Corona-Newsblog, Teil 80

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 4. bis 11. Oktober 2021

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Angesichts korrigierter Impfzahlen fordert Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek einen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI).

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Angesichts korrigierter Impfzahlen fordert Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek einen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI).

Bild: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Angesichts korrigierter Impfzahlen fordert Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek einen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI).

Bild: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 4. bis 11. Oktober.
12.10.2021 | Stand: 09:46 Uhr

Montag, 11. Oktober, 21.25 Uhr: 3 G-Regeln in Füssen und Umgebung: „Wie sollen wir das kontrollieren?“

Die 3G-Regeln bringen etwas Normalität zurück, sind aber auch eine Herausforderung. Der Besitzer des Alpenfilmtheaters berichtet von "Grundsatzdiskussionen".

Montag, 11. Oktober, 19.25 Uhr: Führen weniger Tests zu mehr unerkannten Infektionen?

Coronatests sind ab Montag nicht mehr für alle kostenlos. Das könnte den Alltag für einige komplizierter machen. Ein Experte befürchtet eine "Schattenpandemie". Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 11. Oktober, 17.35 Uhr: Korrigierte Impfzahlen: Holetschek fordert RKI-Bericht

Angesichts korrigierter Impfzahlen fordert Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) in der nächsten Schalte der Gesundheitsminister einen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI). "Wir brauchen da Klarheit und Wahrheit in der Frage der Daten", sagte Holetschek am Montag nach Beratungen mit seinen Ressortkollegen.

Nach einer neuen RKI-Auswertung sind die Corona-Impfungen in Deutschland wohl schon weiter als bislang in der Meldestatistik erfasst. Es sei anzunehmen, dass unter den Erwachsenen bereits bis zu 84 Prozent mindestens einmal und bis zu 80 Prozent vollständig geimpft sind, hieß es in einem aktuellen RKI-Bericht mit Stichtag 5. Oktober. Das entspräche jeweils um fünf Prozentpunkte höheren Impfquoten als nach offiziellen Meldungen der Impfstellen.

Holetschek will nun vom RKI wissen, wie die Daten ins System gekommen seien, wo es gegebenenfalls welche Defizite gegeben habe, ob es an einer mangelnden Datenlage etwa von Betriebsärzten liege oder woran sonst. Deshalb habe man für die nächste Schalte RKI-Präsident Lothar Wieler eingeladen, um das zu klären. "Das wird sicher auch insgesamt eine Lehre aus der Pandemie sein, dass wir bei den Datengrundlagen bis jetzt aus meiner Sicht nicht sehr erfolgreich waren und da dringend Nachbesserungsbedarf haben", fügte Holetschek hinzu.

Montag, 11. Oktober, 17.10 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte für das Allgäu

Die aktuellen Werte des LGL für das Allgäu finden Sie hier.

Montag, 11. Oktober, 17 Uhr: WHO-Beirat empfiehlt dritte Corona-Impfdosis für Immungeschwächte

Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen laut einem internationalen Expertengremium eine dritte Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten. Damit könne sichergestellt werden, dass sie vor einer Infektion in etwa so gut geschützt seien wie Menschen mit intaktem Immunsystem, die zwei Dosen erhalten haben, berichteten die Fachleute am Montag in Genf. Sie gehören zum unabhängigen Beirat für Immunisierungsfragen (SAGE) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die dritte Dosis solle zwischen ein und drei Monaten nach der ursprünglichen Impfung erfolgen. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) ebenfalls eine Auffrischungsimpfung für Immungeschwächte.

Montag, 11. Oktober, 15.15 Uhr: Impfbus der Malteser kommt nach Memmingen

Der Impfbus kommt am Freitag, 15. Oktober, von 12 Uhr bis 18 Uhr steht der Impfbus auf dem Parkplatz der Moschee des Memminger Kultur-und Integrationsvereins in der Eduard-Flach-Straße 3 in Memmingen.

Es kommt überwiegend der Impfstoff von Johnson & Johnson zum Einsatz. Die Besonderheit dabei ist, dass bei diesem Impfstoff eine einmalige Impfung genügt. Als weiterer Impfstoff wird auch Biontech mit „an Bord“ sein; hier findet die Zweitimpfung dann in einem Impfzentrum in der Nähe statt. Es ist keine Terminvereinbarung erforderlich.

Nachdem keine Anmeldung und keine Terminvergabe erfolgen, kann es zu Wartezeiten kommen, heißt es vonseiten der Malteser. Impfungen finden solange statt, wie der Vorrat reicht.

Impfwillige über zwölf Jahre, die hier schnell und unkompliziert eine Impfung wollen, bringen bitte einen gültigen Personalausweis mit und den Impfpass und einen Medikamentenplan, soweit vorhanden. Jugendliche im Alter von zwölg bis 16 Jahren müssen von Erziehungsberechtigten begleitet werden.

Eine Vorabregistrierung unter www.impfzentren.bayern ist zwar nicht zwingend erforderlich, beschleunigt aber den Ablauf am Impftag enorm.


Montag, 11. Oktober, 15 Uhr: Großteil der Studierenden an Bayerns Universitäten ist geimpft

Das Wintersemester an bayerischen Hochschulen und Universitäten kann nach Einschätzung von Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) ohne große coronabedingte Einschränkungen starten. Rund 80 Prozent der Studierenden seien bereits geimpft, hinzu kämen etwa zehn Prozent Genesene, sagte Sibler am Montag in München. Das sei ein hoher Wert, der den Betrieb an den Hochschulen stabilisiere.

Stichproben sollen sicherstellen, dass alle die 3G-Regel einhalten, also entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Hier werde man engmaschig kontrollieren, kündigte der Minister an. Bislang habe es aber keine Probleme geben. So hätten an der Technischen Hochschule in Deggendorf von bis zu 4000 Leuten auf dem Campus nur sieben keinen Nachweis vorlegen können. Kostenlos sind Tests für Studenten nur noch bis zum 30. November. Wo Abstände nicht eingehalten werden können, gilt zudem eine Maskenpflicht. Dies werde im Laufe des Semesters überprüft, sagte Sibler.

Montag, 11. Oktober, 12.50 Uhr: 65,3 Prozent vollständig geimpft - rund 1 Million Booster-Impfungen

In Deutschland sind 65,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Quote unter den Erwachsenen lag am Sonntag bei 75,8 Prozent, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag hervorgeht. Mindestens einmal gegen das Virus geimpft sind demnach 68,5 Prozent aller Bürger und Bürgerinnen, sowie 79,3 Prozent der Erwachsenen.

Unter den Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren haben inzwischen 43,2 Prozent mindestens eine erste Spritze bekommen, 37,0 Prozent sind vollständig geimpft.

Das RKI geht allerdings davon aus, dass vermutlich mehr Menschen geimpft sind als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte.

Eine Auffrischungsimpfung haben inzwischen bereits über eine Million Menschen in Deutschland bekommen. Den Wert gab das RKI am Montag mit 1.021.344 an.

Montag, 11. Oktober, 11.05 Uhr: Bund und Länder beraten über Testpflicht an bestimmten Arbeitsplätzen

Bund und Länder beraten derzeit über einheitliche Vorschriften für eine Testpflicht für Mitarbeiter in Unternehmen mit Publikumsverkehr. "Die Länder sind sich einig, dass die mittlerweile in vielen Bundesländern geregelte 3G-Nachweispflicht als Voraussetzung zum Zugang zu Betrieben, Einrichtungen oder sonstigen Angeboten mit direktem Kundenkontakt nicht nur für Kundinnen und Kunden, Besucherinnen und Besucher oder sonstige externen Personen, sondern auch für Beschäftigte gelten soll", heißt es in einem Beschlussentwurf, über den die Gesundheitsminister am Montagnachmittag bei ihrer Konferenz abstimmen wollen.

Mit einem "grundsätzlich einheitlichen Vorgehen" im ganzen Bundesgebiet solle eine Diskrepanz der Testvorschriften für die Beschäftigten bei beruflichen Tätigkeiten mit direktem Kundenkontakt möglichst vermieden werden, heißt es weiter im Entwurf. Dazu sollten alle Länder, die diesbezüglich noch keine Regelungen erlassen haben, diese zeitnah in ihren Corona-Verordnungen umsetzen.

Demnach müssten dann alle Menschen, die nicht geimpft sind oder keinen Nachweis für eine Genesung haben, sich einem Test unterziehen, wenn sie zur Arbeit gehen. Die Testpflicht könne zudem an weitere Parameter wie Inzidenzen geknüpft werden, heißt es in dem Papier. Und: "Über die Häufigkeit von Testnachweisen sowie die Möglichkeit von gleichwertigen alternativen Maßnahmen kann für jeden Bereich einzeln entschieden werden."

Montag, 11. Oktober, 10.30 Uhr: Corona-Tests auch in der Schweiz jetzt kostenpflichtig

Seit heute gibt es Corona-Tests auch in der Schweiz für viele Menschen nicht mehr gratis. Die Kosten für einen Test sind je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Antigen-Tests können 30 bis über 50 Franken (mehr als 46 Euro) kosten, PCR-Tests rund 150 Franken. Umsonst gibt es die Tests weiter unter anderem für unter 16-Jährige, für Erstgeimpfte und Menschen mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion oder solche, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Programme mit regelmäßigen Tests in Schulen und bei Unternehmen bleiben gratis.

Seit Mitte September muss in Innenräumen von Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie bei Veranstaltungen im Inneren ein Corona-Zertifikat gezeigt werden. Es belegt, dass die Person geimpft, genesen oder getestet ist (3G-Regel). Deutsche Zertifikate sind in der Schweiz anerkannt.

Da erst knapp 60 Prozent aller Menschen in der Schweiz bislang vollständig geimpft sind, hat die Regierung eine neue Impfinitiative begonnen. Dazu gehören 50 weitere mobile Einheiten, die das Impfen ohne Anmeldung dort anbieten, wo sich viele Menschen aufhalten. Der Gesundheitsminister hat vorgeschlagen, Leuten, die andere von einer Impfung überzeugen, mit einem Gutschein von 50 Franken (47 Euro) zu belohnen. Das lehnen aber die meisten Kantone als falschen Anreiz oder wegen der Gefahr des Missbrauchs ab.

Montag, 11. Oktober, 8.50 Uhr: Holetschek verteidigt Ende der kostenpflichtigen Tests

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat das Ende der kostenlosen Coronatests verteidigt. "Das Impfen ist der Weg aus der Pandemie, nicht das Testen", sagte er. "Wir haben jetzt die Möglichkeit des Impfens, dann glaube ich, ist es konsequent, auch auf der anderen Seite zu sagen, dass wir die Kostenfreiheit von bestimmten Tests zurückfahren und die nicht mehr zu Lasten der Solidargemeinschaft abrechnen." Alles dazu hier.

Montag, 11. Oktober, 8.05 Uhr: Kommt der Nachhol-Boom im Winter-Tourismus?

Hoffnung für Allgäuer Bergbahnen und Liftbetreiber: Eine Umfrage zeigt große Sehnsucht nach der Skipiste - viele Wintersportler haben offenbar Nachholbedarf. 58 Prozent der 2.049 Teilnehmer gaben an, dass sie einen Wintersporturlaub planen. Besonders die Skigebiete könnten sich sogar wieder größerer Beliebtheit erfreuen als vor Beginn der Krise: 46 Prozent zieht es laut Umfrage auf die Piste. Alles dazu hier.

Montag, 11. Oktober, 6.45 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall im Allgäu

In der Region ist über das Wochenende ein weiterer Mensch gestorben, der nachweislich mit Corona infiziert war. Der Todesfall wird aus dem Landkreis Ostallgäu gemeldet. Mehr ist aktuell noch nicht bekannt.

Seit Beginn der Pandemie vermeldet das RKI damit 591 Menschen in den Städten und Landkreisen im Allgäu, die mit einer bestätigten Corona-Infektion gestorben sind.

Montag, 11. Oktober, 6.40 Uhr: Neue Inzidenzwerte und Krankenhausampel am Montag

Das RKI hat am Montagmorgen neue 7-Tages-Inzidenzwerte für die Allgäuer Städte und Landkreise veröffentlicht. Zum Überblick geht es hier.

Seit Anfang September gilt als maßgeblicher Wert für die Corona-Regeln die Krankenhaus-Ampel in Bayern. Sie entscheidet, ob strengere Vorschriften in Kraft treten müssen. Wie es aktuell aussieht, erfahren Sie immer aktuell hier.

Montag, 11. Oktober, 6.25 Uhr: RKI registriert 3.111 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 66,5

Das Infektionsgeschehen in Deutschland scheint wieder etwas Fahrt aufzunehmen. Die 7-Tage-Inzidenz ist so hoch wie seit mehr als zwei Wochen nicht mehr. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 66,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 66,1 gelegen, vor einer Woche bei 64,7 (Vormonat: 82,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3.111 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.21 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3.088 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden sieben Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es sieben Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.313.384 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,67 an. Der Vergleichswert der Vorwoche war in etwa genauso hoch. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.095.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.209.

Montag, 11. Oktober, 6.10 Uhr: Keine kostenlosen Corona-Tests mehr für die Mehrheit der Bürger

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Für die Mehrheit der Bürger endet in der neuen Woche die Möglichkeit zum kostenlosen Corona-Test. Grund ist, dass die Finanzierung durch die Bundesregierung ausgelaufen ist. Doch gibt es eine ganze Reihe von Ausnahmen, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im Vorfeld deutlich machte. Wer mit Symptomen zum Arzt geht, muss den Test nach wie vor nicht zahlen. Gleiches gilt für Kinder unter zwölf Jahren ebenso wie für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Kostenlose Tests gibt es auch weiterhin für Personal und Besucher in Pflege- und Behinderteneinrichtungen.

Die Tests ab Montag bezahlen müssen somit Bürger, die nicht geimpft oder genesen sind und eine Veranstaltung oder eine Einrichtung besuchen wollen, für die die sogenannten 3G-Regeln gelten. Im Hintergrund steht die Hoffnung, dass die Impfbereitschaft steigen könnte, wenn die Nichtimpfung im Geldbeutel spürbar wird. Gesundheitsminister Holetschek hat in den vergangenen Monaten immer wieder an die Bürger appelliert, sich impfen zu lassen.

Bis Dezember gibt es noch verschiedene Übergangsfristen. Unter anderem können sich Jugendliche und werdende Mütter noch bis 31. Dezember kostenlos testen lassen, stillende Mütter bis zum 10. Dezember.

Sonntag, 10.Oktober, 18.15 Uhr: Maskenverweigerer sprüht Pfefferspray in Wiesbadener Nachtbus

Nach einem Streit über die Maskenpflicht hat ein Unbekannter in Wiesbaden Pfefferspray in einen Bus gesprüht. In der Nacht zu Samstag sei in einem Fahrzeug der Nachtlinie ein Streit ausgebrochen, weil sich ein junger Mann geweigert habe, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, erklärte die Polizei. Nachdem er des Busses verwiesen worden sei, habe der Mann Pfefferspray aus der Tasche gezogen und in den Fahrgastraum gesprüht. Drei Fahrgäste klagten über Augenreizungen, eine Rettungswagenbesatzung versorgte sie. Der Täter floh zwar, wurde aber später festgenommen.

Sonntag, 10. Oktober, 16.24 Uhr: Genesis-Konzerte wegen Corona-Fällen verschoben

Das Coronavirus hat die Tournee der britischen Rockband Genesis durcheinandergebracht. Die Gruppe muss nach einem Auftritt im schottischen Glasgow auch die letzten Konzerte der "Last Domino?"-Tour in Großbritannien an diesem Montag, Dienstag und Mittwoch in London verschieben, weil es positive Corona-Tests in der Band gegeben habe. Es handele sich um eine sehr frustrierende Angelegenheit, aber die Sicherheit von Publikum und Crew gingen vor. Ab Mitte November touren Phil Collins und die weiteren Genesis-Mitglieder dann durch Nordamerika.

Wer positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, ließ die Band offen. Fan-Webseiten zufolge soll Sänger Phil Collins nicht darunter sein.

Sonntag, 10. Oktober, 13.45 Uhr: Ab Montag keine Gratis-Coronatests mehr - die wichtigsten Antworten

Anstelle einer Corona-Impfung mal eben einen Schnelltest machen und damit los ins Konzert? Für die meisten geht das künftig nicht mehr ohne Geld. Auch Wege zu Teststellen dürften länger werden. Alles was ab morgen zu den Corona-Tests wichtig ist, haben wir hier im Überblick zusammengefasst.

Sonntag, 10. Oktober, 11.50 Uhr: Nach Corona-Ausschreitungen in Rom: Zwölf Randalierer festgenommen

Nach den schweren Ausschreitungen bei Corona-Protesten in Rom sind zwölf Randalierer festgenommen worden. Zu ihnen gehören auch die beiden Anführer der rechtsextremen Partei Forza Nuova, Giuliano Castellino und Roberto Fiore, die am Samstag bei den Gewaltexzessen in der Hauptstadt dabei waren. Das berichteten italienische Medien am Sonntag. Die Polizei werte zudem Videoaufnahmen aus, um zu entscheiden, ob gegen weitere Personen vorgegangen werden müsse.

Einige Zehntausend Menschen waren am Samstag durch Rom gezogen, um gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung zu protestieren. Dabei kam es zu etlichen Zusammenstößen mit der Polizei. Am frühen Abend wurde die Zentrale der größten Gewerkschaft CGIL gestürmt. Dabei wurden drei Carabinieri verletzt. Auf Amateuraufnahmen ist zu sehen, wie die Demonstranten mit Stöcken und Fahnenstangen auf die Ordnungskräfte losgehen.

Auch in anderen Teilen der Stadt kam es zu Zusammenstößen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Die Politik reagierte geschockt auf die Vorfälle.

Bilderstrecke

Ausschreitungen bei Corona-Demo in Rom

Sonntag, 10. Oktober, 10.30 Uhr: Fluggastzahl in Deutschland bei Hälfte des Vorkrisen-Niveaus

Auf den deutschen Flughäfen werden zurzeit etwa halb so viele Passagiere abgefertigt wie vor der Corona-Pandemie. In der 39. Kalenderwoche (27. September bis 3. Oktober) wurden rund 2,7 Millionen Fluggäste gezählt, wie der Flughafenverband ADV am Samstag mitteilte. Das waren 51,6 Prozent weniger als in der entsprechenden Woche 2019, aber 158,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Vergleich zur Vorwoche seien fast 100.000 zusätzliche Passagiere gekommen, stellte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel heraus. "Die Erwartungen bestätigen sich und machen Mut auf ein Oktoberhoch in der Nachfrageentwicklung." Am Flughafen in Weeze gab es in der Nacht jedoch einen großen Schreckmoment.

Sonntag, 10. Oktober, 9.25 Uhr: RKI traut den eigenen Zahlen nicht: Wie hoch ist die Impfquote wirklich?

Die Frage, wie viele Menschen in Deutschland bereits eine Impfung gegen Corona erhalten haben, hat weit mehr als eine statistische Bedeutung. Am Ende entscheidet sie maßgeblich darüber, wie lange die Deutschen wegen Corona-Maßnahmen noch ihren Alltag einschränken müssen. Allerdings trauen die obersten Corona-Aufseher ihren eigenen Zahlen nicht so ganz und halten sie möglicherweise für zu niedrig, wie RKI-Chef Lothar Wieler diese Woche einräumte. Wie kommt es dazu und sind die Zahlen wirklich falsch? Alle Hintergründe hier (AZ Plus).

Sonntag, 10. Oktober, 7.55 Uhr: Neue Inzidenzwerte und Krankenhausampel am Sonntag

Das RKI hat am Sonntagmorgen neue 7-Tages-Inzidenzwerte für die Allgäuer Städte und Landkreise veröffentlicht. Eine zweite Stadt im Allgäu klettert dabei über den Inzidenzwert von 100. Zum Überblick geht es hier.

Seit Anfang September gilt als maßgeblicher Wert für die Corona-Regeln die Krankenhaus-Ampel in Bayern. Sie entscheidet, ob strengere Vorschriften in Kraft treten müssen. Wie es aktuell aussieht, erfahren Sie immer aktuell hier.

Sonntag, 10. Oktober, 7.35 Uhr: Spahn: Fairness gebietet Abschaffung von Gratis-Corona-Tests

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat verteidigt, dass Corona-Schnelltests ab Montag in der Regel nicht mehr für alle gratis sind. "Kostenlose Bürgertests abzuschaffen, gebietet die Fairness vor dem Steuerzahler", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Jeder, für den es empfohlen ist und der will, konnte sich mittlerweile impfen lassen", argumentierte Spahn. "Deshalb werden Bürgertests ab Montag nur noch für diejenigen kostenlos sein, für die es keine empfohlene Impfung gibt. Das sind insbesondere Kinder und Jugendliche."

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erhofft sich vom Ende der Gratis-Tests auch positive Auswirkungen auf die Impfquote. "Kostenpflichtige Tests werden dazu führen, dass sich sehr viele noch impfen lassen, weil sie eine regelmäßige Testung vermeiden wollen", sagte er den Funke-Zeitungen. Nicht-Geimpfte brauchen aktuelle Schnelltests inzwischen häufig für den Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen.

Spahn verwies auch darauf, dass es Tests in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schulen oder auf der Arbeit weiterhin kostenlos gebe. "Das ist wichtig, um gut durch Herbst und Winter zu kommen." Er hob zudem hervor, dass jeder sich weiterhin kostenlos gegen Corona impfen lassen könne.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten im August vereinbart, dass das vom Bund seit März finanzierte Angebot mit kostenlosen "Bürgertests" für alle auch ohne Corona-Symptome enden soll. Für viele Ungeimpfte wird der Corona-Alltag damit ab Montag komplizierter und teurer.

Sonntag, 10. Oktober, 7.20 Uhr: RKI registriert 7.612 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 66,1

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 66,1 an. Am Vortag hatte der Wert bei 64,4 gelegen, vor einer Woche ebenfalls bei 64,2 (Vormonat: 83,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7.612 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.16 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6.164 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 9 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.310.273 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,67 an. Das entspricht in etwa dem Wert der Vorwoche. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 4.087.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.202.

Samstag, 9. Oktober, 14.30 Uhr: Griechenland lockert Corona-Maßnahmen - Fachleute zweifeln

In Griechenland gibt es von diesem Samstag an zahlreiche Lockerungen für Geimpfte und Genesene. Bars, Restaurants und Cafés, aber auch andere geschlossene Räumlichkeiten wie Fitness-Studios und Kinos dürfen künftig die Höchstgrenze an Gästen zulassen. Voraussetzung ist, dass die Besucher geimpft oder nachweislich in den vergangenen sechs Monaten von einer Corona-Infektion genesen sind. Abstandsregeln und Maskenpflicht fallen dann in diesen Bereichen weg. Die Lockerungen sollen zunächst für 15 Tage gelten, dann werde der Schritt neu bewertet, berichteten griechische Medien am Samstag.

Manche griechische Wissenschaftler meldeten dennoch Bedenken an. "Ich glaube, dass wir die falsche Botschaft vermitteln", sagte Giorgos Boulbasakos, Direktor einer Athener Lungenklinik, dem Fernsehsender Mega am Samstag. Er forderte unter anderem eine Impfpflicht für Mitarbeiter in der Gastronomie. In Griechenland gibt es bereits eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitssektor.

Samstag, 9. Oktober, 9.25 Uhr: Mehr als 600.000 Corona-Tote in Brasilien

Brasilien hat die Marke von 600.000 Corona-Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie sind 600.425 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília am Freitagabend (Ortszeit) hervorgeht. Nur in den USA wurden bislang mehr Tote als in Brasilien registriert. Am Tag kommen in Brasilien derzeit rund 500 Tote dazu.

Seit Juni, als das Land insgesamt eine halbe Million Corona-Tote zählte, ist die tägliche Opferzahl auch wegen des Impf-Fortschritts zurückgegangen. Seit Beginn der landesweiten Impfkampagne im Januar sind nun fast 242 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Über 45 Prozent der erwachsenen Brasilianer sind vollständig geimpft.

Nach den Vereinigten Staaten und Indien verzeichnet das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas zudem mit fast 22 Millionen Fällen die meisten Infektionen. In Brasilien leben 210 Millionen Menschen; das Land ist 24 mal so groß wie Deutschland.

Der rechte Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost und Schutzmaßnahmen sowie Einschränkungen abgelehnt. Auch den Sinn von Impfungen zieht er in Zweifel und hat mehrmals betont, dass er selbst noch nicht gegen Corona geimpft sei. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zum Corona-Krisenmanagement seiner Regierung läuft.

Samstag, 9. Oktober, 8 Uhr: Neue Inzidenzwerte und Krankenhausampel am Samstag

Das RKI hat am Samstagmorgen neue 7-Tages-Inzidenzwerte für die Allgäuer Städte und Landkreise veröffentlicht. Zum Überblick geht es hier.

Seit Anfang September gilt als maßgeblicher Wert für die Corona-Regeln die Krankenhaus-Ampel in Bayern. Sie entscheidet, ob strengere Vorschriften in Kraft treten müssen. Wie es aktuell aussieht, erfahren Sie immer aktuell hier.

Samstag, 9. Oktober, 7.35 Uhr: Lauterbach regt neue Bund-Länder-Runde zu Corona an

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eine neue Bund-Länder-Runde angeregt, um die Corona-Regeln teilweise zu verschärfen. "Es wäre sinnvoll, dass sich die Ministerpräsidenten zeitnah mit der Kanzlerin noch einmal treffen", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "In der Pandemie stehen sehr viele Entscheidungen an - von den Corona-Regeln bis zu den Booster-Impfungen. Wir dürfen in der Zeit, in der Koalitionsverhandlungen laufen, nicht den Überblick verlieren", sagte er mit Blick auf die Gespräche zur Regierungsbildung.

Zwar werde die Pandemie, wenn keine gefährlichere Virusvariante auftrete, im späten Frühjahr 2022 vorbei sein. "Wir werden aber einen schweren Winter haben, wenn wir nicht die nötige Impfquote erreichen." Daher könnten die Schutzmaßnahmen nicht maßgeblich beendet werden. Aus seiner Sicht gehe es zum Teil sogar um Verschärfungen. "Wir sollten die 2G-Regel intensiver nutzen, also nur Geimpften und Genesenen den Zugang zu Restaurants, Kinos oder Veranstaltungen ermöglichen", erklärte Lauterbach. So schaffe man einen Anreiz, sich doch noch impfen zu lassen.

Auf eine Frage, die darauf abzielte, ob er sich das Amt des Bundesgesundheitsministers in einer Regierung aus SPD, Grünen und FDP vorstellen könne, sagte Lauterbach: "Ich spekuliere nicht über Ministerposten - weder öffentlich noch im Privaten." Er ergänzte auf Nachfrage aber: "Falls jemand gesucht wird, der in dem Bereich eine gewisse Erfahrung mitbringt, dann würde ich darüber nachdenken." Als Sozialdemokrat würde er andere Schwerpunkte in dem Amt setzen. Es gebe drei große Themen, die angegangen werden müssten: der Personalmangel in der Pflege, der Personalmangel bei Ärzten und die Entbürokratisierung der Medizin, ambulant wie stationär.

Samstag, 9. Oktober, 7.15 Uhr: RKI registriert 8.854 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 64,4

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es momentan wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 64,4 an. Am Vortag hatte der Wert bei 63,8 gelegen, vor einer Woche ebenfalls bei 64,4 (Vormonat: 83,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8.854 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.56 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8.517 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 65 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 66 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.302.661 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 1,67 an. Das entspricht in etwa dem Wert der Vorwoche. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.082.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.178.

Freitag, 8. Oktober, 18.11 Uhr: Keine größeren Ausbrüche nach Öffnung von Clubs und Diskotheken

Seit der Öffnung der Clubs am vergangenen Wochenende sind einzelne Corona-Infektionen bekannt geworden - ein größerer Ausbruch ist jedoch nicht festzustellen. Das teilte nun das Landratsamt Regen mit.

Freitag, 8. Oktober, 17.41 Uhr: Krankenhaus-Ampel steht in Bayern weiter auf Grün

In Bayern wurden in den letzten sieben Tagen 268 Menschen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus gebracht. Die 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz liegt bei 2,0 - die Corona-Ampel steht weiter auf Grün.

Freitag, 8. Oktober, 14.15 Uhr: Kultusminister gegen vorschnelles Ende der Maskenpflicht an Schulen

Die Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Tests an Schulen sind aus Sicht der Kultusministerkonferenz (KMK) vorerst weiter nötig. "Die Entscheidung ist nicht, jetzt von einem Tag auf den anderen alle Schutzkonzepte fallenzulassen", sagte die KMK-Präsidentin, Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), am Freitag nach zweitägigen Beratungen in Potsdam. Worüber die Kultusminister beraten haben, lesen Sie hier.

Freitag, 8. Oktober, 13.25 Uhr: Drittimpfungen im Impfzentrum Bad Wörishofen

Nachdem die Ständige Impfkommission eine Drittimpfung für alle über 70-Jährigen sowie für bestimmte Berufsgruppen empfohlen hat, bietet das Impfzentrum in Bad Wörishofen ab sofort die sogenannten Booster-Impfungen an. So teilt es das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit. Wer die Auffrischungsimpfung haben möchte, kann laut Landratsamt direkt ins Impfzentrum kommen oder sich mit seinem Haus- oder Betriebsarzt in Verbindung setzen. Ein Termin im Impfzentrum ist nicht notwendig.

Freitag, 8. Oktober, 12.15 Uhr: Volles Stadion erlaubt: Hannover hofft gegen Schalke auf 49.000 Fans

Fußball-Zweitligist Hannover 96 darf gegen den FC Schalke 04 am 15. Oktober das Stadion wieder komplett auslasten. Nach Club-Angaben vom Freitag hat die niedersächsische Landesregierung die Erlaubnis erteilt, dass der Verein erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie wieder mit 49.000 Zuschauern über die volle Arena-Kapazität verfügen darf. Voraussetzung dafür ist der 2G-Status: Die Fans müssen geimpft oder genesen sein.

"Die Entscheidung ist ein Zeichen des Vertrauens der Landesregierung gegenüber Hannover 96 sowie gegenüber unseren Zuschauern und Fans", sagte 96-Geschäftsführer Martin Kind. Für die Partie gegen den Bundesliga-Absteiger sind bislang rund 25.000 Tickets abgesetzt worden.

Freitag, 9. Oktober, 9.45 Uhr: Schluss mit kostenlosen Corona-Tests - welche Ausnahmen es gibt

Manches ist in der Corona-Pandemie fast schon vertraut geworden. Zum Beispiel der Bürgertest, den Apotheken, Vereine und kommunale Testzentren anbieten. Anmelden, Wattestäbchen in die Nase, kurz warten, das Ergebnis entgegennehmen. Und alles kostenlos. Damit ist es jetzt für die meisten Menschen vorbei. Von Montag an ist der Gratis-Abstrich Geschichte. Doch es gibt Ausnahmen. Unklar ist allerdings, wie viele Menschen künftig überhaupt noch zum Testen gehen und wie sich die Preise entwickeln.

Freitag, 8. Oktober, 9.25 Uhr: Chefärzte berichten aus ihrem Alltag: So können sich Corona-Langzeitfolgen äußern

Jeder siebte bis zehnte Corona-Patient in Deutschland hat laut Studien mit Langzeitfolgen der Erkrankung zu kämpfen. Viele werden in Reha-Kliniken behandelt, manche müssen lernen, wieder selbst zu atmen. Anlässlich des bundesweiten Reha-Tages, dessen zentrale Veranstaltung an den Waldburg-Zeil-Kliniken in Wangen stattfand, berichteten deren Chefärzte aus ihrem Alltag. Das Wichtigste im Überblick finden Sie hier.

Freitag, 9. Oktober, 7.45 Uhr: Impfkommission: Impfschutz bei Johnson & Johnson "ungenügend"

Wer mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurde, sollte laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine zusätzliche mRNA-Impfstoffdosis für einen besseren Schutz erhalten. Dies könne ab vier Wochen nach der Johnson & Johnson-Impfung erfolgen, teilte das Expertengremium am Donnerstag mit.

Zur Begründung verwies die Stiko auf sogenannte Impfdurchbrüche: Im Verhältnis zur Zahl der verabreichten Dosen würden in Deutschland die meisten dieser Ansteckungen bei Geimpften mit Johnson & Johnson verzeichnet. Die Wirksamkeit gegen die hierzulande vorherrschende Delta-Variante sei im Unterschied zu den anderen Corona-Impfstoffen vergleichsweise gering, hieß es. Die Stiko spricht letztlich von ungenügendem Impfschutz.

Freitag, 8. Oktober, 6.50 Uhr: Bayern geht gegen Urteil zu Corona-Ausgangsbeschränkungen in Revision

Bayerns Staatsregierung will das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) zu den Corona-Ausgangsbeschränkungen nicht akzeptieren. "Wir sind davon überzeugt, dass die Ausgangsbeschränkungen Ende März bis Anfang April 2020 zum Wohl und zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger Bayerns in der ersten Welle der Pandemie ein wirksames und richtiges Mittel waren", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. Daher gehe man jetzt in Revision - zuständig ist dann das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Anfang der Woche hatten die Verwaltungsrichter für viele überraschend die strengen Corona-Maßnahmen im Freistaat im Frühjahr 2020 für unzulässig erklärt. Die Richter bemängelten insbesondere, dass damals Einzelpersonen ohne besonderen Grund nicht ihre Wohnung verlassen durften. "Da hat der Senat gesagt, aus infektiologischer Sicht waren diese Personen nicht gefährdet", erläuterte VGH-Sprecher Andreas Spiegel die Entscheidung. Mehrere Medien hatten über den VGH-Beschluss berichtet (Az. 20 N 20.767). Mehr dazu erfahren Sie hier.

Freitag, 8. Oktober, 6.35 Uhr: Biden pocht auf Corona-Impfpflicht in Unternehmen

US-Präsident Joe Biden hat weitgehende Corona-Impfpflichten für Arbeitnehmer verteidigt. "Meine Botschaft lautet: Verlangen Sie von Ihren Mitarbeitern, sich impfen zu lassen, damit wir diese Pandemie endlich besiegen können", sagen Biden am Donnerstag in Elk Grove Village bei Chicago. Ohne Impfung drohten endlose Monate des Chaos in Krankenhäusern, Schäden für die Wirtschaft, Angst in Schulen sowie leere Restaurants.

Biden hatte bereits im September den Druck auf ungeimpfte Amerikaner erhöht und auf Impfpflichten gesetzt. Er hatte für Angestellte der Bundesregierung sowie Zulieferer die Impfvorschriften verschärft. Sein Aktionsplan sieht auch vor, dass Firmen mit mehr als 100 Angestellten vorgeschrieben werden soll, dass alle Mitarbeiter geimpft sein oder sich mindestens ein Mal pro Woche auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen müssen.

Freitag, 8. Oktober, 6.15 Uhr: RKI registriert 10.429 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 63,8

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es derzeit wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 63,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 62,6 gelegen, vor einer Woche bei 64,3 (Vormonat: 82,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.429 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.01 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.118 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 86 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 73 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.293.807 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Donnerstag, 7. Oktober, 21.55 Uhr: Kultusminister informieren über Umgang der Schulen mit Corona

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst (SPD), stellt am Freitag (10.00 Uhr) die Ergebnisse der Beratungen der Kultusministerinnen und -minister der Länder vor. Bei dem Treffen in Potsdam unter Leitung der Brandenburger Bildungsministerin geht es unter anderem um den Umgang der Schulen mit der Corona-Pandemie, um den Stand der Digitalisierung und um Empfehlungen für ein Wahlpflichtfach oder Wahlfach "Deutsche Gebärdensprache" in den Klassen 5 bis 10. Zur Pressekonferenz werden auch Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) und Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) erwartet.

Donnerstag, 7. Oktober, 21.05 Uhr: Ukraine ordnet Corona-Impfung für Lehrer und Staatsangestellte an

Wegen steigender Corona-Zahlen hat das ukrainische Gesundheitsministerium eine Impfpflicht für viele Staatsbedienstete angeordnet. Auf der Liste stehen vor allem Lehrer aller Schularten, Erzieher und Verwaltungsangestellte, wie das Ministerium am Donnerstag in Kiew mitteilte. Diese Berufsgruppen haben demnach einen Monat Zeit, um sich gegen Corona impfen zu lassen. Ungeimpfte sollen danach ohne Gehaltsfortzahlung vom Dienst freigestellt werden.

Aktuell werden in der Ukraine wieder täglich hohe Infektionszahlen registriert. Am Donnerstag wurden 15 125 neue Fälle gemeldet. 314 Menschen starben mit Covid-19. Mehrere Gebiete des Landes bereiten sich auf eine Verschärfung der geltenden Quarantäne-Maßnahmen vor. Ausnahmen sollen dabei für Geimpfte gelten. Jedoch sind bisher nur etwa 15 Prozent der rund 40 Millionen Einwohner immunisiert. Mehr als die Hälfte der Ukrainer will sich Umfragen nach nicht impfen lassen.

Donnerstag, 7. Oktober, 20.40 Uhr: Die Botschaft der Mutter des Opfers von Idar-Oberstein

Knapp drei Wochen nach dem tödlichen Schuss auf einen 20-Jährigen in einer Tankstelle in Idar-Oberstein hat die Mutter in ergreifenden Worten an ihren Sohn erinnert. Welche Botschaft sie für die Gesellschaft hat, lesen Sie hier.

Knapp drei Wochen nach dem tödlichen Schuss auf einen 20-Jährigen in einer Tankstelle in Idar-Oberstein hat die Mutter in ergreifenden Worten an ihren Sohn erinnert.
Knapp drei Wochen nach dem tödlichen Schuss auf einen 20-Jährigen in einer Tankstelle in Idar-Oberstein hat die Mutter in ergreifenden Worten an ihren Sohn erinnert.
Bild: Oliver Dietze, dpa

Donnerstag, 7. Oktober, 20.20 Uhr: RKI: Corona-Ausbrüche an Schulen häufen sich früher als 2020

Seit August hat es nach Beobachtung des Robert Koch-Instituts (RKI) vermehrt Corona-Ausbrüche an Kitas und vor allem an Schulen gegeben. Die übermittelte Häufigkeit steige in diesem Jahr etwa zwei Monate früher an als im Vorjahr, geht aus dem Wochenbericht des RKI vom Donnerstagabend hervor. Demnach wurden der Behörde für die vergangenen vier Wochen 201 Kita- und 481 Schulausbrüche gemeldet. Die jüngste Entwicklung insbesondere der vergangenen zwei Wochen lasse sich aber noch nicht gut bewerten, hieß es vor dem Hintergrund möglicher Nachmeldungen.

"Beim ansteigenden Trend der Ausbruchshäufigkeit in Kitas und Schulen spielen vermutlich die ausgeweiteten Testaktivitäten und die leichtere Übertragbarkeit der Delta-Variante eine Rolle", erläutern die Autoren des Berichts. Fälle, darunter auch solche ohne Krankheitssymptome, würden frühzeitig erkannt.

RKI-Chef Lothar Wieler hatte am Mittwoch in Berlin bekräftigt, dass nach RKI-Empfehlung die Maßnahmen zum Infektionsschutz an Kitas und Schulen - ebenso wie in Alten- und Pflegeheimen - bis zum Frühjahr 2022 aufrechterhalten werden sollten. Er sagte: "Wir wollen, dass Kitas und Schulen auf bleiben, aber bitte unter Beibehaltung von Schutzmaßnahmen." Mehrere Bundesländer hatten zuletzt die Maskenpflicht an Schulen aufgehoben.

Die Zahl der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen in Deutschland gibt das RKI im Bericht für vergangene Woche mit 52 an. Das Institut spricht von einem deutlichen Rückgang solcher Ausbrüche insbesondere wegen Impfungen und Hygienemaßnahmen.

Donnerstag, 7. Oktober, 19.30 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Maskenpflicht im Unterricht

Die Mehrheit der Bürger ist einer Umfrage zufolge für die Abschaffung der Maskenpflicht im Klassenzimmer. 57 Prozent sind der Meinung, dass die Maskenpflicht im Unterricht abgeschafft werden sollte, wie eine Befragung von Infratest-dimap für den ARD-Deutschlandtrend ergab. Bei den Eltern mit schulpflichtigen Kindern sind es sogar 71 Prozent. Lediglich 37 Prozent sind für eine Beibehaltung der Maskenpflicht an Schulen - und nur 27 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder.

In Berlin müssen jüngere Schüler bis zur sechsten Klasse seit Montag im Unterricht keine Maske mehr tragen, in Bayern entfiel die Tragepflicht im Klassenzimmer zum Wochenbeginn für alle Schüler. Solche oder ähnliche Regelungen gelten auch in anderen Bundesländern oder sind dort in Planung.

Die Sorgen der Bürger vor einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen ist der Umfrage zufolge im Vergleich zum Sommer kleiner geworfen. Aktuell treibt diese Sorge 42 Prozent um - im Juli gab noch eine Mehrheit von 62 Prozent an, sehr große oder große Sorgen zu haben, dass die Infektionen wieder steigen könnten. Wie zu Beginn des Sommers bezeichnen sechs von zehn Befragten (60 Prozent) die bestehenden Corona-Maßnahmen grundsätzlich als angemessen.

Donnerstag, 7. Oktober, 18.40 Uhr: Krankenhaus-Ampel in Bayern bleibt auf Grün

263 Corona-Patienten wurden in den vergangenen sieben Tagen in ein Krankenhaus in Bayern eingeliefert. Auf den Intensivstationen im Freistaat werden derzeit 242 Covid-Patienten behandelt. Somit steht die Krankenhaus-Ampel in Bayern weiterhin auf Grün.

Donnerstag, 7. Oktober, 18.15 Uhr: Stiko erweitert Empfehlungen: Wer sich zum dritten Mal gegen Corona impfen lassen soll

Die Stiko erweitert ihre Empfehlungen für Corona-Auffrischimpfungen - und zwar stark - bis hin zum Pflegepersonal. Wer sich demnach zum dritten Mal impfen lassen sollte, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 7. Oktober, 18.03 Uhr: Sie sei "überzeugte Maskenträgerin": Beschuldigter wirft Richterin Befangenheit vor

Ein Mann (54) muss blechen, weil er auf einer Corona-Demo keine Maske getragen hat - doch er erhebt Einspruch. Es kommt zu einem mehrstündigen Verfahren. Was sich bei einem Prozess vor dem Amtsgericht Kempten abspielte, lesen Sie hier.

Donnerstag, 7. Oktober, 17.50 Uhr: Krankenhausgesellschaft klagt: Corona verschlimmert den Personalmangel

Seit 2020 ist von Medizinern und Pflegekräften in Bayerns Krankenhäusern fast permanente Höchstleistung gefordert. Welche Folgen die dauernde Belastung hat, lesen Sie hier.

Die Coronapandemie hinterlässt ihre Spuren: So klagt die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) über verschärften Mangel an Pflegefachkräften. Diese hätten auch mit der emotionalen Belastung zu kämpfen.
Die Coronapandemie hinterlässt ihre Spuren: So klagt die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) über verschärften Mangel an Pflegefachkräften. Diese hätten auch mit der emotionalen Belastung zu kämpfen.
Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Donnerstag, 7. Oktober, 17.40 Uhr: LGL: Die Allgäuer Inzidenz-Werte im Überblick

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat die Inzidenz-Werte für Bayern veröffentlicht. Hier finden Sie die aktuellen Zahlen für das Allgäu.

Donnerstag, 7. Oktober, 17.05 Uhr: Über 1.000 Menschen warten vor Augsburger Disco - Polizei muss eingreifen

Weil vor einer Disco in der Augsburger Innenstadt der Sicherheitsdienst mit den coronabedingten Einlasskontrollen nicht nachgekommen ist, hat am Ende die Polizei eingreifen müssen. Wie die Beamten den Vorfall erlebt haben, lesen Sie hier.

Donnerstag, 7. Oktober, 16.45 Uhr: Corona-Risikopatienten können daheim wie in Klinik überwacht werden

Covid-19-Risikopatienten können während der Isolation auch daheim gut von ihren Ärzten betreut werden. Dies haben Wissenschaftler der Technischen Universität München mit einer Studie belegt, bei der die Erkrankten mittels Telemedizin zu Hause überwacht wurden. Für die Kontrolle des Zustands der Patientinnen und Patienten seien Ohrsensoren eingesetzt worden, die wichtige Gesundheitswerte an das Klinikum übermittelt hätten, berichtete die Uni am Donnerstag.

Insgesamt 150 Covid-19-Patienten, die sich wegen ihrer Infektion in häusliche Isolation begeben mussten, wurden von der Hochschule betreut. Es handelte sich um Kranke mit Risikofaktoren, bei denen sichergestellt werden musste, dass sie bei einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustands rasch in ein Krankenhaus kommen. Dafür wurde der Ohrsensor eingesetzt, der ähnlich eines Hörgeräts getragen wird. Alle 15 Minuten erfasste das Gerät Körpertemperatur, Herzschlag, Atmung und die Sauerstoffsättigung im Blut. Die Werte wurden an das Telemedizinische Zentrum des Klinikums rechts der Isar in München übertragen.

Zusätzlich wurde jeder Patient einmal täglich angerufen und befragt. "Mit minimalem Aufwand realisierte das Team so eine Überwachungsqualität, die der Monitorüberwachung in einer Klinik sehr nahe kommt", berichtete die Universität. Ungefähr jeder achte Teilnehmer der Studie habe in ein Krankenhaus eingewiesen werden müssen. "Interessanterweise gab die Mehrzahl dieser Patienten später an, dass sie selber zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gemerkt hatten, wie schlecht es ihnen ging", betonten die Forscher.

Donnerstag, 7. Oktober, 16.12 Uhr: Kultusministerkonferenz berät über Umgang mit Corona

Die Kultusministerinnen und -minister der Länder haben in Potsdam mit Beratungen begonnen, zunächst über den Umgang an Schulen mit der Corona-Pandemie. Außerdem geht es unter anderem um den Stand der Digitalisierung in den Schulen, wie ein Sprecher der Kultusministerkonferenz am Donnerstag weiter mitteilte. Die amtierende KMK-Präsidentin, die Brandenburger Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), will am Freitag über die Ergebnisse der Beratungen informieren.

Bundesweit bindende Beschlüsse sind bei dem Treffen in Potsdam nicht zu erwarten, weil die Bundesländer über Maßnahmen an ihren Schulen selbst entscheiden - zum Beispiel über eine Maskenpflicht von Schülerinnen und Schülern. Die KMK-Präsidentin hatte vor der Konferenz eine Ausstattung mit Luftfiltern in allen Schulen unter Verweis auf Empfehlungen des Umweltbundesamtes nicht für sinnvoll gehalten. Die Runde tagt in Potsdam in Präsenz.

Donnerstag, 7. Oktober, 16.04 Uhr: Biontech/Pfizer beantragen US-Notfallzulassung für jüngere Kinder

Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben für ihren Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung für den Einsatz bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt. Die entsprechenden Daten seien der Behörde übermittelt worden, teilte Pfizer am Donnerstag via Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ein Beratergremium der FDA will sich am 26. Oktober mit dem Antrag befassen.

Zuvor hatten klinische Studien gezeigt, dass der Impfstoff von Kindern in dieser Altersgruppe gut vertragen wird und eine stabile Immunantwort hervorruft. Anders als in der Altersgruppe über zwölf wurde den Kindern von fünf bis elf Jahren für die klinische Studie der Phase 2/3 nur ein Drittel der Dosis verabreicht. Die beiden Impfungen lagen drei Wochen auseinander. An der Studie nehmen den Angaben der Unternehmen zufolge insgesamt 4500 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis elf Jahren teil, die vorgestellten Daten zu den 5- bis 11-Jährigen gehen auf 2268 Teilnehmer zurück. Beteiligt sind über 90 Kliniken in den USA, Finnland, Polen und Spanien.

Donnerstag, 7. Oktober, 15.30 Uhr: Corona-Impfung: Stiko empfiehlt Auffrischung für Senioren ab 70

Allen Senioren über 70 Jahren empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Corona-Auffrischimpfung. Wie die Stiko das begründet, lesen Sie hier.

Donnerstag, 7. Oktober, 14.45 Uhr: Kassenärzte dürfen Patienten ohne Corona-Test nicht abweisen

Die bayerischen Kassenärzte dürfen ungeimpfte Patienten ohne einen Corona-Test nicht von der Behandlung ausschließen. Dies geht aus den Vorschriften der bayerischen Staatsregierung hervor. In den vergangenen Tagen wurde in den Medien über mehrere niedergelassene Ärzte berichtet, die den Zutritt zur Praxis davon abhängig machen wollten, ob die Patienten geimpft, genesen oder getestet sind.

Ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) verwies am Donnerstag darauf, dass Vertragsärzte eine Behandlungspflicht für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen hätten. Insofern sei fraglich, ob die Mediziner die sogenannte 3G-Regel in ihren Räumen mit dem Hausrecht begründen könnten. Die Praxen könnten Ungeimpften allerdings auch anbieten, vor Ort einen Schnelltest zu machen. Ebenso könne die Behandlung von Erkrankten in Randzeiten geschehen, um diese von anderen Patientinnen und Patienten zu trennen, erläuterte der KVB-Sprecher.

Das Gesundheitsministerium in München weist ebenfalls darauf hin, dass Patienten in Praxen keinen Testnachweis vorlegen müssen. In den Räumen gelte aber eine Maskenpflicht, sofern diese zu der Behandlung nicht abgenommen werden müsse, heißt es auf einer Informationsseite des Ministeriums im Internet. Nach Angaben des KVB-Sprechers könnten lediglich reine Privatpraxen die Behandlung von Patienten von einem Testnachweis abhängig machen. Denn diese seien nach der Berufsordnung nicht gezwungen, einen Behandlungsvertrag abzuschließen. Bei Notfällen dürften aber auch die Privatärzte niemanden abweisen.

Donnerstag, 7. Oktober, 14 Uhr: Testzentrum in Schwabach durchsucht - Verdacht auf Abrechnungsbetrug

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) hat wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug mit Corona-Tests mehrere Räumlichkeiten durchsuchen lassen, darunter ein Testzentrum in Schwabach. Es werde gegen drei Beschuldigte ermittelt, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Es bestehe der Verdacht, dass mehr Tests abgerechnet worden seien, als tatsächlich durchgeführt wurden.

Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk über den Fall berichtet. Neben dem Testzentrum in einem Schwabacher Einkaufszentrum seien am Donnerstag auch Räume in Nürnberg und Fürth durchsucht worden. Es gehe jetzt darum, mehr Klarheit zu den Fällen zu erlangen.

Die im vergangenen Jahr eingerichtete Zentralstelle bekämpft Korruption und andere Kriminalität in jenen Gesundheitsberufen, die eine staatlich geregelte Ausbildung benötigen - also etwa Ärzte und Apotheker.

Donnerstag, 7. Oktober, 13.35 Uhr: Gesundheitsminister: Corona-Tests für viele weiter kostenlos

Kostenlose Corona-Tests sollen in Bayern auch nach dem offiziellen Ende der Gratis-Testungen am 11. Oktober bedingt möglich bleiben. Was sazu Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte, lesen Sie hier.

Ab dem 11. Oktober wird der Corona-Test kostenpflichtig. Nun erklärt Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU): Für viele Bürger und Bürgerinnen gibt es in Bayern aber auch nach wie vor die Möglichkeit, sich kostenlos testen zu lassen.
Ab dem 11. Oktober wird der Corona-Test kostenpflichtig. Nun erklärt Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU): Für viele Bürger und Bürgerinnen gibt es in Bayern aber auch nach wie vor die Möglichkeit, sich kostenlos testen zu lassen.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Donnerstag, 7. Oktober, 13 Uhr: Corona-Fälle vor Türkei-Rennen: Neue Besetzung des Notarztwagens

Nach positiven Corona-Befunden tauscht die Formel 1 die Besetzung ihres Notarztwagens aus. Wie der Motorsport-Weltverband Fia am Donnerstag auf Nachfrage mitteilte, wurde vor der Abreise zum Grand Prix der Türkei bei Fahrer Alan van der Merwe und Rennarzt Ian Roberts eine Infektion nachgewiesen. Sie sind nun in Isolation und verpassen daher den 16. Saisonlauf am Sonntag (14 Uhr/Sky). Bruno Correia, der sonst das Safety Car in der Formel E fährt, und Arzt Bruno Franceschini ersetzen das Duo.

Donnerstag, 7. Oktober, 10.15 Uhr: Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen

Der Impfstoffhersteller Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen. Man wolle eine Anlage zur Produktion von Arzneimitteln bauen, in der jährlich bis zu 500 Millionen Impfstoffdosen hergestellt, abgefüllt und verpackt werden können, teilte Moderna am Donnerstag mit. Die US-amerikanische Firma wolle 500 Millionen Dollar (432 Mio Euro) in die Anlage investieren. Der Standort sei noch nicht ausgewählt.

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Corona im Allgäu: Eine Chronologie der Krise in Bildern

Donnerstag, 7. Oktober, 10.05 Uhr: Vermutlich mehr Corona-Geimpfte als gedacht

Das Robert Koch-Institut (RKI) geht von mehr Corona-Geimpften als in der offiziellen Statistik aus. Es sei anzunehmen, dass unter Erwachsenen in Deutschland bis zu 84 Prozent mindestens einmal geimpft sind und bis zu 80 Prozent bereits die zweite Dosis erhalten haben (Stichtag 5.10.), heißt es in einem aktuellen RKI-Bericht. Die Schätzung beruht auf Bürgerbefragungen und Meldedaten. Laut offizieller Impfquoten-Statistik haben bislang knapp 80 Prozent der Über-18-Jährigen eine erste Dosis bekommen, gut 75 Prozent bereits die Zweite. Zunächst hatte die Funke-Mediengruppe berichtet.

Donnerstag, 7. Oktober, 9.35 Uhr: Zahl der Todesfälle nach Corona-Höhepunkt normalisiert

Die Corona-Pandemie hat in Bayern seit dem Spätwinter keine ungewöhnlich hohe Zahl von Toten mehr verursacht. Seit Februar bewegen sich die Sterbefallzahlen wieder auf ähnlichem Niveau wie vor Beginn der Krise. Das teilte das Landesamt für Statistik in Fürth am Donnerstag mit. Im August starben nach vorläufigen Zahlen 10.758 Menschen, gut 100 weniger als ein Jahr zuvor und im Schnitt der Vorjahre. Um neun Prozent höher als üblich war allerdings die Zahl der Todesfälle in der Altersgruppe achtzig und älter.

Von November vergangenen Jahres bis Januar 2021 hatte es in Bayern im Zuge der Corona-Pandemie weit mehr Todesfälle gegeben als üblich, im Dezember waren sogar über ein Drittel mehr Menschen gestorben als im statistischen Schnitt. Seit Februar haben sich die Zahlen normalisiert, lediglich bei den Hochbetagten über 80 zeigt sich laut Landesamt eine tendenziell steigende Zahl von Sterbefällen. Die Behörde führte das aber auf die insgesamt steigende Zahl der Älteren in Bayern zurück.

Donnerstag, 7. Oktober, 6.15 Uhr: Entwicklerin ruft zu gerechterer Verteilung von Impfstoffen auf

Die Entwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffes, Sarah Gilbert, hat zu einer gerechteren Verteilung der verfügbaren Corona-Impfdosen aufgerufen. "Es ist entscheidender denn je, dass wir nicht die Leben vergessen, die gerettet werden könnten, indem erste und zweite Impfdosen an die gefährdetesten Bevölkerungsgruppen in aller Welt vergeben werden", schrieb die Immunologin der Universität Oxford in dieser Woche gemeinsam mit einem Kollegen in der Zeitschrift "Science Translational Medicine". Es müssten größere Anstrengungen unternommen werden, um die Impfstoffe in aller Welt verfügbar zu machen.

Bis Anfang September habe gut 40 Prozent der Weltbevölkerung mindestens eine Impfdosis gegen Covid-19 erhalten, allerdings nur knapp zwei Prozent in den ärmsten Ländern. Booster-Impfungen und die Impfung von Kindern, wie sie in westlichen Ländern bereits stattfinden, würden den Druck auf die Lieferketten erhöhen, schrieben die Wissenschaftler. "Niemand ist sicher, bis wir alle sicher sind." Solange die Impfquote in vielen Ländern so niedrig sei, gebe es weiterhin das Risiko neuer, gefährlicherer Varianten, hieß es.

Donnerstag, 7. Oktober, 6.05 Uhr: RKI registriert 11.644 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt leicht

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es derzeit wenig Dynamik. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 62,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 62,3 gelegen, vor einer Woche bei 63,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.644 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.38 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12 150 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 68 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 67 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.283.378 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.027.

Mittwoch, 6. Oktober, 22 Uhr: Kultusminister beraten über Corona und Schulen

Die Kultusministerinnen und -minister der Länder beraten am Donnerstag und Freitag unter anderem über das weitere Vorgehen an den Schulen in der Corona-Pandemie. Bundesweit bindende Beschlüsse sind bei dem Treffen in Potsdam nicht zu erwarten, da die Bundesländer über Maßnahmen an ihren Schulen selbst entscheiden.

Mittwoch, 6. Oktober, 20.15 Uhr: OECD sieht Corona-Überwindung und Klima-Krise als zentrale Fragen

Die Überwindung der Corona-Pandemie sowie das Entwickeln von Strategien in der Klima-Krise sind aus Sicht der Industriestaaten-Organisation OECD die drängendsten Zukunftsfragen. Die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise verlaufe angesichts des weltweit unterschiedlichen Impffortschritts noch unausgewogen, sagte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Mathias Cormann, am Mittwoch zum Abschluss des Ministerratstreffen der OECD in Paris. Das weltweite Impftempo müsse gesteigert werden. In einer Abschlusserklärung hieß es, die Produktionskapazitäten von Impfstoff müssten auch in den Entwicklungsländern gesteigert werden.

Das begonnene Jahrzehnt müsse im Zeichen des Klimaschutzes stehen, die CO2-Neutralität bis 2050 müsse erreicht werden, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, hieß es in dem Abschlussdokument. Gleichermaßen seien öffentliche und private Investitionen erforderlich, um die Biodiversität zu erhalten und die Abholzung der Wälder zu stoppen.

Mittwoch, 6. Oktober, 19.50 Uhr: Corona-Impf-Reihenfolge - Verfahren gegen Landrat eingestellt

Das Disziplinarverfahren gegen den Landrat Hartmut Handschak wegen Verdachts des Verstoßes gegen die vorgegebene Impfreihenfolge ist eingestellt worden. Der Vorwurf habe sich nicht erwiesen, teilte das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt am Mittwoch mit. Nähere Angaben machte die Behörde dazu nicht.

Der parteilose Landrat des Saalekreises hatte nach bisherigen Angaben des Kreises am 31. Dezember 2020 eine Spritze erhalten - kurz nach Beginn der bundesweiten Impfkampagne. Zum damaligen Zeitpunkt war der Impfstoff knapp, es galt eine vom Bund festgelegte Priorisierung, vor allem für Ältere. Das Disziplinarverfahren war im Februar dieses Jahres eingeleitet worden.

Der Landrat, Jahrgang 1961, hatte seine Impfung in einem Zeitungsinterview damit begründet, er sei zu einem Beratungstermin in einer Klinik gewesen, die bereits damit begonnen hatte, ihre Beschäftigten zu impfen. Dabei sei eine Dosis übrig geblieben, für die es weder impfwillige Beschäftigte noch geeignete Patienten gegeben habe. Deshalb habe er das "Impfangebot" angenommen. Handschak räumte später ein, er würde so nicht mehr handeln.

Mittwoch, 6. Oktober, 19.05 Uhr: Allgäuer Kinderärztin (41) trotz Doppel-Impfung an Corona erkrankt

Corona trotz Impfung: Eine Kinderärztin aus Kempten ist ein Beispiel für das seltene Phänomen des Impdurchbruchs. Weshalb sie weiterhin fürs Impfen wirbt, lesen Sie hier.

Mittwoch, 6. Oktober, 18.40 Uhr: Kaufbeurens Oberbürgermeister als "Mörder" und "Abschaum" bezeichnet

Immer wieder wird Stefan Bosse angefeindet und bedroht, seit der Pandemie noch mehr als zuvor. Doch nun erstattete der Kaufbeurer OB Anzeige - warum lesen Sie hier.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse.
Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse.
Bild: Mathias Wild (Archivbild)

Mittwoch, 6. Oktober, 18.15 Uhr: Zweiter Club im Bayerischen Wald mit Corona-Fall

In einer weiteren Diskothek im Landkreis Regen hat ein mit Corona infizierter Gast am vergangenen Wochenende gefeiert. Die Frau habe in der Nacht von Freitag auf Samstag einen Club in Regen besucht. Danach habe sie ein positives Testergebnis erhalten und auch erste Krankheitssymptome gezeigt. Die Frau sei noch nicht vollständig geimpft gewesen, teilte ein Sprecher des Landratsamts am Mittwoch mit.

Das ist bereits der zweite Fall einer Corona-Infektion in einer Diskothek im Landkreis: Am Vortag hatte das Landratsamt mitgeteilt, dass in Patersdorf ein mit Corona infizierter Mann ein Lokal besucht hatte. Er sei weder geimpft noch genesen gewesen.

Das Landratsamt rief alle Gäste auf, die die Diskotheken in Regen und Patersdorf besucht haben, sich testen zu lassen und auf Krankheitsanzeichen zu achten.

Die Betreiber von Clubs ermahnte die Behörde, ihre Verantwortung wahrzunehmen und nur Gäste einzulassen, die die Voraussetzungen erfüllen - also entweder komplett geimpft sind, eine Corona-Infektion schon hinter sich haben oder ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen können. Auch müsse der Betreiber dafür sorgen, dass bei einem Infektionsfall die anderen Besucher informiert werden können.

Mittwoch, 6. Oktober, 17.45 Uhr: WHO: 1,6 Millionen Corona-Impfungen in Afghanistan drohen abzulaufen

In Afghanistan drohen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 1,6 Millionen Corona-Impfdosen demnächst abzulaufen. Sie müssten dringend verabreicht werden, teilte die WHO am Mittwoch über Twitter mit. Seit August werde in Afghanistan deutlich weniger auf das Coronavirus getestet und geimpft. Genauen Zahlen nannte die Organisation nicht. Die WHO arbeite mit Partnern in mindestens 16 Provinzen zusammen, um die Zahl der Tests und Impfungen zu erhöhen.

Neun von 37 Covid-Kliniken mussten nach Informationen der WHO im September schließen. Tausende von Mitarbeitern des Gesundheitswesens im ganzen Land seien monatelang unbezahlt geblieben. Nach Angaben des lokalen Fernsehsenders Tolo-News vom Dienstag haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 151.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 7000 starben.

Mitte August hatten die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan die Macht übernommen. Die WHO hatte Ende September mitgeteilt, man sehe das Gesundheitssystem in Afghanistan vor dem Kollaps.

Mittwoch, 6. Oktober, 17.30 Uhr: Falschnachrichten über Impfungen: Geldstrafe für religiösen TV-Sender

Wegen der Verbreitung von Falschnachrichten zum Coronavirus hat die britische Medienaufsicht dem religiösen TV-Sender Loveworld eine Geldstrafe von 25.000 Pfund (knapp 30.000 Euro) auferlegt. Die Moderatoren hätten in zwei Sendungen am 11. und 12. Februar "eine Reihe von nicht belegten, irreführenden und potenziell schädlichen Aussagen" zur Corona-Pandemie und zu Impfstoffen gemacht, teilte die Behörde Office of Communications (Ofcom) am Mittwoch in London mit. So nannten sie etwa falsche Behauptungen zu Nebenwirkungen und medizinischen Komplikationen der Impfungen.

Es sei legitim, dass Sender die Reaktion der Regierung auf die Pandemie sowie mögliche Nebenwirkungen diskutierten und überprüften, so Ofcom. "Die Darstellung irreführender Behauptungen von Loveworld ohne ausreichende Hinterfragung oder Kontext birgt jedoch die Gefahr, dass den Zuschauern ernsthafte potenzielle Schäden zugefügt werden, zu einer Zeit, in der es besonders wahrscheinlich war, dass die Zuschauer nach zuverlässigen Informationen über das britische Impfprogramm suchen."

Es ist bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass Ofcom gegen den Sender vorgeht, der in Großbritannien über Satellit empfangen werden kann und von einer evangelikalen Gemeinde mit einem weltweiten Kirchennetzwerk ausgestrahlt wird. Erst im März hatte die Behörde eine Strafe von 125.000 Pfund ausgesprochen.

Mittwoch, 6. Oktober, 17 Uhr: Anträge auf Corona-Wirtschaftshilfen bis Dezember nun möglich

Von der Corona-Pandemie belastete Unternehmen können ab sofort die bis Jahresende verlängerte Überbrückungshilfe beantragen - das zentrale Kriseninstrument der Bundesregierung. Konkret geht es um die Überbrückungshilfe III Plus, und zwar für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit.

Die deutsche Wirtschaft habe über den Sommer eine "beeindruckende Aufholjagd" hingelegt, hieß es. Dennoch gebe es weiterhin Bereiche, die unter Corona-bedingten Einschränkungen litten. Diese Firmen könnten die verlängerte Überbrückungshilfe III Plus weiter in Anspruch nehmen. Antragsberechtigt sind wie zuvor Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Bei der Überbrückungshilfe werden fixe Betriebskosten erstattet. Verlängert wird laut Ministerium auch die Neustarthilfe Plus für Soloselbstständige.

Mittwoch, 6. Oktober, 16.30 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte im Allgäu (LGL)

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in mehreren Allgäuer Kreisen etwas angestiegen. Die aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) finden Sie hier.

Mittwoch, 6. Oktober, 15.15 Uhr: Treffen Grippe- und Corona-Welle demnächst zusammen?

Risiko Grippe: Während immer noch Millionen Menschen nicht gegen Corona geimpft sind, droht die Ausbreitung der Grippe in Deutschland. Warum nun Behörden und Regierung eindringlich zum Schutz aufrufen, lesen Sie hier.

RKI-Chef Lothar Wieler (links) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn riefen am Mittwoch eindringlich zur Grippe-Impfung auf.
RKI-Chef Lothar Wieler (links) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn riefen am Mittwoch eindringlich zur Grippe-Impfung auf.
Bild: Michael Kappeler, dpa

Mittwoch, 6. Oktober, 14.40 Uhr: Drohbriefe gegen Thüringer Ärzte wegen Corona-Impfungen

In Thüringen haben mehrere Ärzte, die gegen Covid-19 impfen, Drohbriefe erhalten. Die Briefe einer Person aus dem Lager der Impfgegner seien seit Freitag bei Medizinern eingegangen, sagte Jörg Mertz, Leiter des Pandemiestabs der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch der KV-Vorstand habe einen solchen Brief erhalten. Die Briefe seien von einer "gewissen Radikalität, die wir so nicht kennen", sagte Mertz.

Mertz zufolge ist die Person bekannt, da sie Namen und Adresse in den Briefen hinterlassen habe. Bei der zuständigen Staatsanwaltschaft sei Anzeige erstattet worden. Aus einem Schreiben der KV an Thüringens niedergelassene Mediziner geht hervor, dass die Briefe von einer Frau aus Mühlhausen verfasst wurden. Diese gebe sich als souveräne Staatsbürgerin aus und unterstelle den Medizinern menschenunwürdiges und hoch korruptes Handeln, für die sie zur Verantwortung gezogen würden, so die KV. Das KV-Schreiben liegt dpa vor.

Der Vorsitzende des Thüringer Hausärzteverbandes, Ulf Zitterbart, zeigte sich entsetzt. "Das ist eine Katastrophe", sagte er der dpa. "Dafür bedroht zu werden, dass wir Menschen die Impfung anbieten, ist irrational, einfach nur traurig."

Mittwoch, 6. Oktober, 13 Uhr: Richter kassieren bayerische Ausgangsbeschränkungen vom März 2020

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die Corona-Ausgangsbeschränkungen vom Frühjahr 2020 in Bayern für unzulässig erklärt. Was die Richter vor allem bemängelten, lesen Sie hier.

Mittwoch, 6. Oktober, 12.10 Uhr: RKI-Chef gegen Aufheben der Maskenpflicht an Schulen

Die Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen in manchen Bundesländern stößt beim Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI) auf Ablehnung. Man sehe keinen Anlass, zumindest bis zum Frühjahr 2022 an der Empfehlung zu Corona-Schutzmaßnahmen an Schulen, Kitas und in Alten- und Pflegeheimen zu rütteln, sagte Institutschef Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. In der Hauptstadt etwa ist seit Montag die Maskenpflicht bis einschließlich der sechsten Klasse aufgehoben.

Im Herbst und Winter sei wegen der Zunahme von Kontakten in Innenräumen auch mit steigenden Infektionszahlen zu rechnen. Man sei wegen des Risikos von Langzeitfolgen (Long Covid) unverändert der Ansicht, "dass wir Kinder zu schützen haben". Er betonte: "Wir wollen, dass Kitas und Schulen auf bleiben, aber bitte unter Beibehaltung von Schutzmaßnahmen."

Mittwoch, 6. Oktober, 12.05 Uhr: Maskenpflicht an Schulen in NRW soll ab 2. November entfallen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat eine Lockerung der Maskenpflicht an den Schulen in dem Bundesland ab dem 2. November in Aussicht gestellt. Unter Berücksichtigung des weiteren Infektionsgeschehens sei es die Absicht der Landesregierung, die Maskenpflicht im Unterricht auf den Sitzplätzen mit Beginn der zweiten Woche nach den Herbstferien abzuschaffen, heißt es in einer am Mittwoch versendeten Schulmail des NRW-Schulministeriums. Eine Maskenpflicht besteht dann nur noch im übrigen Schulgebäude. Im Außenbereich gibt es bereits heute keine Maskenpflicht mehr.

Mittwoch, 6. Oktober, 11.15 Uhr: Symptome: Was ist der Unterschied zwischen Erkältung, Grippe und Covid-19?

Die Arztpraxen nicht nur in Deutschland stehen vor einem heißen Herbst. Denn in die Corona-Pandemie platzt auch diesmal wieder die Grippe-Welle. Und viele Menschen, die Symptome wie Husten, Halsschmerzen oder Schnupfen feststellen, werden sich fragen: Ist das jetzt Corona? Eine Grippe? Oder doch nur ein einfacher grippaler Infekt - also die "klassische" Erkältung? Die Antworten gibt es hier.

Mittwoch, 6. Oktober, 11 Uhr: Ungeimpfte Hertha-Profis müssen PCR-Tests selbst zahlen

Ungeimpfte Spieler müssen bei Hertha BSC für die PCR-Tests künftig selbst zahlen. Das bestätigte der Berliner Fußball-Bundesligist am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die "Bild" und die B.Z. darüber berichtet.

Herthas Sportvorstand Fredi Bobic hatte den beiden Boulevard-Blättern gesagt, dass sie eine Impfquote von über 90 Prozent hätten. "Und das ohne irgendeine Art von Zwang, sondern durch Überzeugung."

Mittwoch, 6. Oktober, 10.50 Uhr: Corona-Ampel nachgebessert: Leichtere Verteilung der Corona-Intensivpatienten

Bayerns Krankenhäuser können Corona-Intensivpatienten bei drohender Überfüllung ihrer eigenen Stationen nun leichter an andere Häuser überweisen. "Die Belastung der Krankenhäuser ist regional zum Teil sehr unterschiedlich", sagte Roland Engehausen, Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, der Deutschen Presse-Agentur. "Darauf hat der Freistaat reagiert." In Bad Wörishofen tagen noch bis Donnerstag die bayerischen Krankenhausdirektoren.

Mittwoch, 6. Oktober, 8.55 Uhr: Behörde EMA spricht sich für dritte Corona-Impfdosis aus

In Deutschland wie auch in anderen Ländern Europas werden bereits Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus verabreicht, etwa an Pflegeheimbewohner oder Krankenhausangestellte – um einem nachlassenden Immunschutz vorzubeugen. Nun zog die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) nach. Sie gab am Montag grünes Licht für eine zusätzliche dritte Dosis. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Mittwoch, 6. Oktober, 7.40 Uhr: Lockerungen der Corona-Beschränkungen stressen junge Menschen

Etwa ein Drittel der jungen Menschen in Deutschland fühlt sich von den Lockerungen der Corona-Maßnahmen auch mal gestresst. Der Aussage "Ich fühle mich unter Druck gesetzt, viele Dinge zu unternehmen, wenn es wieder möglich ist" stimmten im September 34 Prozent der nach 1995 Geborenen (Generation Z) zu, wie aus einer Sonderauswertung des Instituts für Generationenforschung in Augsburg hervorgeht, die der Nachrichtenagentur dpa exklusiv vorliegt.

Mittwoch, 6. Oktober, 6.50 Uhr: RKI registriert 11.547 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz sinkt etwas

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 62,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 63,6 gelegen, vor einer Woche bei 61,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.547 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.46 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.780 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 76 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 67 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.271.734 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.959.

Mittwoch, 6. Oktober, 6.30 Uhr: Corona und Grippe - Spahn und Wieler bereiten auf Herbst vor

Der befürchtete Anstieg an Corona- und Grippe-Infektionen im Herbst und Winter rückt an diesem Mittwoch in Berlin in den Blick. Dazu treten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Vormittag gemeinsam vor die Öffentlichkeit. Im Zentrum soll das Thema Impfen stehen.

Das RKI hatte in seinem jüngsten Wochenbericht eine Zunahme bei den Corona-Zahlen vorhergesagt. Als Gründe nannte das RKI, dass es noch immer eine große Zahl ungeimpfter Menschen gebe und Kontakte in Innenräumen im Herbst zunähmen. Zudem fürchten Ärzte eine Grippewelle. Derzeit gibt es bereits eine Häufung an Atemwegsinfekten bei Minderjährigen. Ärzte berichten davon, dass nun Infekte nachgeholt würden, die es wegen des teilweisen Lockdowns im vergangenen Winter und Frühjahr nicht gegeben habe.

In der Hochphase der Corona-Pandemie waren Spahn und Institutschef Wieler teils im Wochenrhythmus miteinander aufgetreten. Mit dabei ist dieses Mal der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens. Die Stiko hatte im September eine Empfehlung herausgegeben, nach der Impfungen gegen Corona und Grippe an einem Termin erfolgen können. Geraten wird zu einem Zeitpunkt ab Oktober.

Dienstag, 5. Oktober, 21.45 Uhr: Stadt Marktoberdorf will Weihnachtsmarkt durchziehen

Der Weihnachtsmarkt und der Martinimarkt sollen in Marktoberdorf unbedingt stattfinden. "Die Menschen sehnen sich nach Normalität!", sagt der Bürgermeister. Mehr dazu hier.

Dienstag, 5. Oktober, 19.45 Uhr: Schüler mit Klage gegen Nasenabstrich gescheitert

Das Verwaltungsgericht Würzburg hat den Eilantrag zweier Schüler abgelehnt, die ihre Corona-Selbsttests mit einer Speichelprobe statt mit einem Nasenabstrich machen wollten. Die 13-jährige Gymnasiastin und ihr 12-jähriger Bruder hatten erklärt, sie hätten häufig Nasenbluten und Angst vor den Tests mit einem in die Nasenhöhle eingeführten Fremdkörper. Die Verwaltungsrichter entschieden am Mittwoch, die Landesregierung schließe eine Wahlfreiheit der Schüler bei den Tests bewusst aus. Sie wolle einheitliche Tests im Klassenverband durch die Lehrkraft. Dass andere Bundesländer das anders regeln, mache die bayerische Regelung nicht rechtswidrig. Die beiden Kläger könnten die Tests in der Schule durch eine Impfung vermeiden.

Dienstag, 5. Oktober, 19 Uhr: Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Big Box, Colosseum-Center und TiK

Veranstalter können sich für 2G oder 3G-Plus entscheiden. Dann entfallen Maskenpflicht und Abstandsregeln. Das gilt in Kempten in Kino, Theater und Big Box.

Dienstag, 5. Oktober, 17.20 Uhr: Berlin: Keine Besucher-Obergrenze mehr für 2G-Veranstaltungen

Bei Großveranstaltungen in Berlin gelten ab Sonntag keine Obergrenzen mehr für Besucherzahlen, wenn alle Teilnehmer gegen Corona geimpft oder genesen sind (2G). Das beschloss der Berliner Senat am Dienstag. Galt zuvor eine Obergrenze von 25 000 Menschen, so könnte nach den neuen Regeln etwa das Olympiastadion wieder komplett gefüllt werden - und die Teilnehmer müssten keine Maske tragen.

Schon seit einiger Zeit gilt in Berlin, dass Betreiber etwa von Restaurants oder Veranstalter selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu ihren Innenräumen Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder nur noch Geimpften und Genesenen (2G). Im Falle von 2G entfällt die Maskenpflicht. Ergänzend dazu beschloss der Senat am Dienstag, dass bei einer 2G-Veranstaltung auch Personal mit unmittelbarem Kundenkontakt geimpft oder genesen sein muss.

Dienstag, 5. Oktober, 17.10 Uhr: FDP-Fraktionschef Hagen kritisiert neue Corona-Regeln in Bayern

Der Fraktionschef der FDP im bayerischen Landtag, Martin Hagen, hat die angekündigten neuen Corona-Regeln im Freistaat kritisiert. "Die neuen Regeln sollen den Druck auf Ungeimpfte weiter erhöhen", sagte Hagen am Dienstag dem Radiosender "Antenne Bayern" in Ismaning. "Wir sehen aber, dass der politische Druck zunehmend zu Trotzreaktionen führt und nicht zu höheren Quoten." Deshalb müssten die Einschränkungen jetzt für alle aufgehoben werden, sagte Hagen. "Jeder, der sich schützen möchte, kann das eigenverantwortlich durch eine Impfung tun."

Die bayerische Staatsregierung hatte am Montag Lockerungen für Veranstaltungen in Bayern angekündigt. Veranstalter können freiwillig die 2G- und 3G-plus-Regel anwenden, dafür entfallen die Maskenpflicht, Beschränkungen der Personenzahl, Abstandsgebote und das Alkoholverbot. Reingelassen werden dürfen dann aber nur vollständig Geimpfte und Genesene (2G) sowie diejenigen, die sich einem PCR-Test unterziehen und negativ getestet werden (3G plus).

Martin Hagen, Fraktionsvorsitzender der FDP im Bayerischen Landtag, kritisiert die neue 3G-plus-Regel.
Martin Hagen, Fraktionsvorsitzender der FDP im Bayerischen Landtag, kritisiert die neue 3G-plus-Regel.
Bild: Sven Hoppe, dpa (Archivbild)

Dienstag, 5. Oktober, 16.55 Uhr: Corona-Infizierter feiert in Diskothek im Bayerischen Wald

Ein Corona-Infizierter hat am Wochenende in einer Diskothek in Patersdorf (Landkreis Regen) gefeiert. Wie das Landratsamt Regen am Dienstag berichtete, hatte der Mann zuvor zwar einen PCR-Test gemacht. Als er aber am Samstagabend in das gut besuchte Lokal ging, habe das Ergebnis noch nicht vorgelegen. "Wir wissen noch nicht, ob es eine fehlerhafte Kontrolle war oder ob sich der Mann irgendwie reingemogelt hat", sagte der Behördensprecher. Beides werde ermittelt und sowohl der Mann als auch die Lokalbetreiber müssten mit erheblichen Strafen rechnen.

Nach Auskunft der Behörde war der Mann weder geimpft noch genesen und hätte deshalb nur mit einem negativen Test eingelassen werden dürfen. Der Betreiber hätte zudem entsprechend der für Clubs geltenden 3G-plus-Regel sicherstellen müssen, dass kein Gast ohne ausreichenden Nachweis eingelassen werde. Als das Testergebnis am Sonntag endlich vorlag, wurde bei dem Mann eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Das Landratsamt rief daraufhin alle Besucher auf, auf Krankheitszeichen zu achten und sich testen zu lassen, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.

Dienstag, 5. Oktober, 16.35 Uhr: Die Krankenhaus-Ampel im Allgäu steht auf grün

Eine Übersicht über die aktuelle Belegung der Intensivbetten und die Krankenhaus-Ampel finden Sie hier.

Dienstag, 5. Oktober, 15.55 Uhr: 79 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal geimpft

In Deutschland sind nun 79 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Vollständig geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag 75,3 Prozent der Erwachsenen. Unter den Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren haben inzwischen 42,2 Prozent mindestens eine erste Spritze bekommen, 35,2 Prozent sind vollständig geimpft. 817 313 Menschen in Deutschland haben mittlerweile eine Auffrischungsimpfung erhalten. Sie wird unter anderem älteren Menschen und Risikogruppen angeboten, bei denen die vollständige Impfung schon mindestens sechs Monate zurückliegt.

"Jede einzelne Impfung rettet Leben und schützt unser aller Gesundheit!", twitterte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Laut Bundesgesundheitsministerium sind 64,7 Prozent der Gesamtbevölkerung inzwischen vollständig gegen Corona geimpft. Die dafür nötigen Impfdosen erhielten bislang mehr als 53,8 Millionen Menschen. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben mittlerweile 68,2 Prozent aller Einwohner. Bei den meisten eingesetzten Impfstoffen sind zwei Dosen für einen vollständigen Schutz nötig.

Dienstag, 5. Oktober, 15.55 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu

Die aktuellen Werte des LGL finden Sie hier.

Dienstag, 5. Oktober, 15.45 Uhr: Hunderte Patienten in Donauwörth von mutmaßlich falschen Impfungen betroffen

Im Landkreis Donau-Ries soll ein Hausarzt seine Patienten bezüglich ihrer Corona-Impfung getäuscht haben. Mehrere hundert Menschen könnten betroffen sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 5. Oktober, 15.15 Uhr: Corona-Regeln in Bayern: Wo gilt 2G, 3G oder 3G+?

Herzstück der Corona-Regeln in Bayern ist die 3G-Regel. Doch mittlerweile gibt es auch 2G und 3G+ als verschärfte Formen. Wo in Bayern was gilt: Ein Überblick.

Dienstag, 5. Oktober, 13.39 Uhr: Rechtsextremisten nehmen Einfluss auf Anti-Corona-Proteste

Sachsen-Anhalts Verfassungsschützer beobachten eine verstärkte Einflussnahme von Rechtsextremisten bei Anti-Corona-Protesten. Mehrere rechtsextremistische Protagonisten und Organisationen hätten dazu aufgerufen, sich an Demonstrationen gegen staatliche Eindämmungsmaßnahmen zu beteiligen und so auch außerhalb der rechtsextremistischen Szene in der Öffentlichkeit Präsenz zu zeigen. Das geht aus dem am Dienstag in Magdeburg vorgelegten Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2020 hervor.

"Seit Beginn der Corona-Pandemie zeigt sich, dass Verfassungsfeinde die damit verbundenen Ängste und Sorgen der Menschen für eigene Zwecke missbrauchen, um die Spaltung der Gesellschaft gerade in unsicheren Zeiten voranzutreiben", sagte Innenministerin Tamara Zieschang (CDU). Insgesamt beziffert der Verfassungsschutz das extremistische Personenpotenzial in Sachsen Anhalt auf 2970.

Dienstag, 5. Oktober, 13 Uhr: Nach Rettung in Sachsen: Corona-Patient aus Italien bedankt sich bei Kretschmer

Eineinhalb Jahre nach seiner Behandlung in Leipzig hat sich der Corona-Intensivpatient Felice Perani bei einem emotionalen Treffen mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer für die Hilfe in Deutschland bedankt. "Sie haben mir das Leben gerettet", sagte er bei einem Empfang der deutschen Botschaft am Montagabend in Rom mit Tränen in den Augen an die Ärzte in Sachsen gerichtet. Er überreichte Kretschmer eine Nachbildung des Turiner Grabtuches. Der CDU-Politiker sagte bewegt, die Hilfe sei selbstverständlich gewesen.

Sachsen hatte Perani im Frühjahr 2020 als ersten Patienten aus Bergamo einfliegen lassen, weil die dortigen Krankenhäuser voll waren. Dramatische Bilder von Patienten in italienischen Kliniken und Militärfahrzeugen, die Särge aus der Stadt fuhren, waren in der ersten Corona-Welle um die Welt gegangen. Am Ende lag Perani 76 Tage auf der Intensivstation. "Ich bin in Leipzig behandelt worden wie ein Sohn oder ein Bruder", erinnerte sich der Lehrer, der noch heute an den Spätfolgen der Infektion wie Schilddrüsenproblemen und Diabetes leide. Sachsen aber verdanke er sein Leben. Insgesamt nahm Deutschland in jener Zeit 44 Patienten aus dem Ausland auf. "Ich sage immer, ihr habt nicht 44 Leute gerettet, sondern 88, weil durch eure Hilfe 44 Betten in Italien für andere Patienten frei geworden sind", sagte Perani.

"Wir sind sehr dankbar für diese gelebte europäische Solidarität!", schrieb Kretschmer bei Twitter. Er rief alle Bürger seines Bundeslandes auf, sich impfen zu lassen. Derzeit ist Sachsen bundesweit Schlusslicht bei der Impfquote. Von Felice Perani wurde er dann noch nach Bergamo eingeladen - Kretschmer nahm die Einladung prompt an.

Dienstag, 5. Oktober, 12.30 Uhr: Umfrage: Menschen machen sich weniger Sorgen wegen Corona

Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen machen sich die Menschen in Deutschland weniger Sorgen über die Auswirkungen des Coronavirus. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gaben lediglich 12 Prozent der Befragten an, über körperliche Auswirkungen beunruhigt oder sehr beunruhigt zu sein. 17 Prozent erklärten, beunruhigt über ihre psychische Gesundheit zu sein. 11 Prozent machen sich demzufolge Gedanken über ihre wirtschaftliche Situation.

Die Menschen gehen zum Herbstbeginn auch weniger auf Distanz zu ihren Mitmenschen, um sich vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Ende Juni, als die Infektionszahlen vergleichsweise niedrig waren, gaben noch 50 Prozent der Befragten an, weniger das Zuhause zu verlassen, um sich zu schützen. Nun sind es nur noch 30 Prozent. 64 Prozent äußerten Ende Juni, seltener Freunde und Familie zu treffen. Das sagten nun nur noch 44 Prozent.

Die Erhebung, die regelmäßig durchgeführt wird, zeigt zudem, dass die 2G-Regel (geimpft, genesen) in der Bevölkerung auf deutlich weniger Zustimmung trifft als die 3G-Regel (geimpft, genesen oder negativ getestet). 83 Prozent der Befragten sehen die 3G-Regel als eine angemessene Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus, die 2G-Regel wird im Vergleich nur von 56 Prozent befürwortet.

Dienstag, 5. Oktober, 11.50 Uhr: Ex-Präsident des Verfassungsgerichts mahnt rechtsstaatliche Aufarbeitung der Pandemie an

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, mahnt eine Aufarbeitung der Corona-Pandemie an. "Bei aller Hoffnung, dass die Zeit der wesentlichen Freiheitseinschränkungen zu Ende geht, ist diese Aufarbeitung dringend geboten: politisch und durch die Gerichte, die bislang ja fast nur vorläufige Eil-, aber keine endgültigen Entscheidungen über die Rechtmäßigkeit der Maßnahmen getroffen haben", sagte Papier der "Welt" (online, Print: Mittwoch).

Das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates und die Rationalität seiner Entscheidungen sei "im Laufe der Zeit erschüttert worden". "Es wurde nicht generell, aber doch teilweise ziemlich irrational, widersprüchlich, kopflos und im Übermaß reagiert." Wenn das Recht nur auf dem Papier stehe, sei das "Gift für einen freiheitlichen Rechtsstaat", sagte der 78-Jährige, der von 2002 bis 2010 an der Spitze des höchsten deutschen Gerichts stand.

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Papier forderte: "Schwerwiegende Freiheitsbeschränkungen aus bloßer Vorsorge sollte es künftig nicht mehr geben. Wir müssen uns rechtsstaatlich wappnen, das waren wir diesmal lange Zeit nicht." Die vielen Grundrechtsbeschränkungen in den schwierigsten Phasen der Pandemie hatten eine Klagewelle auch beim Bundesverfassungsgericht ausgelöst. Eine erste Grundsatzentscheidung zur sogenannten Corona-Notbremse des Bundes haben die Karlsruher Richterinnen und Richter für spätestens November in Aussicht gestellt.

Dienstag, 5. Oktober, 10.50 Uhr: Bericht: Katar und FIFA in Gesprächen über WM-Corona-Regeln

Der Fußball-Weltverband FIFA befindet sich einem Medienbericht zufolge in Gesprächen über eine Lockerung der angekündigten Corona-Impfpflicht im WM-Gastgeberland Katar. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, gehe es darum, auch Genesenen oder negativ auf das Coronavirus Getesteten die Reise zur Endrunde (21. November bis 18. Dezember 2022) zu ermöglichen. Premierminister Scheich Khalid bin Khalifa bin Abdulaziz Al Thani hatte im Juni angekündigt, dass nur geimpfte Zuschauer zugelassen werden sollen.

Die FIFA bestätigte die Gespräche auf Anfrage zunächst nicht. Der Weltverband teilte grundsätzlich mit, Katar werde zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligter alle erforderlichen Vorkehrungen treffen. Noch in diesem Jahr (30. November bis 18. Dezember) richtet Katar den Arab Cup mit 16 Nationen aus - der Umgang mit der Pandemie bei diesem Turnier könnte ein Hinweis auf die Regeln für die WM ein Jahr später sein.

Dienstag, 5. Oktober, 10.18 Uhr: So ist die aktuelle Lage in mehreren Krankenhäusern

In den Krankenhäusern des Klinikverbund Allgäu werden derzeit 16 Corona-Patienten behandelt. Diese teilen sich wie folgt auf:

  • Klinikum Kempten: 3 Covid-Fälle auf Normalstation (Vortag: 2), keiner auf Intensiv (0)

  • Klinik Immenstadt: 4 Covid-Fälle auf Normalstation (4), 2 auf Intensiv (2)

  • Klinikum Mindelheim: 7 Covid-Fälle auf Normalstation (7), keiner auf Intensiv (0)

  • In den Häusern in Sonthofen, Oberstdorf und Ottobeuren werden keine Corona-Patienten behandelt

Das Klinikum Memmingen gehört nicht zum Klinikverbund Allgäu. Dort wurden am Dienstag fünf Corona-Patienten gemeldet, am Montag waren es noch vier. Einer von ihnen liegt auf der Intensivstation, die anderen vier auf der Normalstation.

Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 wurden am Dienstag nicht gemeldet.

Dienstag, 5. Oktober, 9.35 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte im Allgäu

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die aktuellen Fallzahlen der Corona-Neuinfektionen am Dienstag erst später als üblich veröffentlicht. Nun sind die Werte auch zur Sieben-Tage-Inzidentz im Allgäu hier online.

Dienstag, 5. Oktober, 9.23 Uhr: RKI registriert 4799 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 63,6

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag leicht gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstag mit 63,6 an. Am Vortag hatte der Wert bei 64,7 gelegen, vor einer Woche bei 60,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4799 Corona-Neuinfektionen, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstagmorgen (Stand 08.15 Uhr) hervorgeht. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4171 Ansteckungen gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.260.187 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Montag mit 1,55 an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.883.

Dienstag, 5. Oktober, 8.48 Uhr: Unicef: So sehr beeinträchtigt Corona die Psyche junger Menschen

Corona hat Auswirkungen auf die Psyche junger Menschen, sagt das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Welche erschreckende Ergebnisse eine Umfrage in 21 Ländern zeigt, lesen Sie hier.

Dienstag, 5. Oktober, 8.25 Uhr: Behörde will Details zu mutmaßlich falschen Impfungen bekanntgeben

Im Landkreis Donau-Ries steht ein Hausarzt unter Verdacht, reihenweise Corona-Schutzimpfungen von Patienten nur vorgetäuscht zu haben. Nun will das Landratsamt am Dienstag um 14 Uhr weitere Details bekannt geben.

Dienstag, 5. Oktober, 7.29 Uhr: Wemdinger Arzt soll Patienten Placebo statt Corona-Impfstoff gespritzt haben

Neue Vorwürfe gegen den mutmaßlich betrügerischen Arzt: Er soll nicht nur falsche Impfnachweise ausgestellt, sondern Patienten eine Art Placebo gespritzt haben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 5. Oktober, 7.15 Uhr: Ärzte beobachten Nachholeffekte: Viel mehr Kinder als üblich mit Atemwegsinfekten

Erkältet waren im vergangenen Winter vergleichsweise wenige Kleinkinder. Nun holen Kinder und Jugendliche Infekte nach - es gibt Engpässe in Kinderkliniken. Warum sich die Situation derzeit zuspitzt, lesen Sie hier.

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Dienstag, 5. Oktober, 6.50 Uhr: Australischer Bundesstaat Victoria meldet nationalen Corona-Rekord

Die Corona-Zahlen im australischen Bundesstaat Victoria steigen trotz eines seit zwei Monaten andauernden Lockdowns weiter und haben einen neuen Höchstwert erreicht. Die Behörden in der Region mit der Metropole Melbourne meldeten am Dienstag 1763 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie, und mehr als jemals in einem anderen australischen Bundesstaat oder Territorium verzeichnet worden waren.

Derzeit lägen mehr als 500 Einwohner Victorias in Verbindung mit Covid-19 in Krankenhäusern, davon rund 100 auf der Intensivstation, sagte Regionalpremier Daniel Andrews. 66 Prozent der Patienten seien nicht geimpft, 28 Prozent hätten eine Impfdosis erhalten und sechs Prozent seien vollständig geimpft. "Die Zahlen sprechen eine klare Sprache", erklärte der Politiker. "Wenn Sie geimpft sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwer erkranken und im Krankenhaus landen, erheblich geringer."

Der Bundesstaat im Osten Australiens befindet sich bereits zum sechsten Mal im Lockdown. Erst am Montag hatte der australische Sender ABC berichtet, dass die Millionenstadt Melbourne eineinhalb Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie einen unrühmlichen Rekord aufgestellt habe: Die Regionalhauptstadt komme inzwischen auf zusammengezählt 246 Tage im Lockdown-Modus, hieß es. Damit habe sie dem bisherigen Rekordhalter Buenos Aires den Rang abgelaufen.

Dienstag, 5. Oktober, 6.05 Uhr: Die aktuellen RKI-Zahlen verzögern sich

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die aktuellen Fallzahlen der Corona-Neuinfektionen noch nicht veröffentlicht. Die Daten sind erst ab dem frühen Vormittag abrufbar. Sobald es sie gibt, finden Sie sie hier.

Dienstag, 5. Oktober, 6 Uhr: RKI-Befragung: Bei Krankenhauspersonal noch fünf Prozent Ungeimpfte

Fünf Prozent des Krankenhauspersonals in einer Online-Befragung des Robert Koch-Instituts (RKI) sind im Sommer noch nicht gegen Covid-19 geimpft gewesen. Mit 91 Prozent gab der überwiegende Großteil der Teilnehmenden an, bereits vollständig geimpft zu sein. Weitere vier Prozent waren im Studienzeitraum von Ende Juni bis Ende Juli noch unvollständig geimpft. Das geht aus dem aktuellen RKI-Ergebnisbericht hervor.

Die Fragen der Behörde beantworteten demnach knapp 17.000 Beschäftigte von 111 Kliniken auf freiwilliger Basis. Darunter waren Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, aber auch Menschen aus anderen Bereichen wie Laboren und Verwaltung. Den höchsten Anteil an Ungeimpften gab es in der Erhebung bei Pflegepersonal mit sechs Prozent, vor therapeutischen Berufen und medizinisch-technischem Personal mit je fünf Prozent. Dass sich jemand nicht impfen lässt, kam im ärztlichen Dienst mit zwei Prozent am seltensten vor.

Eine Mehrheit der 774 ungeimpften Teilnehmer gab laut Bericht an, sich auf keinen Fall impfen zu lassen (56 Prozent), ein knappes Viertel äußerte sich eher negativ. "Die Hauptgründe gegen eine Impfung waren die Furcht vor bleibenden Schäden, die Sorge, dass die neuen Impftechnologien nicht sicher sein könnten, der Wunsch, noch abwarten zu wollen und die Furcht vor starken Nebenwirkungen", schreiben die Autoren zu den Gründen. Rund ein Fünftel der Ungeimpften gab an, bereits mit Corona infiziert gewesen zu sein.

Als Beweggründe für eine Corona-Impfung nannten Geimpfte vor allem, dass sie ihre privaten und beruflichen Kontakte und sich selbst schützen wollen. Aber auch Aufforderungen durch den Arbeitgeber spielten eine Rolle.

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Alle Entwicklungen vom 27. September bis 4. Oktober lesen Sie in Teil 79 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 21. bis 26. September lesen Sie in Teil 78 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 17. bis 20. September lesen Sie in Teil 77 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 10. bis 16. September lesen Sie in Teil 76 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 4. bis 9. September lesen Sie in Teil 75 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 29. August bis 3. September lesen Sie in Teil 74 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 23. bis 29. August lesen Sie in Teil 73 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. bis 22. August lesen Sie in Teil 72 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 6. bis 12. August lesen Sie in Teil 71 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 31. Juli bis 6. August lesen Sie in Teil 70 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.