Einrichtungen nicht aus. "Da sind wir offen in dieser Frage", sagte Lindner am Mittwoch beim "Wirtschaftsgipfel" der "Süddeutschen Zeitung" in Berlin. Die FDP-Fraktion werde kurzfristig eine Expertenanhörung durchführen zu der Frage, ob eine solche Maßnahme - etwa in Pflegeeinrichtungen - verhältnismäßig und verantwortungsethisch begründbar sei.

Einen flächendeckenden Lockdown zu Weihnachten mit Ausgangssperren und Ladenschließungen kann sich Lindner nach eigenen Worten hingegen nicht vorstellen. "Wir müssen alles tun, um überhaupt die Notwendigkeit, an eine solche Maßnahme zu denken, zu verhindern." Als Beispiele nannte der FDP-Chef die geplanten 2G-Regelungen sowie ein höheres Tempo beim sogenannten Boostern: "Gerade bei den Auffrischungsimpfungen müssen wir jetzt alle Kapazitäten des Gesundheitswesens nutzen."

Mittwoch, 17. November, 17.15 Uhr: Kreise: Merkel hält aktuelle Corona-Pläne nicht für ausreichend

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält die aktuellen Pläne der Ampel-Fraktionen von SPD, Grünen und FDP im Kampf gegen die vierte Welle der Corona-Pandemie für nicht ausreichend. Es müsse alles getan werden, um den exponentiellen Anstieg der Infektionszahlen zu stoppen, sagte Merkel am Mittwoch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer hybriden Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag in Berlin. Was derzeit besprochen werde, sei dafür nicht ausreichend.

Merkel warnte demnach, die Impflücke in Deutschland sei zu groß. Es sei erst Mitte November, die Lage sei aber viel angespannter als vor dem vergangenen Winter. Die Kanzlerin wurde mit den Worten zitiert: "Es besorgt mich sehr." Die Bund-Länder-Runde müsse sich an diesem Donnerstag auch mit der Frage beschäftigen, wann man über Maßnahmen wie 2G - Zugänge nur für Genesene und Geimpfte - hinausgehe. Was dies konkret bedeuten könnte, blieb zunächst unklar.

Das Impfen müsse zweites großes Thema bei der Ministerpräsidentenkonferenz sein, sagte Merkel nach diesen Informationen. Man sei im Rückstand bei den Auffrischungsimpfungen. Bis zu 30 Millionen Menschen müssten bis Jahresende zum dritten Mal geimpft sein. Dazu müssten nun die öffentlichen Strukturen hochgefahren werden. Von jenen Menschen, die heute infiziert seien, würden 0,8 Prozent auf den Intensivstationen landen. "Es zählt jeder Tag", mahnte die Kanzlerin demnach. Sonst komme man in eine sehr ernste Lage. Sie wurde mit den Worten zitiert: "Gerne würde ich Erfreulicheres sagen. Leider kann ich das nicht."

Mittwoch, 17. November, 17 Uhr: Hohe Corona-Zahlen im Norden: Schweden führt Coronapass ein

In den skandinavischen Ländern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter. Nach Angaben des norwegischen Gesundheitsinstituts Folkehelseinstitutt wurden in der letzten Woche 20 Prozent mehr Fälle registriert als in der Vorwoche. Die Reproduktionszahl wird auf 1,3 geschätzt.

In der nordnorwegischen Stadt Tromsø lag die Inzidenz bei 635 Fällen per 100.000 Einwohner. Der Bürgermeister kündigte am Mittwoch an, dass die Bürger sich darauf vorbereiten müssten, schon bald einen Coronapass vorzeigen zu müssen, wenn sie Restaurants und Veranstaltungen besuchen wollen. Der Pass belegt eine Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test.

Dänemark erreichte am Mittwoch mit 3907 registrierten Fällen die höchste Anzahl täglicher Neuinfektionen in diesem Jahr.

Angesichts der Entwicklung in seinen Nachbarländern will auch Schweden Maßnahmen einführen, die die Verbreitung des Corona-Virus bremsen. Die Regierung plane, ab dem 1. Dezember für Veranstaltungen im Innenraum mit mehr als 100 Teilnehmern ein Coronazertifikat einzuführen, sagte Sozialministerin Lena Hallengren am Mittwoch. Betroffen sein könnten Kinos, Theater, Konzert- und Sportveranstaltungen. Der Restaurantbesuch soll vorerst nicht begrenzt werden. In Schweden ist die Zahl der Neuinfektionen verhältnismäßig niedrig.

Mittwoch, 17. November, 16.50 Uhr: Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern steigt weiter

Das LGL meldet 1081 Corona-Patienten, die in den vergangenen sieben Tagen in bayerische Krankenhäuser eingeliefert wurden. Weitere Zahlen zur Situation in den Kliniken finden Sie hier.

Der Wartebereich für positive Corona-Patienten des Universitäts-Notfallkrankenhauses in Bukarest. Das Land ist von der vierten Corona-Welle förmlich überrollt worden.
Der Wartebereich für positive Corona-Patienten des Universitäts-Notfallkrankenhauses in Bukarest. Das Land ist von der vierten Corona-Welle förmlich überrollt worden.
Bild: Vadim Ghirda, dpa

Mittwoch, 17. November, 16.45 Uhr: Corona-Fall beim FC Bayern

Beim FC Bayern München gibt es vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg den nächsten Ausfall. Welcher Spieler positiv auf Corona getestet wurde, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 16.40 Uhr: Droht die "Triage" in deutschen Kliniken? Die wichtigsten Fragen und Antworten

"Triage": Das Wort schwebt aktuell wie ein Damoklesschwert über Deutschland. Grund dafür ist Corona - und die Notlage an den Kliniken. Was damit gemeint ist, erfahren Sie in unserem Überblick.

Mittwoch, 17. November, 16.33 Uhr: Kliniken in weiten Teilen Bayerns müssen Eingriffe verschieben

Wegen der schnell steigenden Zahl der Corona-Intensivpatienten müssen die Krankenhäuser in fünf der sieben bayerischen Regierungsbezirke alle nicht medizinisch notwendigen Operationen verschieben. Welche Regionen betroffen sind, lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 16.30 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte des LGL für das Allgäu

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bestätigt: In fast allen Allgäuer Kreisen sind die Inzidenzwerte wieder gesunken - außer in einer Stadt und in einem Landkreis. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 16.20 Uhr: Impfung im Unterallgäu nur noch mit Termin ab Montag

Um lange Wartezeiten im Impfzentrum Bad Wörishofen zu vermeiden, müssen Impfwillige ab Montag, 22. November, wieder einen Termin vereinbaren. Das teilte das Landratsamt Unterallgäu mit. Wer keinen Termin hat, bekommt auch keine Impfung. Wie man sich für einen Termin anmeldet, auch telefonisch, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 16 Uhr: Studien: Schutz lässt nach einigen Monaten vor allem bei Risikogruppen und Älteren nach

Neue Studien belegen: Der Impfschutz vor schweren Corona-Verläufen lässt vor allem bei Risikopatienten nach einigen Monaten nach. Warum die Booster-Impfung so wichtig ist, lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 15.50 Uhr: Corona-Pandemie außer Kontrolle: Sinnloses Sterben in Rumänien

Die Deltavariante zwingt das Gesundheitssystem in Rumänien in die Knie. Experten verzweifeln an ihren Landsleuten, unter denen eine Mehrheit die Corona-Impfung ablehnt. Mehr über die Lage in Rumänien lesen Sie hier.

Markus Wallner, ÖVP-Spitzenkandidat und Landeshauptmann, ist im Bregenzer Landhaus während der Vorarlberger Landtagswahl. Die ÖVP von Parteichef Kurz hat nach dem Erfolg auf Bundesebene auch die Wahlen im österreichischen Bundesland Vorarlberg sehr deutlich gewonnen. +++ dpa-Bildfunk +++
Markus Wallner, ÖVP-Spitzenkandidat und Landeshauptmann, ist im Bregenzer Landhaus während der Vorarlberger Landtagswahl. Die ÖVP von Parteichef Kurz hat nach dem Erfolg auf Bundesebene auch die Wahlen im österreichischen Bundesland Vorarlberg sehr deutlich gewonnen. +++ dpa-Bildfunk +++
Bild: Georg Hochmuth

Mittwoch, 17. November, 15.45 Uhr: Mutter fälscht für ihre Kinder Zertifikate für PCR-Tests

Eine Mutter fälscht offenbar original PCR-Test-Zertifikate für ihre Kinder. Ihre Tochter und ihr Sohn legten diese in der Schule im Zillertal vor. Wie die Polizei der Mutter auf die Schliche kam, lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 15.25 Uhr: Zwölf Festnahmen bei Razzia gegen Corona-Impfpass-Fälscher

Hessischen Ermittlern ist am Mittwoch ein Schlag gegen den Handel mit gefälschten Corona-Impfpässen gelungen. Bei einer Großrazzia in Südhessen, dem Rhein-Main-Gebiet und in zwei Städten von Baden-Württemberg wurden insgesamt zwölf Verdächtige festgenommen - unter ihnen zwei 36 und 42 Jahre alte Männer. Sie sollen für bis zu 400 Euro das Stück mindestens 300 nachgemachte Impfpässe verkauft haben. Es sollen auch gefälschte QR-Codes gehandelt worden sein.

Zehn der Festgenommenen sind mutmaßliche Käufer, wie die Staatsanwaltschaft in Darmstadt, das Polizeipräsidium Südhessen und das Landeskriminalamt in Wiesbaden gemeinsam mitteilten. Bei der Razzia durchsuchten mehr als 200 Polizisten insgesamt 23 Wohnungen und Häuser.

Mittwoch, 17. November, 15.15 Uhr: Bouffier für einheitliche Regelung bei Corona-Auffrischungsimpfungen

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) fordert eine bundesweit einheitliche Regelung bei den Corona-Auffrischungsimpfungen. Der Bund müsse sich daran auch finanziell beteiligen, sagte der Regierungschef am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Bei der Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage an diesem Donnerstag sollte auch geklärt werden, wie es mit den Krankenhäusern und beim Thema Freihaltepauschalen weitergeht. In der Runde sollte auch über Wirtschaftshilfen für bestimmte Branchen beraten werden, die durch die Einschränkungen besonders betroffen sind.

Bouffier warf der künftigen Ampel-Koalition vor, die Bund-Länder-Runde zu lange blockiert zu haben. Dadurch sei man zwei Wochen in Verzug. Der Ministerpräsident will nach dem Spitzengespräch am Donnerstagabend über mögliche weitere Corona-Maßnahmen für Hessen informieren.

Mittwoch, 17. November, 15 Uhr: Zu viele Corona-Schnelltests abgerechnet: 34-Jähriger ergaunert 260.000 Euro

Eine Viertel Million Euro soll der Betreiber von Corona-Teststationen im Raum Nürnberg mit falsch abgerechneten Schnelltests ergaunert haben. Der 34-Jährige soll deutlich mehr Tests abgerechnet haben als durchgeführt wurden, teilte die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) am Mittwoch mit.

Der Mann war demnach bereits am 11. Oktober festgenommen worden, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Er hatte seit Mai mehrere Teststationen in Nürnberg, Fürth und Schwabach betrieben. Von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern soll er laut ZKG zu Unrecht 260.000 Euro bekommen haben. Bei dem Einsatz im Oktober gab es demnach auch mehrere Durchsuchungen, Bargeld in Höhe von mehr als 100.000 Euro und Dokumente wurden sichergestellt. Auf den Fall aufmerksam geworden waren die Ermittler wegen einer Geldwäscheverdachtsanzeige einer Bank.

Die ZKG wurde vor gut 14 Monaten gegründet. Seitdem hat sie sich mit mehr als 450 Verfahren wegen Vergehen im Gesundheitsbereich befasst. Seit Juni ist die ZKG auch für Abrechnungsbetrugsfälle mit Corona-Schnelltests zuständig. Bis Ende Oktober gab es allein in diesem Bereich 49 Verfahren.

Mittwoch, 17. November, 14.20 Uhr: Ampel-Fraktionen verteidigen geplante Corona-Neuregelungen

Die voraussichtlichen Ampel-Regierungspartner haben die geplanten Neuregelungen zur Corona-Eindämmung im Herbst und Winter verteidigt. Es gebe jetzt ein wirklich effektives Maßnahmenpaket, um Corona robust zu bekämpfen, sagte FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus am Mittwoch. Zugleich solle es aber pauschale Lockdowns und flächendeckende Schulschließungen nicht mehr geben.

Die SPD-Fachpolitikerin Sabine Dittmar sagte, den Ländern würden auch mit weitergehenden Instrumenten alle Handlungsmöglichkeiten an die Hand gegeben, um vor die Welle zu kommen. Zur Gefahrenabwehr bleibe es durchaus möglich, einzelne Schulen oder Betriebe zu schließen.

Die Grünen-Rechtsexpertin Manuela Rottmann hob hervor, dass die Pläne für den Corona-Kurs nun in einer "Rückkehr zum parlamentarischen Verfahren" schnell mit wesentlichen Änderungen ergänzt worden seien. Der Maßnahmenkatalog werde dadurch nun erweitert. Zugleich könne man nicht mehr genauso vorgehen, als wäre niemand geimpft.

Die von SPD, FDP und Grünen geplanten Neuregelungen sollen an diesem Donnerstag vom Bundestag beschlossen werden. Sie sehen unabhängig von der am 25. November auslaufenden "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" als bisheriger Rechtsgrundlage Eindämmungs-Möglichkeiten für die Länder vor. Kommen soll unter anderem auch die 3G-Regel mit Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete am Arbeitsplatz sowie in Bussen, Bahnen und von Deutschland aus startenden Flugzeugen.

Mittwoch, 17. November, 14 Uhr: Corona-Überlastungsstufe in Sachsen erreicht

Sachsen hat die Corona-Überlastungsstufe bei seinen Krankenhausbetten offiziell erreicht. Damit gelten ab Freitag verschärfte Regeln und Kontaktbeschränkungen. Wegen der drastisch gestiegenen Infektionszahlen will die Landesregierung zudem am Freitag vorzeitig eine neue Corona-Schutzverordnung beschließen. Diese würde dann ab Montag nächster Woche gelten. Sachsen hat mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 742,2 den mit Abstand höchsten Wert aller Bundesländer.

Als Überlastungsstufe sind im Freistaat 1300 mit Corona-Patienten belegte Betten auf den Normalstationen der Krankenhäuser festgelegt. Wird der Wert an drei Tagen hintereinander erreicht, treten ab dem übernächsten Tag verschärfte Vorschriften in Kraft. Am Mittwoch wurden 1520 belegte Betten ausgewiesen, am Dienstag waren es 1524 und am Montag 1391.

Von Freitag an dürfen sich somit Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Person treffen; Geimpfte, Genesene oder Kinder bis 16 Jahre zählen nicht mit. Das 2G-Modell (geimpft oder genesen) gilt dann auch im Einzelhandel. Davon ausgenommen sind etwa Supermärkte oder Drogerien.

Mittwoch, 17. November, 13 Uhr: Gastronomie stellt wieder mehr Mini-Jobber ein

Die Zahl der Minijobber im gewerblichen Bereich ist Ende September auf den höchsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie gestiegen. Insgesamt verzeichnete die Minijob-Zentrale in Bochum rund 6,24 Millionen geringfügig Beschäftigte, wie sie am Mittwoch mitteilte. Dies bedeute ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erhebliche Anstiege waren im dritten Quartal besonders im Gastgewerbe mit einem Plus von 27,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal und im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung mit einem Plus von 26,1 Prozent zu verzeichnen. Die Zahl der Minijobber in Privathaushalten sank dagegen im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,1 Prozent auf knapp 282.000.

Mittwoch, 17. November, 12.15 Uhr: Merkel fordert dringende Corona-Klärungen in Bund-Länder-Runde

Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dringende Klärungen zur Eindämmung der Corona-Infektionen bei den anstehenden Bund-Länder-Beratungen eingefordert. Die gegenwärtige Pandemie-Lage sei dramatisch, sagte Merkel in einer per Video zugeschalteten Rede bei der Hauptversammlung des Deutschen Städtetags am Mittwoch in Erfurt. "Die vierte Welle trifft unser Land mit voller Wucht." Die Beratungen mit den Ministerpräsidenten an diesem Donnerstag seien "überfällig", machte Merkel deutlich.

Konkret forderte sie, eine Marke festzulegen, ab welcher Klinikbelastung zusätzliche Eindämmungsmaßnahmen greifen müssen. Ohne einen Schwellenwert bliebe der vereinbarte Index für die Zahl der aufgenommenen Corona-Patienten pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen "ein zahnloser Tiger". Es wäre aber "eine Katastrophe", erst dann zu handeln, wenn die Intensivstationen voll seien.

Mittwoch, 17. November, 11.15 Uhr: Wieder Rekord: 14.400 Corona-Neuinfektionen in Österreich

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat am Mittwoch in Österreich einen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden wurden laut Behörden 14 416 Neuansteckungen verzeichnet. Das ist - unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner - in etwa das Zweieinhalbfache des deutschen Wertes. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 953 Fälle pro 100 000 Einwohner. Den stärksten Anstieg gab es erneut im Bundesland Oberösterreich, das eine besonders niedrige Impfquote hat.

Auf zwei Schildern wird auf eine Ampel in hundert Metern hingewiesen. +++ dpa-Bildfunk +++
Auf zwei Schildern wird auf eine Ampel in hundert Metern hingewiesen. +++ dpa-Bildfunk +++
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Mittwoch, 17. November 11 Uhr: Vorarlberg: Landeshauptmann Wallner positiv auf Corona getestet

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat sich offenbar mit dem Coronavirus infiziert. Der 54-Jährige fehlte am Mittwoch im Vorarlberger Landtag, weil ein am Dienstagabend abgegebener Antigentest positiv ausgefallen war. Mittwochfrüh wurde ein PCR-Test durchgeführt, das Ergebnis war noch ausständig, wie Landtagspräsident Harald Sonderegger (ÖVP) bei der Eröffnung der Landtagssitzung erklärte.

Mittwoch, 17. November, 10.30 Uhr: Röttgen wirft Ampel-Parteien in Corona-Politik schweren Fehler vor

Der CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen wirft der möglichen künftigen Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP in der vierten Welle der Corona-Pandemie einen schweren Fehler vor. Die geplante Beendigung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite am 25. November sei "Parteipolitik vor einer Politik, die die Menschen schützt", sagte der Bundestagsabgeordnete am Mittwoch im "Frühstart" von RTL und ntv.

"Die epidemische Lage ist so stark wie nie. Aber weil man es einmal angekündigt hat, will man jetzt nicht mehr vom hohen Ross runter", urteilte Röttgen. Die sei eine Entscheidung gegen die Wirklichkeit. "Das ist eine kleine Regierungskrise dieser Ampel, bevor sie überhaupt Regierung ist."

Mittwoch, 17. November, 10 Uhr: Österreich verschärft Corona-Regeln für die Einreise

Ungeimpfte Reisende müssen an der österreichischen Grenze künftig einen PCR-Test vorweisen. Antigen-Schnelltests werden bei der Einreise ab Montag nicht mehr akzeptiert. Nur noch für Grenzpendler sind diese ungenaueren Tests gültig, wie aus einer Verordnung hervorging, die am Dienstagabend öffentlich gemacht wurde. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 8.45 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter auf 568,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Bayern steigt weiter. Am Mittwochmorgen lag diese nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 568,4. Am Vortag hatte sie bei 554,2 gelegen, vor einer Woche noch bei 395,8. Die Sieben-Tage-Inzidenz misst die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Bundesweit liegt der Wert bei 319,5.

Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 13 603 Corona-Neuinfektionen, bundesweit waren es 52 826 (Stand 03.12 Uhr). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge 294 Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet, davon 77 in Bayern.

Mittwoch, 17. November, 8.35 Uhr: Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Tschechien

In Tschechien ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf einen Rekordwert gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden gab es 22 479 neue bestätigte Fälle - so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie vor mehr als anderthalb Jahren. Das ging am Mittwochmorgen aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums in Prag hervor. Der bisherige Höchststand lag bei 17 778 Fällen am 6. Januar.


Mittwoch, 17. November, 8.15 Uhr: Stiko will Booster-Impfungen für alle ab 18 empfehlen

Die Ständige Impfkommission Stiko wird Booster-Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland schon "bald" für alle über 18 Jahren empfehlen. Das sagte Stiko-Chef Thomas Mertens am Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Lanz". Bislang gibt es eine offizielle Booster-Empfehlung in Deutschland lediglich für Menschen ab 70 Jahren. Daran - und am mangelnden Tempo vieler Stiko-Entscheidungen - hatte es zuletzt immer mehr Kritik gegeben.

Mittwoch, 17. November, 7.35 Uhr: Corona: Intensivpatienten in Allgäuer Kliniken meist ungeimpft

Im Allgäu müssen immer mehr Menschen wegen schwerer Corona-Symptome auf Intensivstationen behandelt werden. Die meisten von ihnen sind nicht geimpft.

Mittwoch, 17. November, 7.30 Uhr: Pläne der Ampel-Parteien zur Corona-Bekämpfung nehmen Gestalt an

Die Ampel-Pläne zur Corona-Bekämpfung werden konkreter. Doch reicht das aus angesichts hoher Infektionszahlen und schleppendem Impftempo? Eine Übersicht lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. November, 6.45 Uhr: THW und Bevölkerungsschutzamt wollen beim Impfen und Testen helfen

Um die Wucht der vierten Corona-Welle zu bremsen, bietet der Bund den Ländern Unterstützung beim Impfen und Testen der Bevölkerung an. In einer Aufstellung des Bundesinnenministeriums, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, das THW könnte Ländern und Kommunen beim Wiederaufbau von Impfzentren helfen. Auch für die Errichtung von Corona-Test-Stationen und für mögliche Umbaumaßnahmen in Krankenhäusern stünden ehrenamtliche Helfer bereit.

Diese und weitere Angebote des Bundes könnten bei der anstehenden Ministerpräsidentenkonferenz besprochen werden, für die diese Aufstellung erstellt wurde. An diesem Donnerstag will die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder über eine einheitliche Linie in der Pandemie-Bekämpfung beraten.

Mittwoch, 17. November, 6.15 Uhr: Österreich bewertet jüngste Corona-Schritte - Experten fordern mehr

Im Wochentakt ist der Impfdruck in Österreich durch immer neue Regeln erhöht worden. Nun soll eine erste Bilanz gezogen werden. Sind noch härtere Einschnitte notwendig? Mehr dazu lesen Sie.

Mittwoch, 17. November, 5.45 Uhr: Hausärzteverband pocht auf Priorisierung bei Auffrischungsimpfungen

Der Deutsche Hausärzteverband lehnt Auffrischungsimpfungen für alle Interessierten zum jetzigen Zeitpunkt ab. Zuerst müssten die vulnerablen Gruppen wie Menschen über 70 Jahre und chronisch Kranke die sogenannte Booster-Impfung erhalten, sagte der Verbandschef Ulrich Weigeldt der "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Diskussionen darüber, die ganze Bevölkerung quasi gleichzeitig ein drittes Mal zu impfen, helfen in der Impfkampagne nicht weiter." Denn jüngere und gesündere Menschen seien in der Regel auch sechs Monate nach der zweiten Impfung gut geschützt und könnten gegebenenfalls auch ohne Probleme etwas später die Booster-Impfung bekommen.

Mittwoch, 17. November, 5.43: Uhr: 7-Tage-Inzidenz im Allgäu in drei Landkreisen weiter über 800

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in drei Allgäuer Landkreisen weiter über 800. Die Stadt Kaufbeuren verzeichnet laut RKI aktuell die größte Steigerung im Allgäu. Die Übersicht.

Mittwoch, 17. November, 5.40 Uhr: Lehrerverband fordert von Ministerpräsidenten einheitliche Linie

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag fordert der Deutsche Lehrerverband eine gemeinsame Linie bei der Corona-Bekämpfung in den Schulen. Es müsse zum Beispiel klar sein, ab welchen Inzidenzen Maskenpflicht in den Schulen herrsche, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). "Ich fordere die Ministerpräsidentenkonferenz auf, sich auf gemeinsame Leitlinien für die Schulen zu verständigen". Beim momentanen Infektionsgeschehen gehöre die Maske im Unterricht auf jeden Fall dazu. "Es darf nicht angehen, dass einige Bundesländer die diesbezüglichen Empfehlungen der medizinischen Fachleute und des RKI einfach ignorieren", sagte Meidinger.

Mittwoch, 17. November, 5.30 Uhr: Ifo: Steigende Infektionszahlen gefährden wirtschaftliche Erholung

Die steigenden Corona-Infektionszahlen gefährden nach Einschätzung des Wirtschaftsforschungsinstitutes Ifo die Konjunkturerholung in Deutschland. "Die Ausbreitung der Infektionen sorgt dafür, dass die wirtschaftliche Aktivität in den Sektoren des sozialen Konsums - also Gastronomie, Reise, Kultur und Veranstaltungen - zurückgeht, weil Menschen Ansteckungsrisiken meiden", sagte Ifo-Chef Clemens Fuest der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch). Die ohnehin fragile Erholung werde so gefährdet.

Fuest sagte, zu einem großen Teil seien es nicht Lockdown-Maßnahmen, die ökonomische Kosten verursachten, sondern die Pandemie selbst. "Bei hoher Infektionsgefahr gehen die meisten Menschen nicht ins Restaurant oder zu Veranstaltungen, egal ob die durch staatliche Vorgaben geschlossen sind oder nicht." Der Unterschied zum vergangenen Winter bestehe darin, dass jetzt viele Menschen geimpft seien, auch wenn die Impfungen nicht perfekt schützten.

Mittwoch, 17. November, 5.15 Uhr: Gemeldete Zahlen: Ungeimpfte infizieren sich häufiger als Geimpfte

Corona-Daten aus mehreren Bundesländern deuten auf wesentlich mehr Neuinfektionen unter Ungeimpften hin als bei Menschen mit vollständigem Impfschutz. Zwar werden Ungeimpfte vermutlich viel häufiger getestet, doch eine grobe Einschätzung des Pandemiegeschehens unterschieden nach Impfstatus lassen die Werte aus Expertensicht dennoch zu.

Nach den unter anderem von Bundesländern wie Sachsen oder Bremen veröffentlichten Angaben war die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen unter den Ungeimpften zuletzt um ein Vielfaches höher als bei den Menschen mit vollständigem Impfschutz.

Die Salzburger Landeskliniken wollen ein Triage-Team zusammenstellen - im Bild: Der Eingang des Salzburger Uniklinikums.

Die Salzburger Landeskliniken wollen ein Triage-Team zusammenstellen - im Bild: Der Eingang des Salzburger Uniklinikums.

Bild: Barbara Gindl, APA, dpa

Mittwoch, 17. November, 5 Uhr: RKI registriert 52 826 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 319,5

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat einen neuen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der von den Gesundheitsämtern gemeldeten Fälle am Mittwochmorgen mit 52 826 an. Vor genau einer Woche waren es 39 676 Ansteckungen. Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 319,5 an - ebenfalls ein Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 312,4 gelegen, vor einer Woche bei 232,1 (Vormonat: 66,1) gelegen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.01 Uhr wiedergeben. Am vergangenem Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 50 196 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht.

Dienstag, 16. November, 21.30 Uhr: Vorlage: Stichproben-Kontrollen für 3G-Regeln in Verkehrsmitteln

Die von SPD, FDP und Grünen geplanten Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) in Verkehrsmitteln sollen einer Vorlage zufolge "stichprobenhaft" überprüft werden. Beförderer sollen dazu verpflichtet werden, dies durch entsprechende Nachweiskontrollen zu überwachen, heißt es in der Vorlage für die Beratung der Gesetzespläne im Hauptausschuss des Bundestags am Dienstagabend. Passagiere müssten dann Nachweise als vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte, Genesene oder für einen maximal 24 Stunden alten negativen Test vorzeigen können. Die Ausschuss-Vorlage lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Greifen soll die 3G-Regel demnach im öffentlichen Nahverkehr mit Bussen und Bahnen, im öffentlichen Fernverkehr mit ICE und Intercity sowie für den Luftverkehr. Ausgenommen sein sollen Schülerinnen und Schüler und die Beförderung in Taxis. Festgeschrieben werden soll laut der Vorlage auch die Verpflichtung, während der Beförderung eine FFP2-Maske oder medizinische Gesichtsmaske zu tragen. Davon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren. Die Vorgaben für die Benutzung der Verkehrsmittel sollen auch für das Kontroll- und Servicepersonal gelten.

Dienstag, 16. November, 20.40 Uhr: Ampel will Testpflicht für Kliniken und Heime einführen

Beschäftigte und Besucher sollen Kliniken und Pflegeeinrichtungen nach Plänen der möglichen Ampelkoalition nur mit tagesaktuellem negativem Corona-Test betreten dürfen.

Das geht aus einer Vorlage für den Hauptausschuss des Bundestags hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Bei Beschäftigten, die geimpft oder genesen sind, soll die Testung auch durch Antigen-Tests zur Eigenanwendung ohne Überwachung erfolgen können, also durch einen Selbsttest. Ein PCR-Test soll zweimal pro Woche reichen. Auch in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung soll die Testpflicht gelten.

Die Pläne sollen mit der vorgesehenen Änderung des Infektionsschutzgesetzes am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden. Eine Impfpflicht für Einrichtungen etwa der Pflege will die mögliche Ampelkoalition dagegen vorerst nicht vorsehen. Darüber solle in den nächsten Wochen entschieden werden, hatte es geheißen.

Dienstag, 16. November, 19.50 Uhr: Spahn: Auffrischungsimpfung vor Ende der Sechs-Monats-Frist möglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht sich dafür aus, allen Menschen ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus zu ermöglichen - auch wenn die letzte Impfung noch nicht sechs Monate her ist. "Der gemäß Zulassung vorgesehene Abstand von sechs Monaten zur vollständigen Immunisierung bei Personen ab 18 Jahren ist als zeitliche Richtschnur zu verstehen, der natürlich nicht tagesgenau einzuhalten ist", heißt es in einem Brief von Spahn und dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, an alle Vertragsärzte in Deutschland, der dem "Tagesspiegel" am Dienstag vorlag.

"Sie können daher jede Patientin und jeden Patienten ab 18 Jahren, auch wenn sie nicht zu den Risikogruppen gemäß der aktuellen Stiko-Empfehlung wie ältere Personen, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie medizinisches und pflegerisches Personal gehören, zeitnah und auch vor Ablauf der sechs Monate im eigenen Ermessen impfen", teilten Spahn und Gassen mit.

Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen wurden in den vergangenen Tagen Rufe nach schnelleren Auffrischungsimpfungen, den sogenannten Booster-Impfungen, laut. Bislang haben rund vier Millionen Menschen eine solche Impfung erhalten, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht.

Dienstag, 16. November, 19.31 Uhr: Versorgung in Bayerns Kliniken bald nicht mehr sicherzustellen

Angesichts der vierten Corona-Welle mit steigenden Corona-Zahlen fürchten Bayerns Kliniken, die Patienten-Versorgung bald nicht mehr gewährleisten zu können. Alle Infos dazu.

Dienstag, 16. November, 19.10 Uhr: NRW-Regierungschef Wüst bringt Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel

Am Donnerstag sollen wichtige Weichen für den Kampf gegen Corona gestellt werden - im Bundestag und mal wieder in einer Ministerpräsidentenkonferenz. Die kritische Lage befeuert die Debatte über eine Impfpflicht für manche Berufsgruppen.

Dienstag, 16. November, 18.50 Uhr: Allgäuer Eltern fordern strengere Corona-Regeln für Kitas und Kindergärten

Eine Kemptener Initiative setzt sich für PCR-Pool-Tests in Kitas ein. Kinder seien während der Pandemie zu oft vergessen worden. Wie reagiert die Stadt?

Dienstag, 16. November, 17.51 Uhr: Ungeimpfter Allgäuer Landwirt auf Intensivstation: "Corona ist schlimmer, als ich je gedacht hätte"

Ein Allgäuer Landwirt (54) liegt nach einer Corona-Infektion auf der Intensivstation. Geimpft war er nicht. Das bereut er bitter. Nun will er andere warnen.

Dienstag, 16. November, 17.05 Uhr: Corona: Weihnachtsmarkt in Marktoberdorf fällt aus

Die Stadt Marktoberdorf sagt ihren Christkindlmarkt ab. Bürgermeister und Stadtrat halten die Durchführung als nicht zu verantworten.

Dienstag, 16. November, 16.25 Uhr: Apotheken stoppen Männer mit gefälschten Impfpässen

In Wangen haben gleich zwei Männer unabhängig voneinander versucht, mit gefälschten Impfpässen an ein Impfzertifikat zu kommen. Beide flogen auf.

Dienstag, 16. November, 15.30 Uhr: Krankenhausampel in Bayern weiter tiefrot

Die Krankenhausampel in Bayern leuchtet weiter tiefrot. Über 800 Menschen werden in bayerischen Intensivstationen mit starken Corona-Symptomen behandelt. Alle Details.

Dienstag, 16. November, 14.50 Uhr: Corona-Regeln in Spanien und auf Mallorca: Deutschland als Risikogebiet eingestuft

In Spanien gelten trotz der Corona-Gefahr kaum Zugangsbeschränkungen. Ein Überblick über die Corona-Regeln auf dem Festland und auf den Balearen wie Mallorca. Worauf muss bei einer Reise nach Spanien geachtet werden?

Dienstag, 16. November, 14.30 Uhr: Dramatische Lage in Salzburg: Krankenhäuser bereiten Triage vor

Wer wird weiter auf den Intensivstationen behandelt und wer nicht? Mit der Frage muss sich nun ein Triage-Team in Salzburg befassen. Wie sich die Lage in dem Bundesland in Österreich weiter zuspitzt, lesen Sie hier.

Michael Theurer ist stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender.
Michael Theurer ist stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender.
Bild: Michael Kappeler, dpa

Dienstag, 16. November, 13.30 Uhr: Mann wegen Impfstatus nicht behandelt? Klinik weist Vorwürfe zurück

Nach Vorwürfen gegen das Klinikum Karlsruhe im Zusammenhang mit einem angeblich nicht gegen Corona geimpften und inzwischen verstorbenen Patienten ermittelt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Die Anklagebehörde habe ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, sagte ein Sprecher am Dienstag. Grund seien mehrere Anzeigen - darunter eine aus dem Umfeld des Mannes. Der Mann soll wegen seines Impfstatus nicht versorgt worden sein. Welche Beschwerden er hatte, ist unklar. "Durchaus steht auch die Hypothese im Raum, dass der Patient eine Behandlung ablehnte", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Klinik hat die Vorwürfe "ausdrücklich und vollumfänglich" zurückgewiesen.

Dienstag, 16. November, 13.05 Uhr: Stadt München sagt Christkindlmarkt wegen Corona ab

Die Stadt München hat wegen der hohen Zahl an Corona-Infizierten den Christkindlmarkt abgesagt. "Die dramatische Situation in unseren Kliniken und die exponentiell steigenden Infektionszahlen lassen mir keine andere Wahl", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des Krisenstabes. "Alles andere wäre eine nicht zu verantwortende Erhöhung des Infektionsrisikos und darüber hinaus auch das falsche Signal. Gerade auch für alle Beschäftigten in unseren Kliniken, die an ihrer Belastungsgrenze arbeiten."

Dienstag, 16. November, 13 Uhr: Kretschmann: 2G-Regel in Baden-Württemberg ab Mittwoch

Ungeimpfte Menschen in Baden-Württemberg werden ab Mittwoch von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen. Wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag ankündigte, wird das Land aufgrund der sich zuspitzenden Lage auf den Intensivstationen die sogenannte Alarmstufe in der Corona-Pandemie erreichen. Nur noch Geimpfte und Genesene haben dann noch Zugang zu Restaurants und Museen sowie zu den meisten anderen öffentlichen Veranstaltungen.

Dienstag, 16. November, 12.55 Uhr: Ministerpräsident Söder: Impfpflicht für Profifußball diskutieren

München (dpa) - Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kann sich eine Impfpflicht für Fußballprofis vorstellen. "Ich bin für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, das brauchen wir", sagte Söder am Montag dem TV-Sender Bild. "Ich denke, es wäre ein gutes Signal, dass wir so etwas auch für den Fußballbereich diskutieren - als Signal auch der Einheit von Fans und Spielern."

Angesichts schnell steigender Corona-Zahlen gelten in Bayern noch einmal verschärfte Regeln. Bei roter Krankenhaus-Ampel wie derzeit haben in den Stadien nur noch Fans Zutritt, die geimpft und genesen (2G) sind. Für Spieler und Trainer der Profivereine gilt an Spieltagen in den Stadien die 3G-Regel - Einlass für Geimpfte, Genesene und Getestete.

Dienstag, 16. November, 12.30 Uhr: Mehr als 56 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft

In Deutschland sind mittlerweile mindestens mehr als 56 Millionen Menschen und damit 67,6 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (10.50 Uhr) hervor. 58,3 Millionen Menschen wurden mindestens einmal gegen das Virus geimpft. Das entspricht einer Quote von 70,1 Prozent. Rund vier Millionen Menschen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung, eine sogenannte Booster-Impfung, erhalten.

Nach Angaben des RKI wurden am Montag rund 215 000 Impfdosen verabreicht. Davon entfallen rund 143 000 Dosen auf Booster-Impfungen, 37 000 Dosen auf Zweitimpfungen und 35 000 Dosen auf Erstimpfungen. Am Montag vor einer Woche wurden insgesamt rund 170 000 Impfdosen verabreicht. Seit einigen Wochen zieht das Impftempo wieder leicht an: Vergangenen Donnerstag wurden den Zahlen des RKI zufolge so viele Dosen verabreicht wie zuletzt Mitte August. Ein Großteil der täglichen Impfungen sind inzwischen Auffrischungsimpfungen.

Dienstag, 16. November, 12 Uhr: Dobrindt: Ampel-Fraktionen mit "Funktionsstörung" in Corona-Politik

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat die Corona-Politik der Ampel-Fraktionen SPD, Grüne und FDP scharf kritisiert. "Die Ampel hat ganz offensichtlich eine Funktionsstörung" und sei ungenügend vorbereitet auf die Belastung des Gesundheitswesens, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin. Die Ampel versuche, "aus dem Team Vorsicht das Team Kurzsicht zu machen". Teile der Grünen-Landesminister seien etwa für eine Fortschreibung der epidemischen Lage über den 25. November hinaus, in der Debatte über eine Impfpflicht gebe es Unterschiede zwischen Grünen und FDP. "Es zeigt sich: Besserwissen ist nicht besser können."

Dienstag, 16. November, 11 Uhr: Bürgerversammlung in Füssen nur digital

Aufgrund der extrem steigenden Inzidenzzahl hat sich die Stadt Füssen dazu entschieden, die Bürgerversammlung nur digital durchzuführen. Laut Stadtverwaltung findet die Bürgerversammlung am Donnerstag, 18. November, um 18 Uhr statt. Alle Infos und den Übertragungslink finden Bürger auf der Seite www.stadt-fuessen.org/buergerversammlung

Bürgermeister Maximilian Eichstetter sagt: „Wir stehen in der Verantwortung, den höchstmöglichen Schutz für unsere Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten und das können wir derzeit weder mit 3G, 3G+ oder 2G. Motto muss heißen: Kontaktbeschränkung soweit wie möglich.“

Dienstag, 16. November, 10.15 Uhr: Scholz befürwortet Debatte über Corona-Impfpflicht in Pflegeheimen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz befürwortet eine Debatte über eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wie Beschäftigte in Pflegeheimen. "Ich finde es richtig, dass wir jetzt eine Diskussion darüber begonnen haben, ob man das machen soll", sagte der geschäftsführende Vizekanzler am Montagabend beim Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung". Mehr dazu lesen SIe hier.

Dienstag, 16. November, 10 Uhr: Söder fordert erneut 2G in ganz Deutschland

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat erneut eine Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte in ganz Deutschland gefordert. "Ich halte es auch für falsch, dass wir nur mit Flickenteppichen arbeiten", sagte der CSU-Chef am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Was es braucht, ist 2G flächendeckend in Deutschland." 2G heißt Zutritt nur für Geimpfte und Genesene.

Am Donnerstag berät die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen im Kampf gegen Corona.

Dienstag, 16. November, 9.30 Uhr: Corona-Effekt? - Zahl der Geburten bis August leicht gestiegen

In Deutschland sind in diesem Jahr bis August mehr Kinder zur Welt gekommen als im Vorjahreszeitraum. Das Plus beträgt im Vergleich 2020 1,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte. Rund 524 000 Kinder wurden demnach geboren. Ob sich in den Zahlen ein Corona-Effekt zeigt, sei angesichts des nur leichten Zuwachses schwer zu sagen, sagte die Demografie-Expertin im Statistischen Bundesamt, Olga Pötzsch.

Dienstag, 16. November, 9 Uhr: Fünf bayerische Landkreise melden Corona-Inzidenz von über 1000

Fünf Landkreise in Bayern melden eine Corona-Inzidenz von über 1000. Spitzenreiter ist der Landkreis Rottal-Inn mit 1280,8 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von einer Woche, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag mitteilte. Nur in zwei Landkreisen in Sachsen liegt die Zahl der Neuinfektion pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche höher: Am heftigsten tobte die Pandemie laut RKI im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, aus dem eine Inzidenz von 1362,4 gemeldet wurde. Sehr hoch war auch die Inzidenz im sächsischen Landkreis Meißen mit 1298.

Dienstag, 16. November, 8.15 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter auf 554,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Bayern steigt weiter. Am Dienstagmorgen lag diese nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 554,2. Am Vortag hatte sie bei 525,7, vor einer Woche noch bei 348 gelegen. Diese misst die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Bundesweit liegt die Inzidenz bei 312,4.

Die Gesundheitsämter in Bayern meldeten dem RKI binnen eines Tages 9015 Corona-Neuinfektion, bundesweit waren es 32 048. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 07.25 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge 265 Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet, davon 77 in Bayern.

Dienstag, 16. November, 8 Uhr: 2G, Lockdown, Impflicht: Was ist rechtlich überhaupt möglich?

Deutschland steckt mitten in der vierten Corona-Welle. Die Politik muss handeln - aber noch fehlt es am gesetzlichen Rahmen. Was ist rechtlich haltbar, Was nicht? Hier lesen Sie eine Übersicht.

Dienstag, 16. November, 7.15 Uhr: FDP-Fraktionsvize: Kann mir Impfpflicht für Berufsgruppen vorstellen

Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer hat sich offen gezeigt für eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen. "Fakt ist: Wir haben weitgehende Maßnahmen jetzt verabredet - die Homeoffice-Pflicht, die 3G-Regel in Bus und Bahn und auch am Arbeitsplatz", sagte Theurer am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" mit Blick auf die Pläne von SPD, Grünen und FDP zum Kampf gegen Corona. "Und ich persönlich kann mir beispielsweise auch eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen durchaus vorstellen. (...) Aber über diesen Punkt sprechen wir heute noch."

Der Füssener Adventsmarkt wurde abgesagt.
Der Füssener Adventsmarkt wurde abgesagt.
Bild: Benedikt Siegert (Archiv)

Dienstag, 16. Novenber, 7 Uhr: Strack-Zimmermann will Duldungspflicht für Corona-Impfung im Militär

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat sich dafür ausgesprochen, die Corona-Schutzimpfung in der Bundeswehr verpflichtend einzuführen. Dazu solle sie in den Katalog der duldungspflichtigen Impfungen aufgenommen werden, sagte Strack-Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur. Dies solle für Soldaten gelten, aber auch für Zivilbeschäftigte, die ebenfalls in Einsätze gingen.

Zugleich wies sie darauf hin, dass die Impfquote in den Teilstreitkräften der Bundeswehr bei über 80 Prozent liege und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. "Hinzu kommen Soldatinnen und Soldaten, die sich privat haben impfen lassen, was in Deutschland aus Gründen des Datenschutzes vom Arbeitgeber nicht erfasst werden darf", sagte sie.

Dienstag, 16. November, 6.30 Uhr: Veranstalter warnen vor "Todesstoß" für die Branche

Konzerte, Tagungen, Weihnachtsmärkte: Weitere Einschränkungen für Veranstaltungen könnten aus Branchensicht das Aus für viele beteiligte Unternehmen bedeuten. Der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft warnt vor einem "Todesstoß" für die Branche. Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und aus Bundesländern, Veranstaltungen zu schließen, seien in keiner Weise nachvollziehbar. "Wir wären auch notfalls bereit, von unseren Besuchern die Vorlage eines aktuellen negativen Schnelltests zu verlangen, also "2G plus" anzuwenden", teilte Verbandspräsident Jens Michow der dpa mit.

Dienstag, 16. November, 6 Uhr: Corona-Pläne: Rechtsexperten für Änderungen beim Thema Schule

Die Ampel-Parteien müssen nach Auffassung von Rechtsexperten beim Punkt Schule in ihren Corona-Gesetzesplänen nachschärfen, wenn flächendeckende Schließungen wirklich ausgeschlossen werden sollen. Die Pläne gestatteten zwar keine Schulschließungen mehr, aber Auflagen für die Fortführung des Betriebs, sagte Ferdinand Wollenschläger, Professor für Öffentliches Recht an der Universität Augsburg, der Deutschen Presse-Agentur. "Hieraus können sich Auslegungsschwierigkeiten ergeben."

Dienstag, 16. November, 5.30 Uhr; Inzidenzwerte steigen in Kempten und Memmingen

Die 7-Tage-Inzidenz steigt in Kempten und Memmingen. In den anderen Städten und Landkreisen im Allgäu ist sie leicht rückläufig. Die aktuellen Inzidenzwerte im Allgäu lesen Sie hier Überblick.

Dienstag, 16. November, 5.15 Uhr: Scholz befürwortet Debatte über Corona-Impfpflicht in Pflegeheimen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz befürwortet eine Debatte über eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wie Beschäftigte in Pflegeheimen. "Ich finde es richtig, dass wir jetzt eine Diskussion darüber begonnen haben, ob man das machen soll", sagte der geschäftsführende Vizekanzler am Montagabend beim Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung". Allein darüber zu sprechen, sei schon eine deutliche Aussage - SPD, Grüne und FDP hätten diese Debatte bewusst geöffnet.

Dienstag, 16. November, 5 Uhr: RKI registriert 32 048 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 312,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 312,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 303,0 gelegen, vor einer Woche bei 213,7 (Vormonat: 70,8) gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 32 048 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.31 Uhr wiedergeben. Am vergangenem Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 50 196 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 21 832 Ansteckungen gelegen.

Montag, 15. November, 19.45 Uhr: AfD will 2G-Regeln in Bayern mit Klage stoppen

Bayerische Landtagsabgeordnete der AfD wollen die 2G-Regeln im Freistaat mit einer Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof stoppen. "Die 2G-Regel läuft für die Bürger in Bayern auf einen faktischen Corona-Impfzwang hinaus und verletzt damit das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit sowie den Gleichbehandlungsgrundsatz", teilte die AfD-Fraktion am Montag mit. "Unsere Gesellschaft wird dadurch in Geimpfte und Ungeimpfte gespalten. Eine solche Diskriminierung ist in der Sache willkürlich und damit verfassungswidrig."

Daher solle im Eilverfahren vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gegen die Regeln geklagt werden. Bei einer Popularklage geht es um die Frage, ob eine Rechtsnorm des bayerischen Landesrechts die Grundrechte der Bayerischen Verfassung verfassungswidrig einschränkt.

Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen gelten von Dienstag an verschärfte Regeln: Bei roter Krankenhaus-Ampel wie derzeit gilt nun auch in Gaststätten, in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben, dass nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt haben. Bereits seit vergangene Woche gilt dies für Theater, Kinos, Museen, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen. Ausnahmen sind Kinder unter 12 Jahren, für 12- bis 17-Jährige gilt für sportliche und musikalische "Eigenaktivitäten" eine Übergangsfrist bis Jahresende.

Montag, 15. November, 18.50 Uhr: Obduktion: Impfung nicht alleinige Todesursache bei 12-Jährigem

Die Impfung gegen das Corona-Virus ist nach dem abschließenden Obduktionsbericht nicht die alleinige Ursache für den Tod eines 12-Jährigen im Kreis Cuxhaven. Mehr lesen Sie hier.

Montag, 15. November, 18 Uhr: Corona-Kontrollen im Westallgäu

Am Freitag haben Mitarbeiter von Landratsamt und Polizei in acht Lindauer Lokalen 185 Gäste überprüft. Das Fazit lesen Sie hier.

Montag, 15. November, 17.25 Uhr: FPÖ-Chef Kickl an Corona erkrankt

Herbert Kickl, impfskeptischer Chef der rechten FPÖ in Österreich, ist an Covid-19 erkrankt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 15. November, 17.15 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte des LGL

Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Montag, 15. November, 17 Uhr: Ampel-Parteien betonen: Keine Schul- und Geschäftsschließungen

Schulen oder Einzelhandel sollen im Zuge verschärfter Corona-Maßnahmen nicht wieder flächendeckend geschlossen werden. Das betonten Spitzenpolitiker der voraussichtlichen künftigen Ampel-Koalition am Montag nach einer Anhörung von Sachverständigen im Bundestag im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum neuen Corona-Regelwerk. Man werde Ausgangssperren nicht weiter zulassen und die Schließung von Geschäften oder Schulen flächendeckend in dieser Form ausschließen, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sabine Dittmar, am Montag in Berlin.

Sozialdemokraten, Grüne und FDP hatten sich am Wochenende wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage auf Verschärfungen ihrer bisher geplanten Corona-Regeln verständigt. Demnach sollen nun Kontaktbeschränkungen doch weiterhin möglich sein. Außerdem sollen die Bundesländer, sofern ihre Landesparlamente zustimmen, auch Verbote oder Auflagen mit Bezug auf Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen, Demos, Versammlungen oder Gottesdienste anordnen können. Umfassende Schließungen von Schulen und Kitas, Restaurants, Geschäften und Hotels, Beschränkungen für Reisen und Übernachtungen sowie Verbote, Sport auszuüben, soll es jedoch nicht geben.

Montag, 15. November, 15 Uhr: Impfpflicht in Kitas und Pflegeheimen: Ampel will darüber beraten

Die möglichen künftigen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP wollen nach Angaben der Grünen über eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Bereiche sprechen. "Über eine Impfpflicht in besonderen Einrichtungen wird die Ampel erst noch in einem eigenen Verfahren, unabhängig vom Infektionsschutzgesetz, beraten", sagte eine Sprecherin der Fraktion am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Zuvor hatte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt gesagt: "Wir werden eine Impfpflicht brauchen für Einrichtungen, bei Pflegeheimen, bei Kindertagesstätten et cetera. Wir werden das auf den Weg bringen", sagte Göring-Eckardt am Montag in Berlin. Auf Nachfrage hatte sie bestätigt, dass die Mitglieder der angestrebten Ampel-Koalition sich in dieser Frage einig seien.

eingeführt werden soll. Alle Infos dazu.

Montag, 15. November, 13.30 Uhr: Bayerisches Kabinett beschließt 2G auch in Gaststätten

Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen hat das bayerische Kabinett wie angekündigt schärfere Regeln beschlossen, die schon von diesem Dienstag (16. November) an gelten sollen. Auch in Gaststätten und Hotels gilt dann die 2G-Regel, Zugang haben also nur noch Geimpfte und Genesene - und Kinder unter 12 Jahren, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Ein alternativer PCR-Test reicht also künftig nicht mehr aus.

Angesichts der zunehmenden Zahl von Impfdurchbrüchen gilt ab Dienstag zudem eine Maskenpflicht auch in all den Bereichen, in denen nach der 2G-Regel nur Geimpfte und Genesene Zugang haben - es sei denn, der 1,5-Meter-Mindestabstand wird eingehalten. In Gaststätten kann die Maske am Platz abgenommen werden. In Clubs und Diskotheken kann dagegen nur dann weiterhin auf die Maske verzichtet werden, wenn die Veranstalter zusätzlich einen Schnelltest von den Gästen verlangen.

Montag, 15. November, 12 Uhr: Grünen-Experte: Verschärfte Corona-Maßnahmen bitter nötig

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen dringt auf weitergehende Schritte zum Eindämmen der drastisch steigenden Corona-Zahlen. "Die Verschärfung der Schutzmaßnahmen war bitter nötig", sagte der Bundestagsabgeordnete am Montag der Deutschen Prese-Agentur mit Blick auf ergänzte Pläne der Ampel-Fraktionen. Dies werde helfen, mit der dramatischen Lage besser umzugehen. Aus der Vergangenheit und der Wissenschaft wisse man, dass Kontaktbeschränkungen die Virusverbreitung effektiv eindämmen können.

Montag, 15. November, 11.30 Uhr: Schalke mit Appell an Fans: "Bitte lasst euch impfen!"

Fußball-Zweitligist FC Schalke 04 hat seine Fans in einer Mitteilung zum Impfen animiert. "Die Wahrscheinlichkeit, dass neue Zugangsbeschränkungen in absehbarer Zeit auch bei Heimspielen des S04 angewandt werden müssen, ist alles andere als gering", hieß es dort mit Blick auf die wieder steigenden Corona-Zahlen: "Der FC Schalke 04 möchte seine Mitglieder und Fans deshalb frühzeitig dafür sensibilisieren und damit verbunden einen Appell aussenden: Bitte lasst euch impfen!"

Montag, 15. November, 10 Uhr: Daten aus der Luca-App: Bars und Clubs sind Corona-Hotspots

Knapp drei Viertel aller Warnungen der Gesundheitsämter in Deutschland, die aus dem System der Luca-App generiert wurden, gingen an Besucherinnen und Besucher von Bars und Clubs. Das geht aus einer anonymisierten Auswertung für den Oktober hervor, bei der über 181 000 ausgespielte Warnmeldungen analysiert wurden. Fast die Hälfte der Warnungen betrafen Clubs (49,1 Prozent), knapp ein Viertel Bars (23,2 Prozent). Erfasst wurden Warnhinweise per App und Anrufe bei Nutzern der App durch das Gesundheitsamt.

Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, setzt vor allem auf mehr Impfungen.
Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, setzt vor allem auf mehr Impfungen.
Bild: Marius Becker

Montag, 15. November, 9.10 Uhr: Adventsmarkt in Füssen abgesagt

Der vom 3.bis 5. Dezember sowie vom 10. bis 12. Dezember im Klosterhof St. Mang geplante Füssener Adventsmarkt musste angesichts der aktuellen Pandemielage abgesagt werden. "Wir bedauern die Absage des Adventsmarktes und auch der für den 30.12.2021 geplanten Füssener Rutschparty außerordentlich. Allen Einheimischen und Gästen hätten wir über diese beiden Veranstaltungen gerne Freude, Geselligkeit und eine Auszeit geboten. Zudem hätten wir gerne Händler und Gastgewerbe mit den Veranstaltungen unterstützt", kommentiert Füssens Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier die Absage.

Montag, 15. November, 9.35 Uhr: Arbeitgeber: Firmen müssen Impfstatus von Mitarbeitern kennen

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen fordern die Arbeitgeber, dass Firmen den Impfstatus ihrer Beschäftigten erfahren und speichern dürfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 15. November, 9.15 Uhr: Wiese zu Corona-Plänen: Faktisch ein Lockdown für Ungeimpfte

Die potenziellen Ampel-Partner haben sich nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, auf verschärfte Corona-Maßnahmen verständigt. "Wir sehen die Zahlen aktuell mit großer Sorge", sagte Wiese am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Zu den Maßnahmen zählten: 3G am Arbeitsplatz, eine Homeoffice-Pflicht, die mögliche Einführung von Kontaktbeschränkungen gerade auch für Ungeimpfte, 3G im Fernverkehr und ÖPNV sowie eine Länderöffnungsklausel, "damit die Länder, gerade auch Bayern und Sachsen, die ein erhebliches Infektionsgeschehen haben, auch weitere Maßnahmen mit Zustimmung des dortigen Landtags auf den Weg bringen können".

Montag, 15. November, 8.30 Uhr: Corona-Ausbruch: China hält Tausende Studenten in Wohnheimen fest

Als jüngstes Beispiel für die strikte Corona-Politik in China haben die Behörden mehrere Tausend Studenten in Quarantäne geschickt. In der Millionenstadt Dalian im Nordosten der Volksrepublik wurden mehr als 10 000 Studenten verpflichtet, in den Zimmern ihrer Wohnheime zu bleiben oder sich in Quarantäne-Hotels zu begeben. Die Behörden reagierten damit auf einen Corona-Ausbruch unter Studenten mit etwa 60 Infektionen. In der gesamten Stadt, die mehr als sechs Millionen Einwohner hat, lag die Zahl der Infektionen bei mehr als 200.

Montag, 15. November, 7.30 Uhr: Corona-Zahlen steigen dramatisch - Inzidenz bei mehr als 500

Mehr als ein Drittel der bundesweit registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Bayern gemeldet worden. Genau 8629 Neuinfektionen gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen für den Freistaat an. In ganz Deutschland meldeten die Gesundheitsämter dem RKI binnen eines Tages 23 607 Ansteckungen. Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 525,7. Bundesweit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen bei 303 - ein Höchstwert seit Pandemie-Beginn. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 43 Todesfälle verzeichnet - 13 davon in Bayern.

Montag, 15. November, 7.15 Uhr: Corona-Drama: Ampel-Partner verschärfen Gesetzespläne

Braucht es Kontaktbeschränkungen oder nicht? SPD, Grüne und FDP wollten sie abschaffen - haben es sich nun aber anders überlegt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 15. November, 6.40 Uhr: Israel gibt Biontech-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren frei

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer darf in Israel nun auch Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren verabreicht werden. Der Ministerpräsident will mit gutem Beispiel voran gehen und seinen jüngsten Sohn impfen lassen. Mehr zur Biontech-Impfung von Kindern in Israel lesen Sie hier.

Montag, 15. November, 6.10 Uhr: Teil-Lockdown in Österreich gestartet - Handel klagt

Es sind die wichtigsten Wochen für den Handel. Ausgrechnet vor Beginn der Adventszeit beginnt in Österreich der Teil-Lockdown für Ungeimpfte. Die Maßnahmen im Anti-Corona-Kampf könnten sich sogar noch verschärfen. Die österreichische Regierung denkt zur Bekämpfung der vierten Corona-Welle an nächtliche Ausgangsbeschränkungen für alle Bürger. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 15. November, 5.50 Uhr: Inzidenzwerte steigen im Ostallgäu und im Unterallgäu kräftig

Die Inzidenzwerte im Ostallgäu sowie im Unterallgäu steuern auf cie 900er-Marke zu,. Wie das Robert-Koch-Institut am Montagmorgen mitteilte, ist auch der Wert für Memmingen gestiegen. Unsere Übersicht zur 7-Tage-Inzidenz im Allgäu lesen Sie hier.

Montag, 15. November, 5.35 Uhr: Ärzte: Politik hat in Pandemie vielfach versagt

Angesichts der außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie haben Ärztefunktionäre verantwortlichen Politikern schwere Vorwürfe gemacht und eine Mitschuld gegeben. Sie hätten "in Worten und Handeln an vielen Stellen versagt", sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montag).

Ähnlich wie die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, in der selben Zeitung sagte er: "Zu spät, zu halbherzig, zu unterschiedlich waren die Maßnahmen gegen das tödliche Virus. Zur Kakophonie der Ministerpräsidenten gesellte sich das parteipolitische Freiheitsgesäusel, das einen völlig falschen Freiheitsbegriff versprach." Montgomery fügte hinzu: "Wer apodiktisch sagt "Keine Impfpflicht und nie wieder Lockdown", der hat die Epidemiologie des Virus nicht verstanden und spielt ihm in die Hände."

Montag, 15. November, 5.30 Uhr: Gesundheitsminister der Länder fordern Corona-Bonus für Arzthelfer

Wegen der hohen Arbeitsbelastung in der Corona-Krise fordern die Gesundheitsminister der Länder vom Bund eine Bonuszahlung für alle Arzthelferinnen und Arzthelfer. "Gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten sind die medizinischen Fachangestellten seit Beginn der Corona Pandemie - und natürlich auch jetzt in der vierten Welle - ein extrem wichtiges Bollwerk vor den Kliniken und tragen erheblich dazu bei, die Überlastung im öffentlichen Gesundheitsdienst aufzufangen", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, der derzeit auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz ist.

Ein Corona-Bonus, analog zu dem der Beschäftigten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen, sei dafür ein richtiges Zeichen und eine Wertschätzung ihrer Leistungen, sagte Holetschek. Die Länder seien sich in der Frage einig. "Hier muss jetzt, genau wie in der Pflege, sehr schnell etwas passieren."

Montag, 15. November, 5.15 Uhr: Ampel-Fraktionen verschärfen Corona-Pläne: Auch Kontaktbeschränkungen

Die möglichen Koalitionspartner SPD, Grüne und FDP haben sich auf deutliche Verschärfungen bei der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes geeinigt. Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen sollen nun grundsätzlich auch Kontaktbeschränkungen angeordnet werden können, wie aus der Vereinbarung von Vertretern der drei Fraktionen hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dabei geht es offensichtlich um Ungeimpfte. Zudem sollen Ungeimpfte ohne negativen Test keine Busse und Bahnen mehr benutzen dürfen - unabhängig von der weiter geltenden Maskenpflicht.

Montag, 15. November, 5 Uhr: RKI registriert 23 607 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 303,0

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 303,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 289,0 gelegen, vor einer Woche bei 201,1 (Vormonat: 68,7) gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 23 607 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.52 Uhr wiedergeben. Am vergangenem Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 50 196 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 15 513 Ansteckungen gelegen.

Sonntag, 14. November, 18.45 Uhr: Söder unter Druck - Corona-Welle überrollt Bayern

Bayern erlebt die bislang heftigste Corona-Welle. Gründe gibt es viele. Hat auch die Staatsregierung zu inkonsequent reagiert? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder steht mehr und mehr in der Kritik. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag 14. November, 16.59 Uhr: Wüst will keine 2G plus-Verschärfung für Geimpfte

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) lehnt die Einführung einer 2G plus-Regel bei öffentlichen Veranstaltungen ab. Man sollte nicht den Geimpften, "die alles für den Gesundheitsschutz getan haben, jetzt als erstes die nächste Pflicht auferlegen", sagte Wüst dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag). Bei dem Prinzip 2G plus bekommen auch Geimpfte und Genesene nur Zugang, wenn sie zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Wichtiger sei der Blick auf die Nichtgeimpften. "Wir müssen dafür werben, dass sich mehr Menschen impfen lassen", sagte Wüst, der im Moment auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist.

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Sonntag, 14. November, 15.45 Uhr: Söder kündigt Maskenpflicht auch unter 2G-Bedingungen an

Angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen soll in Bayern künftig auch überall dort eine Maskenpflicht gelten, wo nur Geimpfte und Genesene Zugang haben. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag vor einer Klausur seines Kabinetts in München an. Die 2G-Regel erlaubt damit künftig nicht mehr, dort auf Masken komplett zu verzichten. Zudem hält Söder Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte für notwendig. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 14. November, 14.34 Uhr: Über 3000 Covid-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung

In deutschen Kliniken müssen immer mehr Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Die Zahl stieg nach Angaben des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) am Sonntag auf mehr als 3000. Laut Divi-Tagesreport kamen 93 Intensivpatienten hinzu, somit befinden sich nun 3034 Menschen wegen Corona in intensivmedizinischer Behandlung. Innerhalb von zwei Wochen stieg die Zahl um rund 1000.

Der Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, hatte am Samstag auf Twitter von einer "eingeschränkten Betriebsfähigkeit" der Intensivstationen gesprochen. "Die Mitarbeiter:innen rackern gerade weg, was sie können, aber sie sind zunehmend am Limit", schrieb Karagiannidis.

Sonntag, 14. November, 13.00 Uhr: Lockdown für Ungeimpfte in Österreich beschlossen

Der Lockdown für Ungewimpfte kommt in Österreich - und zwar schon ab Montag. Das haben Bundeskanzler Alexander Schallenberg und die Regierungschefs der Länder am Sonntag in Wien beschlossen. Mehr zum Lockdown für Ungeimpfte in Österreich lesen Sie hier.

Sonntag, 14. November, 12.30 Uhr: Brand in bulgarischer Klinik: Drei Corona-Patienten tot

In Bulgarien sind drei Covid-19-Patienten bei einem Brand in einer Klinik der Stadt Sliwen gestorben. Das in der Nacht zum Sonntag in der Covid-19-Station ausgebrochene Feuer wurde amtlichen Informationen zufolge auf "Fahrlässigkeit der Patienten" zurückgeführt. Wie das Staatsradio in Sofia berichtete, soll einer der ums Leben gekommenen Männer eine Zigarette angezündet haben. Sechs weitere Covid-Patienten wurden in Sicherheit gebracht. Bei dem Brand wurden keine Mitarbeiter der Klinik verletzt.

Sonntag, 14. November, 11.30 Uhr: Divi-Präsident fordert Corona-Prämie für Intensiv-Pflegekräfte

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, hat eine "kräftige Corona-Prämie" für Pflegekräfte im Intensivbereich gefordert, um ihnen die Belastungen durch die vierte Corona-Welle erträglich zu machen. "Es braucht eine Art Corona-Prämie für die vierte Welle, und zwar eine kräftige, von der die Intensivpflege-Beschäftigten auch wirklich etwas haben", sagte Marx der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Sonntag). "Wir wünschen uns, dass für die Monate mit hoher Belastung der Bruttolohn netto ausgezahlt wird. Auch Nacht- und Wochenendarbeit sollte steuerfrei gestellt werden", schlug Marx vor.

Sonntag, 14. November, 10.45 Uhr: Homeoffice-Pflicht soll wieder eingeführt werden

Angesichts der verschärften Corona-Lage in Deutschland gibt es der Bundesregierung den Plan, die Homeoffice-Pflicht für Arbeitnehmer wieder einzuführen. Ein Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für ein geändertes Infektionsschutzgesetz sieht dies vor. In dem Entwurfstext von Freitagabend, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: "Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten haben dieses Angebot anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen."

Sonntag, 14. November, 10.15 Uhr: Sächsische AfD reicht Klage gegen 2G-Regeln ein

Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag geht gerichtlich gegen die neue Corona-Schutzverordnung vor. Die Abgeordneten wollen vom Verfassungsgerichtshof die 2G-Regel überprüfen lassen, wie die Fraktion am Sonntag mitteilte. Sachsen hatte am Montag (7. November) als erstes Bundesland die 2G-Regel in weiten Teilen des öffentlichen Lebens eingeführt. Dies bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene in Restaurants, Kneipen oder Diskotheken dürfen, ein negativer Test reicht nicht mehr.

Sonntag, 14. November, 10 Uhr: Matthäus: Leistung der Nationalspieler wichtiger als Impfstatus

Die Leistung auf dem Platz sollte bei der Auswahl der DFB-Nationalspieler nach Meinung von Fußball-Legende Lothar Matthäus wichtiger sein als deren Impfstatus. "Hansi Flick sollte die Spieler weiter danach auswählen, ob er sie für den größtmöglichen sportlichen Erfolg braucht, nach Leistungsstärke nominieren - egal ob geimpft oder nicht geimpft", sagte der deutsche Rekordnationalspieler der "Bild am Sonntag".

Allerdings betonte der 150-malige Auswahlspieler auch: "Wenn Hansi Flick irgendwann den Entschluss fassen würde, nur noch geimpfte Spieler einzuladen, müssten das alle akzeptieren. Dann könnten nicht geimpfte Spieler vorerst nicht mehr für die Nationalmannschaft auflaufen."

Sonntag, 14. November, 9.15 Uhr: Kretschmer befürchtet mehr Tote in vierter Corona-Welle

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer befürchtet mehr Tote durch die aktuelle Verschärfung der Corona-Pandemie als bei den bisherigen Wellen. "Wir stehen erst am Anfang eines harten Winters: Die Welle, die wir vor uns haben, wird alle bisherigen Wellen in den Schatten stellen", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".

"Diese vierte Welle wird mehr Opfer, auch mehr Todesopfer, verlangen als alles, was wir bisher kannten." Kretschmer stellte die Menschen zugleich darauf ein, dass die angespannte Situation noch Monate andauert. "Aus dem vergangenen Jahr wissen wir: Wir müssen bis Ostern durchhalten. Vorher wird diese Welle nicht zu Ende sein."

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Sonntag, 14. November 8.45 Uhr: Deutschland stuft Österreich und Tschechien ab sofort als Hochrisikogebiet ein

Österreich und Tschechien gelten von Sonntag (14.11.) an wieder als Corona-Hochrisikogebiete. Das heißt: Reisende und Pendler müssen verschärfte Regeln beachten. Welche dies sind, lesen Sie hier.

Sonntag, 14. November, 8 Uhr: DIHK: Corona-Schutzmaßnahmen in Firmen müssen praktikabel sein

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag drängt darauf, dass Corona-Schutzmaßnahmen in Firmen wie eine 3G-Regel am Arbeitsplatz praktikabel und nachvollziehbar sind. DIHK-Präsident Peter Adrian sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Nur mit praxistauglichen Regeln erreichen wir die erforderliche Akzeptanz bei allen Beteiligten. So sollten Unternehmen etwa die 3G-Regel am Arbeitsplatz unbürokratisch in den Betriebsalltag integrieren können, um Beschäftigte und Kunden optimal schützen zu können."

Sonntag, 14, November, 7.15 Uhr: 3G-Regel in Zügen gefordert - Habeck: Lage mit "äußerster Dramatik"

Wegen der zugespitzten Corona-Lage fordern Politiker nun die Anwendung der 3G-Regel im Zugverkehr. Reisende müssten dann geimpft, genesen oder getestet sein. "Ja, auch das Bahnfahren muss sicherer werden. Aus meiner Sicht sollte hier 3G hier gelten, darüber werden wir reden müssen", sagte Grünen-Chef Robert Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). "Die Lage in Deutschland hat eine äußerste Dramatik", machte Habeck deutlich. "Wenn die vierte Welle nicht schnell gebrochen wird, droht das Krankenhaussystem im Dezember zusammenzubrechen", warnte er.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich dafür aus. "3G sollte auch in Zügen gelten. In dieser Corona­Situation ist es unverantwortlich, dass Menschen ungeimpft und ­ungetestet in vollen Zügen im Fernverkehr stundenlang eng neben anderen Passagieren sitzen", sagte Lauterbach der "Bild am Sonntag".

Sonntag, 14. November, 7 Uhr: Forscher: Boosterimpfungen "katapultieren" Impfschutz nach oben

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben Forschende die Bedeutung von Auffrischungsimpfungen betont. "Die Boosterimpfungen katapultieren den Impfschutz erneut deutlich nach oben", erklärte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen. Der Schutz vor einem schweren Verlauf sei nach vorliegenden Daten sogar effektiver als der kurz nach der zweiten Impfung. "Und auch der Schutz vor Ansteckung und Weitergabe einer Infektion ist sehr ausgeprägt und deutlich besser als bei Geimpften ohne die Auffrischung."

Sonntag, 14. November, 6.15 Uhr: Skigebiet an der Zugspitze rüstet sich für die Wintersaison - Start am Freitag

Als erstes Skigebiet in Deutschland starten die Liftbetriebe an der Zugspitze nach eineinhalb Jahren Corona-Zwangspause in die Saison. Was Skifahrer erwartet, lesen Sie hier.

Sonntag, 14. November, 6 Uhr: Inzidenzwert im Oberallgäu steuert auf 1000er-Marke - Starker Anstieg im Unterallgäu

Die 7-Tages-Inzidenz im Landkreis Oberallgäu hat mit 965,4 einen neuen Rekordwert erreicht, wie das Robert-Koch-Institut am frühen Sonntag mitteilt. Stark gestiegen ist der Wert auch im Landkreis Unterallgäu. Er steht aktuell bei 788,8. Alle Inzidenzwerte im Allgäu lesen Sie hier.

Sonntag, 14. November, 5.15 Uhr: Viele Corona-Tote in Bayern waren vollständig geimpft

Unter der rasch steigenden Zahl von Corona-Toten in Bayern ist ein vergleichsweise hoher Anteil vollständig Geimpfter. Die Gründe dafür dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 14. November, 5 Uhr: Über fünf Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen - Inzidenz 289,0

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat die Fünf-Millionen-Marke überschritten. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 33 498 Corona-Neuinfektionen, so dass nun seit Beginn der Pandemie 5.021.469 Ansteckungen erfasst wurden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.02 Uhr am Sonntag wiedergeben. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 289,0 an, was erneut ein Höchstwert ist. Zum Vergleich: Am Vortag hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 277,4 gelegen, vor einer Woche bei 191,5 (Vormonat: 67,0). Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 55 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 37 Todesfälle gewesen.

Den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter, die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, gab das RKI am Freitag mit 4,70 an (Donnerstag: 4,65). Der Wert wird am Wochenende nicht veröffentlicht.

Samstag, 13. November, 20.28 Uhr: Intensivmediziner Karagiannidis: "Uns rennt die Zeit davon"

Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich wegen der Corona-Pandemie aus Sicht des Mediziners Christian Karagiannidis zunehmend zu. "Die eingeschränkte Betriebsfähigkeit der Intensivstationen und der Personalmangel haben ein All-Time-High erreicht. Die Mitarbeiter:innen rackern gerade weg, was sie können, aber sie sind zunehmend am Limit", schrieb Karagiannidis, Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), am Samstagabend auf Twitter. In der RBB-"Abendschau" warnte der Mediziner: "Uns rennt im Moment wirklich die Zeit davon."

Karagiannidis rechnet in den kommenden zwei bis drei Tagen damit, dass die Schwelle von 3000 Covid-Patienten auf Intensivstationen erreicht werde.

Samstag, 13. November 18.30 Uhr: Corona-Impfung in Kempten und dem Oberallgäu nur noch mit Termin

Angesichts der dramatisch gestiegenen Corona-Fallzahlen ist in Kempten und dem Oberallgäu wieder eine deutlich erhöhte Impfbereitschaft zu verzeichnen. Wegen des Andrangs haben sich der Landkreis Oberallgäu und die Stadt Kempten entschieden, ab Dienstag, 16. November 2021, für alle Corona-Impfungen wieder eine verpflichtende Online-Reservierung einzuführen. Das gilt für das Impfzentrum in Sonthofen (ehemalige Grüntenkaserne, Salzweg 24), das Impfzentrum Kempten (ehemalige Artillerie-Kaserne, Kaufbeurer Straße 80) sowie den Impfpoint in Kempten (Bahnhofstraße 13). Termine können hier reserviert werden.

Samstag, 13. November 18.23 Uhr: Keine Schlangen am Impfzentrum Kempten

Während vielerorts sich vor Impfzentren Schlangen bildeten, gab es in Kempten keine besonderen Wartezeiten: Der Impfpoint in der Bahnhofstraße hatte ab 14 Uhr geöffnet und der Ansturm hielt sich bis 17 Uhr in Grenzen.

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Samstag, 13. November, 17 Uhr: Teils großer Andrang bei Corona-Impfzentren

Dem rasanten Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen folgt mancherorts in Deutschland ein großer Andrang bei den Impfangeboten. Etwa in Bayern mussten Impfwillige am Samstag aufgrund der hohen Nachfrage mit langen Wartezeiten rechnen. In Augsburg appellierte die Stadt bereits am Samstagvormittag, das Impfzentrum ohne Termin nicht mehr aufzusuchen. Die Kapazitäten seien ausgeschöpft. Auch in München hatten Impfzentrum und Impfstationen mit dem großen Andrang zu kämpfen. Das Gesundheitsreferat appellierte deswegen an die Bürger, Impftermine zu vereinbaren.

Wegen der hohen Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen war auch an den Thüringer Impfstellen am Samstag viel los. Etwa in Gera warteten zahlreiche Menschen vor der Impfstelle. Bei der Impfstation der Stadt Magdeburg in Sachsen-Anhalt sah es am Samstag ähnlich aus. Seit einer Woche werde dem Impfpunkt "die Bude eingerannt", sagte der Impfkoordinator Dennis Brandt. "Heute und gestern sind neue Rekordzahlen."

Samstag, 13. November, 15.46 Uhr: Bundeswehr will 12.000 Soldaten wegen Corona mobilisieren

Die Bundeswehr will nach einem Bericht des "Spiegels" bis Weihnachten wegen der sich verschärfenden Corona-Lage 12 000 Soldaten zur Unterstützung von überlasteten Kliniken und Gesundheitsämtern mobilisieren. Uniformierte Helfer sollten auch für Booster-Impfungen und Schnelltests vor Pflegeheimen und Hospitälern bereitstehen. Generalleutnant Martin Schelleis, der als Inspekteur der Streitkräftebasis den Bundeswehr-Hilfseinsatz seit dem Beginn der Pandemie führe, habe am Freitag eine entsprechende Vorlage ans Verteidigungsministerium geschickt. Demnach sollen bis Ende November bereits 6000 uniformierte Helfer bereitstehen, bis zur Weihnachtszeit dann gut 12 000. Eine offizielle Bestätigung für den Bericht gab es auch dem Ministerium am Samstag nicht.

Samstag, 13. November, 14.17 Uhr: Demo und Gegendemo in Kempten

In Kempten stehen sich am Samstag zwei Demonstrationen gegenüber. Auf dem August-Fischer-Platz am Forum Allgäu machen 20 Demonstranten gegen "Nazis und Aluhüte" Front und fordern Passanten auf, "Querdenkern die rote Karte zu zeigen". Entlang der Bahnhofstraße stehen auf beiden Straßenseiten gut 40 selbsternannte "Querdenker" - sie fordern "Schluss mit staatlicher Bevormundung" und bezeichnen die Covid-19-Impfungen als Genexperiment. Die Polizei beobachtet beide Gruppen.

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Samstag, 13. November, 13.45 Uhr: Großer Andrang beim Impfen - Augsburg schickt Bürger wieder weg

Aufgrund der hohen Nachfrage müssen Impfwillige in Bayern derzeit mit langen Wartezeiten rechnen. In Augsburg sind die Impfstationen völlig überlastet: Die Stadt appellierte bereits am Samstagvormittag an die Bürgerinnen und Bürger, das Impfzentrum ohne Termin nicht mehr aufzusuchen. Die Kapazitäten seien ausgeschöpft. Nach Angaben einer Sprecherin ist nicht nur der Impfstoff knapp, auch personell stößt das Impfzentrum an Grenzen.

Die Impfkapazitäten sollen "im Laufe der nächsten Woche", abhängig von der Impfstoffverfügbarkeit, weiter ausgebaut werden, ist auf der Webseite des Augsburger Impfzentrums zu lesen. Genauere Auskunft konnte die Sprecherin nicht geben.

Samstag, 13. November, 13.30 Uhr: Essener Uniklinik will nur noch Geimpfte einstellen

Die Universitätsklinik Essen will bei der Einstellung von neuem Personal bald nur noch Kandidaten berücksichtigen, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Es gehe bei der Maßnahme vor allem um den Schutz der Patienten, die nicht mit Corona infiziert seien, sagte der Ärztliche Direktor, Jochen Werner, der "WAZ" (Samstag). Dafür ergänze man die Hygienemaßnahmen "für die bei uns neu angestellten Mitarbeiter um die erforderliche vorausgegangene Impfung", sagte der Klinikchef. Diese Vorgabe gelte nach einer kurzen Übergangszeit für alle Bereiche des Hauses. Die Universitätsklinik Essen zählt zu den größten Corona-Behandlungszentren bundesweit.

Samstag, 13. November, 13 Uhr: Lindner: Bezweifle nicht Wirksamkeit von Kontaktbeschränkungen

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat klargestellt, dass er nicht die Wirksamkeit von Kontaktbeschränkungen für die Eindämmung der Corona-Pandemie bestreitet. Zuvor waren Äußerungen von ihm am Freitagabend in den ARD-"Tagesthemen" teils anders verstanden worden und im Internet auf Empörung gestoßen. Am Samstag schrieb Lindner auf Twitter: "Wenn ich in den "Tagesthemen" missverständlich war, bedauere ich das. Denn ich werbe für konsequente und wirksame Maßnahmen! An Kontaktbeschränkungen zweifele ich nicht, sondern nur zum Beispiel an der Verhältnismäßigkeit von Ausgangssperren für Geimpfte."

Samstag, 13. November, 12.30 Uhr: 2G im Hörsaal? - Uni Erlangen löst Debatte aus

Die Universität Erlangen-Nürnberg hat mit ihrer Entscheidung, nur noch genesene und geimpfte Studierende in den Hörsaal zu lassen, eine Debatte ausgelöst. "Was sind das denn für Zustände nun? Sie diskriminieren ungeimpfte Studenten und verweigern ihnen das Präsenzstudium?", schrieb eine nach eigenen Angaben ehemalige Studentin auf Twitter. "Sie haben einen gewaltigen Shitstorm verdient." Andere begrüßten dort die Entscheidung: "konsequent und vernünftig: 2G ist ein deutliches Zeichen - Glückwunsch zu dieser Entscheidung!"

Die Uni hatte am Freitag mitgeteilt, dass bei Präsenzveranstaltungen im Hörsaal künftig eine 2G-Regelung gelten soll. "Studierende mit einem Non-2G-Status können nicht an Präsenzveranstaltungen teilnehmen, den Inhalten allerdings online folgen", teilte die Uni auf ihrer Homepa

Samstag, 13. November, 11.30 Uhr: Mehrheit von Österreichs Ländern unterstützen Lockdown für Ungeimpfte

In Österreich werden die Weichen für einen Lockdown für Ungeimpfte gestellt. Die Mehrheit der Bundesländer unterstützt das Vorhaben. Mehr über einen immer wahrscheinlicheren Lockdown für Ungeimpfte in Österreich lesen Sie hier.

Samstag, 13. November, 11 Uhr: Panik nach Corona-Kontrollen in Diskothek bei Cloppenburg

Zu einer Panik mit Verletzten ist es in der Nacht zum Samstag in einer Diskothek im niedersächsischen Friesoythe gekommen. Mitarbeiter des Landkreises Cloppenburg ließen die Disco um kurz vor Mitternacht räumen, weil viele Gäste ohne Kontrolle ihres Impfstatus Einlass erhalten hatten, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zudem waren zu viele Besucher hereingelassen worden. Bei der Räumung kam es zu großem Gedränge, einige Gäste gerieten in Panik. Die Polizei ordnete die Öffnung der Notausgänge an.

Rettungskräfte sowie die Psychosoziale Notfallversorgung betreuten Betroffene. Es blieb bei vereinzelten Fällen von Ohnmacht und Hyperventilation, wie es weiter hieß. Bis 4.00 Uhr dauerten die Räumung und ihre Folgen an. Der Landkreis leitete ein Bußgeldverfahren gegen den Veranstalter ein. Zudem würden weitere rechtliche Schritte geprüft.

Samstag, 13. November, 10.35 Uhr: Festnahmen bei Krawallen in Niederlanden gegen Corona-Lockdown

Bei gewaltsamen Protesten gegen die Verschärfung von Corona-Maßnahmen sind in den Niederlanden mindestens fünf Demonstranten festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, bei einer Kundgebung in Den Haag Einsatzkräfte mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen sowie sich Anweisungen der Polizei widersetzt zu haben, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Die Demonstration war nach Krawallen am Freitagabend von der Polizei mit Wasserwerfern aufgelöst worden.

Zuvor hatte Ministerpräsident Mark Rutte für das 17,5-Millionen-Einwohner-Land einen neuen Teil-Lockdown verkündet.

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Samstag, 13. November, 10.30 Uhr: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist Deutschlands Corona-Hotspot

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist der Corona-Hotspot in Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Sieben-Tage-Inzidenz dort am Samstag mit 1146,2 an. Es folgen die bayerischen Landkreise Rottal-Inn (1122,3) und Miesbach (1117,0). Sachsen ist auch das Bundesland mit dem höchsten Wert an Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Samstag lag die Inzidenz bei 620,7 - und damit erneut deutlich höher als am Vortag. Am Freitag hatte der Wert noch bei 569 gelegen. Die Zahlen sind in Sachsen derzeit so hoch wie nie in der Corona-Pandemie. Bundesweit gab das RKI die Inzidenz am Samstag mit 277,4 an (Vortag: 263,7).

Samstag, 13. November, 9.30 Uhr: Bundestagspräsidentin rät zu Verzicht auf größere Weihnachtsfeiern

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas rät wegen der kritischen Corona-Lage zum Verzicht auf größere Weihnachtsfeiern. "Alle Bürgerinnen und Bürger sollten für sich entscheiden, ob sie in diesem Winter an Weihnachtsfeiern oder an Karnevalssitzungen teilnehmen wollen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). "Wenn solche Veranstaltungen überhaupt stattfinden, sollte die 2G-Regel selbstverständlich sein. Ich appelliere an alle, auf größere Feiern zu verzichten." Am Arbeitsplatz forderte Bas "mindestens 3G".

Samstag, 13. November, 9 Uhr: WHO warnt vor zu zögerlichen Corona-Verschärfungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt Länder mit stark steigenden Corona-Infektionszahlen davor, zu spät mit strikteren Schutzmaßnahmen einzugreifen. "Je früher Maßnahmen umgesetzt werden, desto weniger müssen wahrscheinlich verhängt werden", sagte die WHO-Covid-19-Spezialistin Maria van Kerkhove am Freitag in Genf. Sie erinnerte daran, dass die zur Zeit zirkulierende Delta-Variante des Virus deutlich ansteckender sei als frühere Varianten.

Samstag, 13. November, 8.15 Uhr: Gündogan: Kimmich wird sich in Zukunft impfen lassen

Nationalspieler Ilkay Gündogan rechnet damit, dass sein DFB-Kollege Joshua Kimmich die Zweifel an einer Corona-Impfung überwindet. "Ich glaube, dass auch der Zeitpunkt kommen wird, an dem sich Jo impfen lassen wird. Das hat er ja ganz bewusst für die Zukunft auch nicht ausgeschlossen", sagte Gündogan in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Debatte um den ungeimpften Bayern-Profi Kimmich hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, auch in der Nationalmannschaft wurde laut Gündogan über das Thema diskutiert.

Er selbst sei geimpft, versicherte der Mittelfeldspieler von Manchester City. "Jeder muss selbst in den Spiegel schauen und für sich beantworten, ob er alles dafür getan hat, sich und seine Liebsten bestmöglich zu schützen. Denn es gibt keine Impfpflicht, jeder hat die Wahl", sagte der 31-Jährige.

Samstag, 13. November, 7.30 Uhr: Appell: 35 Wissenschaftler fordern Umsteuern in Corona-Politik

35 führende Mediziner und andere Fachleute aus ganz Deutschland haben die Regierungen von Bund und Ländern zu einem Umsteuern in der Corona-Politik aufgefordert. Statt mit "passivem Abwarten" die Verantwortung für ein Brechen der vierten Welle zunehmend "in den Ermessensspielraum jedes einzelnen Menschen zu verlagern", müsse die Politik endlich "ihrer Verantwortung umfassend gerecht werden", schreiben die Forscher und Forscherinnen in einem dreiseitigen Aufruf, den der "Kölner Stadt-Anzeiger" und das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben) veröffentlichten.

Samstag, 13. November, 6.30 Uhr: AZ-Redaktionsleiter: "Die Corona-Lage ist zu ernst für Egoismus"

Die Lage in den Allgäuer Kliniken ist ernst. "Wir schreiben nicht über gefühlte Wahheiten, sondern über bittere Fakten", sagt AZ-Redaktionsleiter Uli Hagemeier. Was er deshalb nun fordert, lesen Sie in seinem Kommentar.

Samstag, 13. November, 6 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu weiter steigend - Oberallgäu kurz vor 900er-Marke

Die Inzidenzwerte im Allgäu sind - bis auf eine Ausnahme - weiter steigend. Im Oberallgäu ist der Wert nach Angaben des Robert-Koch-Institutes vom Samstagmorgen auf 893,1 gestiegen. Alle weiteren Inzidenzwerte lesen Sie hier.

Samstag, 13. November, 5.45 Uhr: Klinken bereiten Patientenverlegungen vor - Lage spitzt sich zu

Die Lage in den Kliniken spitzt sich wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Patienten deutlich zu. Die Kapazitäten auf den Intensivstationen sind teilweise fast ausgeschöpft, planbare andere Operationen werden verschoben, Patienten finden unter Umständen in ihrer Nähe keine freie Klinik mehr und werden in andere Städte ihres Bundeslandes gebracht. Vor allem im Süden und Osten bereiten sich Kliniken auf die Verlegung von Patienten auch in andere Bundesländer vor, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Allerdings sind die Aufnahmemöglichkeiten anderer Länder ebenfalls begrenzt. Sachsen-Anhalt etwa kann zwar noch Kranke aus dem eigenen Land versorgen - aber: "Es sieht so aus, dass man keine Kapazität hat, Patienten aus anderen Bundesländern aufzunehmen", sagte ein Sprecher der Krankenhausgesellschaft.

Samstag, 13. November, 5.30 Uhr: Inzidenz erreicht mit 277,4 neuen Höchstwert - 45 081 Neuinfektionen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut auf einen Höchstwert gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 277,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 263,7 gelegen, vor einer Woche bei 183,7 (Vormonat: 65,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45 081 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.21 Uhr wiedergeben. Am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 50 196 einen Rekordwert seit Beginn der Pandemie erreicht. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 34 002 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 228 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 142 Todesfälle gewesen.

Samstag, 13. November, 5.15 Uhr: Vier Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden im Allgäu

Im Allgäu sind nach Angaben des Robert-Koch-Institutes vier Personen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Todesopfer auf 626 in unserer Region.

Samstag, 13. November, 5 Uhr: Ab Samstag wieder kostenlose Corona-Schnelltests

Für den Kampf gegen Corona-Ansteckungen sind jetzt wieder kostenlose Schnelltests für alle möglich. Der Bund führt ab Samstag das erst vor einem Monat stark eingeschränkte Angebot der "Bürgertests" erneut auf breiter Front ein, wie eine Verordnung des geschäftsführenden Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) festlegt. Damit haben nun wieder alle Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche durch geschultes Personal - auch unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus. Die Testbescheinigungen können auch als Nachweis bei Zugangsregeln zu bestimmten Innenräumen und Veranstaltungen dienen.

Freitag, 20.12 Uhr: Lettland verbannt ungeimpfte Abgeordnete aus Parlamentssitzungen

In Lettland dürfen ungeimpfte Abgeordnete künftig nicht mehr an Parlamentssitzungen teilnehmen. Nach einem Beschluss der Volksvertretung Saeima in Riga müssen Mitglieder des Parlaments und von Stadt- und Gemeinderäten in dem EU-Land von 15. November an ein Corona-Zertifikat vorlegen. Das Zertifikat weist nach, dass die Person gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen ist. Die am Freitag verabschiedete und bis zum 1. Juli 2022 gültige Regelung gilt für Präsenz- wie auch Digitalsitzungen. Sie sieht auch die Aussetzung von Diätenzahlungen an Abgeordnete vor, die nicht in der Lage sind, im Parlament zu arbeiten.

Nach einem Bericht des lettischen Rundfunks besitzen 91 der 100 Abgeordneten des nationalen Parlaments und 696 der 758 Mitglieder von Gemeindevertretungen ein Corona-Zertifikat. Für das Gesetz stimmten 62 Abgeordnete bei 7 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen

Lettland kämpft gegenwärtig mit einem bis zum 15. November verhängten Lockdown gegen die jüngste Corona-Welle an, die das baltische EU-Land stark getroffen hat. In dem 1,9-Millionen-Einwohner-Land sind nur gut 58 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Freitag, 12. November, 19.39 Uhr: Niederlande verhängen Teil-Lockdown

Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen haben die Niederlande einen Teil-Lockdown verhängt. Die verschärften Maßnahmen sollten zunächst für drei Wochen gelten, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitagabend in Den Haag an.

Ab Samstag müssen Gaststätten und Supermärkte um 20 Uhr schließen, andere Geschäfte bereits um 18 Uhr. Die 1,5 Meter-Abstandsregel wird wieder eingeführt, Bürger sollen wieder zu Hause arbeiten und maximal vier Besucher zu Hause empfangen. Sportwettkämpfe müssen ohne Publikum stattfinden, das gilt auch für Fußballspiele.

Von dem Shutdown ausgenommen sind Kinos und Theater. Besucher müssen nur - wie bisher - nachweisen, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind. Erst Ende September hatte das Land die meisten Regeln stark gelockert.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen liegt nun weit über 16 000 täglich und die Inzidenz mit weit über 500 doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Lage vor allem auf Intensivstationen ist so prekär, dass Krankenhäuser vor dem Notzustand warnen.

Freitag, 12. November, 19.07 Uhr: Söder fordert Impfpflicht für bestimmte Berufe

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und eine Auskunftspflicht über den Impfstatus gegenüber dem Arbeitgeber. "Das wäre auch ein wichtiges Signal für die Bereiche Pflege und Senioren, also unsere gefährdetsten Gruppen", sagte er den "Nürnberger Nachrichten" (Samstag). "Das muss die Ampel rasch beschließen. Ebenso eine Auskunftspflicht gegenüber dem Arbeitgeber, ob man geimpft ist oder nicht."

In dem Interview kündigte Söder außerdem schärfere Kontrollen der Corona-Regeln an: "Da sind jetzt kommunale Ordnungsbehörden und Polizei gemeinsam gefordert. Wir setzen auf höhere Kontrolldichte, Bußgelder und bei wiederholten Verstößen auf Schließungen. Sonst droht ein stiller Rückzug von Geimpften aus der Gastronomie und bei Veranstaltungen, weil sie sich nicht ausreichend geschützt sehen."

Freitag, 12. November, 18.35 Uhr: Mehr als 3000 Corona-Patienten in Bayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit hat neue Zahlen zur Corona-Pandemie veröffentlicht. Demnach behandeln Ärzte und Pfleger in Bayern derzeit mehr als 3000 Corona-Patienten in den Krankenhäusern. Die Zahl der Menschen, die auf den Intensivstationen liegen, sank dagegen leicht auf 682.

Freitag, 12. November, 17.46 Uhr: Bayern steuert auf 2G zu

Als Reaktion auf die völlig außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie steuert Bayern auf eine flächendeckende 2G-Regelung zu. Für Ungeimpfte sollen ab der kommenden Woche Zugangsbeschränkungen für die Gastronomie und die Hotellerie in Kraft treten, wie die Deutsche Presse-Agentur in München am Freitag aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr. Frühestmöglicher Termin für die Einführung wäre demnach der Dienstag, die genauen Details sollen aber erst auf der Kabinettsklausur am Wochenende beschlossen werden.

Freitag, 12. November, 16.26 Uhr: Reisewarnung ist "Hiobsbotschaft" für Österreicher Gastgeber

Wegen der hohen Sieben-Tage-Inzidenz von rund 780 Fällen pro 100 000 Einwohner in einer Woche sprach die deutsche Regierung am Freitag eine Reisewarnung für fast ganz Österreich aus. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Der Schritt sei eine Hiobsbotschaft und treffe die Hotels "in Mark und Bein", sagte Susanne Kraus-Winkler vom Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich. Schon in den vergangenen Tagen seien viele Reisen storniert worden. In der Wintersaison kämen drei von vier Gästen aus dem Ausland, fast 37 Prozent aller Übernachtungen entfielen auf die deutschen Touristen. Nicht wenige Hotels rechneten nun damit, dass sie die Hälfte ihrer Buchungen verlieren.

Ein massives Problem seien die Auswirkungen der Reisewarnung auf die Familien mit Kindern, so Kraus-Winkler. "Geimpfte und Genesene dürfen zwar nach wie vor bei uns urlauben und wir hoffen inständig, dass dies viele auch in Anspruch nehmen." Deutsche Kinder unter zwölf Jahren müssten jedoch nach der Rückreise fünf Tage in Quarantäne, ungeimpfte Kinder über zwölf Jahren sogar zehn Tage. Kraus-Winkler forderte Verhandlungen auf politischer Ebene. "Wir brauchen dringend eine Lösung mit dem Ziel, eine quarantänefreie Rückreise zu ermöglichen, wenn die Kinder in eine Teststrategie eingebettet sind."

Unterdessen steigen die Ansteckungszahlen in Österreich weiter stark an. Am Freitag meldeten die Behörden knapp 11.800 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das entspricht unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl rund 100.000 Fällen in Deutschland.

Freitag, 12. November, 15.17 Uhr: Neue Impfzahlen für die Region: Mehr als 27.000 Booster-Impfungen im Allgäu

401.347 Allgäuer haben bis Donnerstag, 11. November, ihre Erstimpfung gegen das Corona-Virus erhalten, 413.660 sind bereits vollständig geimpft. Der Anteil der Menschen, die komplett geimpft sind liegt bei mindestens 60,4 Prozent - zum Vergleich: In Deutschland waren es an dem Tag 67,4 Prozent und in Bayern 65,4 Prozent. Damit bleibt das Allgäu weiterhin deutlich unter dem Bundes- und Landesschnitt. Die dritte Impfung beziehungsweise Booster-Impfung haben im Allgäu bisher 27.218 Menschen erhalten. Das entspricht etwa vier Prozent der Allgäuer.

Freitag, 12. November, 14.26 Uhr: RKI stuft Tschechien und Ungarn als Hochrisikogebiete ein

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag Tschechien und Ungarn als Corona-Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Auch große Teile Österreichs sind inzwischen als Hochrisikogebiet eingestuft.

Freitag, 12. November, 13 Uhr: Österreichs Kanzler kündigt bundesweiten Lockdown für Ungeimpfte an

In Österreich soll im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein Lockdown für Ungeimpfte eingeführt werden. Mehr erfahren Sie hier.

Freitag, 12. November, 12.55 Uhr: Wie viel Kraft haben die Kliniken noch?

Fast 90 Prozent der Intensivbetten sind bereits belegt und die Inzidenz steigt weiter. Dabei sind die Patienten jünger und belegen die Betten länger als 2020. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Freitag, 12. November, 12.30 Uhr: Corona-Infotelefon der Stadt Memmingen wieder erreichbar

Die aktuell geänderten Corona-Regelungen werfen im Einzelfall immer noch Fragen auf. Für Bürgerinnen und Bürger, die konkrete Fragen zu den Regelungen in Memmingen haben, bietet die Stadtverwaltung wieder das Infotelefon an. Das Corona-Infotelefon ist ab Montag, 15. November 2021, unter 08331/850-970 wieder erreichbar und wird bis auf weiteres werktags von 8-12 Uhr besetzt sein. Zudem ist es auch möglich, eine Frage per Email zu stellen an infotelefon@memmingen.de. Für medizinische Fragen wenden Sie sich bitte an das Gesundheitsamt.

Freitag, 12. November, 11.55 Uhr: Corona-Lage: Kostenlose Corona-Tests kommen zurück

RKI-Präsident Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädieren für weitere Einschränkungen. Auch 2G-Plus bei Veranstaltungen ist denkbar. Mehr Infos gibt es hier.

Freitag, 12. November, 11.35 Uhr: Bayern weiter Corona-Schwerpunkt - Drei Kreise mit Tausender-Inzidenz

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen und -Toten steigen in Bayern weiter rasant an. Das Robert Koch-Institut meldete am Freitagmorgen 13 197 neue Covid-19-Fälle im Freistaat - das ist mehr als ein Viertel der insgesamt 48 640 Neuinfektionen in Deutschland. Außerdem wurden 63 neue Pandemieopfer in Bayern gemeldet. Fast jeder Dritte der bundesweit 191 Corona-Toten kam somit aus dem Freistaat.

Acht der zehn Landkreise mit den bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen lagen in Bayern. Mit Mühldorf am Inn, Miesbach und Rottal-Inn lagen drei Kreise über der 1000er-Marke, an erster Stelle stand Rottal-Inn mit 1156,0. Mit 454,9 hatte Bayern im Vergleich der Bundesländer die dritthöchste Inzidenz.

Freitag, 12. November, 11.30 Uhr: RKI-Präsident Wieler: "Es ist fünf nach zwölf"

Wegen der drastischen Ausbreitung des Coronavirus hat der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, die Menschen in Deutschland eindringlich zur Beschränkung ihrer Kontakte aufgerufen. "Es ist fünf nach zwölf", sagte Wieler am Freitag in Berlin. In etlichen Landkreisen gebe es so viele Neuinfektionen, dass die Kliniken und besonders die Intensivstationen an der Kapazitätsgrenze seien. Dies werde ohne zusätzliche Maßnahmen überall in Deutschland eintreten. "Die vierte Welle trifft uns jetzt mit voller Wucht."

Wieler erläuterte, dass zum Beispiel von den mehr als 50 000 neu infizierten Menschen, die am Vortag gemeldet worden waren, im Laufe der Zeit etwa 3000 im Krankenhaus behandelt werden müssten und 200 versterben würden. "Das ist die Bilanz von einem Tag mit 50 000 Fällen." Absehbar sei dabei, dass die Ansteckungszahlen weiter ansteigen.

Wieler appellierte an die Menschen in Deutschland: "Reduzieren Sie Ihre Kontakte." Auch bei Zutritt nur für Geimpfte und Genesene (2G) solle man Maske tragen. Bei Verdacht auf Erkältung solle man einen PCR-Test machen. Allerdings reiche 2G in besonders belasteten Regionen nicht mehr aus.

So müsse bei Großveranstaltungen die Personenzahl reduziert oder ein Verbot erwogen werden. "Wir wissen, dass insbesondere in Innenräumen sogenannte Superspreader-Events stattfinden." Man solle auch in Erwägung ziehen, in besonders belasteten Regionen Bars oder Clubs zu schließen. Auch vor privaten Zusammenkünften sollten sich die Menschen zudem testen lassen.

Freitag, 12. November, 11.25 Uhr: Österreich ab Sonntag Hochrisikogebiet - was das fürs Kleinwalsertal und Tannheimer Tal bedeutet

Bundesregierung und RKI stufen Österreich wieder als Corona-Hochrisikogebiet ein. Was bedeutet das für Jungholz, das Kleinwalsertal oder Tannheimer Tal? Mehr dazu erfahren Sie hier.

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Freitag, 12. November, 11 Uhr: Spahn fordert schnelle zusätzliche Corona-Eindämmung - unter anderem 2g Plus bei öffentlichen Veranstaltungen

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt wegen der immer schnelleren Corona-Ausbreitung auf ein rasches Gegensteuern. "Wir müssen alles tun, um diese Dynamik zu brechen", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. "Sonst wird es für das ganze Land ein bitterer Dezember." Konkret sprach sich Spahn dafür aus, für öffentliche Veranstaltungen das Prinzip "2G plus" einzuführen - also Zugang nur für Geimpfte und Genesene, die zusätzlich aber noch einen aktuellen Test vorweisen müssen. Die bisherige 3G-Regel mit Zugang für Geimpfte, Genesene und Getestete werde alleine nicht mehr reichen. Dies sei außerdem zu oft nicht kontrolliert worden.

Spahn kündigte zusätzliche Anreize an, um das Tempo der Impfungen zu beschleunigen. Mit einer geplanten Verordnung sollen Ärzte statt der bisherigen 20 Euro ab Dienstag 28 Euro als Vergütung erhalten, zudem soll es einen Wochenendzuschlag von 8 Euro geben. Der Minister verwies darauf, dass Impfungen wieder anziehen. In dieser Woche seien mehr als 4,3 Millionen Dosen bestellt worden, was eine Vervierfachung verglichen mit den vergangenen Wochen sei. Neben den Praxen gebe es wieder mehr als 170 Impfstellen und rund 600 mobile Teams.

Spahn betonte, die für kommenden Donnerstag vorgesehene Corona-Runde der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten sei wichtig, um zu gemeinsamem Handeln zu kommen. Aus seiner Sicht hätte es eine solche Bund-Länder-Abstimmung schon vor drei Wochen gebraucht.

Freitag, 12. November, 10.40 Uhr: Herrmann: Immer mehr gefälschte Impfzertifikate in Umlauf

Nach Worten von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sind immer mehr gefälschte Impfnachweise im Umlauf. Die Polizei habe Anfang September etwa 110 Fälle von falschen Impfausweisen oder -zertifikaten registriert, wenige Wochen später habe die Zahl schon bei mehr als 800 gelegen - und die Dunkelziffer sei noch viel höher: "Wir müssen davon ausgehen, dass es de facto

noch eine viel größere Zahl gibt", sagte Herrmann am Freitag dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, "radioWelt").

"Das ist kein Kavaliersdelikt, so etwas zu fälschen." Andere Menschen würden getäuscht, weil sie glaubten, um sie herum seien nur Geimpfte und Genesene, sich tatsächlich aber "andere mit gefälschten Zertifikaten einschmuggeln", sagte der Innenminister weiter.

Er kündigte zudem an, dass die Polizei die Kontrollen der 2G- oder 3G-Regeln strikter überprüfen wird. Wirte oder beispielsweise Betreiber von Kinos müssten die Einlassbestimmungen ernst nehmen und die Nachweise kontrollieren: "Im Wiederholungsfall, wenn sich ein zweites oder drittes Mal herausstellt, dass ein Betreiber die Kontrollen nicht ernsthaft durchführt und die Leute einfach durchwinkt, muss er damit rechnen, dass sein Laden geschlossen wird."

Zur Kritik von Vertretern der Polizeigewerkschaft am Arbeitspensum der Beamten sagte Herrmann: "Natürlich weiß ich auch um die starke Belastung der Polizei." Es gehe darum, nun die richtigen Prioritäten zu setzen: "Aber dann findet in den nächsten Tagen vielleicht eine Geschwindigkeitskontrolle weniger statt und stattdessen finden die Kontrollen statt, ob die Bedingungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingehalten werden."

Freitag, 12. November, 10.20 Uhr: Handballspiel des TSV Ottobeuren fällt wegen positivem Coronafall aus

Aufgrund eines positiven Coronafalls bei den Landesliga-Handballern des TSV Ottobeuren (TSVO) fällt deren Spiel in Allach am Samstag aus. Das hat der Verein am Freitagvormittag mitgeteilt. Da der Spieler am Dienstag im Training auch Kontakt mit der Ottobeurer Damenmannschaft gehabt habe, falle auch deren Spiel am Wochenende aus. Nach Ersatzterminen werde bereits gesucht, teilte der TSVO mit.

Freitag, 12. November, 10.15 Uhr: Städtebund fordert einheitliche Corona-Strategie für den Winter

Der Städte- und Gemeindebund hat eine einheitliche Strategie von Bund und Ländern im Kampf gegen Corona gefordert. Es sei "eine verbindliche Vereinbarung zwischen Bund und Ländern notwendig, wie wir mit der aktuellen Corona-Lage durch den Winter kommen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Dazu gehöre eine Strategie für die erforderlichen Booster-Impfungen. "Nach Möglichkeit sollten bis Weihnachten 20 Millionen Menschen diese Impfung erhalten haben."

Am Donnerstag kommender Woche wollen die geschäftsführende Bundeskanzlerin Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über einen einheitlichen Kurs für den Winter beraten. Merkel hatte zuletzt dringend eine solche Beratung angemahnt, nachdem tagelang darüber diskutiert worden war. Außerdem soll es bald auch wieder Gratis-Schnelltests auf breiter Front geben.

Unverzichtbar ist aus Sicht des Städte- und Gemeindebundes eine einheitliche Teststrategie. "Auch der Umgang mit Großveranstaltungen und eine einheitliche Linie, bei welchen Inzidenzwerten beziehungsweise bei welcher Belegungssituation in den Krankenhäusern, welche Maßnahmen zusätzlich ergriffen werden, sollten beschleunigt festgelegt werden", sagte Landsberg.

Das vielfach kritisierte Auslaufen der epidemischen Notlage durch ein neues Gesetz mit Schutzmaßnahmen bewertet Landsberg grundsätzlich positiv. Die geplante Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes sei eine gute Rechtsgrundlage für die Länder, um die notwendigen Corona-Maßnahmen je nach Inzidenz und Belastung der Krankenhäuser einzuleiten, sagte er. "Dazu gehört 2G, Abstandsregelungen, Kontrollen und so weiter."

Freitag, 12. November, 8.40 Uhr: "Massive Überlastungssituation" - Intensivmediziner zur Lage in bayerischen Krankenhäusern

Wegen der drastisch steigenden Infektionszahlen hat Bayern den Katastrophenfall ausgerufen. Viele Intensivbetten sind belegt. Müssen Kranke abgewiesen werden? Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 12. November, 8.25 Uhr: Medien: In Niederlanden droht neuer Teil-Lockdown

Die Niederlande steuern angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen auf einen neuen Teil-Lockdown zu. Das berichten niederländische Medien am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise. So solle ab Samstag ein eingeschränkter Shutdown von drei Wochen beginnen, Gaststätten und die meisten Geschäfte müssten dann um 19 Uhr schließen.

Die geschäftsführende Regierung will im Laufe des Freitags über die neuen Maßnahmen entscheiden. Für den Abend ist eine Pressekonferenz angekündigt. Seit dem Vortag berät die Regierung im Catshuis, dem Amtssitz von Premier Mark Rutte. Auch über die Einführung der 2G-Regel für Gaststätten und Kultur und Sport soll entschieden werden

Nach Medieninformationen sollen Bürger nur noch höchstens vier Besucher zu Hause empfangen. Sportwettkämpfe sollen ohne Publikum stattfinden. Kinos und Theater sollten aber mit einem Impfnachweis oder einem negativen Corona-Test weiter genutzt werden dürfen.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war am Donnerstag auf über 16 000 gestiegen und hat somit einen Höchstwert erreicht. Die 7-Tage-Inzidenz stieg auf mehr als 500 - etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Lage vor allem auf Intensivstationen ist so prekär, dass Krankenhäuser bereits vor dem Notzustand warnen.

Freitag, 12. November, 7.35 Uhr: Schärfere Corona-Regeln erhöhen Impfbereitschaft in Österreich

Die deutliche Verschärfung der Corona-Regeln für Ungeimpfte hat in Österreich die Zahl der Impfungen spürbar nach oben klettern lassen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Freitag, 12. November. 7.20 Uhr: Ringen um Corona-Strategie - RKI für Absage von Großveranstaltungen

Kontakte reduzieren, Masken tragen, Abstand halten: Im Kampf gegen das Virus ruft das Robert Koch-Institut auch Geimpfte dazu auf, sich besser zu schützen. Mehr Infos gibt es hier.

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Freitag, 12. November, 6.35 Uhr: Intensivmediziner befürchten Überlastung durch Covid-Kranke

Berlin (dpa) - Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) warnt vor einer Überlastung der Intensivstationen durch Covid-19-Patienten. "Wenn sich diese Dynamik fortsetzt, können wir sehr bald nur noch Notfall- und Covid-Patienten behandeln. Das müssen wir dringend verhindern", sagte Divi-Präsident Gernot Marx dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

Er fordert sofort deutliche Verbesserungen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf den Intensivstationen. "Die Teams, allen voran die Pflegekräfte, brauchen endlich ernsthafte Unterstützung", sagte Marx. "Zum Beispiel: Nacht- und Wochenendarbeit sind ab sofort steuerfrei. Wir brauchen Verbesserungen, die jetzt und sofort spürbar sind."

Eine Impfpflicht sieht Marx dennoch kritisch. "Als Divi sind wir dagegen, denn wir müssen die Menschen überzeugen, nicht verpflichten", sagte er mit Blick auf Forderungen nach einer Impfpflicht für das Gesundheitswesen. "Sonst ziehen sich die Zweifler noch weiter zurück aus der Gesellschaft. Große Kampagnen wären jetzt wünschenswert."

Freitag, 12. November, 6.30 Uhr: Inzidenz im Allgäu

Die Inzidenzwerte im Allgäu steigen bis auf eine Ausnahme weiter an. Das Oberallgäu steuert auf eine Inzidenz von 900 zu - jetzt liegen alle Allgäuer Landkreise und kreisfreien Städte über dem Wert von 400. Die Übersicht.

Freitag, 12. November, 6.20 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz bei 263,7 - Höchster Wert seit Pandemie-Beginn

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen und hat den fünften Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 263,7 an. Bereits seit Montag hatte es Rekorde bei den tagesaktuell vom RKI berichteten Inzidenzen gegeben. Am Donnerstag lag der Wert bei 249,1. Vor einer Woche hatte der Wert bei 169,9 (Vormonat: 65,8) gelegen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 48 640 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.40 Uhr wiedergeben. Dies ist der zweithöchste seit Beginn der Pandemie erreichte Wert. Einen Rekordwert hatte die Zahl der Neuinfektionen am Vortag mit 50 196 erreicht. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 37 120 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 191 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 154 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 942 890 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Donnerstag mit 4,65 an (Mittwoch: 4,61). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4 450 200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 97 389.

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Alle Entwicklungen vom 5. bis 11. November lesen Sie in Teil 84 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 29. Oktober bis 4. November lesen Sie in Teil 83 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 21. bis 28. Oktober lesen Sie in Teil 82 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 12. bis 20. Oktober lesen Sie in Teil 81 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 4. bis 11. Oktober lesen Sie in Teil 80 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 27. September bis 4. Oktober lesen Sie in Teil 79 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.