Corona-Newsblog, Teil 64

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt vom 17. bis 24. Juni im Überblick

Kaufbeuren startet mit einer Sonderimpfaktion gegen das Coronavirus

Kaufbeuren startet mit einer Sonderimpfaktion gegen das Coronavirus

Bild: Fernando Souza, dpa (Symbolbild)

Kaufbeuren startet mit einer Sonderimpfaktion gegen das Coronavirus

Bild: Fernando Souza, dpa (Symbolbild)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 17. bis 24. Juni.
03.07.2021 | Stand: 14:45 Uhr

Dies ist ein Archivartikel, den aktuellen Newsblog finden Sie hier.

Donnerstag, 24. Juni, 21.45 Uhr: Großbritannien gibt kein grünes Licht für Reisende aus Deutschland

Trotz niedriger Fallzahlen müssen Reisende aus Deutschland in Großbritannien weiterhin in Quarantäne gehen. Das geht aus der Aktualisierung der Corona-Reiseliste der britischen Regierung vom Donnerstag hervor. Die Bundesrepublik bleibt demnach im britischen Ampelsystem weiterhin auf der gelben Liste, für die eine zehntägige Quarantäne und zwei Coronatests vorgeschrieben sind.

Fußball-Fans aus Deutschland haben damit keine Chance mehr, das EM-Achtelfinalspiel zwischen der deutschen Nationalelf und den englischen Three Lions am kommenden Dienstag im Londoner Wembley-Stadion zu verfolgen. Es sei denn, sie halten sich bereits in Großbritannien auf.

Donnerstag, 24. Juni, 19.30 Uhr: Kaufbeuren startet eine Sonderimpfaktion

Bei den Impfterminen in Kaufbeuren geht's flott voran. Nun gibt es am Freitag und Samstag, 2. und 3. Juli, einen Sonder-Impftermin. Das müssen Sie wissen.

Donnerstag, 24. Juni, 18.10 Uhr: Merkel fordert einheitliche EU-Corona-Reiseregeln

Die EU freut sich über ein Abklingen der Pandemie. Doch wie stoppt man die Varianten? Für Wirbel sorgt außerdem Kanzlerin Merkel mit Macron. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 24. Juni, 16.20 Uhr: Aiwanger will Lockerungen für Märkte und kleine Volksfeste

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Corona-Newsblog, Teil 65

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt vom 25. Juni bis 2. Juli im Überblick

Bayerns Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger ist für ein Ende der Maskenpflicht auf Märkten und die Zulassung kleinerer Volksfeste. "Sofern die Inzidenz und die Hygienekonzepte es zulassen, bin ich für die Abschaffung der Maskenpflicht bei Märkten im Freien", sagte der Freie-Wähler-Chef am Donnerstag in München. Jetzt müsse alles getan werden, um Märkte attraktiver zu machen und bürokratische Hürden zu beseitigen. Bisher muss in Bayern überall eine Maske getragen werden, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

"Bayern ist eine Hochburg für Volksfeste. Sie sind Tradition und für die Brauchtumspflege wichtig", betonte Aiwanger. 18 Monate ohne Volksfeste seien eine viel zu lange Zeit. "Die Schausteller und Marktkaufleute brauchen endlich wieder Einnahmen. Daher sollen kleinere Volksfeste und die Kirchweih schnellstmöglich wieder stattfinden." Sie sollten wie Freizeitparks schon bald wieder ohne Ausnahmegenehmigung erlaubt sein.

Donnerstag, 24. Juni, 14.30 Uhr: Sommerurlaub 2021 in Europa: Was geht - und was geht nicht?

Wohin im Sommerurlaub 2021? Was ist mit Einreise, Quarantäne und Corona-Regeln in den Ländern? Ein Überblick, was im Sommer in Europa derzeit möglich ist. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 24. Juni, 11.45 Uhr: Wacker Chemie: Produktionspläne für Curevac-Impfstoff stehen

Das Unternehmen Wacker Chemie will an seinen Produktionsplänen für den Corona-Impfstoff von Curevac festhallten. Eine Produktionsstätte ist in den Niederlanden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 24. Juni, 11 Uhr: Virenexperte Mertens: Zuschauer beim EM-Finale sind keine gute Idee

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, betrachtet die Zuschauermassen bei den Spielen der Fußball-Europameisterschaft als großes Risiko für die Ausbreitung des Coronavirus. "Das halte ich aus epidemiologischer Sicht für nicht gut", sagte der Ulmer Virologe der "Schwäbischen Zeitung". Auch die Finalspiele der EM ausgerechnet in London seien vor allem wegen der gefährlichen Delta-Variante "keine gute Idee", sagte Mertens. Er rät, den Reiseverkehr nach London zum Spiel stark zurückzufahren und zu kontrollieren. Das gelte insbesondere auch bei einer Rückkehr nach Deutschland.

Ab dem EM-Halbfinale (6. und 7. Juli) sind im Wembley-Stadion 60.000 Zuschauer erlaubt. Bislang war die Zahl auf 40 000 begrenzt worden. In den Gruppenspielen waren nur rund 20.000 Fans zugelassen. Weil die Corona-Zahlen durch die Delta-Variante zuletzt in Großbritannien wieder stiegen, ist der Schritt umstritten.

Donnerstag, 24. Juni, 10.50 Uhr: Braun: Müssen bei hoher Impfquote über Lockdown nicht nachdenken

Mit einer möglichst hohen Corona-Impfquote lassen sich nach Einschätzung von Kanzleramtsminister Helge Braun trotz der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante erneute drastische Maßnahmen verhindern. Wenn sich zwei Drittel der Bürger, also rund 55 Millionen Menschen, impfen lassen, "muss man dann auch nicht über einen Lockdown oder so nachdenken", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Angesichts der Liefermengen von Impfstoffen könne man je nach Höhe der Impfbereitschaft "damit rechnen, dass jetzt bis Ende Juli/Anfang August wirklich jeder, der möchte, seine Erstimpfung bekommen hat". Die Nichtgeimpften - bei einem Drittel wären es immer noch 27 Millionen - müssten dann gerade im Herbst sich ganz regelmäßig testen lassen.

Die Schulen und Kindergärten seien "unser großes Sorgenkind", sagte Braun, weil es zumindest für jüngere Kinder unter zwölf Jahren noch kein Impfangebot gebe. Die könnten dadurch geschützt werden, dass alle Erwachsenen ringsherum um sie geimpft würden. Hinzu kämen weitere Maßnahmen wie etwa die Ausrüstung von Schulen mit Lüftungsanlagen.

Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben.
Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben.
Bild: Michael Kappeler, dpa

Donnerstag, 24. Juni, 10.10 Uhr: Studie: Mehr Vertrauen im Miteinander in der Pandemie

Das zwischenmenschliche Vertrauen in Deutschland ist einer Studie zufolge in der Corona-Krise gewachsen. "Bereits im Frühjahr 2020 war ein im Vergleich zu 2018 deutlich größerer Anteil der Bevölkerung der Meinung, dass die meisten Leute in unserer Gesellschaft vertrauenswürdig sind", erklärte Stefan Liebig vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Dieses Vertrauen sei bis zum Januar 2021 noch weiter gestiegen.

Zu diesem Zeitpunkt waren es demnach rund 81 Prozent der Westdeutschen und 76 Prozent der Ostdeutschen, die ihren Mitmenschen vertrauten. Mehr als 6500 Teilnehmende der Studie wurden im April und Juni 2020 sowie im Januar 2021 zusätzlich zu ihrer Lebenssituation in der Pandemie befragt.

Donnerstag, 24. Juni, 7.25 Uhr: Was über die Delta-Variante des Coronavirus bekannt ist

Im Oktober 2020 wurde erstmals in Indien die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus registriert. Sie bereitet derzeit vielen Experten und Politikern Sorge. Sie gilt als ansteckender als bisherige andere Varianten. Aber stimmt das überhaupt? Wie Impfstoffe helfen und ob schwere Verläufe häufiger sind, lesen Sie in unserem Frage-Antwort-Artikel.

Donnerstag, 24. Juni, 7 Uhr: Corona, Konflikte, Flüchtlinge: EU-Gipfel in Brüssel beginnt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die übrigen Staats- und Regierungschefs der EU treffen sich am Donnerstag (13 Uhr) zu einem zweitägigen Gipfel in Brüssel. Zentrales Thema ist erneut der Kampf gegen die Corona-Pandemie, die Öffnung Europas für Reisen und die wirtschaftliche Erholung. Daneben stehen eine Reihe heikler Streitpunkte auf der Tagesordnung, darunter das Verhältnis der EU zu Russland und zur Türkei sowie die festgefahrene Migrationspolitik der Staatengemeinschaft.

Donnerstag, 24. Juni, 6.35 Uhr: Fast alle Allgäuer Städte und Kreise unter Inzidenz 10

Die Inzidenzwerte in der Region sinken weiter: Alle Allgäuer Städte und Kreise liegen mittlerweile unter einer Inzidenz von 10 - außer der Landkreis Lindau mit einer Inzidenz von 15,9. Die niedrigste Inzidenz hat das Oberallgäu mit 3,2. Alle Werte hier im Überblick.

Donnerstag, 24. Juni, 6 Uhr: RKI registriert 1008 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 6,6

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir starten wie immer den Tag mit einem Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1008 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,6 an (Vortag: 7,2; Vorwoche: 11,6). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 93 neue Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.724.806 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mittwoch, 23. Juni, 22.30 Uhr: Corona-Regeln zu Maske und Abstand im EM-Stadion erneut gebrochen

Die Maskenpflicht und die Abstandsregeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind beim EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Ungarn am Mittwochabend in München erneut nicht konsequent eingehalten worden. Fernsehbilder zeigten zahlreiche Fans ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz. Auch drängten sich viele Fans vorrangig im ungarischen Gästeblock dicht an dicht. Mit den Abständen auf den unteren Rängen war es zudem spätestens dann passé, als ein Unwetter über München zog und die Zuschauer sich schutzsuchend an trockene Stellen zurückzogen.

Die Münchner Polizei verwies darauf, dass für die Durchsetzung der Corona-Regeln der Sicherheitsdienst im Stadion zuständig sei. Der Stadionsprecher habe wiederholt entsprechende Durchsagen gemacht.

Mittwoch, 23. Juni, 20.30 Uhr: Anteil von Delta-Variante auf 15 Prozent fast verdoppelt

Trotz weiter rückläufiger Sieben-Tage-Inzidenz wächst in Deutschland der Anteil der als besorgniserregend eingestuften Delta-Variante deutlich. Er verdoppelte sich in einer Stichprobe im Vergleich zur Vorwoche fast auf nun 15,1 Prozent, wie aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochabend hervorgeht. Die Angabe bezieht sich auf die Woche vom 7. bis 13. Juni. Die Werte für die Woche zuvor wurden wegen Nachmeldungen rückwirkend von etwa sechs auf acht Prozent korrigiert. In den Daten ist damit nun in der dritten Woche in Folge eine ungefähre Verdopplung des Delta-Anteils abzulesen: von 4 auf 8 auf 15 Prozent. Dieses Tempo hatten Fachleute befürchtet.

Mittwoch, 23. Juni, 19.10 Uhr: London: Impfungen haben bereits mehr als 14.000 Leben gerettet

Der britischen Regierung zufolge sind in der Corona-Pandemie bereits mehr als 14.000 Leben in dem Land mit Hilfe der Impfstoffe gerettet worden. Allein im größten Landesteil England seien damit zudem 44.500 Krankenhauseinweisungen verhindert worden, sagte der britische Impf-Staatssekretär Nadhim Zahawi am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

In Großbritannien haben nach Angaben der Regierung inzwischen mehr als 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine Impfdosis erhalten. 60 Prozent der Erwachsenen wurden bereits zwei Mal geimpft. Obwohl die Infektionszahlen in dem Land wegen der starken Ausbreitung der Delta-Variante inzwischen wieder deutlich steigen, bleibt die Zahl der Krankenhauseinweisungen und jene der Todesfälle bislang auf einem sehr niedrigen Niveau.

Angela Merkel (CDU) spricht bei der Regierungsbefragung während der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag.
Angela Merkel (CDU) spricht bei der Regierungsbefragung während der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag.
Bild: Christoph Soeder/dpa

Mittwoch, 23. Juni 16.53 Uhr: Merkel warnt vor Corona-Rückschlägen

Angesichts der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus in Teilen Europas hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor Rückschlägen gewarnt. "Wir dürfen jetzt das, was wir gemeinsam erreicht haben, nicht leichtfertig riskieren", sagte Merkel am Mittwoch bei ihrem letzten Auftritt bei der Regierungsbefragung im Bundestag. "Auch wenn die dritte Welle eindrucksvoll gebrochen ist - vorbei ist die Pandemie noch nicht", sagte Merkel. Und weiter: "Wir bewegen uns immer noch auf dünnem Eis." Das geringe Infektionsgeschehen sei ermutigend und lasse Öffnungen zu. Es gelte aber, dabei mit Augenmaß vorzugehen.

Mittwoch, 23. Juni, 16.05 Uhr: Schweiz lockert Corona-Maßnahmen: Wieder Einreise aus USA möglich

Die Schweiz lockert die Corona-Maßnahmen und öffnet zugleich ihre Grenzen weiter als bisher. So sei jetzt auch die Einreise von Bürgern aus Drittstaaten wie den USA oder Serbien wieder möglich, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit. Beschränkungen gelten nur noch für Gäste aus Gebieten mit besorgniserregenden Virusvarianten. Wer von dort kommt - zum Beispiel aus Großbritannien - und weder geimpft noch genesen ist, braucht einen negativen Corona-Test und muss in Quarantäne.

Mittwoch, 23. Juni, 15.50 Uhr: Siemens baut mit Biontech Impfstoffproduktion in Singapur

Siemens wird Partner von Biontech beim Aufbau einer Impfstoffproduktion in Singapur. Man wolle die Zusammenarbeit beim schnellen Auf- und Ausbau von Kapazitäten intensivieren, teilte Siemens am Mittwoch mit. Der Münchner Konzern war bereits am schnellen Umbau einer Produktion in Marburg beteiligt. "Jetzt wollen wir diesen Erfolg gemeinsam auf andere Fertigungsstätten übertragen – und so den Covid-19-Impfstoff möglichst schnell weltweit verfügbar machen", sagte Siemens-Vorstand Cedrik Neike.

Mittwoch, 23. Juni, 14.55 Uhr: Slowakei will 160.000 Dosen Sputnik V verkaufen oder verschenken

Wegen geringer Nachfrage aus der Bevölkerung will die Slowakei 160.000 Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V verkaufen oder verschenken. Der Impfstoff werde voraussichtlich an Länder des Westbalkans abgegeben, hieß es in einem entsprechenden Regierungsbeschluss am Mittwoch.

Der EU-Mitgliedstaat Slowakei setzt den Vektorimpfstoff trotz fehlender Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA ein. Der frühere Regierungschef und jetzige Finanzminister Igor Matovic hatte 200.000 Dosen des Präparats aus Russland gekauft, deren Haltbarkeit im Sommer ausläuft.

Mittwoch, 23. Juni, 14.20 Uhr: Urteil: Prostitutionsstätten in Bayern dürfen wieder öffnen

Die Prostitutionsstätten im Freistaat dürfen nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) wieder öffnen. Die aktuelle Infektionslage sowie die Räumlichkeiten von Prostitutionsstätten sprächen dafür, dass von den Betrieben derzeit keine erhöhte infektionsschutzrechtliche Gefährdungslage ausgehe, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Zuerst hatte die Bild-Zeitung (online) berichtet.

Die Richter gaben in ihrem Beschluss vom Dienstag einem Eilantrag eines Betreibers teilweise statt - und setzten die Regelung in der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorläufig außer Vollzug. Die bisherige Regelung beeinträchtige die Betreiber "außerordentlich schwer in ihrer Berufsfreiheit", begründete das Gericht seine Entscheidung. Bordelle, in denen mitunter eine Vielzahl von Personen gleichzeitig zusammentrifft, blieben jedoch geschlossen, hieß es.

Eine Prostituierte wartet auf ihrem Zimmer in einem Bordell auf Kundschaft.
Eine Prostituierte wartet auf ihrem Zimmer in einem Bordell auf Kundschaft.
Bild: Andreas Arnold, dpa (Symbolbild)

Mittwoch, 23. Juni, 13.40 Uhr: Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden gelockert

Die Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden ab 1. Juli gelockert. Unternehmen müssen zwar weiterhin zwei Tests pro Woche für Beschäftigte anbieten, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Allerdings ist dies laut neuer Corona-Arbeitsschutzverordnung nicht mehr erforderlich, wenn Arbeitgeber "durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten" sicherstellen oder nachweisen können, zum Beispiel wenn diese vollständig geimpft sind. Das Bundeskabinett hat die neue Verordnung am Mittwoch beschlossen. Sie soll bis 10. September gelten.

Arbeitgeber sind demnach aber weiterhin gehalten, "die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen (...) auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren". Zudem bleibt es dabei, dass betriebliche Hygienepläne erstellt und Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, etwa durch Trennwände und Abstandsregeln. Wo das nicht möglich ist, müssen medizinische Masken zur Verfügung gestellt werden.

Mittwoch, 23. Juni, 13.10 Uhr: EU-Kommissar: Rechnen mit guten Nachrichten für Reisen in die USA

Der stellvertretende EU-Kommissionspräsident Margaritis Schinas ist optimistisch, dass touristische Reisen in die USA bald vereinfacht werden. "Wir sind hoffnungsvoll, dass es bald gute Nachrichten von dieser Front geben wird", sagte er am Mittwoch in Brüssel. In Gesprächen habe man den transatlantischen Verbündeten Argumente geliefert. So sei Europa etwa der meistgeimpfte Kontinent weltweit und es gebe EU-weit gültige Zertifikate, die nachwiesen, dass Reisende keine Gefahr für andere darstellten. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Touristen aus den USA wieder einfacher nach Europa einreisen können sollen.

EU-Handelskommissar Thierry Breton beklagte, dass man derzeit nicht sehe, dass die USA Europa gleich behandelten. So arbeite er seit Monaten daran, dass in der EU genügend Impfstoff produziert werden könne, aber es gebe von US-Seite beispielsweise immer noch Exportbeschränkungen für Komponenten der Impfstoffe, die die Produktion in der EU bremsen. Man erwarte, dass so schnell wie möglich gleiche Bedingungen geschaffen werden.

Mittwoch, 23. Juni, 11.50 Uhr: Sonderimpfaktion in Bad Wörishofen

Das Impfzentrum in Bad Wörishofen startet am Freitag und Samstag, 2. und 3. Juli, eine Sonderimpfaktion. Wer berechtigt ist und welchen Impfstoff es gibt, lesen Sie hier.

Mittwoch, 23. Juni, 11 Uhr: Fast jeder Dritte in Deutschland vollständig geimpft

Fast jeder dritte Mensch in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor (Stand: 10.37 Uhr). Demnach wurden am Dienstag 1 003 690 Impfdosen verabreicht. Rund 43 Millionen Menschen (51,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung bekommen, 26,9 Millionen (32,4 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 58,5 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Zehn weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45,8 Prozent. Das Saarland zählt mit 39 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 30 Prozent am Ende der Rangliste.

Bilderstrecke

Corona-Impfung: Das unterscheidet die Impfstoffe

Mittwoch, 23. Juni, 10.55 Uhr: Die Zahl der Corona-Tests geht stark zurück

Immer weniger Bürger machen einen Corona-Test – negative Ergebnisse müssen schließlich kaum mehr vorgelegt werden. Wie sich die Zahlen entwickelt haben.

Mittwoch, 23. Juni, 10.40 Uhr: Neuseeland verhängt Corona-Maßnahmen in der Hauptstadt

Neuseelands Hauptstadt Wellington hat nach dem positiven Corona-Test eines Reisenden aus Australien Einschränkungen verhängt. Es handele sich nicht um einen Lockdown, sondern um Vorsichtsmaßnahmen, sagte der zuständige Minister Chris Hipkins am Mittwoch. Die Kontaktbeschränkungen sollten vom Abend an und zunächst bis Sonntag gelten. Demnach werden Zusammenkünfte bei Einhaltung strenger Abstandsregeln auf 100 Teilnehmer beschränkt. Schulen und Geschäfte bleiben geöffnet. Im Rest des Landes gelten bis auf eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Beschränkungen.

Die neuseeländischen Gesundheitsbehörden wurden am Dienstagabend darüber informiert, dass der Australier nach seiner Rückkehr aus Neuseeland positiv getestet worden war. Der Mann, der im Gesundheitswesen in der Metropole Sydney arbeitet, hatte zuvor drei Tage in dem Land verbracht. Das quarantänefreie Reisen zwischen Neuseeland und dem australischen Bundesstaat New South Wales wurde daraufhin zunächst bis Donnerstag ausgesetzt, wie es hieß.

Mittwoch, 23. Juni, 8.45 Uhr: Allgäu: Mediziner kümmern sich um Long-Covid-Patienten

Wer eine Corona-Infektion übersteht, hat häufig einen weiteren Kampf vor sich. Denn viele Patienten leiden am Post-Covid-Syndrom. Im Allgäu wird ihnen geholfen.

Mittwoch, 23. Juni, 8.35 Uhr: Ofterschwang und Imberg: Offizielle Corona-Teststation im kleinsten Dorf

Im Ofterschwanger „Alphorn“ oder in der Imberger Sonne erholen sich die Gäste nicht nur, sondern lassen sich auch testen. Das Angebot gilt nicht nur für Gäste. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 23. Juni, 7.45 Uhr: Montgomery: "Wer sich nicht impfen lässt, wird sich infizieren"

Im Kampf gegen das Coronavirus hat der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, gefordert, stärker auf "Impfskeptiker und Impfleugner" zuzugehen. "Wenn wir nicht auch einen Teil dieser Gruppe vom Sinn der Impfung überzeugen, werden wir die Herdenimmunität nicht erreichen", sagte Montgomery dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). Mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante erklärte er: "Wer sich nicht impfen lässt, wird sich früher oder später mit dem Coronavirus infizieren."

Zuvor hatten schon andere Experten gewarnt, dass die befürchtete Ausbreitung der Delta-Variante in Deutschland das Erreichen der Herdenimmunität weiter erschweren könnte. "Anhand der bisherigen, noch unsicheren Daten bräuchte man wohl rund 85 Prozent immune Menschen in der Bevölkerung, um die Ungeimpften indirekt mit zu schützen", sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Presse-Agentur.

Laut Robert Koch-Institut sind inzwischen 31,6 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 51,2 Prozent haben zumindest eine Impfung. Eine Durchimpfungsrate von 85 Prozent ist aus Sicht des Immunologen Watzl nur schwer erreichbar, solange es für Kinder unter 12 Jahren keinen zugelassenen Impfstoff und für Minderjährige keine allgemeine Impfempfehlung gibt.

Frank Montgomery warnt davor, sich nicht impfen zu lassen.
Frank Montgomery warnt davor, sich nicht impfen zu lassen.
Bild: Guido Kirchner, dpa (Archiv)

Mittwoch, 23. Juni, 7.25 Uhr: Memmingen bei Inzidenzwert von 4,5

Die Inzidenzwerte im Allgäu sinken immer weiter. Die Zahlen finden Sie im Detail hier.

Mittwoch, 23. Juni, 6.55 Uhr: Virologe Drosten drängt auf Corona-Impfung wegen Delta-Variante

Die in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus bereitet vielen Fachleuten Sorgen. Was der Virologe Christian Drosten jetzt für geboten hält.

Mittwoch, 23. Juni, 6.10 Uhr: Neue Regeln für den Landkreis Lindau

Sinkende Zahlen bedeuten Lockerungen - für den Landkreis Lindau gelten ab Mittwoch neue Regeln. Details erfahren Sie hier.

Mittwoch, 23. Juni, 6.05 Uhr: RKI registriert 1016 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 7,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1016 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.06 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1455 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 7,2 an (Vortag: 8,0; Vorwoche: 13,2).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 51 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 137 Tote.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.611.500 an. Den 7-Tage-R-Wert gab das RKI am Dienstagabend mit 0,68 (Vortag: 0,68) an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 68 weitere Menschen anstecken.

Dienstag, 22. Juni, 21.50 Uhr: Schweden will nun auch Jugendliche ab 16 Jahren impfen

In Schweden wird auch Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren eine Impfung gegen Covid-19 angeboten. Das hat die nationale Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten beschlossen, wie sie am Dienstag mitteilte. Grund dafür sei vor allem die Teenager selbst vor einer Erkrankung zu schützen, aber auch zu einer insgesamt geringeren Infektionsausbreitung in der Bevölkerung beizutragen. Mit den Impfungen der Jüngeren solle begonnen werden, wenn alle Erwachsenen damit durch sind. Das dürfte voraussichtlich im August der Fall sein. Zudem empfiehlt die Behörde, auch Kindern im Alter von über zwölf Jahren mit gewissen medizinischen Beschwerden eine Impfung anzubieten.

Bislang hatte die Altersgrenze für die Corona-Impfungen in Schweden bei 18 Jahren gelegen. Bis Dienstag sind in dem skandinavischen EU-Land rund sieben Millionen Impfdosen verabreicht worden, darunter 4,4 Millionen Erst- und 2,6 Zweitimpfungen. Damit haben 54 Prozent aller Erwachsenen ihre erste Corona-Impfung erhalten, knapp 32 Prozent sind fertig geimpft.

In Schweden wird auch Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren eine Impfung gegen Covid-19 angeboten.
In Schweden wird auch Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren eine Impfung gegen Covid-19 angeboten.
Bild: Damian Dovarganes, dpa (Symbolbild)

Dienstag, 22. Juni, 20.30 Uhr: Dramatische Corona-Lage: Moskau weitet Beschränkungen aus

Am Dienstag meldeten die Behörden 6555 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Zudem seien 86 Menschen mit dem Virus gestorben, so viele wie noch nie binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. "In Krankenhäusern sind mehr als 14.000 Schwerkranke", schrieb Sobjanin. Mehr als zwei Millionen Menschen hätten mindestens eine Injektion eines russischen Corona-Impfstoffes erhalten. Das sind 16 Prozent der Einwohner. Seit Monaten werben Politiker angesichts der verbreiteten Impfskepsis in Russland für eine Immunisierung.

Angesichts einer dramatischen Corona-Lage verschärft die russische Hauptstadt Moskau ihre Beschränkungen. Vom kommenden Montag an dürfen nur noch Menschen nach einer vollständigen Impfung, mit einem negativen PCR-Test oder nach überstandener Covid-Erkrankung Restaurants und Bars besuchen, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag in seinem Blog. Kontrolliert werden soll das demnach über einen QR-Code. Zuvor hatte Sobjanin dies als "Experiment" für einzelne gastronomische Einrichtungen angekündigt.

Dienstag, 22. Juni, 18.50 Uhr: Wien plant Impfparty für Jugendliche

Die Stadt Wien will junge Menschen mit Musik und Feierstimmung zur Corona-Impfung locken. In der österreichischen Hauptstadt sollen eine oder mehrere Impfparties veranstaltet werden, gab ein Sprecher am Dienstag bekannt. Außerdem bietet Wien Familien-Impftermine an, bei denen Kinder und Eltern gemeinsam einen Schutz gegen Covid-19 erhalten.

Am Dienstag konnten sich erstmals Wiener Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und siebzehn Jahren für Impfungen anmelden. Die Nachfrage war groß: 10.000 Dosen wurden innerhalb von zwei Stunden reserviert. Junge Erwachsene zwischen 18 und 30 können ab Mittwoch buchen. Die geplante Party oder Veranstaltungsreihe ist für Anfang Juli geplant. Details zu den Events waren jedoch noch offen.

Dienstag, 22. Juni, 17.40 Uhr: Biontech bereitet schnelle Reaktion auf neue Virus-Varianten vor

Biontech geht von einer Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs auch gegen die zuletzt aufgetretenen Virus-Varianten aus. "Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Anpassung unseres Impfstoffs an kursierende Varianten notwendig ist", sagte Vorstandschef Ugur Sahin am Dienstag auf der Online-Hauptversammlung des Unternehmens. Biontech arbeite an flexiblen Verfahren in den Bereichen Technologie, Produktion und Zulassung.

Um vorbereitet zu sein und schnell reagieren zu können, falls eine dritte Dosis zur Auffrischung bestehender Impfungen oder eine Anpassung an einen neuen Virusstamm erforderlich werden sollte, analysiere Biontech ständig die Wirksamkeit des Impfstoffs auch gegen neu auftretende Varianten, erklärte Sahin. Seit einigen Monaten verfolge das Unternehmen einen "Prototyp-Ansatz", der dies erleichtern solle.

Dienstag, 22. Juni, 16.45 Uhr: Kabinett erlaubt Stehplätze für 100 Zuschauer im Amateurfußball

Die bayerischen Fußball-Amateurvereine dürfen von Mittwoch an wieder Stehplätze für bis zu 100 Zuschauer öffnen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag und modifizierte damit seine ursprüngliche Regelung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Bisher konnten 500 Personen auf fest zugewiesenen Sitzplätzen die Partien der Freizeitkicker besuchen. Das hatte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) heftig kritisiert. Nach der Änderung des Rahmenkonzeptes Sport bleibt die Besucherobergrenze von 500 bestehen; 100 davon können aber nun auf Stehplätzen - wie bei Amateurclubs üblich - dabei sein.

Dienstag, 22. Juni, 16.05 Uhr: Berlin erlaubt im Freien wieder Veranstaltungen mit 2000 Menschen

Veranstaltungen im Freien dürfen in Berlin bald wieder deutlich größer werden. Ab dem 3. Juli sind dabei bis zu 2000 zeitgleich anwesende Menschen erlaubt. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen, wie Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) nach der Sitzung mitteilte. Die Grenze für drinnen liegt bei bis zu 500 Personen. Bisher waren es maximal 1000 draußen und 250 drinnen. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel ist ab 500 Personen der Nachweis eines negativen Corona-Tests Pflicht, wie Kollatz erläuterte.

Dienstag, 22. Juni, 14.45 Uhr: Freistaat fördert Post-Covid-Forschung mit fünf Millionen Euro

Mit fünf Millionen Euro stärkt Bayern die Versorgungsforschung zum sogenannten Post-Covid-Syndrom. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Gefördert werden sollen insbesondere innovative multidisziplinäre Versorgungskonzepte für Long-Covid-Patienten, also Menschen, die mit Spätfolgen einer Corona-Erkrankung zu kämpfen haben. Immer mehr Corona-Erkrankte leiden unter Spät- und Langzeitfolgen von Covid-19-Erkrankungen.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) betonte, dass Bayern sich bei der Forschung bewusst von den Programmen des Bundes abgrenze, "weil wir in Bayern da wirklich einen Schwerpunkt auf die unmittelbare Versorgung mit legen wollen". Mögliche Bereiche seien Rehabilitation, Kinder und Jugendliche. Die Forschungslage ist bislang noch unzureichend. Erfahrungen in Deutschland basieren überwiegend auf Einzelfallbeobachtungen. Aussagekräftige Studien zu Verläufen sowie zu Dauer, Frequenz und Inhalten einer Rehabilitation gibt es kaum.

Bei "Long Covid" leiden Betroffene sechs bis zehn Monate nach der Infektion noch an nennenswerten Symptomen.

Bei "Long Covid" leiden Betroffene sechs bis zehn Monate nach der Infektion noch an nennenswerten Symptomen.

Bild: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Dienstag, 22. Juni, 14.10 Uhr: Regierungssprecher: Merkel ist zweifach gegen Coronavirus geimpft

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auch ihre zweite Corona-Schutzimpfung erhalten. Merkel sei vor einigen Tagen geimpft worden, teilte ein Regierungssprecher am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Nachdem Merkel bei der ersten Impfung am 16. April den Impfstoff von Astrazeneca erhalten hatte, sei sie nun mit dem Vakzin von Moderna geimpft worden.

Dienstag, 22. Juni, 13.30 Uhr: Mit Abstand und Hygiene - Bayerns Schüler dürfen Abschlüsse feiern

Gute Nachrichten für Bayerns Abschlussklassen: Trotz der Corona-Krise wird es in diesem Jahr an den Schulen Abschlussfeiern und auch Zeugnisverleihungen geben. Es gebe auch bereits eine Reihe von Schulen, die dies vorbereiteten, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag in München.

Er betonte aber, dass auf den Feiern auf Infektionsschutzmaßnahmen geachtet werden müsse. Das bedeute etwa, dass es kein Catering mit Verpflegung geben könne und auch die Abstandsregeln eingehalten werden müssten. "Ein enges Zusammenstehen wollen wir nicht", sagte Piazolo. Aber Feiern mit Abstand und Sitzplätzen seien möglich.

Dienstag, 22. Juni, 12.55 Uhr: Delta-Variante greift auch in Bayern Raum

Die Zahl der bestätigten Corona-Ansteckungen mit der gefährlicheren Delta-Variante des Virus hat sich in Bayern im Verlauf einer Woche fast verdoppelt. Bisher seien bayernweit 229 Fälle der zunächst in Indien bekanntgewordenen Variante bestätigt worden, in der vergangenen Woche waren es noch 132, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. In einzelnen Laboren betrage der Anteil der Delta-Variante inzwischen fast ein Viertel, sagte Herrmann. Schon allein deswegen müsse das Prinzip der Vorsicht weiter gelten, sagte er. "Deshalb heute auch keine großen Lockerungsschritte."

Dienstag, 22. Juni, 12.25 Uhr: Maskenpflicht an Grundschulen wird entschärft

Schülerinnen und Schüler an Bayerns Grundschulen sollen im Unterricht keine Masken zum Schutz vor Corona mehr tragen müssen, sofern sie an ihrem Platz sitzen. Mehr zu dem Beschluss lesen Sie hier.

Dienstag, 22. Juni, 10.50 Uhr: Delta-Variante - sind die Kinder wieder die Verlierer der Pandemie?

Angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus auch hierzulande mahnt der Kinderschutzbund zu mehr Vorbeugung und besserem Schutz an den Schulen. Auch in dieser Phase der Pandemie werde dafür politisch wieder nicht genug unternommen - etwa durch bessere Digitalausstattung oder den rechtzeitigen Einbau von Lüftungen,"Ich fürchte, die Kinder werden erneut die Verlierer der Pandemie sein", sagt Verbandspräsident Heinz Hilgers. Alles dazu hier.

Dienstag, 22. Juni, 8.20 Uhr: Immunologe: Ausbreitung von Delta-Variante Gefahr für Herdenimmunität

Die Delta-Variante könnte dem Ziel der Herdenimmunität in Deutschland im Weg stehen. "Anhand der bisherigen, noch unsicheren Daten bräuchte man wohl rund 85 Prozent immune Menschen in der Bevölkerung, um die Ungeimpften indirekt mit zu schützen", sagt Immunologe Carsten Watzl.

Das Problem: Eine solche Quote ist kaum zu erreichen, solange es für Kinder unter 12 Jahren keinen zugelassenen Impfstoff und für alle unter 18 Jahren keine allgemeine Impfempfehlung gibt. Was das für die angestrebte Herdenimmunität bedeutet, erfahren Sie hier.

Dienstag, 22. Juni, 7.20 Uhr: Bayerisches Kabinett erörtert Corona-Lage

Das bayerische Kabinett wird sich bei seiner Sitzung am Dienstag (10 Uhr) in München erneut mit der Lage in der Corona-Pandemie befassen. Im Mittelpunkt dürfte die Bedrohung durch die zuerst in Indien bekanntgewordene Delta-Variante des Virus stehen.

Auch die Frage der Maskenpflicht bei EM-Spielen in der Münchner Allianz-Arena wird die Kabinettsmitglieder beschäftigen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), der gemeinsam mit Kultusminister Michael Piazolo (freie Wähler) und Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) im Anschluss vor die Medien treten wird, hatte bereits am Montag Kritik an den Stadionbesuchern und den Kontrollen in der Arena geübt.

Den Deutschen Fußball-Bund hatte er aufgefordert darzulegen, wie die Einhaltung der Regeln künftig durchgesetzt werden sollen. Holetschek hatte darauf verwiesen, dass die EM in Sachen Corona-Vorbeutung ein Modellprojekt sei, dessen Funktionieren auch Auswirkungen auf künftige Entscheidungen im Profi-Fußball haben könne.

Dienstag, 22. Juni, 6.45 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für die Region

Das RKI hat die neuen Inzidenzwerte für das Allgäu am Dienstagmorgen vermeldet. Mit Ausnahme der Stadt Kempten sind die Inzidenzen in der Region weiter gesunken. Hier geht's zu unserem Überblick.

Dienstag, 22. Juni, 6.35 Uhr: Eltern fordern Open-Air-Unterricht statt Maskenpflicht

In der Diskussion um eine Maskenpflicht in den Klassenzimmern schlägt der Bayerische Elternverband angesichts sommerlicher Hitze mehr Unterricht im Freien vor. Der Verband forderte am Montag das Kultusministerium in München dazu auf, die Verlagerung des Unterrichts nach draußen "energisch und unverzüglich" anzuschieben.

"Dies ist die einfachste Lösung, die Hygiene zu wahren, ohne Masken tragen zu müssen. Außerdem bekäme der Unterricht vollkommen neue und höchst erwünschte Qualitäten", heißt es in einem Offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Auch Piazolo hatte bereits erklärt, dass er die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schülern in Regionen mit geringer Corona-Inzidenz für verzichtbar halte.

Der Elternverband betonte nochmals, dass die Kinder bei den sommerlichen Temperaturen sehr unter den Masken leiden würden. "Unter solchen Bedingungen zu lernen, ist eine Qual", heißt es in dem Schreiben.

Die Staatsregierung müsse nun kreativ werden, fordern die Eltern. Dazu zähle auch, dass jedes Klassenzimmer eine Anlage bekommt, um die Luft zu reinigen. Dies darf nach Ansicht des Verbandes nicht länger den Kommunen überlassen bleiben. "Notfalls hat der Freistaat selbst die entsprechenden Geräte anzuschaffen und deren Einsatz anzuordnen."

Dienstag, 22. Juni, 6.15 Uhr: Italien will Maskenpflicht im Freien ab kommender Woche aufheben

In Italien soll ab kommendem Montag die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien entfallen. "Ab dem 28. Juni lassen wir die Pflicht, in der weißen Zone draußen Masken zu tragen, hinter uns", schrieb Gesundheitsminister Roberto Speranza am späten Montagabend auf Facebook. Dies geschehe jedoch stets unter Beachtung der Vorsichtsmaßnahmen, die der wissenschaftliche Rat aus Gesundheitsexperten festlege.

Aktuell zählen alle italienischen Regionen außer das kleine Aostatal im Nordwesten des Landes zur Weißen Zone mit den lockersten Corona-Regeln. Es wird damit gerechnet, dass ab kommendem Montag auch diese Region dazu gehört.

In Innenräumen oder öffentlichen Verkehrsmitteln müssen die Menschen damit weiter Masken tragen. Der Zeitung "La Repubblica" zufolge gilt in Restaurants auch die bisherige Regelung weiter, dass der Schutz nur abgenommen werden darf, wenn man an seinem Platz sitzt. Draußen wie drinnen bleiben die Abstandsregeln in Kraft.

Dienstag, 22. Juni, 6.05 Uhr: RKI registriert 455 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 8,0

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 652 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 8,0 an (Vortag: 8,6; Vorwoche: 15,5; Vormonat: 66,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 77 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 93 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.722.782 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.608.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.472 angegeben.

Am Montagabend gab das RKI den 7-Tage-R-Wert mit 0,68 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 68 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Montag, 21. Juni, 21 Uhr: Merkel: Fortschritte in Corona-Pandemie noch immer fragil

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Corona-Pandemie zu Vorsicht trotz stark gesunkener Infektionszahlen aufgerufen. Es gebe zwar eine sehr grundlegende Verbesserung der Situation, sagte sie am Montag in Berlin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi. "Aber wir wissen auch, wie fragil dieser Fortschritt noch ist."

Die Impfquote steige zwar, aber man nähere sich noch nicht einer Herdenimmunität. Und: "Wir sind anfällig für neue Varianten." In Großbritannien und Portugal könne man sehen, wie schnell die Inzidenzen wieder hochgehen könnten. "Deshalb verfolgen wir die Dinge sehr aufmerksam."

Draghi betonte, dass die deutsch-italienischen Beziehungen durch die Corona-Krise noch enger geworden seien. Er bedankte sich ausdrücklich für die Hilfe Deutschlands in der ersten Welle der Pandemie mit der Aufnahme italienischer Patienten in deutschen Krankenhäusern. Lesen Sie auch: Delta bedroht Präsenzunterricht - Homeschooling mit gemischten Folgen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (r, CDU) begrüßt Mario Draghi, Ministerpräsident von Italien, vor dem Bundeskanzleramt zu seinem Antrittsbesuch. Draghi ist seit Februar 2021 italienischer Ministerpräsident.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (r, CDU) begrüßt Mario Draghi, Ministerpräsident von Italien, vor dem Bundeskanzleramt zu seinem Antrittsbesuch. Draghi ist seit Februar 2021 italienischer Ministerpräsident.
Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa

Montag, 21. Juni, 19 Uhr: Indien impft 7,5 Millionen Menschen an einem Tag

Am Montag hat Indien mehr als 7,5 Millionen Menschen gegen Corona geimpft - mehr als je zuvor an einem Tag. Das zeigen Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums. In Indien leben insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Menschen, es ist das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung - nach China. Am Montag gab es zusätzliche Impfzentren, die Impfungen für alle Erwachsenen anboten.

Bislang lief die Impfkampagne in Indien allerdings deutlich langsamer als zunächst geplant. Weniger als fünf Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Ein Grund dafür ist Impfstoffknappheit - unter anderem da die Regierung zunächst nicht versucht hat, genügend Impfstoff für die große Bevölkerung zu kaufen. Inzwischen will die Regierung gegensteuern, etwa indem sie ein komplexes Impfstoffbeschaffungssystem vereinfacht hat.

Montag, 21. Juni, 17 Uhr: Johnson beharrt auf Ende von Corona-Einschränkungen Mitte Juli

Trotz steigender Fallzahlen gibt sich Boris Johnson zuversichtlich, dass die Corona-Maßnahmen in England Mitte Juli komplett aufgehoben werden können.

Montag, 21. Juni, 16.10 Uhr: Maskenpflicht bei EM in München ignoriert: Holetschek droht mit Folgen

Eine zu lasche Umsetzung der Maskendisziplin in der Münchner EM-Arena könnte nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek Auswirkungen auf die künftige Zulassung von Fans in der Bundesliga haben.

Montag, 21. Juni, 14.45 Uhr: Stadion München wäre laut Söder jederzeit bereit für weitere EM-Spiele

Die Stadt München steht im Falle einer Verlegung von EM-Spielen wegen der Corona-Lage in England nach Angaben von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder als alternativer Spielort bereit. "Wir würden uns jederzeit freuen, noch ein Spiel zu nehmen", sagte der CSU-Chef am Montag nach einer Sitzung der Präsidien und Vorstände von CDU und CSU in Berlin.

München sei bereit für alles und es wäre angesichts der Corona-Lage gut, wenn die UEFA einen "Plan B" in der Tasche hätte. In Großbritannien steigen wegen der sogenannten Delta-Variante des Virus die Infektionszahlen wieder deutlich an.

Söder betonte aber auch, zunächst müsse "als Plan A" geprüft werden, wie in London die Hygienevorschriften nun besser eingehalten werden könnten. Dies gelte gleichermaßen auch für die noch ausstehenden Spiele in München. Auch hier gelinge die Umsetzung der Maskenpflicht noch nicht bei allen Stadionbesuchern.

Weiter sagte Söder, er halte es für ein "sehr gutes Signal", wenn das Münchner Stadion tatsächlich für das Spiel am Mittwoch gegen Ungarn in den Regenbogenfarben erstrahlen solle, um damit ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen. Es wäre ein "Signal, dass für die Freiheit unserer Gesellschaft steht".

Montag, 21. Juni, 12.50 Uhr: Lockerungen für den Landkreis Lindau in Aussicht

Da der Inzidenzwert drei Tage in Folge unter 50 lag, gelten für den Landkreis Lindau ab Mittwoch neue Regeln. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 21. Juni, 12.40 Uhr: Tschechien öffnet Grenzen für Urlauber aus allen EU-Staaten

Tschechien hat seine Grenzen für Urlauber aus allen EU-Staaten geöffnet. Die Reisefreiheit gilt seit Montag auch für Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz, Liechtenstein und Norwegen. Das teilte das Innenministerium in Prag mit. Für Touristen aus Deutschland, Österreich und fünf weiteren EU-Staaten gab es bereits seit zwei Wochen eine Sonderregelung. Tschechien hatte wegen der Corona-Pandemie monatelang alle Einreisen von Ausländern ohne triftigen Grund untersagt. Die Tourismusbranche klagte über enorme Verluste.

Voraussetzung ist in der Regel, dass die Reisenden negativ getestet, geimpft oder genesen sind und im Vorfeld eine Online-Anmeldung ausgefüllt haben. Die Einzelheiten sind auf den Internetseiten des Innenministeriums zu finden. Im Grenzverkehr mit den Nachbarstaaten, zum Beispiel zum Einkaufen binnen 24 Stunden, gelten keine Auflagen. Die Corona-Lage in Tschechien hat sich sehr gebessert. Nach aktuellen Zahlen gab es neun Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.


Montag, 21. Juni, 11.35 Uhr: Merkel zu Corona: Richtiges Maß an Freiheit und Vorsicht finden

Kanzlerin Angela Merkel hat trotz der einstelligen Werte bei den Corona-Inzidenzen vor Übermut gewarnt. Man sei bei einer erfreulichen Inzidenz unter zehn, sagte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen bei einer gemeinsamen Klausur der Spitzen von CDU und CSU zum Wahlprogramm der Union in Berlin. Dies sei aber immer noch drei Mal so hoch wie vor zwölf Monaten. Man müsse "das richtige Maß an Freiheit und Vorsicht finden", wurde sie zitiert. Es dürfe nicht vergessen werden: "Maske tragen ist immer noch das Einfachste." Die Pandemie werde erst zu Ende sein, wenn die ganze Welt geimpft sei. "Wir müssen an den Rest der Welt auch denken", sagte Merkel demnach.

Trotz sinkender Corona-Zahlen in Deutschland gibt es verstärkt Sorgen wegen der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus.

Montag, 21. Juni, 11 Uhr: Keine Geisterspiele: Tausende japanische Fans bei Olympia erlaubt

Trotz der Corona wollen die Olympia-Organisatoren in Japan bis zu 10.000 einheimische Zuschauer bei allen Wettkämpfen der Sommerspiele in Tokio zulassen. Maximal darf aber nur die Hälfte der Plätze in den Arenen besetzt werden, wie die Gastgeber am Montag nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee entschieden. Der Beschluss steht unter Vorbehalt - wieso es trotzdem noch Spiele völlig ohne Fans geben kann, erfahren Sie hier.

Montag, 21. Juni, 10.30 Uhr: Leopoldina: Schulen langfristig offen halten

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, Deutschlands Schulen und Kindergärten in der Pandemie offen zu halten und so Präsenzunterricht für alle Schüler zu ermöglichen. Dies sei die effektivste Art des Lernens, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme. Die Öffnungen sollten aber von "geeigneten Schutzmaßnahmen" begleitet werden. Darüber hinaus sprachen sich die Wissenschaftler dafür aus, den digitalen Ausbau an den Bildungseinrichtungen zu beschleunigen.

Es gebe die klare Perspektive, dass der Schulbetrieb im neuen Schuljahr mit allen Aspekten wieder aufgenommen werden könne, hieß es zuletzt von der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Der Präsenzunterricht sei durch andere Varianten des Lernens nicht zu ersetzen. Die Ministerinnen und Minister hatten bei ihrer Videokonferenz bereits vergangene Woche vereinbart, dass alle Schulen nach den Sommerferien "dauerhaft im Regelbetrieb (...) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden" besucht werden sollen. Regelbetrieb bedeute, dass Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht werde, heißt es in einem Beschluss.

Montag, 21. Juni, 8 Uhr: Inzidenzwert in den Allgäuer Gebieten unter 50

Die Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Montag, 21. Juni, 6.50 Uhr: "Keine gute Idee" - Infektiologe sieht Fußball-EM mit Sorge

Der erste deutsche Sieg bei der Fußball-EM wird ordentlich gefeiert - bei Public Viewings und im Münchner Stadion. Ein Infektiologe sieht das mit Sorge.

Montag, 21. Juni, 6.40 Uhr: Umfrage: Mehrheit für Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht

Die Maskenpflicht in den bayerischen Schulen abschaffen - dafür spricht sich eine knappe Mehrheit der Bürger aus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 21. Juni, 6.10 Uhr: Erstmals seit August weniger als 500 Neuinfektionen

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor einer Woche hatte der Wert bei 549 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 8,6 an (Vortag: 8,8; Vorwoche: 16,6; Vormonat: 67,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden zehn neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls zehn Tote gewesen.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.605.200 an. Im RKI-Lagebericht von Sonntagabend wurde aus "technischen Gründen" kein bundesweiter Sieben-Tage-R-Wert ausgewiesen.

Samstag, 20. Juni, 21.08 Uhr: Katar will nur gegen Corona Geimpfte zur Fußball-WM 2022 zulassen

Katar will nur gegen das Coronavirus geimpfte Zuschauer zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zulassen. "Bis zur WM werden die meisten Länder der Welt ihre Bürger geimpft haben", wurde Premierminister Scheich Khalid bin Khalifa bin Abdulaziz Al Thani von staatlichen Medien am Sonntag zitiert. "Aufgrund der Möglichkeit, dass einige Länder nicht in der Lage sein werden, all ihre Bürger zu impfen, wird Katar den Fans, die keinen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus haben, den Zutritt zu den Stadien verweigern."

Sonntag, 20. Juni, 18.50 Uhr: Spahn über Lockerungen: Es geht darum, die richtig Balance zu finden

Nach Ansicht von Gesundheitsminister Jens Spahn geht es in der derzeitigen Pandemie-Phase auch mit Blick auf die Delta-Variante darum, die richtige Balance zu finden. "Wir können jetzt lockern", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD-. Die Stimmung dürfe aber nicht zu Übermut führen. "Also: Zuversicht für den Sommer, aber eben auch Vorsicht vor allem dann auch Richtung Herbst und Winter."

Mit Blick auf Kinder und Jugendliche sagte Spahn: "Unser Ziel sollte sein, so viel Normalität wie möglich nach den Ferien auch für die Schulen, aber eben auch so viel Sicherheit wie möglich." Eine Möglichkeit dabei seien Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren.

Sonntag, 20 Juni, 15 Uhr: Delta-Variante macht in Lissabon mehr als 60 Prozent aller Fälle aus

In der am Wochenende abgeriegelten portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind bereits mehr als 60 Prozent aller neu erfassten Corona-Infektionen auf die Delta-Variante des Virus zurückzuführen. Das sei das vorläufige Ergebnis der bisher im Juni durchgeführten Sequenzierungen positiver Corona-Proben, berichteten die Zeitung "Público" und andere Medien am Sonntag unter Berufung auf das Nationale Gesundheitsinstitut Insa.

Die Absperrung Lissabons für rund zweieinhalb Tage war wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante angeordnet worden. Seit Freitagnachmittag und bis Montagmorgen dürfen die gut 2,8 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Lissabon die "Area Metropolitana" nur aus triftigem Grund verlassen. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen einreisen. O

Sonntag, 20. Juni, 14.32 Uhr: Einreisebeschränkungen könnten auch ohne Pandemie-Notlage gelten

Bundesweite Einreisebeschränkungen etwa für Gebiete mit Corona-Mutationen sollen nach dem Willen der Regierungsfraktionen auch nach einem möglichen Ende der "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" vom Bund verfügt werden können. Über eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes soll der Bundestag noch in der kommenden Woche abstimmen, wie SPD- und Unionsfraktion am Sonntag bestätigten.

Sonntag, 20. Juni, 13.15 Uhr: Biergarten-EM-Partys könnten strengere Corona-Regeln nach sich ziehen

Haben es die Fußball-Fans am Samstag übertrieben? Das bayerische Gesundheitsministerium will nach Fußball-EM-Partys in Biergärten in München möglicherweise strengere Corona-Vorschriften prüfen. Was dahinter steckt, erfahren Sie hier.

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Deutschland siegt über Portugal: Das war in Kempten los

Sonntag, 20. Juni, 12.20 Uhr: "Alle holen nach" - Hohe Nachfrage nach Trauungen in Bayern

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen machen sich auch in den Standesämtern im Freistaat bemerkbar. In den vergangenen Wochen hätten die Menschen verstärkt Termine für Trauungen vereinbart, sagten die Sprecher vieler bayerischer Städte. "Alle holen nach", hieß es mit Blick auf abgesagte Termine im Herbst und Winter. Schließlich könnten die Brautpaare aufgrund der Lockerungen wieder mit mehr Freunden feiern.

Vor allem in Passau oder Augsburg stellten die Verantwortlichen zuletzt eine große Nachfrage fest. Aus Nürnberg heißt es: "Viele Paare wollen noch direkt im Juni, Juli heiraten."

In Bayreuth, München oder Regensburg sichern sich ebenfalls viele Paare einen Termin. "Die Samstagstermine bis September sind ausgebucht", sagte eine Sprecherin aus Regensburg. In München erreiche die Zahl der Eheanmeldungen wieder das Niveau vor der Corona-Krise im Jahr 2019.

Auch das Geschäft der Hochzeitsplaner profitiert. "Man spürt das Aufatmen vieler Paare, die jetzt endlich ihre aufgeschobenen Hochzeitsfeiern starten wollen", sagte Hochzeitsplanerin Nadja Kögel. Anfang Juni hatte die Staatsregierung Lockerungen für Hochzeitsfeiern beschlossen. "Seitdem steigen die Anfragen."

Sonntag, 20. Juni, 11.55 Uhr: Kein Landkreis in Bayern über 50er-Inzidenz

In Bayern liegt kein Landkreis mehr über der kritischen Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag für Schweinfurt eine Inzidenz von 41,2. Zuletzt war die Stadt als einzige unter den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaats noch über der 50er-Marke gewesen.

In Straubing gab es laut RKI in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Infektionen. Die Inzidenz lag dort bei 0,0. Bayernweit lag sie mit 10,5 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner weiter etwas über dem Bundesdurchschnitt von 8,8.

Sinkende Corona-Inzidenzen sind aus Sicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) allerdings kein Grund für weniger Vorsicht. "Leider dürfen wir uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen. Gerade die hochansteckende Delta-Variante zeigt uns, dass wir weiter wachsam bleiben müssen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München.

Sonntag, 20. Juni, 10.35 Uhr: Dehoga fordert nach Outdoor-Partys wieder offene Discos

Angesichts nächtlicher Outdoor-Partys in Bayern fordert der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erneut die Öffnung von Clubs und Diskotheken. "Die Erfahrungen zeigen doch: Die Menschen treffen sich zum Feiern", sagte der Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. "Die Frage ist doch nur, will ich das irgendwo in einem ungeschützten Raum ohne jegliche Auflage und Nachverfolgbarkeit oder biete ich sichere Bereiche."

Aus seiner Sicht würde die Öffnung von Clubs "sofort Entspannung schaffen und für mehr Sicherheit sorgen und zudem die Akzeptanz anderer Maßnahmen erhöhen".

Sonntag, 20. Juni, 9.20 Uhr: Polizei räumt Augsburger Maxstraße nach massiven Ausschreitungen

In Augsburg hat die Polizei in der Nacht die Maximilianstraße geräumt. Auf dem Party-Hotspot der Stadt war die Lage eskaliert. 15 Beamte wurden leicht verletzt. Zuvor war es zu nicht corona-konformen Menschenansammlungen gekommen: Nach Polizeiangaben hielten sich gegen Mitternacht rund 1.400 Menschen dort auf. Alles dazu hier.

Sonntag, 20. Juni, 7.35 Uhr: Allgäuer Inzidenzwerte leicht über Bundesdurchschnitt

Auch am Sonntag liegen die aktuellen Inzidenzwerte in unserer Region leicht über dem deutschlandweiten Wert von 8,8. Spitzenreiter ist noch immer der Landkreis Lindau, der allerdings nun seit vier Tagen in Folge stabil unter der 50er-Marke liegt. Ist das auch am Montag noch so, dürfte dort ab Mittwoch gelockert werden. Die Stadt Kempten hat aktuell den niedrigsten Wert in der Region zu verzeichnen - unser Überblick hier.

Sonntag, 20. Juni, 7.15 Uhr: RKI registriert 842 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 8,8

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 842 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.489 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 8,8 an (Vortag: 9,3; Vorwoche: 17,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 16 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 18 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.721.981 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.603.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.385 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Angaben von Samstagabend bei 0,69 (Vortag: 0,70). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 69 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Samstag, 19. Juni, 21.47 Uhr: Gesundheitsminister kritisiert Masken-Ignoranz im Münchner Stadion

Erneut haben Tausende Fans im Münchner Stadion die Maskenpflicht auf den Rängen ignoriert und sind dafür vom bayerischen Gesundheitsminister scharf kritisiert worden. "Ich finde es fahrlässig, dass sich schon wieder viele Fans im Fußballstadion nicht an die Spielregeln gehalten haben", sagte CSU-Politiker Klaus Holetschek am Samstagabend. "Der DFB ist nun endgültig aufgefordert, plausibel darzulegen, wie er beim nächsten Spiel am Mittwoch die Masken-Regeln um- und durchzusetzen will." Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist Ausrichter der vier EM-Spiele in der bayerischen Landeshauptstadt.

Samstag, 19. Juni, 18.34 Uhr: Boots-Demo fordert mehr Freiheiten für Partys und Clubs

Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene wollen am Sonntag mit Booten und Musik auf dem Wasser für weitere Freiheiten in der Corona-Pandemie protestieren. Die Veranstalter kritisieren, dass Sport im Freien in Gruppen und ohne Abstand möglich sei, Tanzen werde aber auch künftig strenger reglementiert. Seit Freitag kann in den Berliner Clubs draußen wieder getanzt werden. Die Besucher müssen negative Tests vorweisen und zum Teil Masken tragen.

Samstag, 19. Juni, 17.15 Uhr: Virologe Streeck erfreut über Lauterbach-Lob

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich erfreut darüber geäußert, dass ihm der SPD-Politiker Karl Lauterbach in einem strittigen Punkt in der Corona-Diskussion recht gegeben hat. "Ich sehe Herrn Lauterbachs Aussage mit Hochachtung und Respekt", sagte Streeck am Samstag. "Wir wollen in der Pandemie alle das gleiche erreichen, aber haben in Teilaspekten unterschiedliche Einschätzungen. Um so mehr zeigt dies, dass es in einer Pandemie wichtig ist, verschiedene Stimmen, Sichtweisen und Disziplinen in einer Debatte zusammenzuführen."

Lauterbach hatte Streeck mit Blick auf den Einfluss der Sommermonate auf das Coronavirus recht gegeben. "Für den Einfluss der Saisonalität auf das Infektionsgeschehen räume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht", so Lauterbach.

Samstag, 19. Juni, 15.55 Uhr: Weniger als 1000 Corona-Patienten auf Intensivstationen

Erstmals seit acht Monaten ist die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstation unter 1000 gefallen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldete am Samstag 960 Erwachsene in Behandlung. Ähnlich niedrig war die Zahl zuletzt in der zweiten Oktoberhälfte. Am Höhepunkt der dritten Welle Ende April waren es laut DIVI mehr als 5000 Patienten. Die Zahl aller Corona-Intensivpatienten, also einschließlich Kinder, gab die DIVI in ihrem Tagesbericht am Samstag mit 964 an.

Samstag, 19. Juni, 15.10 Uhr: Söder warnt vor Delta-Variante - in vier Wochen dominierend

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. Diese werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder am Samstag auf der Landesversammlung der JU in Unterhaching. Sie sei acht Mal ansteckender als die Ausgangsvariante. "Wer zu früh aufsteht in einem Krankheitsfall, der riskiert einen schweren Rückschlag", sagte Söder. Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird. "Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird", sagte Söder und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie. Wichtig sei es jetzt, das Impftempo - vor allem bei den Zweitimpfungen - zu erhöhen."Es kommt jetzt auf jeden Tag an."

Samstag, 19. Juni, 13.05 Uhr: Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Samstag hervor (Stand: 9.45 Uhr). Demnach wurden am Freitag 904.231 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 42 Millionen Menschen (50,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 25,3 Millionen (30,4 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 57,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Neun weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45 Prozent. Das Saarland zählt mit 36,5 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Hessen ist hier mit 28,2 Prozent am Ende der Rangliste.

Samstag, 19. Juni, 12.20 Uhr: Spahn: Corona-Maßnahmen in Schulen noch längere Zeit

Corona-Maßnahmen in Schulen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden. "Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können", sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein. "Da setzen sich Millionen Menschen in Bewegung, die sich sonst nicht in Bewegungen setzen würden und begegnen sich", betonte Spahn. Das könne dann zu einer "Drehscheibe in die Haushalte hinein" werden. "Wir sollten dieses Mal die Sommerzeit besser nutzen".

Samstag, 19. Juni, 11.30 Uhr: Wie Corona Kempten und seine Bewohner verändert hat

Noch ist die Corona-Pandemie nicht überwunden. Doch viele Menschen atmen momentan auf. Unsere Reporterinnen haben einen Streifzug durch Kempten unternommen und wollten herausfinden, wie das Virus die Stadt, ihre Geschäftswelt und Bewohner nachhaltig verändert hat.

Samstag, 19. Juni, 9 Uhr: Polizei räumt Party von 4.000 Menschen im Hamburger Stadtpark

Rund 4.000 Menschen haben in der Nacht zu Samstag im Hamburger Stadtpark gefeiert - dabei wurde gegen die Corona-Regeln verstoßen. Mehrfach versuchte die Polizei, große Gruppen von Menschen aufzulösen, wie ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen sagte. Da dies jedoch nicht gelang, entschied sich die Polizei, das Gelände zu räumen. Dabei kam es vereinzelt zu Flaschenwürfen auf die Polizisten.

Zwei von ihnen wurden leicht verletzt und kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Sie wurden kurze Zeit später wieder entlassen. Es sei unklar, ob auch Besucher verletzt worden seien. "Ab 1.15 Uhr waren dann nur noch wenige Personen vor Ort, es wurde ruhiger", sagte der Polizeisprecher. Festnahmen habe es keine gegeben.

Samstag, 19. Juni, 8.25 Uhr: Allgäuer Inzidenzwerte im Überblick

Die 7-Tage-Inzidenzwerte im Allgäu liegen am Samstag leicht über dem deutschlandweiten Durchschnitt. Bundesweit sank die Inzidenz erstmals seit September 2020 wieder unter den Wert von 10, die Allgäuer Landkreise und Städte liegen allesamt leicht darüber, wie unser Überblick zeigt.

Samstag, 19. Juni, 7.15 Uhr: Wegen Corona: SPD-Gesundheitsexperte gegen EM-Spiele in London

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen London als Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft kritisiert. Es sei unvertretbar, dass in England Fußballspiele mit Zuschauern stattfänden, sagte der Politiker der Mediengruppe "RTL/ntv". "Die Delta-Variante ist einfach zu gefährlich. Das ist eine Gefährdung der Bürger Englands und der Bürger Europas. Man müsste die Spiele in ein anderes europäisches Land verschieben", sagte Lauterbach.

Allerdings sprach er sich dagegen aus, München als möglichen Ersatzort ins Spiel zu bringen. "Es wäre unglücklich, wenn man einen Vorschlag macht, der das eigene Stadion und die eigenen Fans bevorzugt. Wir wären nicht glaubwürdig, wenn wir England vorschlagen, dass die Spiele stattdessen bei uns stattfinden sollen", erklärte der Politiker.

In Großbritannien breitet sich derzeit die in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus rapide aus und treibt trotz hoher Impfquote die Zahl der Neuinfektionen deutlich in die Höhe. Im Londoner Wembley-Stadion sind in der kommenden Woche zwei Achtelfinals (26. und 29. Juni) angesetzt, ehe dort am 6. und 7. Juli beide Halbfinalspiele und am 11. Juli das Endspiel steigen sollen.

Samstag, 19. Juni, 7.05 Uhr: RKI registriert 1.108 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 9,3

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.108 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstag hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.911 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 99 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 129 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.369 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 9,3 an und fällt damit erstmals seit dem 13. September 2020 wieder in den einstelligen Bereich (Vortag: 10,3; Vorwoche: 18,3). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.721.139 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.601.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,70 (Vortag: 0,72). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 70 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Freitag, 18. Juni, 22 Uhr: Stadtverwaltung Füssen impft Mitarbeiter gegen Corona: Gesundheitsminister Holetschek war dabei

Die Stadtverwaltung Füssen organisiert als eine der ersten Kommunen in Bayern Betriebsimpfungen. Bayerns Gsundheitsminister Klaus Holetschek war vor Ort dabei. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 18. Juni, 18.45 Uhr: Datenleck bei Corona-Testzentren: Name, Wohnort, Handynummer im Internet

Bei einer Datenpanne in Corona-Testzentren in Erlangen und Forchheim gelangten Daten wie Wohnort und Telefonkontakt ins Internet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 18. Juni, 18.20 Uhr: Der zweite Corona-Sommer - zwischen Lockerung und Vorsicht

Die Corona-Situation entspannt sich weiter, auch für den Urlaub. Zwar haben die Impfungen eine markante Schwelle erreicht, aber es drohen neue Risiken. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Freitag, 18. Juni, 17.20 Uhr: Lissabon wegen Delta-Variante abgeriegelt

Wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus ist Lissabon für zweieinhalb Tage abgeriegelt. Vom Freitagnachmittag (16 Uhr MESZ) und bis zum Montagmorgen (6.00 Uhr) dürfen die gut 2,8 Millionen Bewohner der Hauptstadt Portugals den Großraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen einreisen.

Touristen, die in Lissabon landen, um in einem anderen Landesteil Urlaub zu machen, oder auch Besucher, die nach Hause zurückfliegen, sind nicht betroffen. Man darf aber am Wochenende Lissabon als Tourist nicht besuchen, wenn man irgendwoanders untergebracht ist. Ministerpräsident António Costa wies Kritik zurück, die Maßnahme sei angesichts einer noch relativ entspannten Lage übertrieben. Die Abriegelung sei angemessen, sagte er bei einem Besuch in Brügge. "Wenn man keine Maßnahmen ergreift, nimmt die Pandemie wieder zu."

Freitag, 18. Juni, 15.40 Uhr: Spahn: Anlass zur Zuversicht für Sommer - aber mit Vorsicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz der entspannteren Corona-Lage für weiter nötige Vorsicht auch in der anstehenden Hauptreisezeit geworben. "Das kann ein guter Sommer werden", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Es gebe Anlass zur Zuversicht, aber vor allem wenn alle dabei vorsichtig blieben. Spahn verwies auf die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus, die sich auch in Deutschland ausbreite. Dies geschehe auf niedrigem Niveau, aber eben schnell. In Großbritannien zeige sich, dass bei einer starken Ausbreitung auch vorgesehene Öffnungsschritte wieder in Frage gestellt werden könnten. Dies gelte es zu vermeiden.

Masken könnten nun bei gutem Wetter vor allem draußen wegbleiben, sagte der Minister. In Innenräumen und etwa auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sei das Masketragen aber weiterhin wichtig, um sich und andere zu schützen. Spahn rief Urlauber dazu auf, das inzwischen flächendeckend verfügbare Netz von Schnellteststellen zu nutzen, um Infektionsketten bei Reiserückkehrern zu durchbrechen.

Freitag, 18. Juni, 14.50 Uhr: Der Urlaub kann kommen: Bundesregierung streicht diese Reiseziele von der Risikoliste

Die Bundesregierung streicht gleich mehrere beliebte Urlaubsgebiete von der Liste der Corona-Risikogebiete. Diese Länder und Regionen fallen darunter. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 18. Juni, 12.30 Uhr: Merkel mahnt zur Vorsicht bei Corona-Lockerungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise ausgesprochen. "Wir wollen nicht diese dauernden "Rein und Raus in die Kartoffeln"", sagte Merkel bei der Nationalen Luftfahrtkonferenz im brandenburgischen Schönefeld. Sie verwies auf Großbritannien, wo angekündigte Lockerungen verschoben wurden, weil sich dort die sogenannte Delta-Variante des Virus ausbreitet. "Wir müssen einfach Schritt für Schritt und vorsichtig vorgehen", sagte Merkel in einem öffentlichen Video-Gespräch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Freitag, 18. Juni, 12.15 Uhr: Landkreis Lindau erhält mehr Impfstoff

Bayernweit erhalten Landkreise mit niedriger Impfquote ein Sonderkontingent an Impfstoff. Dazu gehört auch der Landkreis Lindau. Darüber hinaus fällt die reguläre Zuteilung an Impfstoff in der nächsten Woche höher aus und es stehen weniger Zweitimpfungen an, heißt es vonseiten des Landratsamts. „Nachdem in der letzten Zeit fast nur Zweitimpfungen in den Impfzentren erfolgen konnten, können wir in der nächsten Woche im Landkreis Lindau einen Impfturbo bei den Erstimpfungen zünden“, sagt Landrat Elmar Stegmann. „Wenn alle Lieferungen so kommen wie angekündigt, dann erhalten kommende Woche in unseren beiden Impfzentren etwa 4.000 Menschen eine erste Impfung.“

Freitag, 18. Juni, 12 Uhr: Delta-Variante: So erkennen Sie die Symptome

Niedrige Inzidenz, Lockerungen und gutes Wetter - doch die Delta-Variante bereitet Sorgen. Weil sie ansteckender ist. Und die Symptome anders ausfallen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 18. Juni, 10.45 Uhr: Delta-Variante kommt: RKI warnt vor Verspielen von Erfolgen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung gewarnt. Durch die ansteckendere Delta-Variante, die bisher auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland kursiere, könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Es sei nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er.

Vor allem durch Impfen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten aber erhalten bleiben. Bei mangelnder Vorsicht könne das Virus jedoch vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. "Das dürfen wir einfach nicht riskieren", sagte Wieler.

Freitag, 18. Juni, 10.05 Uhr: Spahn: Jeder zweite Bundesbürger mit erster Corona-Impfung

Bei den Corona-Impfungen hat nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn inzwischen jeder zweite Bundesbürger mindestens eine Spritze bekommen. Stand heute erhielten 41,5 Millionen Menschen oder 50,1 Prozent der Gesamtbevölkerung eine erste Dosis, wie der CDU-Politiker am Freitag in Berlin mitteilte. Vollständig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 29,6 Prozent der Bevölkerung.

Freitag, 18. Juni, 8.20 Uhr: Lauterbach räumt ein: "Hendrik Streeck hatte voll recht"

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Blick auf den Einfluss der Sommermonate auf das Coronavirus dem Virologen Hendrick Streeck recht gegeben. "Für den Einfluss der Saisonalität auf das Infektionsgeschehen räume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht", sagte er der "Bild".

Streeck hatte dem Portal web.de im Januar gesagt: "Wie wir das im vergangenen Frühjahr gesehen haben - gehen im März, spätestens April die Infektionszahlen nach unten. Das ist das typische Verhalten von Coronaviren, die sich über die Sommermonate hinweg nur noch auf einem niedrigen Level verbreiten." Er gehe davon aus, dass es nur noch wenige Fälle geben werde.

Lauterbach und der Bonner Virologe hatten im Verlauf der Pandemie mehrfach deutliche Differenzen. Streeck hatte oft für eine etwas weniger strenge Linie bei den Corona-Maßnahmen plädiert.

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Freitag, 18. Juni, 7.45 Uhr: Regionalflughäfen sehen im Sommer "Licht am Ende des Tunnels" - auch Allgäu Airport betroffen

Die Corona-Pandemie hat die Regionalflughäfen im Süden hart getroffen. Dank der Impfungen hofft man nun auch am Flughafen Memmingen auf einen starken Sommer.

Freitag, 18. Juni, 6.10 Uhr: RKI registriert 1076 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 10,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1076 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.52 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 91 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 102 Tote gewesen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 11,6; Vorwoche: 18,6). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.598.100 an. (Die Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.)

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 72 weitere Menschen anstecken.

Donnerstag 17. Juni, 21.15 Uhr: Geimpfte Nicht-EU-Bürger dürfen demnächst nach Deutschland einreisen

Für Menschen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union soll die Einreise nach Deutschland ab dem 25. Juni grundsätzlich wieder möglich sein, wenn sie vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Das soll unabhängig davon sein, ob sie als Geschäftsreisende, Touristen, Studenten oder für einen Besuch kommen wollen.

Seit der letzten Einzelimpfung müssen 14 Tage vergangen sein, wie das Bundesinnenministerium am Donnerstagabend mitteilte. Aktuell dürfen Bürger aus sogenannten Drittstaaten nur in eng umrissenen Ausnahmefällen einreisen. Ausgenommen von der Lockerung sind weiterhin Einreisen aus Virusvariantengebieten.

Um Fälschung und Betrug zu vermeiden, legt die neue Regelung genau fest, wie der Impfnachweis aussehen muss. Neben der Bundespolizei sollen auch Fluggesellschaften diesen Nachweis prüfen. Außerdem werden nicht alle weltweit verfügbaren Impfstoffe anerkannt. Ausschlaggebend sind jene Substanzen, die das Paul-Ehrlich-Institut auf seiner Internetseite aufzählt, derzeit die Produkte von Biontech, Moderna, Astrazeneca und Janssen. Wie Sie im Allgäu einfach an den digitalen Impfpass kommen, erklären wir an dieser Stelle.

Donnerstag, 17. Juni, 21 Uhr: Lissabon wegen Ausbreitung der Delta-Variante abgeriegelt

Lissabon wird wegen einer besorgniserregenden Zunahme der Corona-Infektionsfälle für rund zweieinhalb Tage abgeriegelt. Von Freitagnachmittag bis Montagmorgen dürfen die 2,8 Millionen Bewohner der portugiesischen Hauptstadt den Großraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Auswärtige werden nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen.

Mit 928 neuen Infektionen binnen 24 Stunden verzeichnete Lissabon am Donnerstag den höchsten Wert seit dem 19. Februar. Das waren rund 75 Prozent aller in Portugal registrierten Fälle (1233). In der "Area Metropolitana" Lissabons wohnen aber lediglich rund 27 Prozent aller 10,3 Millionen Bürger Portugals.

Auch im Ostallgäu gibt es Corona-Verdachtsfälle auf die Delta-Variante.

Donnerstag, 17. Juni, 20.30 Uhr: Curevac-Impfstoff nicht sehr wirksam - Bund sieht keine Auswirkungen

Die Hoffnung auf den Corona-Impfstoff des Tübinger Unternehmens Curevac wurde enttäuscht. Was bedeutet das für das Impftempo in Deutschland?

Donnerstag, 17. Juni, 19 Uhr: Allgäuer nehmen in der Pandemie 500 Tonnen zu: Was gegen die Corona-Kilos hilft

Die Zahl ist beeindruckend: Grob geschätzt 500 Tonnen haben die erwachsenen Allgäuer während der Corona-Pandemie insgesamt zugenommen. Das ist mehr Gewicht als eine voll besetzte und betankte, startklare Boing 747.

Nach einer Studie der Technischen Universität München haben 40 Prozent aller Erwachsenen während der Pandemie Pfunde zugelegt. Im Schnitt waren es bei jedem Betroffenen 5,6 Kilogramm. Um dieses Gewicht wieder loszuwerden, müssten im Durchschnitt knapp 40 000 Kalorien verbraucht werden. Und noch eine Zahl: Etwa 50 Stunden müsste man joggen, um diese Kalorien wieder zu verbrauchen. Was jetzt gegen die Kilos hilft.

Donnerstag, 17. Juni, 17 Uhr: Impfaktion ohne Termin: Memmingen will 1.800 Menschen in nur zwei Tagen impfen

Das Impfzentrum Memmingen startet am Freitag, 25. Juni, eine große Sonder-Impfaktion. Wer sich dabei impfen lassen will, muss mehrere Voraussetzungen erfüllen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 17. Juni, 15.35 Uhr: Baden-Württemberg lockert Maskenpflicht für Schüler

Schülerinnen und Schüler können bereits ab Montag in Baden-Württemberg teilweise auf eine Maske verzichten. Wie die Deutsche Presseagentur meldet, entfällt die Maskenpflicht im Freien - also auf dem Schulhof - bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50. Liegt der Wert unter 35 und es an der Schule in den vergangenen zwei Wochen keinen Corona-Fall gab, wird die Maskenpflicht auch in Klassenräumen aufgehoben. Auf dem Flur müssen Schüler und Lehrer aber weiterhin Masken tragen.

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Donnerstag, 17. Juni, 15.15 Uhr: Piazolo: Konkreter Plan für neues Schuljahr noch nicht möglich

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat für Bayerns Schulen das Ziel eines durchgehenden Präsenzunterrichtes für das nächste Schuljahr ausgegeben. Allerdings könne derzeit kein konkreter Handlungsplan für das Schuljahr 2021/22 aufgestellt werden. "Wir wissen nicht, was kommt", sagte Piazolo am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtages in München. Mehr Infos.

Donnerstag, 17. Juni, 13.40 Uhr: Memmingen kippt Maskenpflicht in der Innenstadt

Aufgrund der deutlich gesunkenen Sieben-Tage-Inzidenz in Memmingen wird die Maskenpflicht in der Innenstadt ab dem morgigen Freitag aufgehoben. Damit müssen in der Fußgängerzone und auf den Plätzen der Innenstadt keine Gesichtsmasken mehr getragen werden.

Auf dem Wochenmarkt bleiben die FFP2-Maskenpflicht für Kunden und die Maskenpflicht für das Personal bestehen, da dies in der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung so festgelegt ist.

Auch bei Versammlungen bzw. Demonstrationen müssen weiterhin Masken getragen werden, außerdem in Geschäften, in der Schülerbeförderung, im ÖPNV sowie in den dazugehörigen Einrichtungen wie Bushaltestellen, Bahnhof oder Busbahnhof.

Das Alkoholverbot in der Fußgängerzone, auf dem Marktplatz, Weinmarkt, Roßmarkt, Theaterplatz, Schrannenplatz, auf dem Bahnhofsvorplatz und im Busbahnhof bleibt hingegen bestehen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Donnerstag, 17. Juni, 12.45 Uhr: Multivac in Wolfertschwenden investiert trotz Corona 38 Millionen Euro

Der Unterallgäuer Hersteller von Verpackungsmaschinen Multivac investiert 38 Millionen Euro in ein neues Zentrum in Wolfertschwenden. Das ist dort nun möglich. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 17. Juni, 11.30 Uhr: Digitaler Impfpass: Nachweis für geimpfte Genesene kommt Ende Juni

Von Covid-19 Genesene können ihren Status ab Ende Juni in Corona-Warn-App (CWA) und CovPass-App hinterlegen. Dann sollen auch Genesene mit Impfung ihren Schutzstatus digital nachweisen können, erklärte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Die Funktionen würden mit der nächsten Entwicklungsstufe beider Apps nachgelegt. Auch das Austellungssystem für die Zertifikate bei Apotheken, Impfzentren und Arztpraxen soll dann diesen Fall abbilden können.

Aktuell können Betroffene noch nicht auf regulärem Weg an einen digitalen Nachweis kommen. Grund dafür sind nach Angaben des BMG zunächst einmal technische Fragen. Genesene mit Impfung seien bei der europäischen Lösung von Anfang an mitbedacht worden, erklärte ein Sprecher. Es sei aber noch nicht geklärt, auf welche Art in diesem Fall ein Nachweis erbracht werden kann. Das liege laut BMG unter anderem auch daran, dass innerhalb Europas mit Genesenen beim Impfen nicht einheitlich verfahren werde. Während sie in Deutschland momentan für nur eine Impfung vorgesehen seien, erhielten sie in manchen anderen europäischen Ländern zwei Impfdosen.

Donnerstag, 17. Juni, 10 Uhr: Delta-Variante macht das Impfen zum Wettlauf

Nur rasche Zweifachimpfungen können laut Experten neue Welle im Herbst ausbremsen. Immunologen fordern von der Politik jetzt Vorbereitungen für die Schulen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 17. Juni, 8.25 Uhr: Impfzentren sollen in Bereitschaft bleiben - Wenig Kinder-Impfungen

Die Gesundheitsminister haben beschlossen, dass die Impfzentren auch über den Herbst hinaus in Bereitschaft bleiben sollen. Kommunen und Patientenschützer begrüßen das. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Donnerstag, 17. Juni 6.55 Uhr: Curevac-Impfstoffkandidat weniger wirksam als erhofft

Rückschlag für einen Hoffnungsträger der Impfkampagne in Deutschland: Im Rennen um die Markteinführung eines weiteren hochwirksamen Corona-Impfstoffs hat die Tübinger Biopharmafirma Curevac einen empfindlichen Dämpfer publik gemacht. Das Unternehmen musste am späten Mittwochabend in einer Pflichtbörsenmitteilung einräumen, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" erzielt habe. Damit habe er die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien nicht erfüllt.

Der Curevac-Impfstoffkandidat befindet sich schon seit Dezember - also seit rund einem halben Jahr - in der finalen und damit zulassungsrelevanten 2b/3-Studienphase. Während zahlreiche Konkurrenten ihre Vakzine längst auf den Markt gebracht haben, sammelt Curevac nach wie vor Daten. Ob Curevac nun überhaupt absehbar - und wenn, wann - liefern kann, bleibt vorerst unklar. An der Börse sackt die Curevac-Aktie dramatisch ab. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 17. Juni, 6.45 Uhr: Inzidenz im Landkreis Lindau sinkt wieder unter 50

Die Inzidenzwerte des Allgäu finden Sie hier im Detail.

Donnerstag, 17. Juni, 6.30 Uhr: RKI registriert 1330 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 11,6

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1330 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.34 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3187 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 105 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 94 Tote gewesen. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90 179 angegeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 11,6 an (Vortag: 13,2; Vorwoche: 19,3). Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3 718 955 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 594 700 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,71 (Vortag: 0,72). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 71 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

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Alle Entwicklungen vom 9. bis 16. Juni lesen Sie in Teil 63 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 1. bis 8. Juni lesen Sie in Teil 62 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 26. Mai bis 31. Mai lesen Sie in Teil 61 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 14. Mai bis 20. Mai lesen Sie in Teil 60 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 14. Mai bis 20. Mai lesen Sie in Teil 59 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 6. bis 13. Mai lesen Sie in Teil 58 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 30. April bis 5. Mai lesen Sie in Teil 57 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.