Corona-Newsblog, Teil 92

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 16. bis 20. Dezember 2021

Ohne Booster sind EU-Impfzertifikate künftig spätestens neun Monate nach der Grundimmunisierung ungültig.

Ohne Booster sind EU-Impfzertifikate künftig spätestens neun Monate nach der Grundimmunisierung ungültig.

Bild: Zacharie Scheurer, dpa

Ohne Booster sind EU-Impfzertifikate künftig spätestens neun Monate nach der Grundimmunisierung ungültig.

Bild: Zacharie Scheurer, dpa

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
21.12.2021 | Stand: 15:07 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Montag, 20. Dezember, 21.15 Uhr: 3G-Regel im ÖPNV in Bayern gilt während der Ferien auch für Kinder

Ungeimpfte Schüler ab sechs Jahren brauchen in den anstehenden Weihnachtsferien einen negativen Schnelltest, wenn sie den ÖPNV nutzen wollen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Montag, 20. Dezember, 20.55 Uhr: 17.000 Menschen bei Corona-Protesten in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen und eine Impfpflicht weiter gestiegen. Wie Polizeisprecher sagten, beteiligten sich am Montagabend rund 17.000 Menschen in 20 Städten an angemeldeten Lichterspaziergängen, Kundgebungen und nicht angemeldeten Veranstaltungen. Das waren erneut mehr als doppelt so viele wie eine Woche zuvor, als laut Polizei etwa 7000 Menschen teilnahmen. Größere Proteste gab es unter anderem in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Waren an der Müritz. Die Polizei registrierte bis zum frühen Abend nur vereinzelte Verstöße gegen Auflagen.

Mit rund 10.000 Teilnehmern kamen die meisten Menschen in Rostock zusammen. Die Polizei wies per Lautsprecher darauf hin, dass die Veranstaltung nicht genehmigt sei. Es kam zu kleineren Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizisten. Auf Plakaten stand etwa "Wir sind alle nicht an der Zwangsimpfung interessiert" oder "Corona-Terror. Erst der Maulkorb. Dann die Freiheitsberaubung. Jetzt die Impfpflicht?" Zudem hatten sich mehrere Hundert Demonstranten am Markt versammelt und Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) aufgefordert, sich zu zeigen. Unklar war, ob er überhaupt im Rathaus war.

In Schwerin protestierten etwa 2500 Menschen. Masken wurden ungeachtet der Empfehlung von Behörden nicht getragen, Abstände nur selten eingehalten. Ähnlich war es in Greifswald, wo sich mehrere Hundert Menschen zu einem Protestzug versammelten. Die Intensivbetten für Covid-Patienten sind in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales inzwischen vollständig ausgelastet. Am Montag lagen dort demnach 100 Covid-Patienten - vier mehr als am Vortag. Die Zahl der Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern stieg auf 415, das waren 28 mehr als am Sonntag, wie es hieß.

Menschen demonstrieren in der Innenstadt von Schwerin gegen die Corona Maßnahmen.
Menschen demonstrieren in der Innenstadt von Schwerin gegen die Corona Maßnahmen.
Bild: Ulrich Perrey, dpa

Montag, 20. Dezember, 20 Uhr: WHO: besser Ungeimpfte von Impfung überzeugen als boostern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, Auffrischimpfungen als Allheilmittel auf dem Weg aus der Corona-Pandemie zu sehen. Sie spricht sich zugleich gegen Booster für die gesunde Bevölkerung aus, weil damit der Impfstoff zur Versorgung der ganzen Welt mit Erst- und Zweitimpfungen noch knapper werde. Statt Gesunde zu Boostern, sollten die Länder mehr tun, um Ungeimpfte zu erreichen, im eigenen Land und im Rest der Welt, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf.

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Corona-Newsblog, Teil 95

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 29. Dezember 2021 bis 3. Januar 2022

Die Frage der Auffrischimpfungen ist demnach direkt mit der Frage einer gerechten Impfstoffverteilung verbunden. Die WHO hat seit Monaten davor gewarnt, dass sich in Ländern, deren Bevölkerungen nicht ausreichend geimpft sind, gefährliche Virus-Varianten entwickeln können. Während nach den WHO-Zahlen in Deutschland 160 Impfdosen pro 100 Einwohner vergeben worden sind, waren es etwa in Kamerun 3,7, im Tschad 1,7 und in der Demokratischen Republik Kongo 0,29.

Montag, 20. Dezember, 17.20 Uhr: Bayern fordert neues Corona-Hilfsprogramm für den Profisport

Als Ausgleich für Einnahmeausfälle durch fehlende Zuschauer fordert Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (CSU) weitere Corona-Hilfen für den Profisport. Das bisherige Bundesprogramm habe erheblich dazu beigetragen, dass die Profivereine wie zum Beispiel im Eishockey, im Basketball oder im Handball die Pandemiezeit bislang bewältigen konnten, sagte Herrmann am Montag in München. Die befürchteten Insolvenzen von Profivereinen hätten sich bislang nicht bestätigt. "Ich bitte deshalb nachdrücklich die neue Bundesregierung, gemeinsam mit dem Bundestag im Januar rasch wieder die Voraussetzungen für die Fortsetzung des Bundesprogramms "Corona-Hilfen Profisport" zu schaffen."

Montag, 20. Dezember, 17 Uhr: Söder wartet ab: Bayern will bei Kampf gegen Omikron nicht vorpreschen

Ministerpräsident Markus Söder zeigt sich überraschend zurückhaltend bezüglich neuer Maßnahmen gegen die neue Omikron-Variante. Die Gründe für seine Vorsicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 20. Dezember, 15.50 Uhr: Kölner Festkomitee sagt Karnevalssitzungen ab

Das Festkomitee Kölner Karneval hat am Montag alle von ihm selbst veranstalteten Saalveranstaltungen abgesagt. Es gehe dabei um die Proklamation des Kölner Dreigestirns und des Kinderdreigestirns sowie alle Fernseh- und Hörfunk-Sitzungen, teilte das Festkomitee mit. "Es wird in dieser Session keinen Sitzungskarneval, wie wir ihn kennen, geben können", sagte Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn. Bereits in der vergangenen Woche hatte sich das Festkomitee mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auf eine Absage des Saalkarnevals geeinigt.

Stattdessen wird nun an Alternativformaten ähnlich wie in der vergangenen Karnevalssaison gearbeitet. "Im vergangenen Jahr gab es trotz Lockdown eine ganze Reihe von karnevalistischen Momenten, die wir als Fernsehfilm, Videobotschaft oder TV-Bühnenformat den Kölnern nahebringen konnten", sagte Kuckelkorn.

Montag, 20. Dezember, 14.45 Uhr: EU-Arzneimittelbehörde macht Weg frei für Novavax-Impfstoff

Experten der Europäischen Arzneimittel-Agentur empfehlen die Zulassung von Nuvaxovid in der EU. Das Präparat soll hochwirksam sein. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Montag, 20. Dezember, 14.25 Uhr: Moderna: Boostern steigert Schutz vor Omikron-Variante erheblich

Boostern gegen Omikron: Die Auffrisch-Impfung mit Moderna soll die Immunabwehr des Körpers deutlich erhöhen. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Eine Sonder-Impfaktion findet am Dreikönigstag im Landkreis Lindau statt.
Eine Sonder-Impfaktion findet am Dreikönigstag im Landkreis Lindau statt.
Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolbild)

Montag, 20. Dezember, 13.40 Uhr: Moderna: Boostern steigert Antikörper-Level erheblich

Eine Auffrischdosis mit dem Impfstoff von Moderna erhöht die Immunabwehr des Körpers gegen die neue Corona-Variante Omikron nach Herstellerangaben deutlich. Im Vergleich zu einer Zweifach-Impfung sei der neutralisierende Antikörperspiegel nach einem Booster mit der zugelassenen Dosierung um das rund 37-Fache gestiegen, teilte das US-Unternehmen am Montag in einer Pressemitteilung mit. Die Forscher hatten den Antikörperlevel 29 Tage nach der Boosterimpfung im Labor analysiert.

Montag, 20. Dezember, 13.25 Uhr: Weltwirtschaftsforum in Davos wird verschoben

Die für den 17. bis 21. Januar 2022 geplante Jahreskonferenz des Weltwirtschaftsforums in Davos wird verschoben. Grund sei die Corona-Pandemie, sagte ein Sprecher am Montag der Deutschen-Presse-Agentur.

Montag, 20. Dezember, 13 Uhr: Sternsingeraktion wird wegen Corona bis Februar verlängert

Die nächste Sternsingeraktion wird aufgrund der Corona-Pandemie bis um 2. Februar verlängert. "Wir wollen den Gemeinden die Möglichkeit geben, den Segen über einen längeren Zeitraum zu den Menschen zu bringen", sagte ein Sprecher des Kindermissionswerks "Die Sternsinger" am Montag in Aachen. Die Pfarrgemeinden hätten dadurch zum Beispiel die Möglichkeit, "Segenspakete" zu packen, die von den Sternsingern eingeworfen werden könnten. Anders als letztes Mal soll die Aktion diesmal nicht nur digital stattfinden. "Was möglich ist, müssen die Gemeinden jeweils vor Ort entscheiden", sagte der Sprecher.

Bei dem katholischen Sternsingerbrauch sammeln nach Weihnachten als Könige gekleidete Jungen und Mädchen Spenden für andere Kinder. 2020, noch vor der Pandemie, waren 49,3 Millionen Euro zusammengekommen. Etwa 300.000 Kinder und Jugendliche sowie 10.000 Pfarreien beteiligten sich. Die letzte Sternsingeraktion zum Jahresbeginn 2021 konnte nur online im Lockdown abgehalten werden. Dabei wurden 38,2 Millionen Euro gesammelt.

Montag, 20. Dezember, 12.25 Uhr: Erste Klage gegen begrenzte Impfpflicht in Karlsruhe eingegangen

Beim Bundesverfassungsgericht ist eine erste Verfassungsbeschwerde gegen die Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal eingegangen. Damit verbunden sei auch ein Eilantrag, sagte ein Sprecher des Karlsruher Gerichts am Montag auf Anfrage. Die Klage sei am vergangenen Dienstag von 23 Personen eingereicht worden. Wann darüber entschieden werde, sei noch nicht absehbar. Ein Aktenzeichen ist noch nicht vergeben.

Die Impfpflicht gilt für Beschäftigte in Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen und war am 10. Dezember von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden. Sie soll alte und geschwächte Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen, die ein besonders hohes Risiko haben, dass die Krankheit schwer oder sogar tödlich verläuft. Betroffene müssen bis 15. März 2022 nachweisen, dass sie voll geimpft oder kürzlich genesen sind - oder aber eine Arzt-Bescheinigung vorlegen, dass sie nicht geimpft werden können. Neue Beschäftigte brauchen den Nachweis ab 16. März von vornherein.

Ein erster Eilantrag einer Einzelperson gegen die 3G-Pflicht in Bussen und Bahnen blieb unterdessen ohne Erfolg, wie der Gerichtssprecher weiter sagte. Die Verfassungsrichterinnen und -richter hätten ihn am 13. Dezember ohne Begründung für erledigt erklärt (Az. 1 BvQ 113/21). Seit 24. November müssen Fahrgäste, die nicht geimpft oder genesen sind, einen aktuellen negativen Test vorweisen können. Die Regel gilt auch für den Luftverkehr.

Montag, 20. Dezember, 11.50 Uhr: Habeck erwartet zusätzliche Corona-Maßnahmen im Januar

Wegen der Omikron-Variante rechnet Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) nach dem Jahreswechsel mit einer Ausweitung der Corona-Beschränkungen. "Ich bin mir sicher, dass Clubs und Diskotheken schließen werden, dass wir die Kontakte auch für Geimpfte in Innenräumen reduzieren werden", sagte er am Montagmorgen im Deutschlandfunk. Habeck geht nach eigenen Worten davon aus, dass dies Gegenstand der für Dienstag angekündigten Bund-Länder-Beratungen sein werde "und dass das dann auch verabredet wird für den Januar".

Einen kompletten Lockdown, wie ihn sein Parteikollege Janosch Dahmen ins Gespräch gebracht hatte, hält Habeck nicht für erforderlich. Mit Vorschlägen, das private und öffentliche Leben vollständig lahmzulegen, solle man "nicht leichtfertig" umgehen, warnte der Bundeswirtschaftsminister. "Wenn wir schlau sind, dann machen wir differenzierte Maßnahmen." Der Grünen-Gesundheitspolitiker Dahmen hatte zuvor der Deutschen Presse-Agentur gesagt: "Angesichts der äußerst hohen Übertragbarkeit von Omikron werden wir um einen Lockdown nach Weihnachten vermutlich nicht herumkommen."

Montag, 20. Dezember, 11.40 Uhr: Stadt Ravensburg meldet sich von Telegram ab

Die Stadt Ravensburg hat ihren Telegram-Kanal abgeschaltet. In einer Pressemitteilung heißt es, man wolle ein Zeichen setzen und nicht auf derselben Plattform aktiv sein, wie viele "Querdenker" und Coronaleugner.

Telegram war zuletzt massiv in die Kritik geraten, weil unter anderem Verschwörungstheoretiker und Rechtsextreme dort ungestört Botschaften mit Hass und Hetze oder Falschmeldungen verbreiten können.

Montag, 20. Dezember, 11.25 Uhr: Deutlicher Anstieg der Haushaltsabfälle im Corona-Jahr 2020

Vermutlich lag es unter anderem an mehr Online-Bestellungen und Essenslieferungen im Lockdown: Das Abfallaufkommen der privaten Haushalte ist im Corona-Jahr 2020 deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts wurden bei den Haushalten 1,6 Millionen Tonnen oder vier Prozent mehr Abfälle als 2019 eingesammelt. Alles dazu hier.

Montag, 20. Dezember, 9.50 Uhr: Fünf Prozent mehr Intensivbetten im ersten Pandemie-Jahr

Die Zahl der Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern ist im ersten Jahr der Corona-Pandemie 2020 um fünf Prozent gestiegen. Das ist ein Anstieg um 1400 auf insgesamt 27.000 Betten im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte.

Zugleich sei die Gesamtzahl der Betten in den 1901 Kliniken in Deutschland um 7400 auf 486.700 zurückgegangen. Auch die Behandlungstage in den Krankenhäusern waren im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 rückläufig. Mit rund 122,6 Millionen waren es rund 12 Prozent oder 16,7 Millionen Tage weniger. Bei der Zahl der Betten handelt es sich den ersten vorläufigen Ergebnissen zufolge um Jahresdurchschnittswerte.

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Corona-Station: Ein Blick hinter die Kulissen

Montag, 20. Dezember, 9.40 Uhr: Israel verbietet Deutschland-Reisen wegen Omikron-Variante

Israel verbietet seinen Bürgern wegen der Corona-Lage in Deutschland Reisen in die Bundesrepublik. Die Maßnahme zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus soll in der Nacht zum Mittwoch um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten, teilte die Regierung am Montag mit. Das Kabinett bestätigte damit eine entsprechende Empfehlung des Gesundheitsministeriums.

Darüber hinaus gelten damit ab Mittwoch auch Italien, die USA, Belgien, Ungarn, Marokko, Portugal, Kanada sowie die Türkei und die Schweiz als "rote Länder". In Israel gibt es bereits ein Einreiseverbot für Ausländer. Bisher galten zudem schon mehr als 50 Länder - vor allem in Afrika - als "rot", Israelis dürfen dorthin nur mit Sondergenehmigung reisen.

Am Montag meldete das Gesundheitsministerium das erste Mal seit rund zwei Monaten wieder mehr als 1000 Neuinfektionen für den Vortag. Ministerpräsident Naftali Bennett sagte am Sonntag, die fünfte Infektionswelle habe begonnen.

Montag, 20. Dezember, 8.22 Uhr: Zahl der Covid-Intensivpatienten in Bayern unter 900 gesunken

Die Zahl der schwerkranken Corona-Patienten auf Bayerns Intensivstationen ist über das Wochenende erstmals seit November wieder unter 900 gesunken. Am Montagmorgen waren nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) noch 878 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Landesweit waren wieder zwölf Prozent der Intensivbetten frei, ebenfalls so viel wie seit Wochen nicht mehr.

Sowohl Corona-Neuinfektionen als auch Krankenhauseinweisungen und Corona-Todesfälle gehen derzeit kontinuierlich zurück. Die bayernweite Inzidenz sank laut Robert Koch-Institut am Montag auf 285,2.

Dennoch ist die Belastung der Krankenhäuser nach wie vor sehr hoch. Angesichts der erwarteten Ausbreitung der sehr ansteckenden Omikron-Variante sind Mediziner besorgt und rechnen mit einem baldigen Wiederanstieg der Zahlen. Denn derzeit liegen immer noch fast zwanzig Mal so viele Corona-Patienten auf den Intensivstationen wie im August. Nach wie vor gibt es auch Landkreise, in deren Krankenhäusern zeitweise kein einziges Intensivbett frei ist, so in Landsberg und Straubing-Bogen.

Montag, 20. Dezember, 8.15 Uhr: Panne in Impfzentrum - Kinder bekommen falschen Impfstoff

Im Impfzentrum des nordrhein-westfälischen Kreises Olpe haben am Sonntag mehrere Kinder den Impfstoff von Moderna gespritzt bekommen - obwohl für sie bisher nur das Mittel von Biontech zugelassen ist. "Die Eltern der betroffenen Kinder wurden sofort über den Vorfall informiert", teilte der Kreis mit. Welche Auswirkungen die Panne nach sich zieht, erfahren Sie hier.

Montag, 20. Dezember, 7.45 Uhr: Arbeitgeberpräsident Dulger für allgemeine Impfpflicht

Berlin (dpa) - Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat seine Position zu einer allgemeinen Impfpflicht nachgeschärft. "Ich habe lange auf die Vernunft der Menschen gebaut, aber mittlerweile bin ich sehr für eine allgemeine Impfpflicht", sagte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands BDA dem Handelsblatt. "Ich halte sie für den einzig gangbaren Weg, die Pandemie in den Griff zu bekommen."

Warum unser Autor Christian Grimm eine Impfpflicht hingegen kritisch sieht, lesen Sie hier in seinem Kommentar.

Montag, 20. Dezember, 7.30 Uhr: Nationaler Lockdown, Kontaktreduzierungen: Das könnte der Bund-Länder-Gipfel am Dienstag beschließen

Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus könnte schon bald schärfere Maßnahmen zum Infektionsschutz nach sich ziehen. Noch vor Weihnachten beraten Bund und Länder am Dienstag über das weitere Vorgehen - darauf verständigten sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz am Sonntagabend. Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen brachte einen Lockdown nach den Feiertagen ins Spiel. Mehr dazu hier.

Montag, 20. Dezember, 7.10 Uhr: 2900 Menschen demonstrieren in Thüringen gegen Corona-Maßnahmen

In ganz Thüringen haben am Sonntag etwa 2900 Menschen gegen Corona-Maßnahmen demonstriert. Von den insgesamt 17 Demonstrationen waren nur drei angemeldet, wie ein Polizeisprecher in der Nacht zu Montag sagte. Die meisten Menschen versammelten sich in Eisenach (900) und in Gotha (800). Beim Einsatz in Gotha wurden fünf Polizeikräfte leicht verletzt.

Landesweit sprach die Polizei 11 Strafanzeigen und 179 Ordnungswidrigkeitsanzeigen aus. Zudem wurden 239 Platzverweise erteilt. Weitere Demonstrationen gab es in Erfurt, Friedrichroda, Jena, Bad Langensalza, Mühlhausen, Greußen, Schleusingen, Bad Liebenstein und Wandersleben.

Montag, 20. Dezember, 6.25 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte im Allgäu

Das RKI hat am frühen Montagmorgen aktuelle Inzidenzwerte für die Allgäuer Städte und Landkreise veröffentlicht. Die neuesten Corona-Zahlen finden Sie hier im Überblick.

Montag, 20. Dezember, 6.15 Uhr: Lauterbach erwartet für heute Zulassung des Novavax-Impfstoffs

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet damit, dass der neuartige Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax noch am Montag von der EU-Arzneimittelbehörde EMA zugelassen wird. Das sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend in der Bild-Sendung "Die richtigen Fragen". Zugleich warnte Lauterbach vor der Annahme, dass der neue Impfstoff "ein Game Changer wird". Studien zufolge seien die bereits millionenfach verabreichten Impfstoffe von Moderna und Biontech "eine ganze Spur sicherer". Mehr dazu hier.

Montag, 20. Dezember, 6.10 Uhr: Umfrage: Zwei Drittel der Bürger unterstützen Böller-Verbot

Zwei Drittel der Bürger in Deutschland unterstützen das umfassende Verkaufsverbot für Böller zu Silvester. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur stellten sich 66 Prozent der Befragten hinter die Maßnahme, auf die sich Bund und Länder wegen der Corona-Pandemie verständigt haben. Nur 27 Prozent halten die Entscheidung für falsch. 7 Prozent machten keine Angaben.

Der Bundesrat hatte den Bund-Länder-Beschluss am Freitag gebilligt. Damit dürfen wie schon wie im Vorjahr vor dem Jahreswechsel keine Feuerwerkskörper über die Ladentheken gehen. Ziel ist es, Unfälle durch den unsachgemäßen Gebrauch von Knallkörpern und Raketen zu vermeiden und damit die durch Corona bereits extrem belasteten Krankenhäuser zu entlasten.

Die für die YouGov-Umfrage verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2074 Personen zwischen dem 10. und 14. Dezember 2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Montag, 20. Dezember, 6 Uhr: RKI registriert 16.086 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 316,0

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach längerer Abwärtstendenz erstmals wieder im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 316,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der bundesweite Wert bei 315,4 gelegen, vor einer Woche bei 389,2 (Vormonat: 386,5).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 16.086 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 21.743 Ansteckungen gewesen. Die Zahl gemeldeter Infektionen geht seit knapp drei Wochen zurück. Experten befürchten wegen der besonders ansteckenden Omikron-Variante aber eine baldige Trendumkehr.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 119 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 116 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.809.622 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,10 (Donnerstag: 5,17) an. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 5.801.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 108.352.

Sonntag, 19. Dezember, 21.50 Uhr: Bund und Länder beraten am Dienstag über Corona-Lage

Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante beraten Bund und Länder am Dienstag über die Corona-Lage und das weitere Vorgehen. Das vereinbarten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz. Dabei solle es um weitere kontaktreduzierende Maßnahmen zum Schutz des Gesundheitssystems vor einer drohenden Überlastung in Folge der Omikron-Welle gehen, hieß es.

Bei dem Austausch der Regierungschefinnen und -chefs von Bund und Ländern am Dienstagnachmittag solle es neben der Auswertung der ersten Stellungnahme des neuen Corona-Expertenrats der Bundesregierung außerdem um vorbereitende Maßnahmen zum Schutz der kritischen Infrastruktur gehen, hieß es.

Sonntag, 19. Dezember, 20.45 Uhr: Kerzenaktion in Sonthofen gegen Spaltung der Gesellschaft

Knapp 200 Menschen trafen sich am Sonntagabend um ein Zeichen gegen die Spaltung der Gesellschaft setzten. Wie bereits letzten Sonntag, zündeten die Teilnehmer Kerzen an, wobei die weißen Kerzen für Ungeimpfte Teilnehmer und die roten für Geimpfte standen. Angemeldet war die Versammlung auch diesmal nicht. Bei deutlich weniger Teilnehmern war die Polizei mit zahlreichen Kräften vor Ort. Die Beamten wiesen darauf hin, dass die Abstandsregeln einzuhalten sind, ansonsten werde eine Maskenpflicht auferlegt. Kurze Zeit später löste sich die unangemeldete Versammlung auf.

Auch an diesem Sonntag brannten in Sonthofen wieder Kerzen.
Auch an diesem Sonntag brannten in Sonthofen wieder Kerzen.
Bild: Benjamin Liss

Sonntag, 19. Dezember, 20.05 Uhr: Omikron in Irland nun vorherrschende Variante

Omikron hat sich in Irland zur vorherrschenden Corona-Variante entwickelt. Man gehe nach aktuellen Analysen davon aus, dass die Hälfte (51,6 Prozent) aller bestätigten Infektionen Omikron-Fälle seien, teilte das irische Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

Der medizinische Chef-Berater Irlands, Tony Holohan, sagte dem irischen Sender RTÉ zufolge: "Es hat weniger als zwei Wochen gedauert, bis Omikron zur dominanten Covid-Variante in Irland geworden ist, was zeigt, wie ansteckend die Variante ist." Es sei nun unbedingt notwendig, Kontakte zu beschränken und die Kurve der Neuinfektionen abflachen zu lassen, um unnötige Todesfälle zu verhindern und das Gesundheitssystem zu schützen.

Sonntag, 19. Dezember, 18.23 Uhr: Corona-Expertenrat ist für Kontaktbeschränkungen

Der neue Corona-Expertenrat der Bundesregierung sieht wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante "Handlungsbedarf" bereits für die kommenden Tage. "Wirksame bundesweit abgestimmte Gegenmaßnahmen zur Kontrolle des Infektionsgeschehens sind vorzubereiten, insbesondere gut geplante und gut kommunizierte Kontaktbeschränkungen", heißt es in einer am Sonntag in Berlin veröffentlichten Stellungnahme.

Sonntag, 19. Dezember 17.16 Uhr: Lauterbach gegen Lockdown vor Weihnachten wie in den Niederlanden

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich gegen einen Lockdown vor Weihnachten in Deutschland ausgesprochen. "Nein, einen Lockdown wie in den Niederlanden vor Weihnachten, den werden wir hier nicht haben", sagte der SPD-Politiker am Sonntag dem "Bericht aus Berlin" der ARD. Gegenüber der "Bild" sagte Lauterbach: "Einen harten Lockdown jetzt vor Weihnachten, den würde ich ausschließen. Das ist klar." Dem Bericht zufolge hält Lauterbach auch mit Blick auf die Omikron-Variante und eine fünfte, heftige Infektionswelle einen harten Lockdown für "unwahrscheinlich".

"Aber tatsächlich ist es so: Wir werden eine fünfte Welle bekommen", sagte Lauterbach in der ARD. "Wir haben jetzt eine kritische Zahl von Omikron-Infizierten überschritten. Somit lässt sich diese Welle nicht mehr komplett aufhalten, und der müssen wir begegnen."

Sonntag, 19. Dezember, 15.37 Uhr: Wüst will gemeinsamen Fahrplan von Bund und Ländern noch vor Weihnachten

Wegen der sich rasant ausbreitenden Virusvariante Omikron in Europa müssen nach Auffassung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) Bund und Länder noch vor Weihnachten einen gemeinsamen Fahrplan vereinbaren. "Wir brauchen eine gemeinsame Strategie gegen Omikron", sagte Wüst am Sonntag.

Die Politik müsse den Bürgern ehrlich sagen, dass Einschränkungen im Alltag auch im neuen Jahr zwingend notwendig sein werden, sagte der NRW-Regierungschef. "Ich bin sicher, viele Menschen rechnen auch damit. Sie erwarten von uns zu Recht eindeutige Ansagen und so viel Planungssicherheit, wie sie in einer Pandemie möglich ist", so Wüst.

Sonntag, 19. Dezember, 14.15 Uhr: Drosten stimmt Omikron-Prognose zu

Der Zeit-Datenjournalist Christian Endt hat eine Grafik über Twitter veröffentlicht, die einen enormen Anstieg der Inzidenz wegen der Omikron-Variante in der nahen Zukunft zeigt. Sein Fazit: "Da kommt keine Welle, sondern eine Wand". In Deutschland sei zu befürchten, dass Omikron schon an Weihnachten dominant sein könnte. Der Virologe Christian Drosten teilte den Tweet und fügte hinzu: "Ich stimme mit diesem Thread und Artikel vollkommen überein". Deutschland habe zudem das Sonderproblem ungeimpfter/nicht genesener Personen. Drosten kurz und knapp: "Die Impflücke. Omikron ist ein optimales Postpandemievirus".

Sonntag, 19. Dezember, 13.50 Uhr: Israels Gesundheitsministerium empfiehlt Reiseverbot nach Deutschland

Israels Gesundheitsministerium hat sich am Sonntag für ein Reiseverbot in weitere Länder ausgesprochen, darunter auch Deutschland und die USA. Die Maßnahme zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus solle nach einer Billigung durch die Regierung am Dienstag um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten, hieß es in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Weitere als "rot" eingestufte Länder seien Italien, Belgien, Ungarn, Marokko, Portugal, Kanada sowie die Türkei und die Schweiz. In Israel gilt bereits ein Einreiseverbot für Ausländer. Mehr als 50 Länder - vor allem in Afrika - galten außerdem schon als "rot", Israelis dürfen dorthin nur mit Sondergenehmigung reisen.

Sonntag, 19. Dezember, 13.35 Uhr: Corona: Premier League kämpft mit Omikron-Variante

Die Omikron-Variante wirbelt den englischen Fußball durcheinander. Schnelle Besserung ist nicht in Sicht - im Gegenteil. Am Montag tagen die Clubchefs.

Sonntag, 19. Dezember, 12.45 Uhr: Neues Schnelltestzentrum eröffnet in Lindau

Am Sonntag, 19. Dezember, eröffnet die Corona-Schnellteststelle in Lindau direkt am Klinikum. Darüber informierte die DMR Invest am Sonntag. Die Anschrift der Teststelle ist: Friedrichshafener Str. 81/83 in 88131 Lindau.

Besucher werden gebeten, über den Internetauftritt www.lindau-test.de einen Termin zu buchen. Für Personen ohne Internetzugriff oder eMail-Postfach werden auch Besuche ohne Terminbuchung ermöglicht.

Für Termine ohne Buchung sind insbesondere folgende Zeiträume in den Tagen vor Weihnachten eingerichtet: Dienstag, 21. Dezember bis Donnerstag, 23. Dezember, jeweils von 13.30 bis 16.30 Uhr.

Sonntag, 19. Dezember, 12.30 Uhr: Zündstoff für Weihnachten: Gottesdienste auch für Ungeimpfte?

Müssen auch Ungeimpfte die Möglichkeit zum Besuch von Weihnachtsgottesdiensten haben? An dieser Frage scheiden sich derzeit in vielen Gemeinden die Geister. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 19. Dezember, 11.25 Uhr: Corona-Verstöße in Gaststätte in Osterlauchdorf

Polizeibeamten haben am Samstag in einer Gaststätte in Osterlauchdorf (Unterallgäu) die Einhaltung der aktuell herrschenden Corona-Regeln überprüft. Hierbei stellten sie laut Polizeibericht fest, dass von den 15 anwesenden Gästen des Lokals lediglich zwei die 2G-Anforderungen erfüllten. Die Betreiberin der Gaststätte muss nun mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

Sonntag, 19. Dezember, 10.15 Uhr: Ema will am Montag über Zulassung des Corona-Impfstoffs von Novovax entscheiden

Nuvaxovid von Novavax ist ein Totimpfstoff gegen Covid-19 und besteht aus virusähnlichen Partikeln. Was aktuell über den Corona-Impfstoff bekannt ist.

Sonntag, 19. Dezember, 10.10 Uhr: Vier Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff - Passagiere müssen von Bord

Wegen mehrerer Corona-Fälle an Bord eines Kreuzfahrtschiffs müssen rund 300 Passagiere vorzeitig ihre Reise auf Gran Canaria beenden. Wie das Unternehmen Tui Cruises mitteilte, gehen alle 1600 Passagiere des Schiffes "Mein Schiff 4" am Sonntag in Las Palmas de Gran Canaria von Bord, die meisten von ihnen planmäßig. Rund 300 von ihnen hätten eigentlich noch sieben Tage auf dem Schiff verbringen wollen, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Die Infektionen seien bei zunächst vier Gästen festgestellt worden. Nach einer vollständigen Testung von Passagieren und Besatzung seien einige weitere Fälle hinzugekommen. Die Betroffenen und Kontaktpersonen wurden in Absprache mit den spanischen Behörden in einem dafür vorgesehenen Bereich an Bord isoliert. Sie sollen nun an Land weiter in Quarantäne bleiben. Die Infizierten hätten entweder keine oder nur leichte Symptome.

Noch am Sonntag sollte das Schiff mit neuen Gästen ablegen. An Bord gelte zurzeit das 3G-Modell (geimpft, genesen, getestet), vom 23. Februar an 2G plus (geimpft oder genesen mit zusätzlichem'Test). Aktuell liege die Impfquote bei den erwachsenen Passagieren bei 95 Prozent. Zunächst hatte "bild.de" über den Corona-Ausbruch berichtet.

Sonntag, 19. Dezember, 8 Uhr: Omikron: Kinos, Theater und Zoos bleiben in Dänemark geschlossen

Wegen der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus hat Dänemark große Teile des öffentlichen Lebens wieder heruntergefahren. Seit Sonntag um 08.00 Uhr müssen Theater, Kinos, Zoos, Vergnügungsparks und Sportstätten geschlossen bleiben. Restaurants dürfen nur nach den Vorgaben der Regierung abends nur noch bis 23 Uhr öffnen.

Für Rückkehrer aus Dänemark sowie auch aus Frankreich nach Deutschland gelten jetzt schärfere Regeln. Beide Staaten sind - wie nun fast alle Nachbarländer - seit Sonntag als Hochrisikogebiete eingestuft. Wer aus einem solchen Gebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss grundsätzlich zehn Tage in Quarantäne. Frühestens nach fünf Tagen kann man sich mit einem negativen Test davon befreien.

Sonntag, 19. Dezember, 7.50 Uhr: 17-Jähriger zeigt gefälschtes Impfzertifikat in Ischgl

In Ischgl hat ein 17-Jähriger ein gefälschtes Impfzertifikat auf seinem Handy gezeigt.

Sonntag, 19. Dezember, 7 Uhr: RKI registriert 29 348 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 315,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 315,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 321,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 390,9 (Vormonat: 372,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 29.348 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.35 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 32.646 Ansteckungen. Die Zahl gemeldeter Infektionen geht seit knapp drei Wochen zurück. Experten befürchten wegen der ansteckenderen Omikron-Variante aber eine baldige Trendumkehr.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 180 Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,10 (Donnerstag: 5,17) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntagmorgen mit 5.753.400 an.

Samstag, 18. Dezember, 21.54 Uhr: Mehrere Tausend demonstrieren in Bayern gegen Corona-Maßnahmen

Mehr als 15 000 Menschen haben am Samstag laut Polizei in verschiedenen Orten im Freistaat gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Im Großen und Ganzen blieb es dabei friedlich, doch in Traunstein wurde nach Angaben der Polizei ein Beamter leicht verletzt. Zudem gab es in mehreren Kommunen Platzverweise und Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht oder wegen Beleidigung.

Samstag, 18. Dezember, 19.35 Uhr: Niederlande verhängen neuen Lockdown

Die Niederlande haben kurz vor Weihnachten wegen der Omikron-Variante des Coronavirus einen neuen strengen Lockdown verhängt. Von diesem Sonntag an müssen fast alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure schließen. Der Lockdown soll zunächst bis zum 14. Januar gelten, also bis ins neue Jahr hinein. Weitere Infos lesen Sie hier.

Samstag, 18. Dezember, 19 Uhr: Inzidenz in Stuttgart unter 500 - Ausgangsbeschränkungen fallen weg

In Stuttgart gelten ab Sonntag keine Ausgangsbeschränkungen mehr für Ungeimpfte, weil die Sieben-Tage-Inzidenz sich anhaltend unter der Schwelle 500 befindet. Das teilte die Stadt am Samstagabend mit. Der Wert der gemeldeten Neuinfektionen binnen einer Woche je 100 000 Einwohner habe am Samstag den fünften Tag in Folge unter 500 gelegen. Damit treten die in der Coronaverordnung geregelten Einschränkungen für Menschen, die weder gegen das Corona-Virus geimpft noch genesen sind, am Sonntag (19. Dezember) ab 0 Uhr außer Kraft.

Samstag, 18 Dezember, 17.17 Uhr: London ruft wegen Omikron-Variante Katastrophenfall aus

Die britische Hauptstadt London hat wegen der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante des Corona-Virus am Samstag den Katastrophenfall ausgerufen. "Der Anstieg der Omikron-Fälle in unserer Hauptstadt ist sehr besorgniserregend", teilte Bürgermeister Sadiq Khan am Samstag mit. "Deshalb rufen wir erneut den Katastrophenfall aus." Khan verwies darauf, dass die Zahl der Covid-Patienten in Londons Krankenhäusern wieder massiv steigt.

Khan rief alle in London auf, sich möglichst schnell impfen zu lassen. In etlichen britischen Städten wurden wieder Impfzentren geöffnet - auch in Stadien oder auf Weihnachtsmärkten -, wo man sich auch ohne Termin eine Spritze geben lassen kann.

In Großbritannien wurden am Samstag 10 059 neue Omikron-Fälle gemeldet - dreimal so viele wie am Tag zuvor.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan ist wegen der rasant steigenden Infektionen mit der Omikron-Variante besorgt.
Londons Bürgermeister Sadiq Khan ist wegen der rasant steigenden Infektionen mit der Omikron-Variante besorgt.
Bild: Victoria Jones/dpa

Samstag, 18. Dezember, 15.40 Uhr: Omikron-Variante: Gesundheitsminister für schärfere Einreiseregeln

Zum Schutz vor einer schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante fordern die Gesundheitsminister der Länder schärfere Regeln zur Einreise nach Deutschland. Dabei geht es um Maßnahmen bei der Einreise aus Virusvariantengebieten, wie es in einem Beschluss der Gesundheitsminister von Samstag heißt.

Zuständig ist letztlich die Bundesregierung. "Die Einreise sicherer zu machen, hilft, damit sich die Omikron-Variante nicht so schnell ausbreitet", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). "Verhindern können wir die Verbreitung nicht, nur verzögern. Je länger es dauert, bis Omikron auch Deutschland im Griff hat, umso besser."

Konkret sollen Reisende ab sechs Jahren, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum Virusvariantengebiet eingestuften Gebiet aufgehalten haben, schon vor der Abreise einen negativen PCR-Testnachweis vorlegen - ein Antigen-Schnelltest solle nicht mehr zulässig sein.

Samstag, 18. Dezember, 14.33 Uhr: Straßenprotest gegen Impfungen und Corona-Regeln in Memmingen

In der Memminger Innenstadt hat am Samstag eine angemeldete Schilder-Demonstration gegen die Corona-Regeln und gegen Impfungen stattgefunden. Weitere Infos hier.

Samstag, 18. Dezember, 12.35 Uhr: Fast 2000 Menschen bei Protest gegen Corona-Maßnahmen in Schwerin

Zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen haben sich am Samstag nach Polizeiangaben etwa 1900 Menschen in der Schweriner Innenstadt versammelt. Die Versammlung verlaufe bisher friedlich, sagte eine Polizeisprecherin. Es seien viele Familien dabei. Die Veranstalter hatten mit 1700 Teilnehmern gerechnet. Auch eine Gegenkundgebung mit 60 Demonstranten sollte stattfinden.

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hatte am Freitag zu Friedlichkeit bei Demonstrationen aufgerufen. Persönliche Bedrohungsszenarien oder Angriffe physischer oder psychischer Art seien inakzeptabel und illegitim, hieß es in dem Parlamentsbeschluss, der ohne Gegenstimmen gefasst wurde.

Am 6. Dezember hatte sich ein unangemeldeter Demonstrationszug auf das Wohnhaus von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zubewegt. Die Polizei konnte ihn kurz vorher wegleiten.

Samstag, 18. Dezember, 12.30 Uhr: 21-Jährige zeigt gefälschten Impfpass in Memminger Apotheke

In Memmingen wollte sich eine 21-Jährige in einer Apotheke ein digitales Impfzertifikat holen. Doch ihr Impfpass war gefälscht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 18. Dezember, 11.05 Uhr: 1,1 Millionen Corona-Impfungen am Freitag - 921.000 Auffrischungen

Am Freitag sind erneut mehr als eine Million Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Das geht aus den am Samstag veröffentlichten Zahlen auf dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden am Freitag etwa 1,1 Millionen Dosen gespritzt, der Großteil - rund 921 000 davon - waren Auffrischungsimpfungen. In den vergangenen sieben Tagen wurden damit den Angaben zufolge im Schnitt täglich 1,0 Millionen Impfdosen verabreicht.

Insgesamt haben nach der Statistik nun 70,2 Prozent aller Menschen in Deutschland den vollständigem Grundschutz gegen das Virus. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge mindestens 58,4 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Booster-Spritze zur Auffrischung haben nunmehr mindestens 25,2 Millionen Menschen oder 30,3 Prozent der Bevölkerung bekommen.

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 85,9 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. In dem Bundesland sind mittlerweile 82,0 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht: Die Quote bei den Erstimpfungen liegt hier bei 62,4 Prozent, vollständig geimpft sind laut RKI 59,5 Prozent. (Die Impfzahlen für das Allgäu finden Sie hier.)

Schutzmasken waren ein kostbares Gut am Anfang der Krise. Andrea Tandler hat damit das Geschäft ihres Lebens gemacht.
Schutzmasken waren ein kostbares Gut am Anfang der Krise. Andrea Tandler hat damit das Geschäft ihres Lebens gemacht.
Bild: Marijan Murat, dpa (Symbolbild)

Samstag, 18. Dezember, 10.55 Uhr: Einreise nach Österreich wird schwieriger: Jetzt ist 2G Pflicht - oder ein PCR-Test

Die Einreise nach Österreich wird schwieriger. Einreisende müssen ab Montag geboostert oder genesen sein. Alle anderen brauchen einen negativen PCR-Test. Mehr Informationen gibt es hier.

Samstag, 18. Dezember, 10.30 Uhr: Bundestagspräsidentin fordert nationales Impfregister

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas hat ein nationales Impfregister gefordert. Dabei geht es vor allem darum, wie man die Impfpflicht kontrollieren kann.

Samstag, 18. Dezember, 9.30 Uhr: Schwanger und Corona: Wenn das Virus junges Familienglück zerstört

Corona kann Schwangere schwerer treffen als andere - und hat in Augsburg schon jungen Frauen das Leben gekostet. Wie die seltenen Fälle bekämpft werden, lesen Sie hier.

Samstag, 18. Dezember, 7.45 Uhr: Jeder Dritte will Treffen mit Ungeimpften über Feiertage vermeiden

Etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland geht Ungeimpften über die Feiertage lieber aus dem Weg. Das geht aus einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Die Fragestellung lautete: "Über die Feiertage kommen viele Menschen mit Freunden und Verwandten zusammen. Spielt es dabei für Sie eine Rolle, ob die anderen gegen das Coronavirus geimpft sind?" Darauf gaben 35 Prozent der mehr als 2000 Befragten an, Treffen mit Ungeimpften vermeiden zu wollen. Ein knappes Viertel wollte bei solchen Zusammenkünften weitere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: 15 Prozent sagten, sie wollten besonders auf Abstands- und Hygieneregeln achten, weitere 9 Prozent wollten um einen Corona-Schnelltest bitten.

Für 9 Prozent der Befragten spielt die mangelnde Impfung zwar eine Rolle, sie wollen diese aber in Kauf nehmen. Für immerhin 29 Prozent war die fehlende Immunisierung hingegen unerheblich.

Samstag, 18. Dezember, 7.25 Uhr: 13 weitere Corona-Todesfälle im Allgäu

Im Allgäu sind innerhalb eines Tages 13 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, acht davon im Oberallgäu. Das geht aus Zahlen des RKI hervor.

Samstag, 18. Dezember, 7.20 Uhr: RKI registriert 42.813 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 321,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 321,8 an. Am Vortag hatte der Wert bei 331,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 402,9 (Vormonat: 336,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 42 813 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 53 697 Ansteckungen. Die Zahl gemeldeter Infektionen geht seit knapp drei Wochen zurück.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 414 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 510 Todesfälle.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,10 (Donnerstag: 5,17) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstagmorgen mit 5.724.100 an.

Freitag, 17. Dezember, 22 Uhr: Biontech/Pfizer wollen dritte Impfdosis bei kleinen Kindern prüfen

Das US-Pharmaunternehmen Pfizer und sein deutscher Partner Biontech wollen die laufenden klinischen Studien zum Corona-Impfstoff für kleinere Kinder von sechs Monaten bis vier Jahren um eine dritte Dosis ausweiten. Es werde nun eine dritte Impfstoffdosis mituntersucht, die frühestens zwei Monate nach der zweiten verabreicht werde, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Damit dürften sich die bislang noch für dieses oder Anfang nächstes Jahr erwarteten Ergebnisse verzögern, die Unternehmen gehen nun von der "ersten Jahreshälfte 2022" aus.

Die Entscheidung sei gefallen, weil erste Daten zeigten, dass Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahren nicht genauso gut auf die Impfung ansprachen wie Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren und wie Kinder zwischen 6 und 24 Monaten. Sicherheitsbedenken seien keine festgestellt worden, hieß es. An der Studie nehmen den Unternehmen zufolge rund 4500 Kinder zwischen sechs Monaten und elf Jahren aus mehreren Ländern teil.

Für Kinder ab fünf Jahren ist der Impfstoff unter anderem in den USA und in der EU inzwischen zugelassen. Auch für Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren wollen Biontech und Pfizer nun noch eine dritte Impfdosis untersuchen.

Freitag, 17. Dezember, 21.35 Uhr: Wegen Omikron: Österreich verschärft Einreisebestimmungen

Nach Österreich dürfen ab Montag nur noch Menschen, die geboostert oder genesen sind. Alle anderen müssen einen negativen PCR-Test vorweisen. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Freitag, 17. Dezember, 21.10 Uhr: Frankreich und Dänemark werden zu Corona-Hochrisikogebieten

Die Bundesregierung stuft Frankreich und Dänemark wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an als Hochrisikogebiete ein. Das gilt auch für Norwegen, Libanon und Andorra, wie das Robert Koch-Institut am Freitag bekanntgab. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Damit sind künftig bis auf Luxemburg alle Nachbarländer Deutschlands als Hochrisikogebiete eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen werden Bulgarien, Estland, Lettland, Albanien, Nordmazedonien und Moldau.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Freitag, 17. Dezember, 20.30 Uhr: Maskenaffäre: Razzia bei Tandler-Tochter und ein schwerer Verdacht

Warum das Millionen-Geschäft, das mit Schützenhilfe aus der CSU zustande kam, nun doch noch zum Fall für die Justiz wird und welche Rolle dabei ein Pinguin spielt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Auch die Buchloer Einzelhändlerinnen und Einzelhändler sind weiterhin von der 2G-Regel betroffen.
Auch die Buchloer Einzelhändlerinnen und Einzelhändler sind weiterhin von der 2G-Regel betroffen.
Bild: Daniel Karmann, dpa

Freitag, 17. Dezember, 18.45 Uhr: Bayern will an 2G-Regel im Einzelhandel festhalten

In Niedersachsen wurde die 2G-Regel im Einzelhandel gekippt. Bayern bleibt aber wie die Bundesregierung weiter auf bisherigem Kurs. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Freitag, 17. Dezember, 17.55 Uhr: Gericht: Kostenbeteiligung an Corona-Rückholflügen war korrekt

Die Bundesregierung durfte von Touristen eine Kostenbeteiligung für ihre Charter-Rückflüge am Anfang der weltweiten Corona-Pandemie verlangen. Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin am Freitag. Es wies zwei Klagen von Familien ab, die diese Kostenbeteiligung nicht zahlen wollten. Die Pandemie sei ein Katastrophenfall, so das Gericht. Die Rückholung der Deutschen sei als Hilfeleistung erforderlich gewesen. Die von den zurückgeholten Reisenden verlangten Pauschalsummen für die Flüge seien zulässig und auch in der Höhe rechtens gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Berufung wurde zugelassen.

Ab Mitte März 2020 brachte die Bundesregierung etwa 67 000 Menschen mit rund 270 Charterflügen zurück nach Deutschland. Das kostete rund 95 Millionen Euro. Die Reisenden unterschrieben, dass sie sich an den Kosten beteiligen. Für Flüge von den Kanaren und Nordafrika mussten sie später 200 Euro zahlen, aus dem südlichen Afrika und der Karibik kostete es 500 Euro, aus Südamerika und Asien 600 Euro und aus Neuseeland und Australien 1000 Euro. Die tatsächlichen Kosten für die Charterflüge waren pro Person zum Teil mehr als dreimal so hoch. Etwa 140 Touristen wollten die Zahlungsbescheide nicht akzeptieren und klagten. Das Urteil von Freitag gilt auch für sie.

Freitag, 17. Dezember, 17.40 Uhr: Omikron breitet sich auch im Urlaubsland Spanien schnell aus

Die neue Omikron-Variante des Cornavirus breitet sich auch in Spanien schnell aus. In der Hauptstadtregion Madrid mache sie bereits mehr als 30 Prozent aller Neuinfektionen aus, berichtete die Zeitung "El País" am Freitag unter Berufung auf Ärzte. In der Touristenmetropole Barcelona seien es 25 Prozent, sagte der regionale Gesundheitsminister Josep Maria Argimon der Zeitung "La Vanguardia". Omikron werde dort voraussichtlich schon zu Weihnachten dominant sein.

Auch aus anderen Gegenden Spaniens wurde von einer ähnlichen Entwicklung berichtet. "Das schießt wie Schaum nach oben", sagte Carlos Artundo, Generaldirektor für öffentliche Gesundheit in Navarra im Norden des Landes. Dort ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit 720 die höchste Spaniens. Auf den bei Deutschen besonders beliebten Urlauberinseln der Balearen mit Mallorca liegt sie über 300, im Landesdurchschnitt noch knapp darunter.

Immer mehr autonome Gemeinschaften, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, führen deshalb die 3G-Regel - geimpft, genesen oder getestet - beim Betreten von Gaststätten und anderen Freizeiteinrichtungen ein. Zusammenkünfte im privaten Bereich sind zurzeit nur auf den Kanaren auf zwischen sechs und zwölf Personen beschränkt.

Freitag, 17. Dezember, 16.45 Uhr: Umfrage: Eltern bei Impfung von Kindern gespalten

Bei der Corona-Impfung für Kinder zwischen fünf und elf Jahren sind sich die Eltern einer Umfrage zufolge uneinig. Jeweils etwa gleich viele sprachen sich dafür oder dagegen aus, wie die Online-Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Nachrichtensender Welt ergab. Auf die Frage "Sollten Kinder zwischen fünf und elf Jahren geimpft werden - oder lieber nicht?" antworteten 44,5 Prozent der 1015 befragten Eltern mit entsprechend alten Kindern mit Ja und 44,3 Prozent mit Nein. 1,7 Prozent gaben an, ihre Kinder in dieser Altersgruppe bereits geimpft zu haben. 9,5 Prozent waren unentschlossen.

Freitag, 17. Dezember, 15.35: Streit um 2G-Regel im Einzelhandel verschärft sich

Der Handel fordert nach einem Gerichtserfolg in Niedersachsen ein bundesweites Ende der Einschränkungen für Ungeimpfte. Die Bundesregierung denkt gar nicht daran. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bilderstrecke

Bayerischer Gesundheitsminister Klaus Holetschek: Die wichtigsten Stationen seiner Karriere

Freitag, 17. Dezember, 14.35 Uhr: Lauterbach: Stehen vor massiver fünfter Corona-Welle

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet eine massive fünfte Corona-Welle durch die neue Omikron-Variante. "Ich gehe von einer massiven fünften Welle aus", sagte Lauterbach am Freitag in Hannover. "Wir müssen davon ausgehen, dass die Omikron-Welle, vor der wir stehen, die wir aus meiner Sicht nicht verhindern können, eine massive Herausforderung wird für unsere Krankenhäuser, für unsere Intensivstationen, aber auch für die Gesellschaft in der Gänze."

Lauterbach sagte: "Wir müssen uns hier auf eine Herausforderung einstellen, die wir in dieser Form noch nicht gehabt haben." So übertreffe das, was in Großbritannien derzeit beobachtet werde, alles, was in der Pandemie bisher beobachtet worden sei, sagte Lauterbach unter Berufung auf Gespräche mit britischen Expertinnen und Experten. Lauterbach sagte: "Da würde auch ein etwas milderer Verlauf keinen Unterschied machen." Die Zahl der Sterbefälle könne durch einen abgemilderten Verlauf des Infektionsgeschehens für zwei bis drei Wochen geringer gehalten werden. Aber das Wachstum der Infektionen würde diesen Vorteil zunichte machen.

Der Minister sagte: "Wir sind an einem Schlüsselpunkt der Pandemie." Die nun wichtige offensive Booster-Kampagne - also die Kampagne für möglichst viele Auffrischimpfungen - könne mit verfügbarem Moderna-Impfstoff vorgenommen werden. Er rief Ärzte und Impfzentren auf, das Präparat breit einzusetzen. Mit Blick auf die Weihnachtstage appellierte Lauterbach an alle Bürgerinnen und Bürger, bei Reisen nach dem Grundsatz vorzugehen: "Wir schützen uns gegenseitig." Jeder sollte sich vorher testen lassen oder zumindest selbst testen - bevorzugt mehrfach. Der Minister machte deutlich, dass vor allem für Menschen ohne Booster-Impfung besondere Vorsicht geboten sei.

Freitag, 17. Dezember, 12 Uhr: Mehrere Corona-Verstöße in Memminger Spielotheken

Die Polizei hat am Donnerstag, im Zeitraum von 15 bis 17.30 Uhr, im Stadtgebiet Memmingen mehrere Spielotheken kontrolliert. Dabei stellten die Beamtinnen und Beamten laut Bericht insgesamt zehn Verstöße fest. Teilweise konnten die Besucher keinen Testnachweis vorzeigen oder sie hatten noch keinen vollständigen Impfschutz. Gegen diese Personen sowie gegen den Verantwortlichen der Spielothek wird nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Freitag, 17. Dezember, 11.30 Uhr: Zu Weihnachten und Silvester lockert Österreich Regeln für Ungeimpfte

Österreich lockert zu Weihnachten und Silvester die Corona-Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte. Die Regelungen im Detail.

Freitag, 17. Dezember, 11.15 Uhr: Österreich: Gesundheitskasse will gegen Ärzte vorgehen, die das Coronavirus leugnen

Die Gesundheitskasse will stärker gegen Corona-Leugner unter Ärzten vorgehen. Anlass ist ein offener Brief, in dem sich Ärze gegen die mRNA-Impfung aussprechen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 17. Dezember, 9.45 Uhr: Falschmeldung über 70 Tote durch Impfung: Geldstrafe für Corona-"Aktivistin"

Eine 51-Jährige hatte behauptet, im Uniklinikum Augsburg seien 70 Personen an den Folgen der Impfung gestorben. Das Ganze kam vor Gericht.

Freitag, 17. Dezember, 8.15 Uhr: Gesundheitsminister Holetschek über Delta und Omikron: "Das ist ein toxischer Mix"

Wurde die Impfkampagne in Bayern verschlafen? Gesundheitsminister Klaus Holetschek widerspricht – und mahnt die Bundespolitik, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Das ganze Interview lesen Sie hier.

Arminden beziehungsweise ein "Judenstern" mit der Aufschrift "ungeimpft" wurden bei Corona-Demos in Bayern getragen.
Arminden beziehungsweise ein "Judenstern" mit der Aufschrift "ungeimpft" wurden bei Corona-Demos in Bayern getragen.
Bild: Christophe Gateau, dpa (Symbolbild)

Freitag, 17. Dezember, 7.50 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern sinkt weiter

Die Corona-Inzidenz in Bayern sinkt langsam weiter. Am Freitag gab das Robert Koch-Institut den Wert mit 313,4 an. Am Donnerstag waren es 322,5.

Bayern liegt damit weiter unter dem Bundesdurchschnitt, den das RKI mit 331,8 angab. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen stieg um 86. Seit Pandemiebeginn zählt das RKI in Bayern insgesamt 18 936 Tote.

Die höchsten Inzidenzen in Bayern sind inzwischen im Norden zu finden: Spitzenreiter war die oberfränkische Stadt Coburg 609,7, gefolgt vom Landkreis Coburg mit 601,8 und der Stadt Schweinfurt mit 581,4. Die bayernweit niedrigste Inzidenz wurde am Freitag für die Stadt Weiden gemeldet: 141,1. Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Freitag, 17. Dezember, 6.40 Uhr: Scholz und Macron gegen Testpflicht bei Reisen innerhalb der EU

Deutschland und Frankreich halten verpflichtende PCR-Tests auf das Coronavirus bei Reisen innerhalb der EU derzeit für nicht sinnvoll. "Wir haben nicht vor, innerhalb der Europäischen Union diese Tests einzuführen, weil wir viel Wert auf das reibungslose Funktionieren unseres gemeinsamen Raums legen", sagte der französische Präsident Emmanuel Macron in der Nacht zu Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz. Zudem wäre die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme sehr reduziert, weil in der Regel Grenzpendler von ihnen ausgenommen würden.

Scholz sagte: "Freizügigkeit innerhalb Europas ist wichtig, deshalb haben wir auch entsprechend unsere bisherigen Maßnahmen ausgerichtet." Die Lage werde beobachtet werden müssen. Aber erst einmal sei man "so unterwegs wie Frankreich".

Diskutiert werden mögliche neue Testauflagen vor allem wegen der besorgniserregenden Omikron-Variante. Italien verlangt deshalb bereits von allen Einreisenden - auch geimpften - aus dem EU-Ausland einen negativen Corona-Test. Auch Irland und Griechenland haben neue Testpflichten eingeführt.

Freitag, 17. Dezember, 6.05 Uhr: RKI registriert 50 968 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 331,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 331,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 340,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 413,7 (Vormonat: 319,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 50 968 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.55 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 437 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 484 Todesfälle.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 5,17 (Mittwoch 5,27) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 5 679 400 an

Donnerstag, 16. Dezember, 19.50 Uhr: Zwei Moderna-Impfdosen schützen nur eingeschränkt vor Omikron

Zwei Impfungen mit dem Produkt des US-Hersteller Moderna schützen gegen Omikron weniger gut als gegen bestimmte frühere Varianten. Das zeigt eine Laborstudie von US-Forschern - darunter Mitarbeiter der Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) und von Moderna -, die als Preprint veröffentlicht wurde, also nicht in einer von Experten begutachteten Fachzeitschrift.

Demnach hatten Geimpfte vier Wochen nach der zweiten Dosis wesentlich weniger Antikörper gegen die Omikron-Variante als gegen bestimmte frühere Varianten im Blut. Um die Wirkung eines Impfstoffs gegen eine bestimmte Variante von Sars-CoV-2 zu untersuchen, machen Forscher in der Regel sogenannte Neutralisationstests. Es wird geschaut, wie viele Antikörper ein Geimpfter im Blut hat, die an die Virusvariante binnen können und sie damit ausschalten. Der tatsächliche Schutz von Geimpften kann damit aber nicht bestimmt werden, dafür braucht es klinische Studien mit Tausenden Probanden oder Auswertungen des laufenden Infektionsgeschehens.

Die Anzahl der gegen Omikron gerichteten Antikörper stieg etwa zwei Wochen nach einer Booster-Impfung mit Moderna deutlich an. Eine Auffrischdosis könne das Erkrankungsrisiko deutlich senken, heißt es in der Studie. Das Team schränkt jedoch ein, es handele sich nur um Laborversuche. Zudem fehlten Daten dazu, wie lange die Reaktion der neutralisierenden Antikörper nach der Boosterimpfung andauere.

Die Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer hatten bereits vorige Woche mitgeteilt, für einen ausreichenden Schutz vor der Omikron-Variante seien drei Dosen ihres Produktes nötig. Ersten Labordaten zufolge schützten zwei Dosen demnach nicht ausreichend vor einer Infektion mit dieser kürzlich entdeckten Variante. Die Unternehmen gingen allerdings davon aus, dass der Schutz vor einer schweren Erkrankung weiterhin gegeben ist.

Donnerstag, 16. Dezember, 18.55 Uhr: Judenfeindliche Inhalte bei Corona-Demos: Politik und Antisemitismus-Experten sind alarmiert

Fast täglich wird in Bayern gegen die aktuelle Corona-Politik protestiert. In München sind Politik und eine Antisemitismus-Recherchestelle besorgt. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Donnerstag, 16. Dezember, 17.45 Uhr: Lauterbach: Schnelle Booster-Kampagne soll "Hauptwerkzeug" sein

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach setzt auch mit Blick auf die ansteckendere Coronavirus-Variante Omikron auf weitere breit angelegte Auffrischungsimpfungen. Für eine solche sehr offensive Booster-Strategie als "Hauptwerkzeug" brauche man viel Impfstoff und das schnell, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Berlin. Nach einer Bestandsaufnahme seien für das erste Quartal 2022 bisher 50 Millionen Dosen zu erwarten, der Bedarf liege gemäß der Strategie aber bei 70 Millionen Dosen, davon 50 Millionen Booster.

Mit den bisher erwarteten Dosen wäre die Booster-Kampagne zu langsam und erst Ende März abgeschlossen, erläuterte Lauterbach. Daher arbeite die Bundesregierung an der Beschaffung von mehr Impfdosen. Der Minister bestätigte, dass Lieferungen von 35 Millionen Dosen von Moderna vorgezogen werden sollen. Es gebe zudem Verhandlungen mit anderen EU-Staaten über die Übernahme zusätzlicher Dosen.

Die Bundesregierung hatte schon angekündigt, zusätzliche 80 Millionen Dosen von Biontech über EU-Verträge kaufen zu wollen. Lauterbach sagte, ein Teil hiervon könne eventuell noch im ersten Quartal 2022 kommen, sonst voraussichtlich im zweiten bis vierten Quartal. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte hierfür sowie für 12 Millionen weitere Dosen, die direkt beschafft werden sollen, rund 2,2 Milliarden Euro bewilligt.

Donnerstag, 16. Dezember, 17.10 Uhr: Gericht kippt 2G-Regel für Niedersachsens Geschäfte

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die erst seit kurzem geltende 2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen gekippt. Die Maßnahme sei zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig und auch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz vereinbar, entschied das Gericht am Donnerstag laut Mitteilung. Seit Montag galt in Niedersachsen im Einzelhandel die Regel, dass diejenigen, die nicht gegen Corona geimpft oder von dem Virus genesen waren, nur noch in Geschäften des täglichen Bedarfs einkaufen konnten.

Der 13. Senat des Gerichts entschied nun, diese Regelung vorläufig außer Vollzug zu setzen. (Az.: 13 MN 477/21). Geklagt hatte ein Unternehmen, das auch in Niedersachsen Einzelhandel im Filialbetrieb mit einem Mischsortiment betreibt.

Das Gericht begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass eine schlichte Übertragung von Forschungserkenntnissen aus geschlossenen Räumen im Sport- und Freizeitbereich auf den Handel nicht möglich sei. Zudem könnten die Kunden auch im Einzelhandel verpflichtet werden, eine FFP2-Maske zu tragen. Außerdem sei nicht ersichtlich, dass das Land seine Forschung zu Infektionswegen erhöht habe, um die Zielgenauigkeit seiner Schutzmaßnahmen zu erhöhen.

Der Handelsverband hatte die Regel bereits im Vorfeld scharf kritisiert und erklärt, mit der Einführung der 2G-Regel sei damit zu rechnen, dass das Weihnachtsgeschäft in den Innenstädten weitgehend zum Erliegen komme.

In Schleswig-Holstein war diese Woche ein Eilantrag der Woolworth GmbH gegen die 2G-Regel vom zuständigen Gericht abgelehnt worden.

Donnerstag, 16. Dezember, 16.20 Uhr: Kinderärzte-Verband: Kinder-Impfen gemäß Stiko-Empfehlung

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät zu Corona-Impfungen bei Fünf- bis Elfjährigen entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). "Nicht auf Omikron-Impfstoff warten!!!", teilte der Verband am Donnerstag mit.

Die Organisation stellte damit eine missverständliche Formulierung vom Vortag richtig. In der dpa-Meldung hatte es geheißen, Eltern könnten je nach Alter und Gesundheit ihrer Kinder aus Sicht des Berufsverbands auf einen möglicherweise von Frühjahr an verfügbaren Omikron-Impfstoff warten.

Man rate entsprechend der Stiko-Empfehlung zur Impfung von Kindern mit Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder mit Angehörigen mit hohem Risiko, hieß es. "Außerdem kann nach individueller Aufklärung bei entsprechendem Impfwunsch auch gesunden jungen Kindern ohne Risikofaktoren ein Impfangebot gemacht werden."

Donnerstag, 16. Dezember, 16.10 Uhr: Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern weiter rückläufig

Die Corona-Maßnahmen zeigen offenbar Wirkung: Die Zahlen der Corona-Patienten in Bayerns Krankenhäusern sinken weiter. Die 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz pro 100.000 Einwohner fällt weiter auf 5,5. Die aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) finden Sie hier.

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Donnerstag, 16. Dezember, 16 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu (LGL)

Die Sieben-Tage-Inzident in allen Allgäuer Städten und Landkreisen sinkt weiter - und zwar deutlich: Die Werte des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unterscheiden sich sehr im Vergleich zum Vortag. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Donnerstag, 16. Dezember, 15.45 Uhr: EU-Behörde gibt grünes Licht für zwei Covid-19-Medikamente

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat den Weg für die Zulassung von zwei weiteren Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 freigemacht. Mit Xevudy und Kineret könnten Patienten gut behandelt werden, teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Die EU-Kommission muss der Zulassung noch zustimmen. Das aber gilt als Formsache. Mit diesen beiden Präparaten sind dann insgesamt fünf Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Patienten in der EU zugelassen.

Xevudy (sotrovimab) der Hersteller GlaxoSmithKline und Vir Biotechnology ist ein monoklonaler Antikörper. Es kann nach Ansicht der Experten bei Patienten ab 12 Jahren eine Verschlechterung des Zustandes verhindern. Laborstudien deuteten darauf hin, dass Xevudy auch gegen die Omikron-Variante wirksam ist. Die EMA-Experten hatten sich zuvor bereits positiv über das Mittel ausgesprochen, so dass es bereits in einigen EU-Mitgliedsstaaten verschrieben wird.

Das Präparat Kineret könne Patienten mit Lungenentzündung gegeben werden, die Sauerstoff benötigten. Es ist in der EU bereits als Mittel gegen andere Entzündungen zugelassen. Das Mittel des schwedischen Herstellers Orphan Biovitrum AB kann nach Angaben der EMA auch bei Covid-19-Patienten Entzündungen reduzieren und schwere Schäden an Atemwegen verhindern. Die EU-Kommissarin für Gesundheit, Stella Kyriakides, begrüßte die Empfehlung der EMA. Damit stehe nun eine breitere Palette von Medikamenten zur Verfügung. In den nächsten Monaten würden weitere folgen.

Donnerstag, 16. Dezember, 15.40 Uhr: EU-Kreise: Frühere Moderna-Lieferungen für Deutschland

Für die Corona-Impfungen in Deutschland sind frühere Lieferungen des Präparats von Moderna in Sicht. Konkret können 10 Millionen Impfdosen noch auf Dezember vorgezogen werden, wie es am Donnerstag aus EU-Kreisen hieß. Ins erste Quartal 2022 vorgezogen werden können demnach außerdem weitere 25 Millionen Dosen. Aus den insgesamt 35 Millionen Dosen könnten bis zu 70 Millionen Dosen für Auffrischimpfungen gezogen werden, da hierfür bei Moderna eine halbe Dosis verwendet wird.

Die Bundesregierung hatte am Mittwoch bereits mitgeteilt, zusätzliche 80 Millionen Dosen des Präparats von Biontech über EU-Verträge kaufen zu wollen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte hierfür sowie für 12 Millionen weitere Dosen, die direkt beschafft werden sollen, rund 2,2 Milliarden Euro bewilligt.

Donnerstag, 16. Dezember, 15 Uhr: Mehr Sterbefälle in Bayern wegen Corona - dennoch wächst die Bevölkerung weiter

In Bayern gab es in den ersten neun Monaten 2021 mehr Sterbefälle im Zuge der Corona-Pandemie. Dennoch wächst die Bevölkerung im Freistaat weiter. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Donnerstag, 16. Dezember, 11.45 Uhr: Oranje-Familie verletzt erneut Corona-Regeln: Große Party

Die niederländische Königsfamilie hat erneut die Corona-Regeln verletzt und damit viele Mitbürger empört. Kronprinzessin Amalia feierte ihren 18. Geburtstag in der vergangenen Woche mit einer großen Party, obwohl Bürger zu Hause nur vier Gäste empfangen sollen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Hof am Donnerstag in Den Haag.

In den Niederlanden gilt wegen der angespannten Lage in Krankenhäusern und der hohen Infektionszahlen ein Abendlockdown. Bürger sollen auch nur höchstens vier Gäste zu Hause empfangen. Amalia habe aber mit rund 100 Gästen ihren Geburtstag gefeiert, berichtete "De Telegraaf". Im Garten des Palastes habe man in zwei Zelten gefeiert. Der Hof spricht dagegen von nur "21 Einladungen". Alle Gäste waren demnach geimpft und gebeten worden, sich zusätzlich zu testen.

Donnerstag, 16. Dezember, 9.30 Uhr: Frankreich schränkt Einreise aus Großbritannien stark ein

Frankreich schränkt die Einreise aus Großbritannien wegen der dort grassierenden Omikron-Variante des Coronavirus stark ein. Die Einreise aus sowie die Ausreise nach Großbritannien ist ab Samstag, 0.00 Uhr, nur noch aus zwingenden übergeordneten Gründen möglich, wie Premierminister Jean Castex am Donnerstag ankündigte. Touristische oder berufliche Gründe gehören nicht dazu. Sowohl Geimpfte als auch Ungeimpfte müssen sich vor einer Reise von Großbritannien nach Frankreich registrieren, einen PCR- oder Schnelltest machen und sich nach der Ankunft in Frankreich an einem Ort ihrer Wahl in Quarantäne begeben. Diese können sie nach einem negativen Test nach 48 Stunden verlassen.

Donnerstag, 16. Dezember, 7.50 Uhr: Inzidenz sinkt weiter - Bayern unter Bundesdurchschnitt

Die Corona-Inzidenz in Bayern sinkt seit fast drei Wochen. Am Donnerstag gab das Robert Koch-Institut den Wert mit 322,5 an. Am Mittwoch waren es noch 356. Bayern liegt damit erstmals seit Monaten wieder unter dem Bundesdurchschnitt, den das RKI mit 340,1 angab. Allerdings stieg auch die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorbenen Menschen um 79. Seit Pandemiebeginn zählt das RKI in Bayern insgesamt 18 850 Tote.

Die höchste Inzidenz in Bayern weist aktuell der Landkreis Bamberg mit 663,7 auf, dahinter folgen der Landkreis Coburg mit 593,7 und Freyung-Grafenau mit 567,9. Die niedrigste Inzidenz wird für die Stadt Weiden gemeldet: 134. (Die Inzidenzen für das Allgäu finden Sie hier.)

Auf den Intensivstationen ist die Situation weiterhin angespannt, wenn auch nicht mehr ganz so sehr wie vor kurzem. Die Zahl der Corona-Patienten dort lag dem bundesweiten Intensivregister zufolge mit Stand 7.05 Uhr bei 978. Davon mussten 583 invasiv beatmet werden.

Donnerstag, 16, Dezember, 7.30 Uhr: FDP-Abgeordnete lehnen in Antragsentwurf Corona-Impfpflicht ab

In der Debatte um eine Impfpflicht gegen das Coronavirus liegt im Bundestag der Entwurf für einen ersten Antrag vor. Das von mehr als 20 FDP-Abgeordneten unterschriebene Papier spricht sich klar gegen eine solche Pflicht aus. Nach dem Entwurf soll der Bundestag bekräftigen, "dass es in der Bundesrepublik Deutschland keine allgemeine Impfpflicht gegen Sars-CoV-2 geben wird". Der Bundestag verbinde dies "mit dem Appell, dass sich weiter möglichst viele Menschen bestmöglich gegen Covid-19 schützen, indem sie die empfohlenen Angebote einer Coronaschutzimpfung wahrnehmen".

Donnerstag, 16. Dezember, 7 Uhr: Streits um Maskenpflicht im ÖPNV und an Bahnhöfen enden häufig gefährlich

Immer wieder eskalieren Streits um die Maskenpflicht im ÖPNV und auf Bahnhöfen. In NRW wurde ein Busfahrer von einem Maskenverweigerer mit einem Fahrrad beworfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 16. Dezember, 6.30 Uhr: Mit gefälschtem Impfausweis zum Betriebsarzt - Polizei ermittelt gegen 29-Jährigen

Mutmaßlich gefälscht war ein Impfausweis, mit dem sich ein 29-Jähriger in Mindelheim beim Betriebsarzt einer großen Firma vorstellte. Was dann geschah, lesen Sie hier.

Donnerstag, 16. Dezember 6.15 Uhr: 3700 Menschen demonstrieren in München gegen Corona-Maßnahmen

Rund 3700 Menschen haben am Mittwochabend in München gegen Corona-Maßnahmen demonstriert. Zuvor hatte die Kreisverwaltung angeordnet, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Demonstration FFP2-Masken tragen sollen, wie die Polizei in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer habe "eine ablehnende und emotionale Haltung gegenüber dieser beschränkenden Verfügung" gehabt. Im Verlauf des Abends wurden 18 Verstöße gegen die Maskenpflicht angezeigt. Insgesamt wurden 28 Menschen wegen Beleidigung und Körperverletzung festgenommen.

Donnerstag, 16. Dezember,, 5.45 Uhr: Caritas: Corona macht Armutsrisiken sichtbar

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung der Caritas lange angelegte Armutsrisiken sichtbar gemacht. "Einmal arm, immer arm - das ist für immer mehr Menschen eine reale Bedrohung", sagte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Donnerstag will der Paritätische Wohlfahrtsverband einen Bericht zur Armutsentwicklung in der Pandemie veröffentlichen.

Donnerstag, 16. Dezember, 5.30 Uhr: Zweites Weihnachten in Pandemie: Wieder Paketboom bei der Post

Berlin (dpa) - Auch im zweiten Corona-Jahr verzeichnet die Deutsche Post einen Paketboom zur Weihnachtszeit - aber wohl keine Steigerung gegenüber 2020. Der Auftakt des Vorweihnachtsgeschäfts mit dem Wochenende um die Rabatttage "Black Friday" und "Cyber Monday" sei zwar deutlich stärker als im Vorjahr und auch stärker als allgemein erwartet gewesen, sagte Tobias Meyer, Vorstand der Post für das deutsche Briefe- und Paketgeschäft, der "Rheinischen Post" (Donnerstag). Aber: "Seitdem bewegen sich die Mengen etwa auf dem Niveau des Vorjahres, teils auch leicht darunter."

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Donnerstag, 16. Dezember, 5.15 Uhr: Südkorea verschärft wegen höherer Corona-Zahlen die Beschränkungen

Wegen des Anstiegs bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus verschärft Südkorea erneut die Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen. Vor allem der Umfang privater Treffen und die Geschäftszeiten im Gastronomiebetrieb sollen landesweit von diesem Wochenende an bis Anfang Januar wieder stärker eingeschränkt werden. Das kündigte das Gesundheitsministerium am Donnerstag an.

Erst Anfang November hatte das Land, das bisher im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen ist, die Beschränkungen gelockert. Doch zuletzt stiegen die täglich erfassten Zahlen der Neuansteckungen wie auch der Covid-19-Intensivpatienten auf Rekordhöhe.

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Donnerstag, 16. Dezember, 5 Uhr: RKI registriert 56.677 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 340,1

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnnerstagmorgen mit 340,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 353,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 422,3 (Vormonat: 312,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 56 677 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.47 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 70 611 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 522 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 465 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 670 407 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.