Corona-Blog, Teil 75

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 3. bis 9. September 2021

Mit dem Herbst kommt die Angst vor einer vierten Corona-Welle.

Mit dem Herbst kommt die Angst vor einer vierten Corona-Welle.

Bild: Oliver Berg, dpa

Mit dem Herbst kommt die Angst vor einer vierten Corona-Welle.

Bild: Oliver Berg, dpa

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 3. bis 9. September 2021
11.09.2021 | Stand: 10:16 Uhr

Donnerstag, 9. September, 21.55 Uhr: US-Regierung will Impf- oder Testpflicht für größere Firmen anordnen

Zur Eindämmung der Pandemie will die US-Regierung Firmen mit mehr als 100 Angestellten vorschreiben, dass alle Mitarbeiter geimpft sein müssen oder sich mindestens ein Mal pro Woche auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen müssen. Die Regelung werde derzeit unter Führung des Arbeitsministeriums entwickelt und für mehr als 80 Millionen Beschäftigte der Privatwirtschaft gelten, erklärte das Weiße Haus am Donnerstag.

Zudem sollen künftig alle Mitarbeiter in Krankenhäusern und Einrichtungen des Gesundheitswesens, die Zahlungen der staatlichen Krankenversicherungen annehmen, gegen Corona geimpft sein müssen. Die Regelung werde für rund 17 Millionen Mitarbeiter gelten, hieß es. In den staatlichen Programmen Medicare und Medicaid sind vor allem Ältere, Behinderte und Bedürftige versichert.

US-Präsident Joe Biden wollte die Schritte für den weiteren Kampf gegen das Coronavirus und die Stärkung der Impfkampagne am späten Nachmittag (Ortszeit; ab 23.00 Uhr MESZ) ankündigen.

Donnerstag, 9. September, 21.30 Uhr: Baden-Württemberg plant die bundesweit härtesten Eingriffe gegen Ungeimpfte

Baden-Württemberg macht Ernst mit den bundesweit härtesten Einschränkungen für ungeimpfte Erwachsene im Fall einer Überlastung der Kliniken mit Covid-19-Patienten. Welche Regeln im Südwesten gelten, wenn die neuen Grenzwerte überschritten werden, lesen Sie hier.

Baden-Württemberg will Ernst machen - mit den bundesweit härtesten Einschränkungen für Ungeimpfte
Baden-Württemberg will Ernst machen - mit den bundesweit härtesten Einschränkungen für Ungeimpfte
Bild: Axel Heimken, dpa (Symbolbild)

Donnerstag, 9. September, 21.10 Uhr: Wegen Corona: Auch Turnier in München abgesagt

Einen Tag nach dem Weltcup-Reitturnier in Stuttgart ist eine weitere Top-Veranstaltung wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. "Die Munich Indoors werden erneut verschoben", sagte Turnierchef Volker Wulff am Donnerstagabend. Maßgeblich dafür sei die Verlängerung der epidemischen Lage durch die Bundesregierung bis zum 11. November. Das Hallen-Reitturnier in München sollte vom 18. bis 22. November stattfinden. Es war bereits im Vorjahr ausgefallen, nun ist es vom 17. bis 20. November 2022 geplant.

Donnerstag, 9. September, 20 Uhr: Mindestens 26 Corona-Infizierte nach 2G-Party in Münster

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Corona aktuell im Allgäu

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 29. August bis 3. September 2021

Bei einer Partynacht mit "2G"-Zugangsbeschränkung in einem Club in Münster (NRW) haben sich vergangene Woche mindestens 26 Menschen mit Corona infiziert, hauptsächlich Mittzwanziger. Dabei handele es sich nach bisherigen Erkenntnissen um Impfdurchbrüche und Ansteckungen von bereits Genesenen, berichtete die Stadt Münster am Donnerstag. 20 Infizierte wohnten in Münster. Ein Mitarbeiter des Clubs sei ebenfalls positiv getestet worden.

Die Stadt rechnet damit, dass noch weitere Infektionen bekannt werden. Die Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt laufe auf Hochtouren. Zahlreiche Kontakte müssten nun einen PCR-Test vorlegen. "Die genaue Anzahl der engen Kontaktpersonen ist noch unklar", hieß es.

Der Eintritt zu der Party am 3. September sei in verschärfter 2G-Regelung erfolgt: "Alle Gäste waren nach Eigenangabe geimpft oder genesen", so die Stadt. Auf die Infektion aufmerksam geworden seien die Betroffenen aufgrund milder Symptome oder durch eine Meldung ihrer Corona-WarnApp auf dem Smartphone. Die Impfung schütze zwar vor einer schweren Erkrankung, eine Ansteckung und weitere Übertragungen seien hingegen nicht auszuschließen, betonte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer.

Donnerstag, 9. September, 19.10 Uhr: Heimleiter wird nach Impfschwindel in Pflegeheim nicht bestraft

Nach einem Impfschwindel in einem Oberpfälzer Pflegeheim werden der Heimleiter und eine weitere leitende Person nicht sanktioniert. Wie das Landratsamt Schwandorf diese Entscheidung begründet, lesen Sie hier.

Donnerstag, 9. September, 18.30 Uhr: Schulbeginn am Dienstag in Bayern: Diese Corona-Regeln gelten

Das neue Schuljahr steht in Bayern bevor. Am Dienstag geht es für die Schüler zurück in die Klassen. Doch müssen sie Masken tragen und wie oft wird getestet? Anworten auf diese Fragen finden Sie hier in unserem großen Überblick zum Schulstart.

In wenigen Tagen beginnt das neue Schuljahr in Bayern. Welche Corona-Regeln gelten ab Dienstag für Schülerinnen und Schüler?
In wenigen Tagen beginnt das neue Schuljahr in Bayern. Welche Corona-Regeln gelten ab Dienstag für Schülerinnen und Schüler?
Bild: Bernd Thissen, dpa (Symbolbild)

Donnerstag, 9. September, 17.40 Uhr: Sri Lanka fordert Frauen wegen Corona zu Verhütung auf

Das Gesundheitsministerium in Sri Lanka hat Frauen aufgefordert, wegen der Corona-Pandemie in nächster Zeit nach Möglichkeit eine Schwangerschaft zu verhindern. Sie sollten vorerst verhüten, bis mehr über die Auswirkungen einer Covid-19-Erkrankung bekannt sei und es möglicherweise bessere Impfstoffe gebe, sagte Ministeriumsmitarbeiter und Gynäkologe Harsha Atapattu am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Auf Sri Lanka werden inzwischen alle Schwangeren angewiesen, sich impfen zu lassen. In dem Inselstaat sind 45 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Virus immunisiert. In den vergangenen vier Monaten starben nach offiziellen Angaben 40 Schwangere in Zusammenhang mit Covid-19.

Donnerstag, 9. September, 16.50 Uhr: LGL: Die aktuellen Corona-Werte im Allgäu

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu veröffentlicht.

Donnerstag, 9. September, 16.30 Uhr: Berichte: Biden will Impfpflicht für Angestellte der Regierung

Im Kampf gegen das Coronavirus will US-Präsident Joe Biden Berichten zufolge eine Impfpflicht für Angestellte der Bundesregierung verfügen. Das berichteten am Donnerstag etwa der Sender CNN und die "Washington Post" unter Berufung auf Regierungskreise. Die Möglichkeit, sich durch regelmäßige Corona-Tests von einer Impfpflicht zu befreien, soll demnach wegfallen. Die Regelung solle auch für Unternehmen gelten, die für die Regierung arbeiten.

Biden wollte am späten Nachmittag (Ortszeit) in einer Rede seinen Corona-Plan zur Bekämpfung der Delta-Variante vorstellen. Die Impfkampagne in den USA macht nur noch sehr langsam Fortschritte. Bislang sind dort 53,3 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen abschließend geimpft. Die Impfungen sind für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene freigegeben. In der Bevölkerungsgruppe ab 12 Jahren sind 62,4 Prozent vollständig geimpft. Biden hatte zuletzt immer wieder auch für eine Corona-Impfpflicht in Unternehmen geworben und Arbeitgeber zum Handeln aufgefordert.

Donnerstag, 9. September, 16 Uhr: WHO: Afrika bekommt 25 Prozent weniger Corona-Impfstoffe als geplant

Afrika wird bis Ende des Jahres 25 Prozent weniger Corona-Impfstoffdosen erhalten als geplant. Das sagte die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, Matshidiso Moeti, am Donnerstag während eines Pressebriefings. Die internationale Hilfsinitiative Covax habe ihre prognostizierten Lieferzahlen für 2021 um ein Viertel nach unten korrigieren müssen, sagte Moeti. Grund dafür sei unter anderem die Einführung von Auffrischimpfungen und das Horten von Impfstoffdosen in einigen Ländern sowie die Priorisierung bilateraler Abkommen vor internationaler Solidarität, so die Regionaldirektorin.

Zudem sei es höchst bedauerlich, dass in den USA seit März 15 Millionen abgelaufene Dosen der Vakzine weggeworfen worden seien, sagte Moeti. Mit diesen Dosen hätten beispielsweise alle Menschen über 18 Jahren in Liberia, Mauretanien und Gambia geimpft werden können. Reichere Länder "sollten bedenken, dass weltweit hohe Impfraten, einschließlich in Afrika, auch weniger Varianten für den Rest der Welt bedeuten", sagte Moeti.

In Afrika sind bislang nur etwa drei Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Insgesamt wurden auf dem Kontinent laut der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC fast 8 Millionen Infektionen dokumentiert, von denen mehr als 200.000 tödlich verliefen.

Donnerstag, 9. September, 15.15 Uhr: Sollen Corona-Regeln für Ungeimpfte verschärft werden?

Angesichts der stockenden Impfungen nimmt die Debatte über strengere Corona-Vorgaben für Ungeimpfte weiter Fahrt auf. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sprach sich schon jetzt für eine bundesweite Ausdehnung von Zugangsmöglichkeiten nur für Geimpfte und Genesene aus - nicht aber für negativ Getestete. Von welchen Seiten es dafür Kritik gibt, lesen Sie hier.

Gesundheitsminister Jens Spahn machte erneut deutlich, dass für Herbst und Winter wegen steigender Infektionszahlen rasch mehr Impfungen wichtig seien.
Gesundheitsminister Jens Spahn machte erneut deutlich, dass für Herbst und Winter wegen steigender Infektionszahlen rasch mehr Impfungen wichtig seien.
Bild: Wolfgang Kumm, dpa

Donnerstag, 9. September, 14.30 Uhr: Skisport-Weltcups in Bayern wieder mit Zuschauern geplant

Die Skisport-Weltcups in Bayern sollen in der kommenden Saison wieder mit Zuschauern stattfinden. Das teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Donnerstag am Rande der Deutschen Biathlon-Meisterschaften am Großen Arber in Bayerisch Eisenstein mit. Nach einem Gespräch mit dem Innenministerium plane man - unter Berücksichtigung der dynamischen Corona-Lage - derzeit zumindest mit einer Teilauslastung der Arenen.

Die Anzahl der zu vergebenden Tickets berechnet sich demnach wie folgt: Von der Maximalkapazität der Wettkampfstätte stehen 5000 Karten als Grundkontingent zur Verfügung und von der dann noch verbleibenden Kapazität 50 Prozent - in einem Stadion mit 25.000 Plätzen also 15.000 Tickets.

In Bayern sind im bevorstehenden Winter unter anderem die Weltcups der Biathleten in Ruhpolding und der alpinen Skirennfahrer in Garmisch-Partenkirchen sowie die Springen der Vierschanzentournee in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen geplant. In der vergangenen Saison fanden die Events pandemiebedingt alle ohne Zuschauer statt. Zu den noch bis Sonntag andauernden Deutschen Biathlon-Meisterschaften im Hohenzollern Skistadion sind bis zu 1000 Besucher pro Tag zugelassen.

Donnerstag, 9. September, 13.45 Uhr: Piazolo vertraut zum Schuljahresbeginn auf "dichtes Sicherheitsnetz"

Trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen vor allem bei jungen Menschen sieht Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) dem Schulstart optimistisch entgegen. "Wir haben ein dichtes Sicherheitsnetz für unsere Schulen geknüpft", sagte er am Donnerstag in München. Das am 14. September startende Schuljahr wolle man mit "so viel Normalität wie möglich" angehen.

Donnerstag, 9. September, 12.20 Uhr: 3300 schwangere Lehrerinnen dürfen nicht in der Schule unterrichten

Schwangere Lehrerinnen dürfen im Südwesten in der Regel nicht in Präsenz unterrichten. "Wir dürfen schwangere Lehrkräfte pandemiebedingt nur in Einzelfällen im Präsenzunterricht einsetzen", sagte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart. Man habe mit der Regelung Hinweise aus dem Bundesfamilienministerium umgesetzt. Derzeit seien 3300 Lehrerinnen schwanger, sagte Schopper. Die Schulen müssen nun Ersatzlösungen für den ausfallenden Präsenzunterricht finden.

Hintergrund für die Regelung ist, dass die Ständige Impfkommission bisher keine Empfehlung für eine Impfung gegen das Coronavirus für Schwangere abgegeben hat. Laut Landesozialministerium haben Schwangere bei einer Corona-Infektion ein sechsmal höheres Risiko als Nicht-Schwangere, schwer zu erkranken und auf eine Intensivstation zu müssen.

Donnerstag, 9. September, 11.25 Uhr: Spahn: Kommen bei Impfungen aktuell nur langsam voran

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiterhin nur mit gebremstem Tempo voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind inzwischen 51,3 Millionen Menschen oder 61,7 Prozent der Bevölkerung, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag bekannt gab. Die Impfquote erhöhte sich damit im Vergleich zum Vortag um 0,1 Punkte. Mindestens eine erste Impfung haben nun 55 Millionen Menschen oder 66,2 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Donnerstag, 9. September, 11.10 Uhr: Umfrage: Deutsche fürchten Steuererhöhungen nach Corona

Die hohen Staatsschulden in der Corona-Pandemie und die Folgen für den eigenen Geldbeutel haben sich zur Sorge Nummer eins der Deutschen entwickelt. So weist es die am Donnerstag veröffentlichte Studie "Ängste der Deutschen" aus. Darin nannten 53 Prozent von 2400 Befragten große Furcht vor höheren Steuern oder Leistungskürzungen wegen Corona. Auf Platz zwei folgen Inflationsängste: 50 Prozent sehen steigende Lebenshaltungskosten. Ebenso viele nennen die Kosten für EU-Schulden - das ist Platz drei. Die Daten werden jedes Jahr für die R+V-Versicherung ermittelt.

Die öffentlichen Schulden waren in der Coronakrise nach Angaben des Statistischen Bundesamts allein 2020 um 14,4 Prozent oder 273,8 Milliarden Euro auf einen Rekordstand gewachsen. Die Inflationsrate erreichte im August mit 3,9 Prozent den höchsten Wert seit vielen Jahren.

In der jährlichen Umfrage werden Teilnehmer gebeten, vorgegebene Themen auf einer Skala von eins (gar keine Angst) bis sieben (sehr große Angst) zu bewerten. Daraus wird die Rangfolge ermittelt. Dabei liegt die Angst, der Staat könnte durch Geflüchtete überlastet sein, mit 45 Prozent auf Platz vier. 43 Prozent machen Schadstoffe in Nahrungsmitteln Kummer, ebenso viele die Pflege im Alter. Platz sieben nimmt die Sorge vor "Spannungen durch Zuzug von Ausländern" ein, genannt von 42 Prozent der Befragten.

Donnerstag, 9. September, 10.30 Uhr: Memminger Impfzentrum schließt am Sonntag früher

Das Impfzentrum Memmingen in der Buxacher Straße 8 schließt am Sonntag, 12. September, wegen einer internen Veranstaltung bereits um 15 Uhr. Die Öffnungszeiten am Sonntag sind daher 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr. Das Impfzentrum ist ansonsten täglich von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Wer gegen Covid-19 geimpft werden möchte, kann ohne Termin vorbeikommen, schreibt die Stadt Memmingen.

Donnerstag, 9. September, 10.10 Uhr: Schweizer Intensivstationen fast 80 Prozent ausgelastet - Protest gegen schärfere Corona-Regeln

In der Schweiz sind die Intensivstationen zu fast 80 Prozent ausgelastet - auch wegen Covid-Patienten. Jetzt werden in dem Land die Regeln verschärft. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 9. September, 9.25 Uhr: RKI registriert 15431 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 83,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist nach einem leichten Rückgang wieder etwas angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen liegt sie bei 83,5 - am Vortag hatte der Wert bei 82,7 gelegen, vor einer Woche bei 76,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 15 431 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert 13 715 Ansteckungen betragen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 50 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 33 Todesfälle gewesen.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 1,79 an (Vortag 1,69). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Donnerstag. 9. September, 8.55 Uhr: Kommentar zu mobilen Luftfiltern: Landkreis Ostallgäu verpennt den Schulstart

Es ist meisterhaft, wie die Stadt Kitas und Schulen pünktlich mit Luftfiltern austattet. Der Landkreis hat den Schulstart verpennt, meint unser Kommentator.

Donnerstag, 9. September, 8.50 Uhr: Lehrerverbandschef hofft auf Impfungen auch für jüngere Kinder

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hofft auf eine Impfempfehlung auch für jüngere Kinder. "Wir würden uns sehr wünschen, dass es bald auch einen zugelassenen, empfohlenen Impfstoff für die Kinder unter 12 geben wird", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag). Eine höhere Impfquote unter Schülern würde die Sicherheit an Schulen enorm erhöhen und die Chance bieten, schneller zur Normalität ohne Einschränken zurückzukehren.

Gleichzeitig betonte Meidinger, eine solche allgemeine Impfempfehlung sei Sache der dafür zuständigen Experten, also der Ständigen Impfkommission (Stiko). Diese empfiehlt seit Juni auch die Impfung für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. Für jüngere Kinder ist noch kein Impfstoff zugelassen.

Donnerstag, 9. September, 6.55 Uhr: Zahl der belegten Intensivbetten in den bayerischen Krankenhäusern steigt

Auch am Donnerstag leuchtet die Krankenhaus-Ampel für Bayern weiterhin Grün. Laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stieg die Zahl der Patienten, die in den vergangenen sieben Tagen mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kamen, auf 308. Die 7-Tages-Hospitalisierungs-Inzidenz (pro 100.000 Einwohner) liegt bei 2,34. Derzeit sind 207 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt (Stand: 8.9.2021). Die Zahlen steigen damit weiter leicht an. Die täglich aktualisieren Zahlen finden Sie hier.

Donnerstag, 9. September, 6.45 Uhr: Österreich verschärft die Corona-Regeln für Ungeimpfte

In Österreich wird das Leben für Menschen, die nicht gegen Corona geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind, deutlich unbequemer. Details lesen Sie hier.

Donnerstag, 9. September, 6.30 Uhr: Chile will Kinder ab sechs Jahren gegen Coronavirus impfen

In Chile sollen künftig schon Kinder ab sechs Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden. Am Montag kommender Woche laufe die Impfkampagne für Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren an, sagte Gesundheitsminister Enrique Paris am Mittwoch bei einem Besuch in der Stadt Arica im Norden des Landes. Die Kinder sollen mit dem Impfstoff CoronaVac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac geimpft werden. Anfang der Woche hatte das Institut für öffentliche Gesundheit dem Vakzin eine Notfallzulassung für Kinder ab sechs Jahren erteilt.

Chile gehört zu den Ländern mit dem höchsten Anteil an Geimpften an der Bevölkerung. Über 86 Prozent der Chilenen sind bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Bei der Impfkampagne in Chile kam vor allem der chinesische Impfstoff CoronaVac zum Einsatz.

Donnerstag, 9. September, 6 Uhr: RKI-Zahlen für Deutschland verzögern sich

Die RKI-Zahlen für ganz Deutschland verzögern sich am Donnerstag, das RKI-Dashboard wird derzeit aktualisiert.

Mittwoch, 8. September, 20.15 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel sinkt wieder

In Israel ist die Zahl der Neuinfektionen wieder rückläufig. Wie Experten dort die Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffs einschätzen, lesen Sie hier.

Mittwoch, 8. September, 18.55 Uhr: WHO-Chef greift Pharmaindustrie wegen Bevorzugung reicher Länder an

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Prioritäten von Pharmaherstellern bei der Verteilung von Covid-Impfstoffen kritisiert. Tedros Adhanom Ghebreyesus reagierte damit am Mittwoch auf eine Mitteilung des internationalen Branchenverbandes IFPMA, wonach reiche Staaten jetzt über so viele Impfdosen verfügen, dass Dosen an ärmere Staaten abgeben könnten, ohne ihre eigenen Impfkampagnen einzuschränken. "Ich war entsetzt, als ich das gelesen habe", sagte Tedros in Genf. Es sei schon seit langem genug Impfstoff für reiche und arme Länder da.

Laut WHO sind bislang 80 Prozent aller weltweiten Corona-Impfungen in Ländern mit hohen und mittleren Einkommen erfolgt. Noch kein einziges armes Land hat eine Impfrate von zehn Prozent erreicht.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisiert die Prioritäten von Pharmaherstellern bei der Verteilung von Covid-Impfstoffen.
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus kritisiert die Prioritäten von Pharmaherstellern bei der Verteilung von Covid-Impfstoffen.
Bild: Fabrice Coffrini, Keystone, dpa

"Wir haben Gleichbehandlung von Beginn an eingefordert - nicht erst, wenn die reichsten Länder versorgt sind", sagte Tedros bei einer Pressekonferenz. "Solange die Firmen und Länder, die das globale Angebot kontrollieren, denken, dass sich die Armen der Welt mit Überresten zufrieden geben sollen, werde ich nicht schweigen."

Tedros sprach sich erneut gegen Auffrischungs-Impfungen aus. Durch ein Aussetzen dritter Impfungen könnten Menschen in allen Länder schneller vor Covid-19 geschützt werden, sagte er.

Mittwoch, 8. September, 18 Uhr: Corona-Überbrückungshilfe bis Jahresende verlängert

Einige Corona-Staatshilfen für Unternehmen werden bis Ende dieses Jahres verlängert. Darauf haben sich das Finanz- und das Wirtschaftsministerium des Bundes verständigt, wie beide Häuser am Mittwoch in Berlin mitteilten. Damit wird die Überbrückungshilfe III Plus bis 31. Dezember gezahlt, die es bisher für die Monate Juli bis September gab. Beantragen können sie Firmen, die wegen Corona einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent erlitten haben. Sie erhalten eine gestaffelte Fixkostenerstattung.

Auch ein Eigenkapitalzuschuss, der die Substanz besonders stark und andauernd betroffener Unternehmen stärken soll, wird nach Angaben der beiden Ministerien über September hinaus bis Dezember zur Verfügung stehen. Verlängert werde ebenso die "Neustarthilfe Plus" für Soloselbstständige. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember könnten Soloselbstständige, deren Umsatz durch die Pandemie weiter eingeschränkt ist, damit zusätzlich bis zu 4500 Euro Unterstützung erhalten.

Mittwoch, 8. September, 17 Uhr: "Löwen"-Spieler Kevin Goden positiv auf Corona getestet

Kevin Goden vom TSV 1860 München ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Verteidiger habe sich umgehend in Quarantäne begeben, teilte der Verein aus der 3. Fußball-Liga am Mittwochabend mit - kurz vor der Achtelfinal-Begegnung im bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerb gegen Regionalligist SV Wacker Burghausen. Da die "Löwen" über mehr als 16 Profis verfügten, die vollständig geimpft seien, könne das Spiel trotzdem stattfinden, hieß es. Das zuständige Gesundheitsamt habe neben dem positiv getesteten Akteur der 60er auch für weitere Spieler sowie Teile des Trainer- und Funktionsstabs Quarantänemaßnahmen angeordnet.

Mittwoch, 8. September, 16.15 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte im Allgäu des LGL

Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu (LGL) finden Sie hier.

Mittwoch, 8. September, 15.50 Uhr: RKI und Regierung warnen vor heftigem Verlauf der vierten Corona-Welle

Wie heftig wird die vierte Corona-Welle? Ohne mehr Impfungen sehr - aus Sicht der Bundesregierung. Warum das RKI zudem vor einem Herbst voller Corona-Sorgen warnt, lesen Sie hier.

Mittwoch, 8. September, 14.50 Uhr: Minister Herrmann will Vereinssport in Bayern mit Gutscheinprogramm fördern

Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (CSU) hat angesichts der coronabedingten Austritte aus Sportvereinen ein Gutscheinprogramm vorgestellt. Demnach erhalten alle Grundschulkinder zum ersten Schultag in der Schule einen Gutschein im Wert von 30 Euro, der auf die Jahresmitgliedschaft angerechnet wird, wie Herrmann am Mittwoch mitteilte.

"Mit unserem Gutscheinprogramm geben wir zusätzliche Anreize, dass Kinder wieder mehr Sport in Vereinen treiben", erklärte Herrmann. "Damit stärken wir die Gesundheit unserer Kinder und unterstützen unsere bayerischen Sportvereine, neue Mitglieder zu gewinnen." Corona habe den organisierten Sportbetrieb zeitweise zum Erliegen gebracht. Viele Kinder hätten sich daher deutlich weniger bewegt und seien aus den Sportvereinen ausgetreten.

Die Gutscheine können bei allen bayerischen Sport- und Schützenvereinen sowie Behinderten- und Rehabilitationssportvereinen des organisierten Sports eingelöst werden. Sie gelten für alle Neueintritte in einen Sportverein zwischen dem 14. September 2021 und dem 13. September 2022. Die Vereine können sich das Geld dann unbürokratisch vom Freistaat Bayern erstatten lassen.

Mittwoch, 8. September, 14 Uhr: Österreich verschärft Maßnahmen für Ungeimpfte

In Österreich wird das Leben für Menschen, die nicht gegen Corona geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind, deutlich unbequemer. Welche neuen Corona-Regeln für Ungeimpfte gelten, lesen Sie hier.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (rechts) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein haben einen Stufenplan verkündet, der bei starker Belastung der Kliniken den Zugang zu Veranstaltungen und in Gaststätten nur noch mit PCR-Tests oder Impfung ermöglicht.
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (rechts) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein haben einen Stufenplan verkündet, der bei starker Belastung der Kliniken den Zugang zu Veranstaltungen und in Gaststätten nur noch mit PCR-Tests oder Impfung ermöglicht.
Bild: Robert Jaeger, APA, dpa

Mittwoch, 8. September, 13 Uhr: Vor Schulstart: Lehrerverbände befürchten Schließungen im Herbst

Lehrerverbände rechnen im Herbst mit erneuten Schulschließungen, weil die Corona-Schutzmaßnahmen aus ihrer Sicht nicht ausreichen. Es gebe viel zu wenige Luftfilter, CO2-Ampeln und kaum mobile Impf- und Testteams, kritisierten die Gewerkschaft GEW und der Verband der Berufsschullehrer am Mittwoch in Stuttgart. "Meine Befürchtung ist, dass wir im Herbst wieder über Fernunterricht reden werden", sagte GEW-Landeschefin Monika Stein. In welchem Ausmaß Schulen geschlossen werden müssten, hänge von der Entwicklung der Corona-Zahlen und der Impfbereitschaft ab. Die Verantwortung für mögliche Lockdowns liege bei Bund, Land und Kommunen, die nicht genügend in Schutzmaßnahmen investiert hätten. "Alle drei haben zu wenig dafür getan, Schulen so sicher wie möglich zu machen."

Mittwoch, 8. September, 12 Uhr: Das gilt bei Beerdigungen unter Corona-Bedingungen in Kaufbeuren

Für Bestattungen gelten ab Donnerstag, 9 September 2021 folgende Regeln in Kaufbeuren: Im Freien ist die Personenzahl grundsätzlich nicht mehr begrenzt, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Eine Maskenpflicht bestehe im Freien nicht.

Beim Zutritt zu Gebäuden, wie der Aussegnungshalle, gelte der 3G-Grundsatz. Das heißt: Gebäude dürfen laut der Stadt Kaufbeuren nur von Personen betreten werden, die geimpft, genesen oder getestet sind. In Gebäuden gelte zudem die Maskenpflicht - eine medizinische Gesichtsmaske oder eine FFP2-Maske.

Mittwoch, 8. September, 11.55 Uhr: Weitere Impfbus-Termine im Oberallgäu für September

Der Impfbus ist mit neuen Terminen wieder im Oberallgäu unterwegs, das teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. Örtlichkeiten, die der Impfbus aus platzgründen nicht anfahren kann, werden laut Mitteilung als mobiles Impfen angeboten. Das mobile Impfteam befinde sich dann in zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten.

Die Abläufe beim Impfen seien mit denen des Impfbusses identisch. Die Angebote können nach Angaben des Landratsamts ohne Termin wahrgenommen werden. Die Termine für September im Oberallgäu finden Sie hier.

Mittwoch, 8. September, 11.20 Uhr: Ärztin wollte im Ostallgäu keine 13-Jährigen impfen - jetzt leitet sie das Impfzentrum Unterallgäu

Nach dem Rücktritt von Dr. Max Kaplan nach einem Impf-Zwist mit Landrat Alex Eder ist die Nachfolge geklärt: Neue ärztliche Koordinatorin im Unterallgäu ist Dr. Carola Winkler aus Türkheim. Sie trägt künftig die Verantwortung für die Impfzentren des Landkreises in Bad Wörishofen und Memmingen.

Die Personalie birgt einige Brisanz: Winkler hatte sich aus Gewissensgründen geweigert, im Impfzentrum Kaufbeuren zwei 13-Jährige zu impfen. Im Unterallgäu hatte das Thema "Kinderimpfungen" bereits eine heftige Debatte ausgelöst. Landrat Alex Eder (Freie Wähler) hatte in der Vergangenheit mehrfach mit Gegenpositionen zur aktuellen Corona-Politik für Diskussionen gesorgt.

Mittwoch, 8. September, 11.10 Uhr: Hoffnungsvolle Corona-Zahlen: Ist der Ansteckungstrend gestoppt?

Erstmals seit zwei Monaten ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Ansteckungen an zwei Tagen hintereinander gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Mittwoch mit 82,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an (Dienstag 83,8; Montag 84,3; Mittwoch der Vorwoche: 75,7). Zuletzt war die Inzidenz Anfang Juli zwei Mal hintereinander gefallen.

Auch die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus entscheidende Reproduktionszahl lässt hoffen. Der Sieben-Tage-R-Wert liegt seit kurzem wieder unter 1 (Mittwoch: 0,97), zuvor lag er viele Wochen teils deutlich darüber. Der Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter rechnerisch ansteckt. Bleibt er für längere Zeit unter 1, flaut die Pandemie ab.

Die Zahl der innerhalb eines Tages übermittelten Neuinfektionen stieg im Vorwochen-Vergleich marginal. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.565 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 13.531 Ansteckungen gelegen.

Mittwoch, 8. September, 9.30 Uhr: Ärztepräsident Reinhardt fordert Neustart der Corona-Impfkampagne

Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert einen Neustart der Corona-Impfkampagne. "Die Impfquote ist in ganz Deutschland zu niedrig, insbesondere aber in den östlichen Bundesländern", sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Das sei mit Blick auf den Herbst und Winter bedenklich.

Viele Ungeimpfte seien keine überzeugten Impfverweigerer. "Um diese Unentschlossenen zu erreichen, muss die Impfkampagne in Deutschland komplett neu aufgestellt werden", sagte der Präsident der Bundesärztekammer. Die Aufforderung "Ärmel hoch" habe anfangs genützt. "Jetzt aber brauchen wir viel zielgenauere Kommunikationsmaßnahmen und niedrigschwellige Impfangebote." Gefragt seien kreative Konzepte.

Darauf setzen auch die Landesregierungen in Sachsen und Thüringen, die sich gegen schwache Impfzahlen stemmen. "Wir sehen, dass Aufklärung und Gespräche wichtig sind, um die Menschen zu überzeugen, die noch zögern", sagte die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) der dpa. Man nutze alle verfügbaren Kanäle.

Mittwoch, 8. September, 7.15 Uhr: Bericht: Verheerende Auswirkung von Covid-19 auf andere Krankheiten

Die Covid-19-Pandemie wirkt sich katastrophal auf den Kampf gegen andere tödliche Krankheiten aus. Das berichtete der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria am Mittwoch in Genf. Betroffen seien vor allem Tuberkulose- und Aids-Patienten - bei beiden Krankheiten sei die Zahl der Behandlungen und Tests infolge der Pandemie deutlich gesunken. "Die Covid-19-Pandemie hatte verheerende Auswirkungen auf den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria im Jahr 2020."

Die 2002 gegründete und zuvor von der G8 gebilligte internationale Organisation mobilisiert und investiert eigenen Angaben zufolge jährlich mehr als vier Milliarden US-Dollar zur Unterstützung von Programmen, die von lokalen Experten in mehr als 100 Ländern durchgeführt werden. Bis August 2021 seien bereits 3,3 Milliarden US-Dollar für Aids-, Tuberkulose- und Malariaprogramme bewilligt worden, im vergangenen Jahr 4,2 Milliarden US-Dollar (3,55 Milliarden Euro). Zusätzlich habe man 980 Millionen US-Dollar genehmigt, um auf Covid-19 zu reagieren.

Mittwoch, 8. September, 6.10 Uhr: RKI registriert 13 565 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 82,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 82,7 - am Vortag hatte der Wert bei 83,8 gelegen, vor einer Woche bei 75,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.565 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:09 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 13.531 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 35 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 23 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.030.681 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.793.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.448.

Mittwoch, 8. September, 6 Uhr: Neue Version der Corona-Warn-App bietet neue Warnoption für Events

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist um eine zusätzliche Warnfunktion für Events erweitert worden. Damit können Veranstalter ihre Gäste vor einer möglichen Risikobegegnung mit einer später positiv getestete Person warnen, selbst wenn dieser Besucher gar nicht über die App eingecheckt war. Die neue Version 2.9 wird an diesem Mittwoch erscheinen.

Möglich wird dieses zusätzliche Warnverfahren durch eine Stellvertreter-Regelung für den Veranstalter. Freigegeben wird die Option durch das Gesundheitsamt. Stellt das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Infektionsketten fest, dass eine positiv getestete Person auf einer Veranstaltung war, kann es den Veranstalter kontaktieren. Hatte der Veranstalter einen QR-Code zum Check-in über die Corona-Warn-App erstellt, kann das Gesundheitsamt dann eine Transaktionsnummer ausstellen. Damit kann der Veranstalter eine Warnung aussprechen, die alle Personen erhalten, die für das Event eingecheckt waren.

Dienstag, 7. September, 21.50 Uhr: NRW will künftig nur infizierte Kinder in Quarantäne schicken

In Nordrhein-Westfalen sollen bei Corona-Infektionen in Schulen und Kitas in der Regel nur noch die erkrankten Kinder selbst in Quarantäne. "Wir schaffen eine Regelung mit Augenmaß, die sowohl die Sicherheit unserer Kinder und Jugendlichen sicherstellt, als auch ihr Recht, am Präsenzunterricht und der Betreuung teilzunehmen", erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dazu am Dienstagabend in Düsseldorf.

Die notwendigen Erlasse und Verordnungen sollen demnach bis Ende der Woche ausgearbeitet und veröffentlicht werden. Weiter einzuhalten sind aber die geltenden Hygienemaßnahmen wie das regelmäßige Lüften, Testen und Tragen von medizinischen Masken.

Nur wenn mehrere Kinder infiziert seien und deshalb von einem erkennbar größeren Ausbruchsgeschehen ausgegangen werden könne, sollen Gesundheitsämter über das einzelne Kind hinaus Anordnungen zur Quarantäne erlassen, hieß es. Diese Kontaktpersonen können aber vorzeitig zurückkehren, wenn nach fünf Tagen ein PCR-Test negativ ausfällt.

Dienstag, 7. September, 21.20 Uhr: Scholz will auch nach Corona digitalen Unterricht

Schülerinnen und Schüler in Deutschland sollen nach dem Willen von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auch nach der Corona-Pandemie weiter teils digital unterrichtet werden können. "Corona ist ja bald vorbei, und dann sollten wir aber nicht aufhören mit der digitalen Infrastruktur an den Schulen", sagte Scholz am Dienstagabend in der ARD-"Wahlarena". "Wir sollten nicht wünschen, dass jetzt eine ganze Woche Digitalunterricht stattfindet - aber wenn mal zwei, drei Stunden digital gemacht werden, wenn man lernt zusammenzuarbeiten zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrern mit digitalen Formaten, dann hilft das ja auch, dass junge Leute gut vorbereitet sind für ein Leben, in dem digitale Kommunikationsmöglichkeiten eine ganz, ganz große Rolle spielen."

Scholz äußerte die Erwartung, dass die Milliardenförderung des Bundes für die Schuldigitalisierung im "Digitalpakt Schule" nun auch verstärkt an den Schulen ankommt. Die meisten Mittel seien inzwischen von den Ländern bestellt, so der Finanzminister. Zwei Jahre nach dem Start des Digitalpakts waren zuletzt, zum Stichtag 30. Juni, von dem auf 6,5 Milliarden Euro angewachsenen Fördertopf des Bundes erst 852 Millionen Euro abgerufen. Beantragt und bewilligt, aber noch nicht abgerufen waren rund 1,4 Milliarden Euro.

Scholz sagte, in den Ländern werde es auch gelingen, die Mittel des Pakts gut einzusetzen. "Ich werde mich dafür einsetzen, dass der nicht aufhört, sondern dass der weitergeht, bis wir eine gute digitale Infrastruktur für jede Schule in Deutschland haben." Bund, Länder und Gemeinden müssten dabei zusammenarbeiten.

Scholz räumte ein, "dass wir diesen Digitalpakt viel früher gebraucht hätten". Beim Digitalpakt handelt es sich um ein großes Förderprogramm zur digitalen Modernisierung der Schulen, das von Mai 2019 bis 2024 läuft.

Dienstag, 7. September, 18.25 Uhr: Hauptthema Impfen: Pressekonferenz von Wieler und Spahn am Mittwoch

Der Stand der Corona-Impfungen steht an diesem Mittwoch im Fokus einer Pressekonferenz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in Berlin. Spahn und Wieler traten in der Hochphase der Corona-Pandemie regelmäßig gemeinsam vor die Öffentlichkeit. Nun wollen sie darstellen, warum aus ihrer Sicht die kommenden Wochen entscheidend für den Impfstand in Deutschland sind, wie es vorab hieß. Spahn hatte am Sonntag am Rande eines G20-Treffens der Gesundheitsminister gesagt, um sicher durch die nächsten Monate zu kommen, brauche es noch gut fünf Millionen Impfungen in Deutschland.

Mit dabei ist am Mittwoch auch der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth. Unter dem Slogan "Leben statt Lockdown. Lass dich impfen." setzt sich der HDE für eine Steigerung der Impfbereitschaft ein.

Dienstag, 7. September, 18.15 Uhr: Stadtbücherei Marktoberdorf bietet wieder Click & Collect an

Auch für Büchereien gilt in Bayern wieder die 3G-Regel. Die Stadtbücherei Marktoberdorf reagiert mit einem besonderen Abolservice darauf. Wie er funktioniert, lesen Sie hier.

Dienstag, 7. September, 17.15 Uhr: Schweden will die meisten Corona-Beschränkungen aufheben

In Schweden soll mitunter die Personenobergrenze bei öffentlichen Veranstaltungen und bei privaten Feiern aufgehoben werden. Was sich sonst noch ändern soll.

Dienstag, 7. September, 15.30 Uhr: Bundestag beschließt mehrere Corona-Neuregelungen

Die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken soll künftig die wesentliche Messlatte zur Beurteilung der Pandemielage sein. Das sieht eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, die der Bundestag am Dienstag beschlossen hat. Dies soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts der Impfungen nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Berücksichtigt werden sollen aber auch "weitere Indikatoren". Genannt werden die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen, verfügbare Intensivkapazitäten und die Zahl der Geimpften. Die Länder sollen dann jeweils festlegen können, wo kritische Schwellen liegen, ab denen weitergehende Alltagsbeschränkungen greifen.

Außerdem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind. Die Änderungen im Infektionsschutzgesetz wurden an das Gesetzesverfahren angehängt, mit dem ein milliardenschwerer Hilfsfonds für den Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands eingerichtet wird. Der Bundesrat soll den Neuregelungen in einer Sondersitzung am Freitag noch zustimmen.

Dienstag, 7. September,14.35 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte für das Allgäu

Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu (LGL) finden Sie hier.

Dienstag, 7. September, 14.25 Uhr: Kuba beginnt mit Corona-Impfung von Kindern ab zwei Jahren

Kuba hat mit der Impfung von Kindern im Alter zwischen zwei und elf Jahren gegen das Coronavirus begonnen. Die ersten Kinder dieser Altersgruppe seien im Kindergarten "Amiguitos del Granma" in Cienfuegos im Zentrum der Karibikinsel mit dem in Kuba entwickelten Impfstoff Soberana 02 geimpft worden, teilten die örtliche Gemeindevertretung und das staatliche Pharmaunternehmen BioCubaFarma am Montag mit.

Erst Ende vergangener Woche hatte das staatliche Zentrum für die Kontrolle von Medikamenten und medizinischen Geräten (Cecmed) dem Impfstoff Soberana 02 eine Notfallzulassung für Kinder ab zwei Jahren erteilt. Kuba verfügt über viel Erfahrung bei der Entwicklung von Impfstoffen. Im Juli war mit Abdala der erste in Lateinamerika entwickelte Corona-Impfstoff in Kuba zugelassen worden. Später kamen die Vakzine Soberana 02 und Soberana Plus hinzu. Die Studienergebnisse zu den kubanischen Corona-Impfstoffen wurden allerdings bislang nicht unabhängig geprüft.

Dienstag, 7. September, 12.15 Uhr: Bayern lockert Quarantäne-Regeln jetzt auch in den Kitas

Bayernweit ist derzeit wegen der Corona-Pandemie nur eine einzige Kindertagesstätte komplett geschlossen. "Wir haben im Moment bei 10.200 Kitas in Bayern 45 Einrichtungen, die von einer Schließung betroffen sind. Nur eine einzige ist vollständig geschlossen, alle anderen haben nur Gruppen, die in Quarantäne geschickt wurden", sagte Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Trautner betonte, dass die Quarantäneregeln wie in den Schulen gelockert würden. Auch hier solle pauschal keine ganze Gruppe mehr in Quarantäne geschickt werden, wenn eine Person positiv getestet wurde. Die Gesundheitsämter würden dann zunächst eine individuelle Risikobewertung durchführen, welche Faktoren wie die Belüftungssituation, die Räumlichkeiten, das Betreuungskonzept berücksichtigten. Zudem werde geschaut, ob enge Kontaktpersonen definiert werden könnten.

Nach dem fünften Tag könnten sich die Verdachtsfälle dann wieder freitesten, sagte Trautner. Beschäftigte, die vollständig geimpft seien, müssten nicht in Quarantäne. Kinder, die nicht getestet werden sollen, müssten 14 Tage in Quarantäne bleiben. Mehr dazu hier.

Dienstag, 7. September 11.05 Uhr: Kanzler Kurz: Pandemie für Geimpfte vorbei - kein Lockdowns für alle

Die Corona-Pandemie ist nach Ansicht von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) für Geimpfte praktisch vorbei. Im ORF-Sommergespräch schloss der Regierungschefs Lockdowns für alle Bürger nach bisherigem Muster aus. "Es wird sicherlich keine Lockdowns mehr geben für geimpfte Menschen", so Kurz am Montagabend. Im Fall der Überlastung des Gesundheitssystems werde nur für Ungeimpfte der Zugang zum Beispiel zur Nachtgastronomie und Großveranstaltungen gesperrt. Mehr dazu hier.

Für Geimpfte in Österreich soll es künftig keine Lockdowns mehr geben, sagt Kanzler Kurz.
Für Geimpfte in Österreich soll es künftig keine Lockdowns mehr geben, sagt Kanzler Kurz.
Bild: Hans Punz, dpa

Dienstag, 7. September, 10.55 Uhr: Spahn: "Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften"

In Deutschland sind bisher 61,4 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag hervor (Stand: 9.21 Uhr). Demnach wurden am Montag 118.545 verabreichte Impfdosen gemeldet. Etwa 54,8 Millionen Menschen (65,9 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rief am Dienstag auf Twitter erneut zum Impfen auf. "Bei Inzidenz und auf Intensivstationen sehen wir: Wir erleben eine anwachsende Pandemie der Ungeimpften. Alle, die können, sollten sich ihren Schutz holen!"

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen laut RKI mit 76,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Der Stadtstaat zählt mit 71,4 Prozent auch den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen steht mit 55,6 Prozent Erstgeimpfter und 52,4 Prozent vollständig geimpfter Einwohner am Ende beider Ranglisten.

Dienstag, 7. September, 10.34 Uhr: Covid-Experte warnt: "Die vierte Welle wird leider die Ungeimpften mit voller Wucht treffen"

"Aus ärztlicher und wissenschaftlicher Sicht muss man ganz klar erkennen, dass wir weit davon entfernt sind, den Sieg über Corona verkünden zu können", sagt Immunologe Professor Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing. Er sieht die jetzige Teilimmunisierung durch die zu niedrige Impfquote als Nährboden für Mutationen. Das komplette Interview lesen Sie hier.

Dienstag, 7. September, 10 Uhr: Merkel ruft zur Impfung auf: Niemand ist Versuchskaninchen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bevölkerung noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Sie leisten damit für sich und unsere gesamte Gesellschaft einen ganz wichtigen Beitrag, den Weg aus dieser Pandemie zu finden", sagte sie am Dienstag bei einer Generaldebatte im Bundestag.

Gleichzeitig hob Merkel die Sicherheit der Impfstoffe hervor: "Natürlich war und ist niemand von uns beim Impfen in irgendeiner Form ein Versuchskaninchen", versicherte die Kanzlerin. Die Impfstoffe in Deutschland hätten alle notwendigen Phasen der klinischen Prüfung und alle Zulassungsverfahren durchlaufen.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hatte vergangene Woche in einem Interview der NRW-Lokalradios gesagt: "50 Millionen sind jetzt zwei Mal geimpft. Wir waren ja alle die Versuchskaninchen für diejenigen, die bisher abgewartet haben. Deshalb sage ich als einer dieser 50 Millionen - es ist gut gegangen! Bitte macht mit."

Dienstag, 7. September, 8.35 Uhr: Ifo-Umfrage: Produktionserwartungen der Industrie verbessert

Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie haben sich einer Umfrage zufolge verbessert. Der entsprechende Index stieg im August auf 27 Punkte von 23 Punkten im Juli, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo am Dienstag in München mitteilte. Das sei im langjährigen Vergleich ein sehr hoher Wert. "Offenbar hoffen die Firmen, dass sich die Lieferengpässe bei Vorprodukten in den kommenden Monaten langsam auflösen", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

In der Autobranche stiegen die Erwartungen demnach von 24 auf 35 Punkte, in der Chemie von 23 auf 34 Punkte und im Maschinenbau von 35 auf 42. Dagegen sank der Wert in der Metallerzeugung und -bearbeitung von 23 auf 21, in der Herstellung von Metallerzeugnissen von 21 auf 18 und in der Möbelherstellung von 25 auf 7, wie das Institut weiter mitteilte.

Dienstag, 7. September, 7.40 Uhr: Luftfilter-Förderung nur für 23.000 Klassen beantragt

Luftfilter in Klassenräumen sollen helfen, dass Schüler in Bayern wieder in der Schule lernen dürfen. Doch in vielen Klassen bleibt die Luft ungefiltert. Mehr dazu hier.

Dienstag, 7. September, 7.10 Uhr: Die Allgäuer Corona-Werte im Überblick

Die Allgäuer Inzidenzwerte gehen - wie der bundesweite Wert - am Dienstag leicht zurück. Nur die Werte in Kempten und im Oberallgäu sind im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. Alle Zahlen im Detail hier.

Dienstag, 7. September, 6.15 Uhr: RKI registriert 6.726 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 83,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist leicht gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 83,8 - am Vortag hatte der Wert bei 84,3 gelegen, vor einer Woche bei 74,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6726 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus den RKI-Zahlen hervor.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 59 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 60 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.017.116 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.783.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.413.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI in seinem Lagebericht am Montag mit 1,64 an (Freitag 1,83). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Dienstag, 7. September, 6 Uhr: Bundestag beschließt neue Corona-Messlatte und Impf-Auskünfte

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Für den weiteren Kampf gegen die Corona-Pandemie im Herbst und Winter soll der Bundestag am Dienstag noch kurz vor der Wahl einige Neuregelungen beschließen. Als wichtigste Messlatte für mögliche neue Beschränkungen soll die Zahl der Corona-Patienten in den regionalen Kliniken verankert werden - dies soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts des Impffortschritts nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Außerdem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind. Mehr dazu hier.

Montag, 6. September, 21.15 Uhr: Britischer Epidemiologe: Deutschland kam besser durch Pandemie

Dem britischen Epidemiologen Neil Ferguson vom Imperial College in London zufolge ist Deutschland viel besser durch die Corona-Pandemie gekommen als Großbritannien. Beispielsweise sei die Übersterblichkeit - also die überdurchschnittlich hohe Zahl an Todesfällen während der Pandemie - im Vereinigten Königreich um 80 Prozent höher gewesen als in Deutschland. "Das ist ein interessanter Vergleich, woher das kommt", sagte Ferguson bei einer Online-Veranstaltung der Londoner Denkfabrik Chatham House am Montag.

Er selbst vermutet dahinter eine Reihe von Faktoren. In Deutschland habe es eine erfolgreichere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Politikern gegeben, so der Forscher. Zum anderen habe es mit der Fähigkeit Deutschlands zu tun gehabt, die Zahl der Corona-Tests sehr schnell sehr stark auszuweiten. "Sie (die deutschen Behörden) hatten ein besseres Bild davon, was sich abspielte", so Ferguson weiter. Auch die vergleichsweise frühe Entscheidung für den ersten Lockdown habe in Deutschland eine große Zahl von Leben gerettet. Nicht zuletzt sei auch das dezentrale System von Entscheidungsträgern in der Bundesrepublik besser geeignet gewesen, die Ausbreitung des Virus zu unterdrücken.

Montag, 6. September, 19 Uhr: Entwurf: Gratis-Tests für Zwölf- bis 17-Jährige bis Ende November

Kinder von zwölf bis 17 Jahren sollen voraussichtlich noch bis Ende November kostenlose Corona-Schnelltests bekommen können. Mehr dazu.

Montag, 6. September, 17.10 Uhr: Inzidenz von 170: Wie ist die Lage im Kaufbeurer Krankenhaus?

Zwar ist die Sieben-Tage-Inzidenz nicht mehr alleine ausschlaggebend, um die anhaltende Corona-Pandemie zu bewerten. Aber als die Zahl in Kaufbeuren am Wochenende auf über 170 schnellte, erschrak der ein oder andere dennoch.

Entwarnung gibt nun Dritte Bürgermeisterin Dr. Erika Rössler. Sie führt seit einer Woche die Geschäfte im Rathaus. (Lesen Sie dazu auch: Ferienjob im Rathaus).

Montag, 6. September, 15.20 Uhr: Gesundheitsminister Spahn: Einfachere Quarantäne-Regeln in Schulen - das soll sich ändern

Gesundheitsminister Spahn ist für einfachere Quarantäne-Regeln in Schulen. Was genau gelten soll.

Montag, 6. September, 13.20 Uhr: Kinderärzte: Corona-Impfungen bei Kindern bis 11 kritisch zu sehen

Kinderärzte sehen Corona-Schutzimpfungen bei Kindern unter zwölf Jahren, für die es bisher keine Zulassung und keine Empfehlung durch die Ständige Impfkommission gibt, sehr kritisch. "Auf gar keinen Fall sind wir für eine Off-Label-Impfung", sagte Jörg Dötsch, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendmedizin an der Uni-Klinik Köln. "Wir haben rund 17 Millionen nicht erstgeimpfte Erwachsene. Da ist das Problem", ergänzte er bei einem Pressebriefing des Science Media Center (SMC) am Montag. "Die Erwachsenen haben die Pflicht, die Menschen, die sich nicht impfen lassen können und die letztlich gefährdet sind, mit zu schützen." Dötsch ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ).

Insgesamt sei die Krankheitsschwere bei Kindern so gering, dass es auch für die Ständige Impfkommission nach der Zulassung in Europa viele Wochen gedauert habe, die Empfehlung guten Gewissens und aufgrund einer guten Datenlage für die 12- bis 17-Jährigen auszusprechen.

Bekannt sei bisher, dass bestimmte chronische Vorerkrankungen bei Kindern zu etwas schwereren Covid-19-Verläufen führen können. Vor allem gehe es dabei um Krankheiten, die mehrere Organe betreffen - wie zum Beispiel Trisomie 21. Zudem seien Kinder mit sehr starkem Übergewicht gefährdet. Doch auch bei ihnen rät Dötsch zum Abwarten der Zulassungsdaten. "Wir sollten an dieser Stelle jetzt nicht überaktiv werden."

Erhofft würden Zulassungsdaten von Impfstoffherstellern für die 6- bis 11-Jährigen Ende September und für jüngere Kinder Ende Oktober, sagte Dötsch. Danach gelte es sowohl die mögliche Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) als auch eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission mit Blick auf Kinderimpfungen abzuwarten.

Montag, 6. September, 12.10 Uhr: Laschet fordert Impf-Auskunft für alle Betriebe

Alle Arbeitgeber in Deutschland sollen eine Impfauskunft von ihren Mitarbeitern fordern dürfen. Dafür hat sich der Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet ausgesprochen. Wie er den Vorstoß begründet, erfahren Sie hier.

Montag, 6. September, 11.30 Uhr: Über 61 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vollständig geimpft

Mehr als 61 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Montag hervor (Stand: 09.21 Uhr). Demnach wurden am Sonntag 56.078 verabreichte Impfdosen gemeldet. Etwa 54,7 Millionen Menschen (65,8 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, knapp 51 Millionen (61,3 Prozent) sind vollständig geimpft.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb am Montag auf Twitter, die Zahl der Erstimpfungen am Wochenende sei zu wenig. "Die Impfquote geht uns alle an." Im September brauche es eine gemeinsame Kraftanstrengung, bekräftigte er.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen laut RKI mit 75,9 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Der Stadtstaat zählt mit 71,3 Prozent auch den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen steht mit 55,5 Prozent Erstgeimpfter und 52,3 Prozent vollständig geimpfter Einwohner am Ende beider Ranglisten.

Die Impfkampagne gegen den Erreger Sars-CoV-2 hatte in Deutschland Ende vergangenen Jahres begonnen. Mittlerweile können sich Menschen unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste um einen Termin bemühen.

Montag, 6. September, 9.55 Uhr: Kanzleramtschef für kurze Quarantäne - Vierte Welle bei Ungeimpften

Kanzleramtsminister Helge Braun ist für eine Vereinheitlichung und Verkürzung der Quarantänemaßnahmen bei Corona-Fällen an Schulen. "Ich wünsche mir eine einheitliche Regelung, die sich eng an dem orientiert, was wir in der Ministerpräsidentenkonferenz schon mal beschlossen haben, nämlich fünf Tage plus dann Freitestmöglichkeit", sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Gesundheitsminister der Länder wollen im Laufe des Tages darüber sprechen. Bislang gehen die Länder bei einer Quarantänedauer von 14 Tagen höchst unterschiedlich damit um, sollte sich in einer Klasse ein infizierter Schüler finden. Teilweise werden etwa nur die Sitznachbarn in Quarantäne geschickt.

Die hohe Ansteckungsgefahr durch die Delta-Variante habe die Erwartungen verändert, dass Normalität einkehren könne, sobald alle ein Impfangebot erhalten hätten, betonte Braun. Delta führe dazu, "dass quasi diese 30 Millionen die jetzt nicht, noch nicht geimpft sind, eine so hohe vierte Welle erzeugen können, wenn wir nicht im Herbst weiter vorsichtig sind, dass am Ende die Krankenhäuser wieder anfangen, geplante OPs abzusagen", so Braun. "Und dass eine geplante Hüft-OP eines Geimpften abgesagt wird, weil wir Freiheiten für Ungeimpfte haben, dass will ich nicht."

Montag, 6. September, 8.05 Uhr: Ostbeauftragter warnt vor steigenden Corona-Zahlen im Osten

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, blickt mit Sorge auf den Corona-Herbst in den ostdeutschen Bundesländern. "Wenn die Schulferien in allen fünf neuen Ländern zu Ende sind, werden die Infektionszahlen mit großer Sicherheit deutlich steigen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Einmal, weil das Virus gerade im Osten auf eine im Vergleich zum Westen hohe Zahl von Ungeimpften trifft. Aber auch deshalb, weil hier die Zahl derjenigen groß ist, die die Schutzmaßnahmen verweigern."

Er rechne damit, dass die Inzidenzen im Osten in wenigen Wochen höher sein werden als jetzt im Westen. "Ich fürchte, es wird dann kein Halten geben und wir werden ähnlich dramatische Verhältnisse haben wie im vergangenen Herbst." Wanderwitz fügte an: "Die Impfbereitschaft könnte sich dann wieder erhöhen, wenn sich die Lage deutlich verschlechtert und strengere Maßnahmen für Ungeimpfte kommen. Ein Faktor könnte auch das Ende der kostenlosen Tests sein."

In Thüringen und Sachsen beginnt am Montag das neue Schuljahr, damit sind die Sommerferien in allen ostdeutschen Bundesländern vorbei.

Montag, 6. September, 7 Uhr: Aktuelle Corona-Werte für die Region

Die Behörden haben am Montagmorgen neue Corona-Kennwerte für das Allgäu veröffentlicht. Hier geht es zum Überblick über die 7-Tage-Inzidenz in den Allgäuer Landkreisen und Städten.

Seit vergangener Woche gilt als maßgeblicher Wert für die Corona-Regeln die Krankenhaus-Ampel in Bayern. Sie entscheidet, ob strengere Vorschriften in Kraft treten müssen. Wie es aktuell aussieht, erfahren Sie immer aktuell hier.

Montag, 6. September, 6.12 Uhr: RKI registriert 4.749 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 84,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 84,3 - am Vortag hatte der Wert bei 83,1 gelegen, vor einer Woche bei 75,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4.749 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06:05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4.559 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 8 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 10 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.010.390 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,83 an (Vortag 1,74). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, dieser Wert spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.775.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.354.

Montag, 6. September, 6.05 Uhr: Umfrage: Mehrheit für strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Mögliche striktere Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte als für Geimpfte etwa beim Zugang zu Veranstaltungen in Innenräumen treffen laut einer Umfrage mehrheitlich auf Zustimmung. In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov befürworteten es 58 Prozent, wenn für Ungeimpfte strengere Regeln gelten würden - 28 Prozent halten dagegen gleiche Regeln wie für Geimpfte und Genesene für richtig. Weitere 9 Prozent der Befragten gaben an, alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie abzulehnen.

Mit Blick auf Herbst und Winter gilt für bestimmte Innenräume wie Veranstaltungen und die Gastronomie bundesweit die so genannte 3G-Regel: Zugang nur mit Nachweis als Geimpfter, Genesener oder negativ Getesteter. Im Gespräch ist aber auch die teils schon angewandte 2G-Regel, also Zugang nur für Geimpfte oder Genesene.

Die Zustimmung hierzu steigt laut der Umfrage mit dem Alter. Demnach befürworten 71 Prozent der Befragten ab 60 Jahre strengere Regeln für Ungeimpfte - bei 18- bis 29-Jährigen sind es 36 Prozent. Dabei sind unter Älteren auch mehr Menschen bereits geimpft. Gleiche Regeln für Geimpfte, Genesene und Ungeimpfte treffen bei jüngeren Leuten bis 29 Jahre auf die höchste Zustimmung (49 Prozent). Unter Älteren ab 60 Jahren befürworten dies weniger als 20 Prozent.

Unterschiede gibt es laut der Umfrage auch regional: Strengere Regeln für Ungeimpfte unterstützen im Westen Deutschlands 60 Prozent der Befragten, im Osten 49 Prozent. Bei den Impfquoten liegen die meisten ostdeutschen Länder im Bundesvergleich hinten.

Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge 2.022 Menschen ab 18 Jahren zwischen dem 27. und 31. August befragt.

Sonntag, 5. September, 19.40 Uhr: Auffrischungsimpfungen in USA könnten teils verzögert anlaufen

In den USA kann die Vergabe von Corona-Auffrischungsimpfungen womöglich nicht wie ursprünglich geplant anlaufen. Der Immunologe und Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, sagte am Sonntag dem Fernsehsender CBS, es sei möglich, dass bis zum angepeilten Starttermin am 20. September nur Auffrischungsimpfungen eines Herstellers von der Arzneimittelbehörde FDA zugelassen seien - und nicht, wie erhofft, die Präparate sowohl von Pfizer/Biontech als auch von Moderna. Ursprünglich sei das Ziel gewesen, ab dem 20. September Auffrischungsimpfungen mit beiden Präparaten anzubieten.

Sonntag, 5. September, 17.38 Uhr: Laschet verteidigt Umgang mit Corona-Maßnahmengegner

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat seinen Umgang mit einem Corona-Maßnahmengegner verteidigt (siehe Eintrag unten vom 4. September, 2030 Uhr). "Ich finde nicht, dass man dann mit Sicherheitskräften ihn wegbewegen sollte, sondern dass man zuhört und sagt, ich versuche, Antworten zu geben", sagte Laschet am Sonntag in Hagen. "Unser Land ist zu aufgewühlt, zu aggressiv, als dass man das noch befeuern sollte", meinte der NRW-Ministerpräsident. "Eigentlich sollte keiner auf die Bühne kommen, das ist auch wahr. Aber wenn er da ist, muss man ihn anhören. Den Stil will ich auch beibehalten."

Sonntag, 5. September, 15.30 Uhr: Bericht: Deutlich mehr Impfungen als gemeldet

Die Zahl der Impfungen in Deutschland ist laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" deutlich höher als gedacht. Das gehe aus Erhebungen der Kassenärztlichen Vereinigungen in mehreren Bundesländern hervor. Im zweiten Quartal sind demnach mindestens 350 000 verabreichte Dosen dem Robert Koch-Institut (RKI) nicht gemeldet worden und tauchen nicht in der bundesweiten Impfquote auf. Laut RKI sind derzeit mehr als 61 Prozent aller Einwohner vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Eine solche Lücke war zunächst in Hamburg bekannt geworden, wo bis Ende Juni rund 71 000 Impfungen nicht erfasst waren. In Bayern liegt die Lücke dem Bericht vom Sonntag zufolge bei rund 150 000, in Baden-Württemberg und Berlin jeweils bei rund 50 000 Impfungen.

Sonntag, 5. September, 13.10 Uhr: Spahn wirbt für baldige Corona-Impfungen bei bisher Zögernden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat noch zögernde Bürger dazu aufgerufen, Angebote für Corona-Impfungen möglichst bald wahrzunehmen. "Jetzt im September entscheiden wir darüber, und zwar in Deutschland und Europa, wie sicher wir durch Herbst und Winter kommen", sagte der CDU-Politiker am Sonntag in Rom am Rande eines G20-Treffens der Gesundheitsminister.

Um sicher durch die nächsten Monate zu kommen, brauche es "noch fünf Millionen Impfungen und mehr in Deutschland". Nötig sei noch mehr Tempo. Vollständig geimpft sind bisher 50,9 Millionen Menschen oder 61,2 Prozent der Bevölkerung.

Spahn betonte, Impfen schütze nicht nur einen selbst, sondern auch andere und insbesondere die Schwächeren in der Gesellschaft. Zugleich gelte es zu sagen: "Wer sich nicht impfen lässt, der wird es an bestimmten Stellen eben auch schwerer haben müssen, einfach weil der Schutz nicht da ist." Er wandte sich erneut gegen eine Impfpflicht, die zu Spaltungen führen würde. Spahn machte deutlich, es gebe aus seiner Sicht nur eine "sehr geringe Zahl" von Menschen, die Impfungen grundsätzlich und hart ablehnten. "Die anderen können und wollen wir erreichen."

Sonntag, 5. September, 12.10 Uhr: Italiens Gesundheitsminister: "Pakt von Rom" für weltweites Impfen

Bei dem G20-Treffen der Gesundheitsminister in Rom soll laut Italiens Ressortchef Roberto Speranza die internationale Zusammenarbeit beim Impfen verstärkt werden. Es solle ein "Pakt von Rom" unterzeichnet werden, zitiert die Zeitung "Corriere della Sera" (Sonntag) den Minister. Es gehe darum, die Bewohner der ganzen Welt zu impfen. Kein Land könne sich selbst retten und die Impfstoffe seien die Waffe, die man habe. Demnach sollen die reichsten Länder eine Impfkampagne aufbauen, die sich auf alle Nationen erstreckt.

Das zweitägige Treffen der Gesundheitsminister der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) beginnt am Sonntag. Aus Deutschland wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet. Italien hält derzeit den Vorsitz der G20-Staaten.

Sonntag, 5. September, 11.15 Uhr: Impf-Unlust wegen Fake-News und mangelnder Infos?

Über die Corona-Impfungen fühlen sich viele erwachsene Bundesbürger laut einer Umfrage gut informiert. Bei Ungeimpften ist das aber nicht der Fall.

Sonntag, 5. September, 8.50 Uhr: Mann greift Corona-Impfteam an - Mitarbeiter verletzt

Bei einer Corona-Impfaktion im thüringischen Gera ist am Samstag ein mobiles Impfteam attackiert worden. Der Angreifer wollte offenbar eine Impfebescheinigung haben, ohne sich impfen zu lassen.

Sonntag, 5. September, 7.35 Uhr: Neue Krankenhaus-Ampel in Bayern: Diese Warnstufe gilt heute im Allgäu

In Bayerns Krankenhäusern werden 269 Menschen wegen einer Corona-Infektion behandelt. Das bedeutet: Die Corona-Ampel bleibt heute grün. Wie die Krankenhausampel funktioniert und welche Warnstufen es gibt, erfahren Sie hier.

Sonntag, 5. September, 7.15 Uhr: Die Inzidenzwerte im Allgäu

Der Inzidenzwert in Kaufbeuren steigt weiter. Er liegt inzwischen bei 170,2 - das ist der achthöchste lokale Wert in ganz Deutschland. Die Inzidenzen im Allgäu im Überblick.

Sonntag, 5. September, 7 Uhr: Mehr als vier Millionen Corona-Infizierte - Inzidenz steigt auf 83,1

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Bislang haben die Gesundheitsämter 4.005.641 Ansteckungen gemeldet, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntagfrüh hervorging. Die tatsächliche Zahl der Ansteckungen hierzulande dürfte höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Im Laufe des Samstags übermittelten die Ämter demnach 10 453 Fälle. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8416 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stieg erneut an. So lag sie zuletzt bei 83,1 - am Vortag hatte der Wert bei 80,7 gelegen, vor einer Woche bei 74,1. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.13 Uhr wiedergeben.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,83 an (Vortag 1,74). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Samstag, 4. September, 20.30 Uhr: Laschet und Lauterbach streiten um Umgang mit Corona-Maßnahmengegner

Armin Laschet (CDU) und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach streiten um den Umgang mit einem Bürger, der bei einem Auftritt Laschets ungefragt auf die Bühne kam. Der CDU-Chef hatte sich am Freitag bei der Veranstaltung in Erfurt länger mit dem Mann unterhalten - auf sehr geringe Distanz. Lauterbach twitterte daraufhin: "Unfassbar. Armin Laschet lässt sich von einem Querdenker ohne Maske mit 20 cm Abstand anschreien. Das ist keine Bürgernähe sondern einfach dumm."

Karl Lauterbach zum Verhalten von Armin Laschet: "Das ist keine Bürgernähe sondern einfach dumm".
Karl Lauterbach zum Verhalten von Armin Laschet: "Das ist keine Bürgernähe sondern einfach dumm".
Bild: Kay Nietfeld/dpa

Laschet argumentierte, dass man den Menschen zuhören müsse. "Karl Lauterbach macht mir das zum Vorwurf, sagt, mit diesen Leuten darf man nicht reden und vergiftet damit erneut das Klima." Das wollte Lauterbach wiederum nicht gelten lassen. "Ich habe nicht kritisiert, dass er sich von einem Querdenker anschreien lässt. Nur dass er sich auf 20 cm Abstand dabei ohne Masken anschreien lässt", so der SPD-Politiker.

Samstag, 4. September, 17.50 Uhr: Mann greift in Thüringen Corona-Impfteam an

Bei einer Corona-Impfaktion in Gera am Samstag ein mobiles Impfteam angegriffen worden. Dabei seien zwei Mitglieder des Teams verletzt worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Die Polizei bestätigte den Vorfall, der sich in einem Einkaufszentrum ereignete. Der Mann hatte eine Impfbescheinigung verlangt, wollte sich aber nicht impfen lassen. Als die Mitarbeiter ihm sagten, dass es ohne Impfung keine Bescheinigung gebe, sei der Mann "ausgetickt". Er habe eine medizinische Fachangestellte und einen Helfer verletzt. Der Angreifer habe sich bei der Impfaktion registrieren lassen, sodass seine Daten bekannt waren. Die Polizei stellte ihn nach Angaben eines Sprechers in einem Parkhaus, gegen ihn laufe eine Anzeige.

Samstag, 4. September, 16 Uhr: Corona-Leugner stürmten slowenisches Staatsfernsehen

Eine Gruppe von Corona-Leugnern und Impfgegnern ist am späten Freitagabend in das Gebäude des slowenischen Staatsfernsehens RTVS eingedrungen. Sie verlangten, dass der Sender ihre Meinung zu diesem Thema darstelle. Die Polizei beendete den Angriff umgehend und nahm 20 Eindringlinge im Nachrichtenstudio des Senders fest. wie die slowenische Nachrichtenagentur STA am Samstag berichtete.

"Dies ist ein inakzeptabler Angriff auf die Medien, den Journalismus und die Demokratie", sagte die Nachrichtenredakteurin des Senders, Manica Janezic Ambrozic. Sloweniens Journalistenverband DNS erklärte, der Vorfall sei nur "die Spitze des Eisbergs" in der "Hasskampagne", die die Regierung von Ministerpräsident Janez Jansa gegen die Medien führe.

Samstag, 4. September, 14.16 Uhr: Über 61 Prozent vollständig geimpft - Drosten kommentiert Impfmüdigkeit

Mehr als 61 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag auf Twitter mit. Demnach haben mehr als 54 Millionen Menschen (65,7 Prozent) eine Erstimpfung erhalten. Fast 51 Millionen Menschen (61,2 Prozent) haben den vollen Impfschutz, für den es meist eine zweite Spritze braucht. "Das ist gut - aber wir brauchen noch mindestens 5 Millionen Impfungen für einen sichereren Herbst und Winter", schrieb der CDU-Politiker am Samstag bei Twitter mit Blick auf vollständige Impfungen.

In Deutschland macht sich allerdings zusehends eine Corona-Impfmüdigkeit breit. Hauptgrund ist aus Sicht des Berliner Charité-Virologe Christian Drosten eine gewisse Gleichgültigkeit in der Bevölkerung. Das sagte er im Podcast "Das Coronavirus-Update" von NDR Info (Freitag). Deutschland werde deshalb im Herbst "mit Sicherheit" wieder Kontaktbegrenzungen brauchen. Gelassen in den Herbst zu gehen, sei eine gewagte Vorstellung.

Samstag, 4. September, 13.20 Uhr: Am Grenztunnel in Füssen heißt es: Achtung, Kontrolle zur 3G-Regel

Am Grenztunnel Füssen ziehen Beamte der Bundespolizei Verkehrsteilnehmer raus. Zusätzlich kontrollieren die Beamten auch die 3G-Regeln - was sie dabei erleben.

Samstag, 4. September, 12.30 Uhr: Corona: Was wird in diesem Winter aus den Weihnachtsmärkten?

Knapp drei Monate vor Beginn der Weihnachtsmarktsaison planen viele Veranstalter mit mehr Platz für Besucher und 3G-Kontrollen. Bislang sieht es so aus, als wären Glühweintrinken und Bummel wieder möglich.

Samstag, 4. September, 11 Uhr: Wieder Corona-Fall in der Formel 1: Kubica vertritt Räikkönen

Eine Corona-Infektion bei Formel-1-Rekordfahrer Kimi Räikkönen bringt Robert Kubica seinen ersten Renn-Einsatz seit fast zwei Jahren. Der Pole ersetzt den finnischen Ex-Weltmeister im Alfa Romeo für den Rest des Grand-Prix-Wochenendes in Zandvoort, wie das Team am Samstagmorgen mitteilte. Der Weltverband genehmigte den Tausch.

Zuvor war bei Räikkönen im Zuge der regelmäßigen Corona-Tests eine Infektion mit dem Virus festgestellt worden. Der 41-Jährige verpasst daher den WM-Lauf in den Niederlanden und droht auch für den Großen Preis von Italien in Monza in einer Woche auszufallen. Wie Sie das Rennen in den Niederlanden verfolgen können, erfahren Sie hier.

Samstag, 4. September, 9 Uhr: Intensivmediziner Karagiannidis: „Wir sehen immer jüngere Corona-Patienten“

Divi-Intensivregister-Chef Christian Karagiannidis erklärt, was die vierte Corona-Welle besonders gefährlich macht und warum die Intensivzahlen stark steigen. Hier kommen Sie zum Artikel.

Samstag, 4. September, 7.15 Uhr: Die Corona-Ampel in Bayern

Trotz steigender Inzidenzwerte: Die Krankenhausampel in Bayern steht auf Grün. Alle wichtigen Fakten dazu.

Samstag, 4. September, 7 Uhr: Inzidenz in Kaufbeuren über 160

Während in Memmingen und in Kempten die Inzidenzen leicht zurückgehen steigt der Wert in Kaufbeuren auf über 160. Deutschlandweit liegt die Inzidenz bei 80,7. Unsere Übersicht.

Samstag, 4. September, 6.50 Uhr: RKI registriert 10.835 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 80,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 80,7 - am Vortag hatte der Wert bei 80,2 gelegen, vor einer Woche bei 72,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10 835 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.303 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gibt das RKI nun mit 1,83 an (Vortag 1,74). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

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Alle Entwicklungen vom 29. August bis 03. September lesen Sie in Teil 74 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 23. bis 29. August lesen Sie in Teil 73 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. bis 22. August lesen Sie in Teil 72 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 6. bis 12. August lesen Sie in Teil 71 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 31. Juli bis 6. August lesen Sie in Teil 70 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.